We are family. Oder: Herr Schmitz und die bucklige Verwandtschaft

In meinem Blogpost “Ja, aber. Oder: Wenn Herr Schmitz einfach keinen Bock hat” plädiere ich für einen freundschaftlichen oder zumindest kollegialen Umgang mit unserem inneren Boykotteur. 

Was ich in diesem Blogpost nicht erwähnt habe ist, dass Herr Schmitz nicht unbedingt alleine ist, sondern den ein oder anderen Familienangehörigen um sich schart. Die Zensoren!

Denn es ist nicht immer nur Herr Schmitz, der sich meldet, wenn wir etwas Neues planen, was unseren bisherigen Gewohn- und Sicherheiten nicht entspricht. Es sind auch durchaus andere Stimmen, die sich melden und es ist knifflig, die eine Stimme von den anderen zu unterscheiden.

Ich habe irgendwann mal etwas genauer hingehört, wenn Sätze à la

– Aber was sollen denn die Leute denken!?
– Gott, wie peinlich!
– Das kannst du doch nicht machen?
– Sowas macht “man” nicht!
– Was bildest du dir eigentlich ein?
– Was denkst du denn, wer du bist!?
– Wenn du DAS tust, will XY nichts mehr von dir wissen
– Wenn du DAS tust, werden sich XY das Maul zerreißen

– etc

in mir zu hören waren.

Und ich habe eine faszinierende Entdeckung gemacht!

Die ein oder andere innere Stimme hörte sich nämlich genauso an, wie die von real existierenden Personen. Sowohl von noch lebenden Personen als auch von bereits verstorbenen Personen. Allen gemein war, dass sie eine gewisse “Autoritätsfunktion” inne hatten. Sei es damals, zu Kinderzeiten, oder durchaus auch später, im Freundes- oder Kollegenkreis. Spätere Autoritätsfunktionen vergibt man übrigens oftmals analog zu frühen Autoritätsfunktionen in der Kindheit. Das sind dann so genannte “Repräsentanten”, an denen wir lernen dürfen. Was, erfährst du im Folgenden.

Wenn du diese “Stimmen” der Zensoren hörst – eigentlich sind es ja nur Gedanken – dann hat das mit Paranoia oder Schizophrenie nichts zu tun, was du sehr schnell bestätigen wirst, wenn du diesen inneren Zensoren – und genau das ist der Unterschied zum durchaus wichtigen Herrn Schmitz, der auch konstruktive Anregungen gibt! – genauer zuhörst.

Intonation, Vokabular, ganz bestimmte Schlagwörter – wenn du dich traust, wirklich genau hinzuhören, wirst du ganz schnell die ein oder andere “Autoritätsperson” aus deinen frühen oder auch späteren Jahren identifizieren können.

– Deine Eltern
– Deine Großeltern

– Tanten, Onkels
– Nachbarn

– Ältere Geschwister
– Ältere oder als wichtiger als man selbst angesehene Spielkameraden
– Lehrer
– Erzieher

Glaubenssätze!? Wer’s glaubt, wird selig. 

Es ist oft die Rede von den überholten Glaubenssätzen, die uns daran hindern, wirklich in unsere Kraft zu kommen und unser volles Potenzial zu leben. Und einfach WIR zu sein, mit allem, was da ist und allem, was uns auszeichnet!

Ich glaube, dass sich hinter vielen dieser vermeintlichen Glaubenssätze eben jene Autoritätsinstanzen der Vergangenheit oder Gegenwart verbergen. Sie sind es, die uns ständig reinquatschen und uns mit ihren permanenten Bewertungen ausbremsen und klein halten.

Wann immer du deine inneren Zensoren als eine solche ehemalige oder aktuelle Autoritätsinstanz klar identifiziert hast, stelle dir folgende Fragen:

– Ist dieser Hinweis/Ratschlag/Drohung heute noch von Bedeutung für mich?
– Oder kann ich diese Autorität endlich aus meinem Leben und meinem Bewertungssystem entlassen und MEIN Ding machen und MEINEN Weg gehen?

Für mich persönlich war es äußerst erhellend, manchmal auch erschreckend, als ich die ein oder andere Stimme eindeutig zugeordnet hatte.

Und: Es war unglaublich befreiend!

Je mehr dieser inneren Autoritätsinstanzen du aus deinem Leben, deinem Denken und Fühlen entlassen kannst, desto mehr wirst du DU SELBST werden, desto freier wirst du, desto mehr Möglichkeiten werden sich dir offenbaren, dein Leben nach DEINEN Wünschen und Möglichkeiten zu gestalten.

Ich wünsche dir ganz viel Freude und Erfolg dabei!

Und lasse mich gerne wissen, wie es dir damit geht und schreibe mir eine Email.

Alles Liebe für dich!

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Bin ich mein Sofa? Oder: Wie eine Existenzkrise mich zum reichsten Menschen der Welt machte

Da trugen sie es raus. Einer der beiden Männer hatte es vor drei Tagen bei eBay ersteigert. Ich war sicher, er würde niemals den Wert ermessen können, den das von ihm zu einem Spottpreis erworbene Teil hatte.

 

Mein schönes, geliebtes Sofa! Wie viele Stunden der Muße hatte ich auf ihm verbracht, wie viele Nächte auf ihm geschlafen, wenn ich völlig erschöpft vor dem laufenden Fernseher eingeschlafen war? Wie viele Regennachmittage hatte ich mich in seine dicken Kissen hinein gekuschelt und ein schönes Buch gelesen oder Musik gehört? Wie viele liebe Menschen hatten auf ihm Platz genommen?  Meine Familie, meine Freunde. Nun hatte ich es an einen Fremden verkauft und der war gerade dabei, es in seinen Besitz zu nehmen.

Panik beschlich mich. Konnte das wirklich mein Ernst gewesen sein!? Mein Sofa zu verkaufen? Dieses eine und auch das andere, kleinere? Überhaupt: ALLES zu verkaufen, was verkäuflich war? Meine schönen alten Schränke, die Tische, die Lampen, die Regale, die Kommoden, meine Stereoanlage, die ganzen anderen Elektrogeräte? Meine Bilder? Und alles, was nicht verkäuflich oder von ideellem Wert war, wie zum Beispiel der Großteil meiner Bücher, zu verschenken?

 

Bin ich mein Sofa? Mein Haus, mein Auto, mein Pferd…?

Wer war ich denn noch, wenn ich all diese Dinge nicht mehr besitzen würde!? Was bleibe dann von mir? Das war doch ein Teil von mir, dieser Besitz. Den hatte ich mir doch über all die Jahre erworben und angesammelt. All diese Dinge waren doch ein wesentlicher Bestandteil meiner Identität! Oder? Oder war es vielleicht anders herum…? War vielleicht vielmehr ICH Teil meiner Besitztümer und besaßen diese Dinge letzten Endes MICH?
„Besitz belastet“ hatte ich vor vielen Jahren mal in einem Film gehört und gerade jetzt, in diesem Moment, verstand ich diesen Satz zum ersten Mal voll und ganz!
Na gut. Bei einem Sofa, das ich mir vor ein paar Jahren zugelegt hatte, da war ja vielleicht doch nicht so viel Wichtigkeit drin. Aber was war mit all den Dingen, an die ich Kindheitserinnerungen knüpfte? Mein schöner alter Kleiderschrank zum Beispiel, der schon meiner Urgroßmutter gehört hatte und der viele Jahre lang auf dem Dachboden des Hauses meiner Großeltern gestanden hatte. Der hatte doch noch mal einen ganz anderen „Wert“, der war doch voller Erinnerungen, den konnte ich doch nicht einfach verkaufen und dann ohne ihn weiterleben!? Mein Herz schmerzte und ich weinte in Erinnerung an die vielen glücklichen Tage auf dem Dachboden des Hauses meiner Großeltern.

 

Home is where the heart is

Ein Schrank voller Erinnerungen!? Wo waren denn all diese Erinnerungen an meine Kindertage, die mich letztlich zu der gemacht hatten, die ich heute war, wirklich?
Waren all diese Erinnerungen nicht vielmehr in mir und in meinem Herzen für immer abgespeichert und jederzeit abrufbar?

Die Tage vergingen. Nach und nach trugen fremde Menschen mir vertraute Gegenstände aus meiner Wohnung. Der Raum um mich wurde immer leerer und größer. Kaum noch etwas, das ich mit meinem vergangenen Leben verband.

Am schwierigsten war der ganze Nippes, den ich mir im Laufe der Jahre selbst zugelegt oder hatte schenken lassen. Unzählige Kerzen- und Bilderständer, Blumenvasen, Schlüsselanhänger, Mäppchen, Brillenetuis, Sammel-Döschen, Stehrümchens und Verstaubschöns!  Diese Dinge konnte ich weder verkaufen, noch verschenken. Ich packte sie in einen großen Karton und stellte diesen auf den Sperrmüll, in der Hoffnung, dass irgendwer noch Gefallen an dem ein oder andere Stück finden würde. Dann war alles weg.


Obdach- und schwerelos im Weltall

Das hatte ich so gewollt, denn ich wollte in einem Monat nach La Gomera umziehen und nur das Allerwichtigste mitnehmen. Ich hätte nicht gedacht, wie wenig vom Allerwichtigsten letztlich übrig bleiben würde. Je mehr ich los ließ, desto leichter ging es. Die letzten mir verbliebenen Besitztümer passten in vier Umzugskartons und einen Koffer.

Meine Nachmieterin kam zur Wohnungsübergabe. Alles war leer, bis auf die Teile, die sie übernommen hatte. Ich gab ihr den Wohnungsschlüssel. Nun besaß ich wirklich nichts mehr, nichtmal mehr einen Wohnungsschlüssel. Bis zum Bezug meiner ersten Wohnung auf La Gomera in zwei Wochen war ich obdachlos. Puh!


Reichtum

Als ich am Flughafen stand und auf meinen Flieger wartete und auf die Abflugtafel schaute, da wurde mir plötzlich vollumfänglich bewusst: Ich war frei!
Ich konnte jetzt, da ich kaum noch etwas besaß und von nichts mehr besessen wurde, überall hingehen.
Nach Indien, Amerika, Afrika, Asien. Ich war frei. Einfach frei. Frei wie der Wind.

Ein nie gekanntes Gefühl erfüllte mein Herz: Das der absoluten Freiheit. Und damit verbunden ein Gefühl nie gekannten Reichtums.

Evolution

Diese Erfahrung zähle ich zu einer der wichtigsten und evolutionärsten meines Lebens! Durch die vielen mit dem Prozess des radikalen Loslassens verbundenen Existenzängste bin ich in einem Ausmaß gewachsen, das ich in dieser Form niemals geahnt hätte.
Ich identifiziere mich nicht mehr mit Besitz. Im Gegenteil. Ich meide ihn. Ich bin durch diese Erfahrung zu einer Art Konsumverweigerer geworden. Ich konsumiere nicht mehr des Konsumierens wegen, ich konsumiere nahezu ausschließlich aus Notwendigkeit.
Durch diese Art – fast „Kunst“ – des Konsumierens kann ich mir zudem erlauben, sehr bewusst zu konsumieren. Es interessiert mich, ob die Kleider, Gegenstände und Nahrungsmittel, die ich kaufe, sauber produziert wurden. Also ob sie unter ethischen und ökologischen Aspekten zu meiner Wertewelt passen.

Ich habe gelernt, dass der größte Reichtum des Lebens darin besteht, frei zu sein. Und dass diese Freiheit unendlich viele Möglichkeiten birgt. Allem voran die Möglichkeit, zu leben. Voll und ganz!


Existenzielle Fragen

Wie viel besitzt du? Was möchtest du unbedingt noch besitzen? Und warum?
Wann hast du zum letzten Mal „Tabula Rasa“ gemacht und dich gefragt, was du wirklich brauchst und vor allem, warum?
Was bliebe von dir, wenn du nichts mehr besäßest und du nicht mehr besessen würdest?
Glaubst du, dass du das Gefühl von „Schwerelos im Weltall“ überleben würdest?
An was hältst du fest?
Von was wirst du gehalten?
Was hält dich?
Ganz konkret und ganz abstrakt?
Kannst du dir vorstellen, frei zu sein?

Falls diese oder andere existenzielle Fragen dich gerade umtreiben und du nach Antworten suchst, dann melde dich bei mir. Hier ist jemand, der weiß, wie man „Schwerelosigkeit im Weltall“ erfolgreich und sehr glücklich überlebt. Mit oder ohne Sofa.

Ich freue mich auf dich!

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Feel free! That’s what you are meant to be!

Ich komm’ gleich zum Punkt:

Wenn du frei sein willst, also wirklich frei, dann musst du dich für die Wahrheit entscheiden.
DEINE Wahrheit.
Freiheit ist nicht das Gegenteil davon, im Gefängnis einzusitzen.
Wirkliche Freiheit gibt es nur an einem einzigen Ort auf dieser Welt und der ist in deinem Herzen!
Das ist sehr viel weniger schwülstig, als es sich zunächst anhört.
Im Gegenteil. Ich glaube, dass wir Menschlein ganz viel sehr wirres und komisches Zeug veranstalten, um genau dahin zu gelangen: zu unserem eigenen Herzen.
Dabei ist der Weg dorthin an und für sich relativ einfach, braucht aber Entscheidungswille und die Bereitschaft, die entsprechenden Konsequenzen aus den Entscheidungen zu ziehen.

 

Nachfolgend ein paar Hinweise, was du auf dem Weg zur Freiheit bedenken musst und was dich letztlich erwartet:

 

Sorge für ein Minimum an maximaler Störungsfreiheit!

Um zu deinem Herzen zu gelangen, musst du natürlich erst mal wieder dein Herz – beziehungsweise dich selbst – überhaupt spüren können. Wie willst du sonst wissen, in welche Richtung es geht?
Du musst wieder in Kontakt kommen mit deiner inneren Stimme oder deinem „höheren Selbst“, wie es manche nennen.
Dafür wiederum musst du im Außen für entsprechende Störungsfreiheit sorgen.
Deine innere Stimme spricht zwar für gewöhnlich sehr deutlich, aber auch sehr sehr leise.

Störungsfreiheit heißt indes nicht nur, frei von Lärm.
Es bedeutet auch, dich von visuellen, mentalen und damit emotionalen Reizen und Einflüssen möglichst frei zu machen.
Klar, mit Job und Familie ist das nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen. Aber wann immer du so etwas wie „Freizeit“ hast, sorge dafür, dass du regelmäßige Momente der Stille und Störungsfreiheit hast.
Täglich zwei bis fünf Minuten ist schon ein guter Anfang. Echt. Du musst nicht davon träumen, irgendwann zwei Monate lang in einem Zen-Kloster zu verbringen, um endlich deine innere Stimme wieder deutlich hören zu können.
Im Gegenteil: Der Traum vom Zen-Kloster hält dich nur weiter davon ab, dir deine täglichen zwei bis fünf Minütchen zu gönnen.

Fang ganz klein an, dann wird es irgendwann von ganz alleine groß.

 

Der Weg zur Freiheit ist von ein paar essentiellen Fragen gesäumt

Und wenn es dann endlich soweit ist, dass du deine innere Stimme wieder hören kannst, dann kannst du dir auch die wirklich wichtigen Fragen auf dem Weg in die Freiheit stellen:

 

Bist du glücklich so, wie du lebst?
Lebst du nach deinen EIGENEN Prinzipien?
Oder bist du vielleicht einer fixen Idee von radikaler Selbstverwirklichung auferlegen, der du wie der Esel hinter der Möhre hinterher hechtest? Stichwort: Zen-Kloster. Also nichts gegen Zen-Klöster, ich will auch unbedingt mal irgendwann in ein Kloster. Nicht Zen, aber mal eine Woche lang auf Schweige-Exerzitien, das ist schon lange ein Traum von mir. Ich weiß aber mittlerweile auch, dass das Ergebnis, welches ich mir von einer solchen Woche verspreche, auch mithilfe der zwei bis fünf Minütchen täglich möglich ist. Doof, ne!?
Zurück zur radikalen Selbstverwirklichungsidee: Überlege gut! In Zeiten wie diesen sind die Angebote, das Alte zu verlassen und andere, neue Wege einzuschlagen, groß, unüberschaubar und teilweise auch gefährlich. Denn es gibt nicht wenige auf dem Markt der Selbstverwirklichungs-Meister, die sich als Guru aufspielen und dich ganz subtil in Abhängigkeit von ihnen halten. Weil sie dir immer wieder suggerieren, dass du ja noch nicht so perfekt bist, wie du sein könntest.
Dabei bist du der einzige Mensch im gesamten Universum, der überhaupt imstande ist zu sagen, wann du gut genug bist.
Frag’ deine innere Stimme. Sie weiß es.

 

Hast du dir die Gaben, mit denen du auf diese Welt kamst, zur Aufgabe gemacht?
Es geht gerade ganz schön rund im Karton. Kaum einer in meiner Altersklasse, der sein bisheriges berufliches Dasein nicht kritisch überdenken würde. Ich selbst hatte ja das große Glück, im Alter von 30 Jahren vom Schicksal einen ordentlichen Hintertritt bekommen zu haben. Burnout. Mit 30. Auweia. Und Gott sei Dank! Heute kann ich das so sehen.
Wäre ich damals nicht vollends abgek…. äh, sorry, zusammen gebrochen, hätte ich die Kurve in dieser Form wohl nicht bekommen.
Insofern: War im Nachhinein ok, hätte aber auch anders verlaufen können. Nämlich dann, wenn ich meiner inneren Stimme zugehört und ihr gefolgt wäre. Die hatte nämlich bereits vier Jahre VOR meinem Zusammenbruch angefangen, mir deutliche Hinweise darauf zu geben, dass ich eigentlich etwas ganz anderes machen will. Wer nicht hören will, muss fühlen. Das hab’ ich. Und viele andere auch.
Was mir damals gefehlt hat, um “freiwillig” die Entscheidung zu treffen, in MEINE Richtung zu gehen, war einerseits mangelnder Mut und andererseits mangelnde Bereitschaft, meine Komfortzone zu verlassen. Bis meine Komfortzone dann mich verlassen hat und der Mut der Verzweiflung gefragt war.
Wie gesagt: War im Nachhinein ok, hätte aber auch anders verlaufen können. Nämlich dann, wenn ich meiner inneren Stimme zugehört und ihr gefolgt wäre. Ich wiederhole mich schon wieder, ich weiß. Aber steter Tropfen….du weißt schon.

 

Mit wem fühlst du dich wirklich wohl?
Wer von den Menschen in deinem frei gewählten Umfeld ist wirklich ehrlich mit dir? Aus Liebe ehrlich.
Und mit wem bist du wirklich ehrlich? Aus Liebe ehrlich.
Wer inspiriert dich? Mit wem fühlst du dich wirklich frei, weil du in der Gegenwart dieses Menschen ganz und gar DU sein kannst?
Gibt es vielleicht jemanden, der ganz subtil versucht, dich zu manipulieren? Vielleicht denkst du (weil die Gurus es so sagen), dass du mit diesem Menschen ja noch viel über dich selbst lernen und in deiner Persönlichkeit wachsen kannst. Weil er dir „die Knöpfe drückt“.

Diesen Aspekt kann du genau dann als verstanden für dich verbuchen, wenn dir überhaupt auffällt, dass dieser Mensch dich subtil manipuliert. Dann nämlich kannst du die zwangsläufige Konsequenz daraus ziehen und diesen Menschen aus deinem Leben verabschieden. Ob das wirklich gut für dich ist und ob du das darfst?
Frag’ deine innere Stimme. Sie weiß es.

Auf der anderen Seite bist du natürlich ebenso gefragt, dich selbst zu hinterfragen, wen DU für welche deiner Zwecke subtil manipulierst.
Unangenehm, nicht wahr? Aber wenn du wirklich frei werden willst, dann gehört auch das dazu.
Denn wenn du frei bist, wirst du niemanden mehr brauchen, den du manipulieren musst.
Weil du selbst dir jeden Lebenszweck erfüllst.
Weil du dich selbst liebst, und zwar genug.

 

Love is a fucking tricky thing!

Das ist nämlich der kleine und alles entscheidende Trick bei der Liebe: Sie kommt niemals von außen zu uns, sondern entspringt immer aus uns selbst. Echt. Du kannst dich nicht geliebt fühlen, wenn du in dir selbst nicht per se Liebe hast.
Du weißt das. Frag’ deine innere Stimme.

Und keine Sorge! Ein liebender Mensch zu sein heißt nicht, dass du jeden Deppen in deiner Umwelt tolerieren oder gar lieb haben musst.
Wenn du wirklich ein liebender Mensch sein willst, dann fängst du mit der Liebe zu allererst bei DIR SELBST an!
Wenn deine Selbstliebste so richtig groß ist, dann wirst du vielleicht irgendwann, eines fernen Tages, sogar in der Lage sein, die Deppen lieb zu haben. Und wenn es soweit ist, wirst du sicher ganz bald auch über Wasser laufen können.
Aber bis dahin hast du genug mit deiner Selbstliebe zu tun.

Sie ist letztlich der Boden, die Luft und das Licht in dem Land der Freiheit, nach dem du dich so sehnst.
Wenn du dich selbst liebst, bist du frei von anderen und fühlst dich trotzdem geliebt.
Dann bist du frei davon, andere zu manipulieren und selbst manipuliert zu werden.
Dann muss dir niemand mehr beweisen, dass du liebenswert bist.
Dann wirst du aus dir selbst heraus lieben und  Liebe von außen erst wirklich empfangen können.
Dann brauchst du auch keinen Guru mehr, der dir sagt, dass er es besser weiß als du.

Weil du es selber weißt.
Weil du deine innere Stimme wieder hörst.

Unsere innere Stimme sagt uns übrigens selten etwas Neues. Daran erkennst du sie.
Das, was sie dir sagt, wird dir sehr bekannt vorkommen.
Weil du es schon immer gewusst hast.
Tief in deinem Herzen.

Feel free! That’s what you are meant to be!

Von Herzen

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Darf’s ein bisschen weniger sein? Von der Sehnsucht nach dem Wesentlichen

 

Schluss mit Lustig!?

Heute ist Aschermittwoch. Fastenzeit. Als ich noch ein Kind war, hieß das, dass wir am Veilchendienstag möglichst alle Süßigkeiten, die wir am Karnevalssonntag und am Rosenmontag geschnappt hatten, auf einmal auf(fr)essen mussten. Denn ab Aschermittwoch war Schluss mit Schlemmern! Schlimmes Bauchweh war nicht selten die Konsequenz dieser eigentümlichen Zeitrechnung. Und die Fastenzeit, diese sich endlos hinziehenden sechs Wochen bis Ostern, waren schlicht und ergreifend DOOF.

Mittlerweile mag ich die Fastenzeit. Weil sie eine gute Gelegenheit für eine Reinigung ist. Und zwar auf allen Ebenen.

Tabula Rasa

Ich werde diese Zeit diesmal meiner ganz persönlichen „Tabula Rasa“ widmen.

Zum ersten werde ich meine Schränke ausmisten und mich von allem „befreien“, was ohne Sinn und Zweck meinen physikalischen Raum verstopft. Kleidung, die ihre besten Zeiten hinter sich hat oder die ich die letzten zwei Jahre nicht getragen habe. Was noch tragbar ist, werde ich verschenken. Der Rest wird zum Putzlappen oder landet in der Tonne.

Dann: Tupperdosen. Ganz beliebtes Sammelthema in meinem Küchenschrank.

Und dann die vielen Bücher, in die ich eventuell irgendwann noch mal gucken werde. Ein anderer wartet vielleicht ganz dringend drauf. Also ab damit an die Büchersammelstelle.

Frei wie ein Vogel

Den Prozess des Ausmistens kenne ich schon ganz gut. Meistens macht man sowas, wenn man umzieht. Als ich damals nach Gomera umzog, war dieser Prozess ganz besonders intensiv. Denn ich habe mich von ca. 98,5% meines damaligen “Besitzes” getrennt.  Mit vier Kartons und einem Koffer ging ich in mein neues Leben. Der Prozess des Loslassens als solcher war nicht unbedingt lustig und schon gar nicht leicht. Aber je mehr ich an etwas “hing”, desto mehr stellte ich mir die Frage “Wer “besitzt” eigentlich wen!? Ich die Dinge oder die Dinge mich?”
Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mich nie zuvor und auch nie wieder danach so FREI gefühlt habe, wie damals, als ich materiell betrachtet kaum noch etwas „besaß“.
Diese Freiheit habe ich paradoxer Weise als unglaublich großen Reichtum empfunden.

Nun, die Umstände sind diesmal etwas anders und mein Ausmisten wird sich in dieser Form so bald nicht wiederholen lassen. Andernfalls würde ich mir nämlich sehr großen Ärger mit meinen beiden Töchtern und meinem Mann einhandeln… 😉

Aber ich werde diesmal nicht nur materiell wenigstens “ein bisschen”, sondern auch auf anderen Ebenen „Tabula Rasa“ machen.

Im Klartext heißt das:

  • weniger im Internet konsumieren.
  • bei jedem Kauf vorher genau überlegen, ob ich „das“ WIRKLICH brauche
  • so viele Gedanken wie möglich darauf überprüfen, ob sie jetzt wirklich gedacht werden müssen.
    Und wenn nicht, dann gehen lassen
  • Bei jedem Gefühl nachspüren, ob es jetzt wirklich sinnvoll und fruchtbringend ist und wenn nicht, es gehen lassen
  • Beziehungen klären. Da, wo zwischen den Herzen was „im Wege“ steht für Klärung sorgen.
  • Bewusst sein. In letzter Zeit hatte ich es oft sehr eilig und wann immer ich durch die Gegend rannte, überkam mich dieser Satz “Wenn du es eilig hast, gehe langsam”.

Das ist mein ganz persönlicher „Aktionsplan“ für die kommenden Wochen.


Freiraum schaffen

Ich verspreche mir davon mehr Freiraum. Freiraum für das Wesentliche. Das Wesentliche ist für mich in letzter Konsequenz das, was ich auch „Gott“ nenne. Die Verbindung mit der göttlichen Quelle so oft es geht zu spüren (denn verbunden sind wir immer). Das ist das, wonach sich meine Seele wirklich sehnt.

Und ich glaube, dass wir uns letztlich alle danach sehnen. Dass wir tief in uns wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Dass wir mit der göttlichen Quelle immer verbunden sind und dass uns diese Verbindung jenes Zuhause ist, nach dem wir in so vielen Dingen vergeblich suchen.

Und das wir letztlich doch nur in uns selbst finden können.
Wenn wir den nötigen „Freiraum“ dafür schaffen, sowohl im Außen als auch im Innen.

Deshalb mag ich die Fastenzeit. Weil sie mich immer wieder genau DARAN erinnert!

Und du? Wirst du vielleicht auch „fasten“? Wirst du auch irgendetwas tun oder lassen, um mehr Freiraum  im Innen und Außen zu gewinnen?

Falls ja, freue ich mich über deine Ideen und Geschichten!
Wer weiß, vielleicht inspirierst du damit ja jemand anderen, es auch zu tun?

Mit sonnigen Grüßen

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Ist Dankbarkeit der Schlüssel zum Glück?

“Dankbarkeit ist der Himmel selber.” William Blake

Abends, wenn ich zu Bett gehe, besinne ich mich gerne auf das, was mein Leben ausmacht.

Meist beginne ich damit, dass ich mir bewusst mache, dass all meine Lieben gesund sind. Das ist nicht selbstverständlich. Und deshalb bin ich dem Leben dankbar.

Weiter geht es damit, dass mein Mann, meine Kinder und ich gemeinsam als Familie leben und viel Freude miteinander haben. Auch das ist nicht selbstverständlich. Also: Danke, Leben!

Dass wir alle ein Bett und ein Dach über dem Kopf haben, genügend zu essen, dass wir in Freiheit leben und in einem Land, in dem Frieden ist – auch das ist bei Weitem nicht selbstverständlich. Danke!

Dann überlege ich noch, welches meine Highlights des Tages waren. Das kann ein gemaltes Bild oder ein Lachen meiner Kinder gewesen sein, ein gemeinsam gesungenes Liedchen, ein leckeres Essen, ein erfrischendes Bad im Meer, eine schöne Begegnung mit einem Freund oder dass ich einem fremden Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert habe.

Und dann, wenn mein abendliches Dankbarkeits-Körbchen so richtig voll ist – und das ist es eigentlich immer – dann werden meine persönlichen Sonderwünsche auf einmal ziemlich klein und eigentlich unbedeutend.

Ich bin überzeugt, dass Dankbarkeit in unserer leistungs- und konsumorientierten Welt ein wichtiger Schlüssel zu Zufriedenheit und Glück ist. Probier es doch einfach mal aus! Und lass mich gerne wissen, wie es Dir damit geht.

Ich freue mich auf Deine Geschichte!

Mit sonnigen Grüßen

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