Tatort #allesdichtmachen, Folge 1: Quod erat demonstrandum

von | Apr 26, 2021 | Allgemein | 0 Kommentare

Hallo!

Ich bin Melanie Kaltenbach und ich bin keine Schauspielerin.

Ich habe etwas mitzuteilen zu dem Gongschlag, der Freitag Abend Deutschland erschüttert hat und dessen Nachklang noch heute zu hören ist, sogar noch stärker, als der Gongschlag selbst es war.

Etwa 50 mehr oder weniger bekannte Schauspieler aus dem Land der Dichter und Denker haben sich zu Wort gemeldet und in einer brillanten Satire ihre Kritik zur aktuellen Coronapolitik zum Ausdruck gebracht.

Nach über einem Jahr ohne Kunst, Kultur und Satire als Ausdruck gebendes Element wird heute deutlich: Den meisten Menschen in Deutschland ist durch Corona jedes Gefühl für Kunst, Kultur und Satire als Ausdruck gebendes Element abhanden gekommen.

Manche beklagen sich zum Beispiel, es hätte alles wie brav abgelesen geklungen und sei sehr schlecht geschauspielert gewesen und haben damit einmal mehr unter Beweis gestellt, dass ihnen tatsächlich jeder Sinn für Kunst, Kultur und Satire als Ausdruck gebendes Element abhanden gekommen ist. Quod erat demonstrandum.

Das Interessanteste aber ist, dass mit den Kritik äußernden Künstlern genau so verfahren wird, wie mit sämtlichen Kritikern seit Anbeginn der Krise verfahren wurde: Sie werden in die rechte und in die Querdenker-Schublade gesteckt.

Das ist einfach, das ist praktisch, da weiß man, wo man nicht suchen muss, wenn man mal was nicht finden möchte oder wo man hinein kotzt, wenn einem mal danach ist, was ja in letzter Zeit schon mal häufiger vorkommt.

Meine Person betreffend ist das leider etwas schwierig.

Ich bin zum Beispiel kein Coronaleugner. Selbst, wenn ich es wollte, könnte ich es nicht sein, denn ich hatte es. Es war ein Ritt durch die Hölle und ich wäre beinahe gestorben. Und noch heute, über ein Jahr später, habe ich Langzeitfolgen, wie Muskelschmerzen und Geruchs- und Geschmacksverirrungen. Aber es wird besser. Nach über einem Jahr.

Und weil ich kein Coronaleugner sein kann, kann ich also auch kein AfD-Fan oder Querdenker sein. Reichsbürger kann ich auch nicht sein. Da muss ich aber ganz ehrlich zugeben, dass ich davon überhaupt keine Ahnung habe, was daran liegen mag, dass mich der Scheiß null interessiert.

Und trotzdem kritisiere ich die Maßnahmen.

Ja, Scheiße!?

Und nun!?

Wohin mit jemandem wie mir?

Ich kritisiere vor allem, dass es kein konstruktives Krisenmanagement gab und gibt.

Man hätte sich vielleicht mal einen wirklich guten Unternehmensberater ins Unternehmen BRD holen können, der einen berät, wie das geht, mit dem konstruktiven Krisenmanagement.

Dass man da alle mit ins Boot nimmt – auch und vor allem die Kritiker! –  und nach einem gemeinsamen Konsens sucht, den man ganz sicher findet, wenn von allen beteiligten Gruppierungen entsprechende Vertreter  – nicht Politiker – dabei sind.

Es wurde und wird auch vollkommen unterschätzt, zu welchen tatsächlichen Kraftanstrengungen und schmerzhaften Einbußen Menschen von sich aus imstande und bereit sind, wenn man sie nur fragt. Wenn man sie ernst nimmt. Wenn man sie in die Verantwortung einbindet. Für sich selbst und für das Gemeinwohl.

Man wäre aus dem Staunen vielleicht gar nicht mehr heraus gekommen. Womöglich hätte man so die ein oder andere gut organisierte Querschlägerei sogar vermeiden können….?

Aber all das wurde und wird nicht nur vernachlässigt, sondern vollends unterlassen.

Und eben diese Unterlassung und die merkwürdige Gleichschaltung der öffentlichen Medien führen dann zu dem, was man in Unternehmen „Gerüchteküche“ nennt.

In Coronazeiten nennt man es „Verschwörungtheorie“.

Gerüchteküchen und Verschwörungstheorien haben eins gemeinsam:
Ein miserables Kommunikationsmanagement seitens der Führung. Da dieses miserable Kommunikationsmanagement seitens der Führung nun schon so lange anhält, lässt sich durchaus vermuten, dass tatsächlich ein ganz anderer Plan hinter allem steckt.

Von den Künstlern, die sich gestern so brilliant zu Wort gemeldet haben, haben sich die ersten schon wieder zurück gezogen. Ganz optimistisch gedacht, halte ich es für möglich, dass dies Teil der Gesamtperformance ist. Denn genau dies würde die von den Künstlern so geschickt dargebrachten Aussagen zu einem dann hoffentlich nicht mehr zu übersehenden Quod Erat Demonstrandum führen. Gefährliches Scheißerchen, das! Denn: Egal, was jetzt passiert, genau das wird passieren.

Und so viel ist klar: Das, was auf gar keinen Fall gesagt werden darf, ist immer ein Hinweis auf eine Wahrheit, von der man nicht möchte, dass sie ans Licht kommt.

Wir dürfen gespannt sein, was uns noch erwartet.

Bleiben Sie gesund und genießen Sie die Freiheit, die Ihnen bis jetzt geblieben ist.

Ihr eigenständiges Denken!

Die Gedanken sind frei.

Noch.

Auf die Freiheit….

Melanie Kaltenbach

PS: Diesen Text gibt es auch als Youtube-Video auf meinem Kanal.

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