Klaus Schwab und Der Tanz mit dem Teufel

von | Mrz 28, 2021 | Allgemein | 0 Kommentare

Neulich ist mir etwas passiert, das ich mir nicht anders erklären kann als mit „göttlicher Fügung“. Ich recherchierte über Klaus Schwab, den Begründer des World Economic Forum und war mir absolut sicher, als seinen Vater einen Mann namens Günther Schwab ausgemacht zu haben. Wohl auch deshalb, weil ich bei Günther viele thematische Gemeinsamkeiten mit Nicole Schwab, der Tochter von Klaus, fand. Allem voran die Liebe zu Bäumen und überhaupt zur Natur. Eine Gemeinsamkeit, die auch ich mit den beiden teile.

Und weil ich das so überaus faszinierend fand, dass der „Vater“ des Begründers des World Economic Forum ein solcher Naturliebhaber war, bestellte ich mir sogleich ein Buch von ihm mit dem vielversprechenden Titel „Der Tanz mit dem Teufel“. Das Buch erzählt die Geschichte einer kleinen Gruppe von Menschen, die dem Teufel einen Besuch abstattet. Während des Besuches erklärt der Teufel ihnen en detail, wie er sein teuflisches Spiel auf Erden im Laufe der Jahrhunderte implementiert hat. Es wird haarklein und der Reihe nach beschrieben, wie der gesamte göttliche Kreislauf des Lebens sukzessive und systemisch gestört wurde, um den Planeten Erde zu zerstören und das Leben auf ihm unmöglich zu machen.

Das Buch erschien erstmals 1958 und ist doch aktueller und relevanter denn je. Schnell wird deutlich: Der so groß aufgehängte Klimawandel ist nicht das einzige Problem, das wir haben und die monodisziplinäre Sicht auf ihn ist wie Scheuklappen, die den Gesamtblick auf das komplette Spiel der Zerstörung verwehren. Womöglich ein weiterer geschickter Schachzug in diesem Spiel? So viel ist klar: Ein Friday for future reicht nicht, um diese Welt zu retten, es braucht auch alle anderen Wochentage und das 24 Stunden pro einzelnem Tag!

Wahrlich faszinierend ist, dass Klaus und Günther unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Klaus das Thema Fortschritt als höchste Errungenschaft der Schöpfung zu betrachten scheint, die er mit seiner Vision von der „Vierten Industriellen Revolution“ wacker voran treibt, schreibt sein falscher Vater Günther zum Thema Fortschritt u.a.:

„Das eben ist der Sinn des von mir (Anm.: Teufel) erfundenen Fortschritts, daß der Mensch in krankhafter Sucht und in steigender Hast seine eigene Umwelt dauernd verwandelt. Der Mensch aber vermag sich nicht im gleichen Tempo zu verändern.“

„Da wirklicher Fortschritt immer nur geistig-seelischer Art sein kann, gibt es in der Menschenwelt keinen wirklichen Fortschritt, und inmitten ihrer überspitzten Zivilisation steht die Menschheit heute noch und wieder auf dem Niveau von Kannibalen.“

Wenn wir das Thema „Fortschritt“ besprechen und durchdenken, taucht immer wieder die Aussage auf, dass wir uns diesem ja nicht verwehren können, weil das ja ein Rückschritt sei.

Wäre es das wirklich? Ein Rückschritt? Und wenn ja: Ist es nicht manchmal genau das, was einen weiter bringt? Innehalten und einen Schritt zurück gehen? Inwieweit sind wir heute, als eine Spezies, die ohne technische Hilfsmittel kaum noch überlebensfähig ist, überhaupt in der Lage, das angemessen beurteilen zu können, ob dieser Rückschritt nicht genau jener Schritt ist, den wir dringend tun müssen? Wie ich in meinem Blopost Kein Schiff wird kommen. Eine Betrachtung zur Verstopfung des Suez Kanals schreibe, gehe ich davon aus, dass wir bald alle noch einen ordentlichen Schritt zurück, auf den Boden der Tatsachen, tun werden müssen.

So, wie uns die gesamte Corona-Krise von Anfang an auf uns selbst und unser Leben zurück wirft und uns im besten Fall auch mit unseren Werten und unserem Verständnis von „Ethik“ konfrontiert und uns jede Menge Gelegenheit bietet, inne zu halten und zu reflektieren, wo ein vermeintlicher „Rückschritt“ womöglich ein wahrer Fortschritt geistig-seelischer Art wäre. Ist es doch genau das, was wir am dringendsten benötigen, in einer Welt, die immer seelenloser zu werden scheint.

Ich werde weiter über meine Gedankengänge zum Buch vom falschen Vater von Klaus berichten.

Bis dahin wünsche ich uns allen eine beseelte Zeit!

Herzlichst

 

Melanie Kaltenbach

PS: Auf meinem youtube Kanal führe ich übrigens neuerdings fiktive Gespräche mit Klaus.

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