Gnadenlos zurück geworfen auf uns selbst

von | Mrz 31, 2021 | Allgemein, Uncategorized | 4 Kommentare

Seit 18. März 2021 ist es bei mir, dass Buch „Der Tanz mit dem Teufel“ von Günther Schwab, den ich aufgrund eines göttlichen Irrtums für den Vater von Klaus Schwab hielt (nachzulesen hier). Seitdem schraubt es sich wie ein energetischer Korkenzieher in meine Seele und bringt lang geahnte Wahrheiten aus mir hervor. Das letzte Buch, das mich derart bewegt hat, war „Die vergessene Generation“ von Sabine Bode, in dem das Kriegsschicksal der Generation meiner Großeltern auf schmerzhafteste Weise beschrieben steht und das mir so viel Verstehen und Befreiung gegeben hat (nachzulesen hier).

Ich bin jetzt bei Seite 239, im Kapitel „Der Gehirnkrebs“. Ich möchte gerne schneller lesen, aber das geht nicht, denn nach ein paar Seiten muss ich das Buch wieder zur Seite legen und reflektieren und sortieren und verdauen. Nie zuvor habe ich so viele Stellen in einem Buch markiert, manchmal möchte ich seitenweise markieren und das, obwohl mitunter ein einziger Satz so voller Essenz ist, dass man dazu ein eigenes Buch lesen oder schreiben möchte. Gestern schrieb eine liebe Wegbegleiterin, die sich das Buch auf meinen Hinweis ebenfalls besorgt hat, dass es ihr vorkäme, wie eine Regieanweisung für das, was derzeit geschieht. Und das bei einem Buch, das im Jahre 1958 erstmalig erschien!

Bis gestern dachte ich, dass Klaus Schwab mit seinem Technik- und Fortschrittswahn ein Erfüllungsgehilfe des Teufels für dessen perfiden Plan zur Zerstörung der Erde ist. Gestern – im Kapitel „Der Gehirnkrebs“ – kam mir zum ersten Mal der Gedanke: Was, wenn nicht!? Was, wenn das mit dem Fortschrittswahn, vor allem in Bezug auf den Transhumanismus, nur ein Trick ist, um so zu tun, als ob man den Plan erfüllte? Und in Wahrheit geht es aber darum, den Menschen zurück zur Urquelle zu bringen? Was, wenn all die Beschränkungen, die wir seit der C-Krise erleben, uns letztlich dienen, wieder zur Besinnung zu kommen? Vor allem zur Besinnung darüber, wie sehr wir – jeder einzelne von uns – dazu beigetragen hat, dass sich der Plan des Teufels zur Zerstörung der Erde erfüllt? Das mag auf den ersten Blick pathetisch anmuten, auf den zweiten und ganz pragmatischen Blick ist es aber alles andere als das. Und genau das ist das Problem! Wir haben den klaren und pragmatischen Blick auf den aktuellen Zustand unseres Planeten und unserer Gesellschaft verloren.

Ich erinnere mich an die Zeit vor einem Jahr, als das kanarische Archipel quasi komplett von der Außenwelt abgeschnitten war. Sieben Wochen lang durften wir nur zum Einkaufen nach draußen, nicht ans Meer, nicht in den Wald, keine kleinen Spaziergänge zur Zerstreuung. Das, was Deutschland nach wie vor fürchtet, haben wir vor einem Jahr erlebt. Während wir zu Hause saßen und darüber nachdachten, wie unser schöner, alter Zauberwald endlich einmal völlig still und ungestört von jeder Menschenseele einfach Wald sein kann, ging uns das Herz auf und freuten wir uns mit dem Wald und all seinen Bewohnern. Als mein Mann nach Wochen zum ersten Mal wieder zur Arbeit fuhr, erzählte er, dass er oben in den Bergen einen Vogel sah, den er noch nie zuvor gesehen hat. Mein Mann ist 59 Jahre alt und hier geboren.

Wenn wir uns anschauen, was derzeit nicht möglich oder zumindest arg beschwerlich ist, dann wird so vieles offenbar von unserer degenerierten und zerstörerischen Lebensweise, die uns so selbstverständlich geworden war und es aber jetzt nicht mehr ist! Das Thema „Fluchturlaub“ und „Konsum“ zum Beispiel. Bis ich Ende 2007 entschied, auf die Heimat meines Herzens zu ziehen, war ich auch ein Fluchturlauber. Als ich noch angestellt war, hatte ich großzügige 30 Tage im Jahr zur Verfügung, um aus meinem sonst so beengten Leben mit 40 Arbeitsstunden pro Woche und durchprogrammierter Freizeit zu fliehen. Das Geld, das ich verdiente, gab ich für meine Fluchturlaube aus und um die Bedürfnislöcher in meiner Seele mit schnellem Konsum zu stopfen. Für ein paar Minuten vermeintlicher Befriedigung. Bis zum nächsten Mal. Fastfood für die Seele. Ekelerregendes Völlgefühl, ohne jemals wirklich satt zu sein.

Ist das der Sinn des Lebens? Wer hat uns das erzählt und warum haben wir demjenigen geglaubt, dass es so ist? Was ist mit uns passiert, dass wir uns so sehr von der Quelle und der tiefen Achtung vor Gott und unserer eigenen Schöpferkraft entfernt haben? Wen haben wir für uns denken lassen, anstatt selbst zu denken? Wem haben wir die Verantwortung für unser Leben gegeben, anstatt sie selbst zu übernehmen? Sind wir überhaupt je mündig geworden? Oder haben wir unsere Eltern einfach gegen eine Ersatzinstanz in Form eines Arbeitgebers und/oder Politikers eingetauscht?

Ich schaue in die Welt da draußen und sehe all die Menschen, wie sie inständig hoffen, dass „es“ endlich vorbei sein möge, dass „es“ endlich jemand beendet. Gott, der zweite Messias, Trump, Merkel, Schwab, die Impfung… Egal wer oder was, Hauptsache, es ist vorbei und danach soll das Leben bitte so weiterlaufen wie vor Corona. Es gibt wirklich Menschen, die das glauben, dass es danach so weitergeht, wie es davor war. Dabei wird die Welt nie wieder so sein, wie sie davor war. Und das ist gut so, denn sie war so kaputt, unsere Welt. Unsere Umwelt genauso, wie unsere gesellschaftliche Welt, in der wir so gerne drei mal im Jahr in die Ferne geflüchtet sind, in der wir ohne nachzudenken die Ressourcen unseres Planeten und unsere eigenen verschwendet haben, immer wissend, dass in Afrika nach wie vor Kinder in den Armen ihrer Mütter sterben, weil sie nichts zu essen haben. Nur ein Beispiel für unser pervertiertes Menschsein. Eins, von unendlich vielen.

Und deswegen prophezeie ich, dass „es“ so lange nicht vorbei sein wird, bis ein jeder von uns sich gnadenlos mit sich selbst und seinem Beitrag als willfähriger Erfüllungsgehilfe für den Plan des Teufels zur Zerstörung allen Lebens konfrontiert hat. Wem das zu pathetisch klingt, der möge bitte ganz pragmatisch hinschauen.

Wie ich vor Monaten auf Facebook schrieb „This revolution is an inside job“.

Gnadenlos den Blick nach innen zu wagen und sich selbst zu begegnen heißt, dem Leben zu begegnen.

Das ist die größte Gnade, die einem zuteil werden kann.

„Mit den Maschinen der Neugierdeindustrie streue ich Unmengen von Pseudowissen unter die Massen. Sie kennen alles und alle und kommen sich ungeheuer gebildet und großartig vor. Nur über sich selbst wissen sie nichts, über sich selbst und das Leben!“ (S.227)

Melanie Kaltenbach

4 Kommentare
  1. Danke!

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    • Liebe Melanie.
      Den Gedanken, dass dieser Wandel zu unserem Wohle ist und jeder ein Teil dazu beigetragen hat, habe ich auch. Wenn im außen unser Makrokosmos ist, und Mikrokosmos und Makrokosmos sich bedingen, kann die Heilung nur in jedem einzelnen statt finden. Und die Hinwendung zu uns selbst geschieht oft nur durch „Einschränkungen/ Erlebnisse/ Vorgaben/ Unfälle….).
      Dennoch ist die aktuelle Situation sehr crass und es fällt mir schwer, in der Liebe und im Vertrauen zu bleiben und mir nicht auszuweichen.

      Antworten
      • Liebe Deylah, mir fällt das auch immer mal schwer, in der Liebe und im Vertrauen zu bleiben. Ich denke, das ist allzu menschlich und vielleicht auch unsere ganz besondere Übung hier auf Erden. Wir sind Menschlein, keine Übermenschen. Ganz viele liebe Grüße zu dir und herzlichen Dank für deinen Kommmentar! Melanie

        Antworten
  2. Liebe Melanie,

    absolut top, danke! <3

    Liebe Grüße
    Jürgen
    🙂
    _____________

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