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Befreiung

von | Dez 19, 2022 | Allgemein | 0 Kommentare

Es liegt eine große Befreiungsenergie in der Luft.

Schon seit geraumer Zeit ist das so und sie wird immer dichter.

Alte Programme von „Schuld und Scham“ lösen sich nach und nach auf.

Das heißt nicht, dass man plötzlich nicht mehr verantwortlich ist für das, was man getan hat. Aber durch die neue Klarheit, die in den Raum fließt, sind viele jetzt erst imstande, wirkliche Verantwortung zu übernehmen.

Im gleichen Zuge erkennen wir, wie viel Verantwortung wir übernommen haben, die uns gar nicht zustand. Übermäßige Übernahme von Verantwortung im Erwachsenenalter rührt oft aus Erlebnissen in der frühen Kindheit, wo man sich verantwortlich fühlte in Bereichen, in denen man eigentlich viel zu klein war, um solch eine schwere Verantwortung zu übernehmen.

Viele haben z.B. die Verantwortung für den Familienfrieden übernommen, für kleinere Geschwister oder für das Seelenheil eines Elternteils. Viele sind auch gänzlich in die Rolle eines Elternteils „geschlüpft“, wenn dieses physisch oder emotional nicht präsent war. Und konnten selbst nie wirklich Kind sein.

Genau diese alten Muster werden nun sichtbar. Wir sehen, dass da irgendwas nicht richtig lief und nicht richtig läuft.

Jetzt haben wir – vielleicht zum ersten Mal in unserem Leben –  die Gelegenheit, uns aus diesen alten Mustern und Verwicklungen zu befreien. Wir wagen es, uns ein Leben vorzustellen und zu ermöglichen, dass unseren ganz eigenen und schönsten Vorstellungen entspricht.

Und nein, damit ist nicht gemeint, den Rest seines Lebens untätig in einer Hängematte unter Palmen zu verbringen. Ich weiß ohnehin nicht, wer das als erstrebenswertes Lebensziel deklariert hat. Mich würde es furchtbar langweilen.

Bei vielen Menschen löst die neue Befreiungsenergie zum Teil existenzielle Ängste aus. Das ist normal, wenn man aus vertrauten Gefügen ausbricht. Beim Vertrauten weiß man schließlich, was man hat.

Das „Neue“ hatte man noch nicht.

Was, wenn es nicht gut geht?

Was, wenn doch!?

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Ich schließe mit Hesse (Gedicht „Stufen“):
„Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

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Trau‘ dich, dein Leben zu leben!

Genau dafür wurde es dir geschenkt.

Melanie

PS: Wenn du dich in diesen Zeilen wieder findest und Wegbegleitung brauchst, melde dich via mkthc (@) icloud.com

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