We are family. Oder: Herr Schmitz und die bucklige Verwandtschaft

In meinem Blogpost „Ja, aber. Oder: Wenn Herr Schmitz einfach keinen Bock hat“ plädiere ich für einen freundschaftlichen oder zumindest kollegialen Umgang mit unserem inneren Boykotteur. 

Was ich in diesem Blogpost nicht erwähnt habe ist, dass Herr Schmitz nicht unbedingt alleine ist, sondern den ein oder anderen Familienangehörigen um sich schart. Die Zensoren!

Denn es ist nicht immer nur Herr Schmitz, der sich meldet, wenn wir etwas Neues planen, was unseren bisherigen Gewohn- und Sicherheiten nicht entspricht. Es sind auch durchaus andere Stimmen, die sich melden und es ist knifflig, die eine Stimme von den anderen zu unterscheiden.

Ich habe irgendwann mal etwas genauer hingehört, wenn Sätze à la

– Aber was sollen denn die Leute denken!?
– Gott, wie peinlich!
– Das kannst du doch nicht machen?
– Sowas macht „man“ nicht!
– Was bildest du dir eigentlich ein?
– Was denkst du denn, wer du bist!?
– Wenn du DAS tust, will XY nichts mehr von dir wissen
– Wenn du DAS tust, werden sich XY das Maul zerreißen

– etc

in mir zu hören waren.

Und ich habe eine faszinierende Entdeckung gemacht!

Die ein oder andere innere Stimme hörte sich nämlich genauso an, wie die von real existierenden Personen. Sowohl von noch lebenden Personen als auch von bereits verstorbenen Personen. Allen gemein war, dass sie eine gewisse „Autoritätsfunktion“ inne hatten. Sei es damals, zu Kinderzeiten, oder durchaus auch später, im Freundes- oder Kollegenkreis. Spätere Autoritätsfunktionen vergibt man übrigens oftmals analog zu frühen Autoritätsfunktionen in der Kindheit. Das sind dann so genannte „Repräsentanten“, an denen wir lernen dürfen. Was, erfährst du im Folgenden.

Wenn du diese „Stimmen“ der Zensoren hörst – eigentlich sind es ja nur Gedanken – dann hat das mit Paranoia oder Schizophrenie nichts zu tun, was du sehr schnell bestätigen wirst, wenn du diesen inneren Zensoren – und genau das ist der Unterschied zum durchaus wichtigen Herrn Schmitz, der auch konstruktive Anregungen gibt! – genauer zuhörst.

Intonation, Vokabular, ganz bestimmte Schlagwörter – wenn du dich traust, wirklich genau hinzuhören, wirst du ganz schnell die ein oder andere „Autoritätsperson“ aus deinen frühen oder auch späteren Jahren identifizieren können.

– Deine Eltern
– Deine Großeltern

– Tanten, Onkels
– Nachbarn

– Ältere Geschwister
– Ältere oder als wichtiger als man selbst angesehene Spielkameraden
– Lehrer
– Erzieher

Glaubenssätze!? Wer’s glaubt, wird selig. 

Es ist oft die Rede von den überholten Glaubenssätzen, die uns daran hindern, wirklich in unsere Kraft zu kommen und unser volles Potenzial zu leben. Und einfach WIR zu sein, mit allem, was da ist und allem, was uns auszeichnet!

Ich glaube, dass sich hinter vielen dieser vermeintlichen Glaubenssätze eben jene Autoritätsinstanzen der Vergangenheit oder Gegenwart verbergen. Sie sind es, die uns ständig reinquatschen und uns mit ihren permanenten Bewertungen ausbremsen und klein halten.

Wann immer du deine inneren Zensoren als eine solche ehemalige oder aktuelle Autoritätsinstanz klar identifiziert hast, stelle dir folgende Fragen:

– Ist dieser Hinweis/Ratschlag/Drohung heute noch von Bedeutung für mich?
– Oder kann ich diese Autorität endlich aus meinem Leben und meinem Bewertungssystem entlassen und MEIN Ding machen und MEINEN Weg gehen?

Für mich persönlich war es äußerst erhellend, manchmal auch erschreckend, als ich die ein oder andere Stimme eindeutig zugeordnet hatte.

Und: Es war unglaublich befreiend!

Je mehr dieser inneren Autoritätsinstanzen du aus deinem Leben, deinem Denken und Fühlen entlassen kannst, desto mehr wirst du DU SELBST werden, desto freier wirst du, desto mehr Möglichkeiten werden sich dir offenbaren, dein Leben nach DEINEN Wünschen und Möglichkeiten zu gestalten.

Ich wünsche dir ganz viel Freude und Erfolg dabei!

Und lasse mich gerne wissen, wie es dir damit geht und schreibe mir eine Email.

Alles Liebe für dich!

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