Warum wir so gerne am Meer sitzen

Sitzt Du auch so gerne am Meer?

Kennst Du überhaupt jemanden, der nicht gerne am Meer sitzt?
Ich nicht.

Nun, neulich fand ich zufällig eine mögliche und mir sehr plausibel erscheinende Erklärung dafür:

“Eru war da, der Eine, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprösslinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgend andres erschaffen war. Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh (…).

Und es geschah, dass Ilúvatar die Ainur alle zusammenrief und sie eine gewaltige Melodie lehrte, die größere und herrlichere Dinge auftat, als er ihnen je gezeigt hatte; und der Glanz ihres Anfangs und die Pracht ihres Endes verwirrten die Ainur, so dass sie sich vor Ilúvatar verneigten und still waren.

Da sagte Ilúvatar zu ihnen: “Aus dem Thema, das ich euch gewiesen, machet nun in Harmonie gemeinsam eine Große Musik. Und weil ich euch mit der Unverlöschlichen Flamme angefacht habe, so zeiget eure Kräfte und führet mir dies Thema aus, ein jeder nach seiner Art und Kunst, wie’s ihm beliebt. Ich aber will sitzen und lauschen und froh sein, dass durch euch solche Schönheit zum Liede erwacht.”

Da begannen die Stimmen der Ainur zu erschallen wie Harfen und Lauten, Flöten und Posaunen, Geigen und Orgeln, und sie machten aus Ilúvatars Thema eine große Musik; und ein Klang stieg auf von endlos ineinander spielenden Melodien, harmonisch verwoben, und verlor sich in die Höhen und Tiefen jenseits allen Gehörs, und die Räume, wo Ilúvatar wohnte, quollen über, und die Musik und ihr Echo hallten hinaus in die Leere, und sie war nicht mehr leer. Nie wieder haben seither die Ainur eine Musik gleich dieser gespielt (…).

Und die Eldar sagen, mehr als in jedem anderen Stoff auf dieser Erde sei im Wasser das Echo von der Musik der Ainur lebendig; und viele der Kinder Ilúvatars lauschen noch immer unersättlich den Stimmen des Meeres und wissen doch nicht, auf was sie lauschen.”

Aus: “Das Silmarillion” von J.R.R. Tolkien

Ist DAS schön!?

Geht jetzt noch ein bisschen Wellenrauschen lauschen:

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Ist Dankbarkeit der Schlüssel zum Glück?

“Dankbarkeit ist der Himmel selber.” William Blake

Abends, wenn ich zu Bett gehe, besinne ich mich gerne auf das, was mein Leben ausmacht.

Meist beginne ich damit, dass ich mir bewusst mache, dass all meine Lieben gesund sind. Das ist nicht selbstverständlich. Und deshalb bin ich dem Leben dankbar.

Weiter geht es damit, dass mein Mann, meine Kinder und ich gemeinsam als Familie leben und viel Freude miteinander haben. Auch das ist nicht selbstverständlich. Also: Danke, Leben!

Dass wir alle ein Bett und ein Dach über dem Kopf haben, genügend zu essen, dass wir in Freiheit leben und in einem Land, in dem Frieden ist – auch das ist bei Weitem nicht selbstverständlich. Danke!

Dann überlege ich noch, welches meine Highlights des Tages waren. Das kann ein gemaltes Bild oder ein Lachen meiner Kinder gewesen sein, ein gemeinsam gesungenes Liedchen, ein leckeres Essen, ein erfrischendes Bad im Meer, eine schöne Begegnung mit einem Freund oder dass ich einem fremden Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert habe.

Und dann, wenn mein abendliches Dankbarkeits-Körbchen so richtig voll ist – und das ist es eigentlich immer – dann werden meine persönlichen Sonderwünsche auf einmal ziemlich klein und eigentlich unbedeutend.

Ich bin überzeugt, dass Dankbarkeit in unserer leistungs- und konsumorientierten Welt ein wichtiger Schlüssel zu Zufriedenheit und Glück ist. Probier es doch einfach mal aus! Und lass mich gerne wissen, wie es Dir damit geht.

Ich freue mich auf Deine Geschichte!

Mit sonnigen Grüßen

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