Über den heiligen Geist, die Jungfrau & die Macht der Liebe

Tief berührt sitze ich hier und versuche, in Worte zu fassen, was mich heute früh so tief berührt hat, dass ich es aufschreiben und teilen möchte.

Ich brachte eben meine Kinder zu den Ferienspielen und wir kamen auf dem Weg dorthin an dem Raum vorbei, in dem die Virgen die vergangene Nacht verbracht hat. Alle fünf Jahre findet in unserem Tal ein paar Wochen lang die größte aller Prozessionen statt, eine Art Wallfahrt, bei der die schönste und bedeutungsvollste Jungfrauen-Statue von allen – die Virgen de los Reyes – vom Obertal bis ins Untertal getragen wird. Die jeweilige Wegstrecke, auf der sie getragen wird, ist dabei reich und bunt mit Palmwedeln und Girlanden geschmückt. In jeder Nacht “schläft” die Virgen auf ihrem Weg durch das Tal an einem anderen Ort. Entweder in einer kleinen Kapelle oder Kirche oder aber in einer Garage, die man extra für diesen Anlass bereits Wochen vorher geputzt, gesäubert und hochfestlich geschmückt hat. 

So, wie das sonst leer stehende Ladenlokal in unserer Nachbarschaft, in dem sie die vergangene Nacht verbrachte. Die Wände des kleinen Raumes wurden extra für die Jungfrau mit weißen und lilafarbenen Tüchern geschmückt und alles ist reich mit goldenen Girlanden, Rosetten und edlen Blumenbouquets dekoriert. In der Mitte steht der kleine Altar und auf ihm die Virgen, mit ihrer leuchtend strahlenden Goldkrone und dem goldfarbenen Gewand. Der Segen der Virgen bedeutet den Menschen hier viel. Sehr viel. 

Nachtwache für die Jungfrau

Die Tür zum Raum war offen und es waren sechs Personen darin, die still und volle Andacht das Gewand der Jungfrau richteten. Auf einem Stuhl am Eingang saß eine junge Frau aus der Nachbarschaft und ich fragte sie, ob denn wohl jemand in der Nacht hier gewesen sei, um auf die Virgen aufzupassen. “Ja”, sagte sie, “wir haben alle die letzte Nacht hier verbracht und die Virgen bewacht”.

Ich blickte in diesen Raum hinein.  Er war so über und über erfüllt von einer Heiligkeit, Andacht, Wärme und Liebe, wie ich sie in noch keiner Kirche dieser Welt erlebt habe. Diese Liebe und Würde,  mit der meine Nachbarn um die Jungfrau standen, diese tiefe Ernsthaftigkeit und hundertprozentige Aufmerksamkeit für die Tätigkeit, das Gewand der Jungfrau zu richten, all das floss mir so unmittelbar und stark in mein Herz, dass mir die Tränen in die Augen schossen!

Und ich dachte:

Das ist es, was mit Heiliger Geist gemeint ist!

Und nein, das hat nichts mit der katholischen Kirche als solcher zu tun. Die Gomeros sind zwar meist katholisch und feiern auch die jeweiligen katholischen Feste, aber sie haben in all das ihre ganz eigene archaische Kultur mit einfließen lassen! Das ist jedes Mal deutlich spürbar, wenn bei den Prozessionen der wilde Rhythmus der Chácaras und Tambores erklingt! Der mich ebenfalls immer zum weinen bringt, weil er etwas Uraltes in meinen tiefsten Tiefen berührt.  Ich habe das immer bewundert,  dass die Einheimischen sich das so stark bewahrt haben.

Auf dem Nachhauseweg dachte ich über die Verbindung der Jungfrau mit dem Heiligen Geist nach und dem Bild der unbefleckten Empfängnis, das die Kirche uns seit jeher vermittelt. Überhaupt denke ich in letzter Zeit verstärkt über das nach, was die katholische Kirche vermittelt und wie viele Wahrheiten sie mittels kleinster Satzänderungen zu Lügen verdreht hat. Zum Beispiel das Gebot “Du sollst nicht lügen”, was eigentlich heißt “Du sollst die Wahrheit sagen”, was ein himmelweiter (sic!) Unterschied ist!

Vor ein paar Monaten bekam ich aus der Geistigen Welt folgenden Satz  übermittelt:

“Das weibliche Prinzip ist: Empfangen und gebären”. 

Für mich als medialer Mensch war das eine sehr wichtige Information, denn bislang habe ich zwar eifrig empfangen, was ich aus der Geistigen Welt an Informationen bekam, diese Informationen aber nie weiter gegeben, sondern für  mich behalten. Seit ich die obige Information erhielt, habe ich begonnen, die Botschaften auch weiter zu geben. Das hat  mich zu Beginn sehr viel Überwindung gekostet, aber ich hatte ein paar sehr liebe Seelen an meiner Seite, die mich unterstützt und ermutigt haben.

Seit ich meine Aufgabe als Medium anerkannt habe, werde ich zudem reichlich getestet und geschult und ich habe festgestellt, dass – wann immer sich mein Ego einmischt – die Informationen von mir selbst “gefärbt” sind, was ihre Reinheit beeinflusst und damit ihre Wirkung einschränkt.

Vielleicht ist es das, für das die Jungfrau Maria als Sinnbild steht? Für die Reinheit im Akt des Empfangens? 
Es dürfte selbst dem frommsten Menschen klar sein, dass Maria und Josef Sex hatten, aus welchem Jesus als Kind der Liebe hervor ging.

Die Mär von der unbefleckten Empfängnis

Überhaupt ist Sexualität etwas, das erst von der Kirche als “sündhaft” und “schmutzig” deklariert wurde. Man denke nur an die Absurdität des Zölibats, welches meiner Meinung nach nichts anderes ist, als die Unterdrückung unserer reinsten Urkraft.

Der Akt der Verschmelzung zweier liebender Menschen ist ein hochtransformierender Akt, die Meisterklasse der Alchemie, aus dem neues Leben entstehen kann. Die Verschmelzung zweier Liebender ist pure Liebesmagie und von einer Kraft und Macht, die ich erst nach und nach zu verstehen beginne, weswegen mir auch immer deutlicher wird, warum die Kirche diese Macht so massiv unterdrückt, dass sie sogar zu der Mär der unbefleckten Empfängnis Mariens greift! 

Und da bin ich nun in einem Dilemma. Denn ich habe der Katholischen Kirche viel zu verdanken, im Grunde genommen hat mein eigener spiritueller Weg Dank der Katholischen Kirche überhaupt erst begonnen. Und zwar, als ich im Alter von gerade mal drei Jahren mit meiner Omi in die Morgenmesse ging. Für mich war es das Fest des Tages, wir besuchten Gott in seinem Haus! Ich liebte das und ich liebte die Kirchengebäude und ihren Geruch und Spirit.

Und ich fühlte mich zutiefst verbunden mit den Verstorbenen unserer Familie, mit den Heiligen, mit Jesus, Maria und auch mit Gott. Für mich war das alles selbstverständlich, ich stellte meine Überzeugung von der Existenz Gottes nie infrage, obwohl mein Vater Atheist war und keinen Hehl daraus machte. Als ich im Alter von etwa 13 Jahren in einer Zeitschrift zum ersten Mal eine Dokumentation über die Pracht des Vatikans sah, überkamen mich erste Zweifel an der Echtheit der Katholischen Kirche in Bezug auf die Botschaft Jesu Christi. Anfang Zwanzig trat ich aus der katholischen Kirche aus, was mein Vater schon Anfang der Siebziger getan hatte. Aber meine Überzeugung blieb und ich mag Kirchen nach wie vor.

Dabei wäre es so einfach, mein Dilemma zu lösen: Ich mache es, wie meine Gastgeber, die Gomeros, es machen. Ich bewahre mir meins und bette es ein in das andere. Verschmelzung halt.

Im Hohelied der Liebe in Paulus’ Brief an die Korinther steht u.a.:

Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse,
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich durch und durch erkennen,
so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.”

Heute Morgen, als ich die sechs Menschen aus meiner Nachbarschaft in diesem kleinen Raum bei ihrer andächtigen Tätigkeit beobachtete, da spürte ich diese Liebe. Der ganze Raum war erfüllt von der Liebe dieser Menschen zu ihrer heiligen Jungfrau. Und diese Liebe war so stark und so groß, dass sie mein Herz ergriff und mich zu fragen schien:
Fühlst du die Wahrheit, die in all dem liegt?

Heute nachmittag um 16.30 Uhr findet in dem kleinen Raum eine Messe statt. Anschließend geht die Prozession und wird unsere Virgen wieder durch bunt und liebevoll geschmückte Straßen und zum Rhythmus der Chácaras und Tambores zu ihrer nächsten Station gebracht, wo sie unter der Obhut der Dorfbewohner die heutige Nacht verbringen und ihren Segen verbreiten wird.

Heute werde ich mitgehen.

In Liebe!

Melanie

 

PS: Das Foto ist von meiner lieben Freundin Jessica Trieb, die sowieso ganz wundervolle Fotos macht! Zu finden auf Facebook. Danke, liebe Jessi! 

Gott sei Dank! Endlich zu Hause.

Neulich sprach ich mit lieben Menschen über die aktuelle Zeit und die Herausforderung, die sie für uns alle derzeit darstellt. In den Sternen steht geschrieben, dass sich nun bei vielen Menschen ein Zyklus vollendet, der in den Jahren zwischen 1998 bis 2000 begann.

 

Umweg, Irrweg? Egal: Hauptsache ein Weg!

Ich dachte darüber nach, was in meinem Leben zu dieser Zeit geschehen war. Zum einen trennte ich mich von meiner Jugendliebe, mit der ich zehn Jahre lang zusammen gewesen war. Außerdem bekam ich einen neuen Chef, der mich fortan bosste, woraufhin ich Ende 2000  meinen ersten Burnout erlitt, den ich beinahe nicht überlebt hätte. Und ich entschied, mein “sicheres” Arbeitsverhältnis zu kündigen und zu studieren. Das waren die drei wesentlichen Punkte, die mir spontan einfielen. Und obwohl sie wirklich gravierend sind, ging ich nicht damit in Resonanz in Bezug auf einen nun endenden Zyklus. 
Bis mir ein paar Tage später einfiel, dass ich 1998 das Buch “Die Prophezeiungen von Celestine” gelesen hatte. Damit ging ich total in Resonanz und mir war klar: Mit diesem Buch begann mein spiritueller Weg….

Bis heute morgen. Denn heute morgen  – als ich mit meiner ersten Tasse Kaffee unter dem Sternenzelt saß – da wurde mir auf einmal gewahr, dass mit diesem Buch vielmehr mein spiritueller Irrweg begonnen hatte! Oder mein Umweg?

Wenn ich bedenke, in wie viele verschiedenen Bereichen ich nachgeforscht, wie vielen verschiedenen Meistern und Weissagern ich gelauscht und geglaubt hatte. Von Menschen, die aufgestiegene Meister und andere Wesenheiten channeln, über Atlantis, die Annunaki bis hin zu anderen Außerirdischen. Auch in die Welten, die sich mir als Laie in der Quantenphysik erschließen, tauchte ich ein. Immer auf der Suche nach Antwort. Auf eine Frage, die ich niemals hatte.

Es gibt keine Umwege. 

Denn heute morgen wurde mir gewahr, dass ich immer, immer, immer von der Existenz Gottes überzeugt war!
Wobei sich mein Bild von Gott im Laufe der Zeit durchaus wandelte. Als Kind hatte ich das Bild vom weisen Bärtigen. Heute spreche ich anstatt von Gott manchmal von der liebenden Schöpferkraft. Ich sehe diese Kraft in jeder Blume, in jeder Wolke, in jeder Welle. Ich höre sie im Lachen meiner Kinder und im Gesang eines jeden Vogels.

Und ich gehöre zu denen, die ganz besonders intensive Gotterfahrungen in ihrem Leben gemacht haben.
Als Kind war ich so verbunden mit der geistigen Welt, dass es für mich ganz selbstverständlich war, mit dieser in ständigem Dialog zu sein.
Doch meine erste richtig intensive Gotterfahrung hatte ich erst Mitte Zwanzig, als ich im Zuge eines mir selbst auferlegten Gelübdes zwei Monate lang jeden Tag einen heiligen Ort aufsuchte, um dort ein Licht anzuzünden. Diese Geschichte habe ich in Wotan. Oder: Der Tag, an dem mir Gott begegnete beschrieben.

Das sollte es aber nicht gewesen sein, Gott begegnete mir weitere Male….
Die nächste intensive Begegnung mit der liebenden Schöpferkraft hatte ich im Jahr 2000, kurz vor meinem Burnout bedingten Zusammenbruch. Ich war mit Delfinen im Wasser und hörte unter Wasser den Himmlischen Ton. Diese Geschichte habe ich u.a. in Jahrestag aufgeschrieben.
 
Als ich in 2002 im Urlaub auf La Gomera bei einer Wanderung, die ich allein machte, an einem ganz besonderen Ort Platz nahm, hörte ich den Himmlischen Ton erneut. Ich werde es nie vergessen, wie ich da saß, oben auf dem Berg, und über das hell leuchtende Wolkenmeer über dem Ozean blickte. In der Ferne war die Spitze von El Hierro zu sehen. Und während ich an “Avalon” dachte, ertönte sie, diese Symphonie, die noch so viel schöner ist als alles, was bislang von Menschen komponiert wurde. Die absolute Harmonie aus verschiedenen Tönen. Das kosmische Orchester. Himmelsgesang.

Vor ein paar Wochen fand ich in einem meiner Tagebücher eine Notiz. Eine Technikerin für elektronische Musikinstrumente hatte mir erklärt, dass in einer ganz bestimmten Frequenz alles Licht sei und dass sich dies anhören kann, wie Musik. Ich hatte das wieder vergessen.

 

Das Licht am Ende des Tunnels

Im Februar 2003 hatte ich eine Art Nahtoderlebnis. Ohne Anlass, einfach so. Ich lag abends in meinem Bett und wollte einfach nur schlafen, als ich mich auf einmal auf einer Straße hoch gehen sah. Oben, auf dem Gipfel, war das Licht. So viel heller und durchdringender als unsere Sonne, und doch konnte ich hinein blicken, ohne geblendet zu sein. Von diesem Licht ging eine unglaublich große Liebe aus, wie ich sie von Erden nicht kenne. An mir vorbei huschten Schattenwesen in Richtung dieses Lichts. Und ich wusste: dahinter, da ist diese Liebe noch viel größer und wenn ich weiter gehe, bis hinüber, dann werde ich morgen früh nicht mehr auf der Erde sein.

Ich dachte an meine Familie und an meine Freunde und ihre Trauer, wenn ich nicht mehr da sein würde. In der Liebe dieses Lichts gehörte das als Wesentliches dazu und es war ok und wäre kein Grund gewesen, nicht hinüber zu gehen. Der Grund, warum ich entschied, hier zu bleiben, war ein Märchen, das ich unbedingt noch schreiben wollte. Es war mir bei meinem letzten Gomeraurlaub vom Himmel in die Seele gefallen. Im März 2003 flog ich nach La Gomera und schrieb das kleine Märchen auf. Es war ein Flowerlebnis der ganz besonderen Art, bei dem ich die ganze Zeit wusste, dass ich lediglich als schreibendes Instrument diene. Erst, als das Märchen fertig war und ich es las, fiel mir auf, dass es von Tod und Wiedergeburt handelt. Es ist bis heute nicht verlegt, aber ich las es einmal in einer Grundschule und ich weiß von der Lehrerin, dass es die Kinder nachhaltig geprägt und in ihren Herzen tief berührt hat. Meine Kinder, von denen ich damals nichtmal ahnte, dass sie eines Tages zu mir kommen würden, lieben es auch.

 

Wenn man vor der Schönheit der Schöpfung nieder kniet

Und so gab es einige dieser Begegnung und Erfahrungen. Die letzte hatte ich vor ein paar Wochen, als ich nach langer Zeit wieder oben im Wald war. Allein, wie ich es liebe. Ich ging durch den Wald und nahm seine Schönheit wahr und in mich auf. Und je mehr ich davon aufnahm, von der Sanftheit und Güte dieser großen, alten Bäume, desto schöner und kraftvoller wurden sie. So schön, dass ich irgendwann sagte: Ich knie nieder vor eurer Schönheit!
Und dann kniete ich innerlich nieder…. Und stellte im nächsten Moment fest, dass diese Schönheit des Waldes ebenso vor mir niederkniete. Weil ich sie sah, weil ich sie erkannte und wahr nahm. Der Wald und ich – wir wurden eins! Oder waren es ohnehin schon immer, nur wurde es mir in diesem Moment vollumfänglich bewusst. Alles ist eins.

Ich brach in Tränen der tiefen Berührung aus, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen und zugleich wurde mir der Schmerz der Weltenseele gewahr, wurde mir bewusst, wie viele Menschen in ihrer Angst gefangen sind und dieses Leben und all die Geschenke und Gaben, die ihnen mitgegeben wurden, nicht leben! Es zerriss mir förmlich das Herz. 

Die Kreise schließen sich, die Puzzleteile finden ihren Platz, das Bild scheint vollendet.

Und ich stelle fest: Ich war nie auf der Suche. Gott war immer bei mir und ich war immer bei Gott.

Warum bin ich dann dennoch 20 Jahre lang auf allen möglichen Wegen gewandelt und habe in den absurdesten Ecken nach Gott geforscht?

Ganz einfach: Weil ich es konnte. Und weil es vielleicht auch meine Aufgabe hier auf Erden erst vollständig macht.
Wie sonst sollte ich die Verwirrung verstehen, die die neospirituelle Szene bei so vielen Menschen angerichtet hat und immer noch anrichtet? Wie sehr ihre Lehren oftmals mehr von dem göttlichen Funken in jedem Menschen ablenken, als dass sie zu ihm hinfühen?
Und ich kann das so gut verstehen! Ich bin Anfang Zwanzig aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Ich konnte und wollte mich mit dieser Institution, die Gott mit all ihren Taten und ihrem Machtanspruch mehr leugnete, als ihn vertrat, nicht mehr identifizieren. Der Austritt selbst schmerzte mich, bei aller Überzeugung auszutreten. Denn ich liebe Gotteshäuser! Und Klöster! Ich wollte lange Zeit ernsthaft Nonne werden, hatte aber ebenso Angst davor, mich innerhalb einer Gemeinschaft derart zu verpflichten. Schließlich war ich immer ein Einzelgänger gewesen, gebündelte Menschenenergie war mir oft so anstrengend und ich liebte und brauchte das gänzliche und stundenlange Alleinsein so sehr, wie ein Fisch das Wasser. 

 

Wirklicher Gottesdienst ist immer und hat keine Zeit

Was ich aber immer wusste war, dass ich Gott dienen wollte. Ich habe nirgend sonst so viel Trost und Liebe gefunden, wie in meiner tiefen Überzeugung von Gott, der liebenden Schöpferkraft. Ich könnte gerade in Tränen ausbrechen, wenn ich darüber nachdenke, wie sehr ich mich teilweise habe ablenken lassen. Und auch, weil ich immer so sehr damit gehadert habe, mit dieser Überzeugung im Außen sichtbar zu sein. Weil ich mich vor der harschen Kritik von Menschen fürchtete, die Gott ausschließlich mit der katholischen Kirche oder sektenähnlichen Gruppierungen in Verbindung bringen. Und es hat diese Kritik gehagelt. Auch 2017 gibt es noch Scheiterhaufen…. aus denen man aber wie Phoenix aus der Asche aufsteigen kann.

So sei es.

Seit heute morgen ist es anders.
Seit heute Morgen bin ich wieder zu Hause. 
Zu Hause in mir.
Zu Hause in Gott.
Ich weiß, ich war dort immer zu Hause.
Es hat sich nur manchmal nicht so angefühlt….
Und auch das war wichtig und richtig.

Ich spüre einen Frieden und eine Ruhe in mir, wie lange nicht.
Alles ist gut.

Zeit für neue Wege….. die man mit Freude gehen kann, wenn man weiß, wo man zu Hause ist.

Und ich wünsche mir, dass ein jeder sein zu Hause in sich selbst und in Gott finden möge.
Es ist so nah und im Grunde genommen ist es auch leicht.

Eines meiner persönlichen Mantren, das mich seit Jahren begleitet und das ich meinen Anvertrauten auch immer sage, lautet:

“Gott liebt dich so, wie er dich gedacht hat.”


Warum solltest du jemals anders sein, als so, wie du bist..?

 

Alles Liebe für dich!

 

Melanie

 

PS: Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, freue ich mich über deinen Kommentar. Wenn du magst, kannst du mir auch gerne eine Email schreiben an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

Wotan. Oder: Der Tag, an dem mir Gott begegnete

Dies ist die privateste Geschichte, die ich jemals veröffentlicht habe. Alles hat seine Zeit. Jetzt ist jetzt:
Im Nachhinein mutet es mehr als lächerlich an und es ist mir beinahe peinlich, die Vorgeschichte zu erzählen, aber sie gehört nun einmal unabdingbar dazu:

Mein damaliger Freund und ich hatten einen Hund. Einen Hund zu haben, war seit Kindheit an der Traum meines Freundes. Irgendwann beschloss er, dass er gerne noch einen zweiten Hund hätte. Ich war zwar dagegen, zur damaligen Zeit aber aufgrund verschiedener Umstände nicht in der Lage, meinem Unmut gegenüber einem zweiten Hund deutlich Ausdruck zu verleihen. Also kam noch ein zweiter Hund dazu. Ein kleiner Welpe namens Wotan.

Da war er nun. Und ich fiel in ein tiefes, dunkles Loch. Eine ganze Woche lang heulte ich den ganzen Tag und aß kaum etwas. Mein Freund verstand die Welt nicht mehr. Ich auch nicht. Erst einige Zeit später wurde mir bewusst, dass dieser zweite Hund mein eigenes kindliches Geschwistertrauma getriggert hatte. Aber dies ist ein anderes Thema. Jedenfalls war ich todunglücklich mit der Situation des zweiten Hundes in unserem Haus.

Alles, was mir in meiner Verzweiflung einfiel war, Gott um Hilfe zu bitten. Ich sprach also mit Gott und schlug ihm einen Deal vor, damit der zweite Hund so schnell wie möglich wieder zu seinem Erstbesitzer zurück käme. Im Gegenzug zu Gottes Hilfe wollte ich ein Gelübde ablegen. Zwei Monate lang wollte ich jeden Tag einen heiligen Ort aufsuchen und dort eine Kerze anzünden. Zwei Monate, jeden Tag – das ist viel, wenn man auch noch einen vollen Alltag hat!
Nachdem ich Gott also meinen Vorschlag unterbreitet hatte, fing dieser lauthals an zu lachen und sagte: „Melanie, mit mir kannst du nicht handeln. Wenn du ein Gelübde ablegst, dann machst du das deshalb, um DIR der Dringlichkeit der Erfüllung deines Wunsches bewusst zu werden.“

Wie bitte!? Ich meine, das hat er wirklich so gesagt und wer bis gerade noch dachte, meine Gespräche mit Gott entsprängen meiner Fantasie, dem sei gesagt: Zu solchen Gedankengängen wäre ich in der damaligen Situation nicht ansatzweise imstande gewesen!
Ich war verzweifelt! Zutiefst verzweifelt! Und bat Gott um Hilfe! Und was macht der!? Lacht mich aus und wirft mich auf mich selbst zurück!? Ja, super! Danke für das Gespräch!

Nun gut. Es WAR mir WIRKLICH wichtig und ich war willens, diese Wichtigkeit in Form meines Gelübdes auch zu unterstreichen. Irgendetwas MUSSTE ich schließlich tun, egal, wie absurd es auch war. Und so begann ich also, mein Gelübde einzulösen und suchte ab sofort jeden Tag einen heiligen Ort auf, um dort ein Licht anzuzünden.
Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass mein Freund schon ein paar Tage später zu der Einsicht kam, dass es für unseren Haussegen in der Tat besser wäre, den Hund wieder zurück zu bringen. Wotan wurde zurück gebracht.
Sollte Gott sich möglicher Weise doch auf diesen Deal mit mir eingelassen haben…?

Egal, ich hatte zu tun! Und zwar, jeden und jeden verdammten blöden Tag einen heiligen Ort aufsuchen, was in Anbetracht der Tatsache, dass Kirchen tatsächlich Öffnungszeiten haben, gar nicht so einfach war! Herrschaftszeiten, was fluchte ich in diesen ersten Tagen über die Kirchen und ihre seltsamen Öffnungszeiten, die weder zu meinen Mittagspausen noch zu meinen Feierabenden passten! Gleichzeitig kam ich mir ein bisschen vor wie ein Betrüger, weil ich schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten war und demzufolge gar keinen Eintritt mehr zahlte. Und dann auch noch Ansprüche stellen wollen, oder wie!? Irgendwann stellte ich glücklicher Weise fest, dass es heilige Orte gab, die tatsächlich Tag und Nacht geöffnet waren:
Die Kapellen von Krankenhäusern!

So ging ich fortan also verstärkt in Krankenhauskapellen. Zur Mittagszeit in die des Krankenhauses, in dem ich geboren wurde. Dieses lag ganz nah an meiner damaligen Arbeitsstelle. Wenn ich es in der Mittagspause nicht geschafftt hatte, fuhr ich nach Feierabend in ein Krankenhaus nahe unserer Wohnung. Am Anfang war es wirklich lästig. Jeden Tag diese Kirchennummer einbauen! Aber ob es mir nun passte oder nicht: Gelübde war Gelübde.

Irgendwann stellte ich fest, dass sich etwas verändert hatte. Ohne, dass ich es zunächst bewusst bemerkte, begann ich, mich auf meine täglichen fünf Minuten in Stille und Andacht und mit Gott zu freuen. Und verlängerte meine fünf Minuten freiwillig auf zehn bis fünfzehn Minuten. Diese Zeit an meinem heiligen Ort war für mich oftmals die einzige Gelegenheit des Tages, wirklich zu kontemplieren. Mit Legitimation. Denn: Gelübde ist Gelübde!

Aus einer anfänglich als lästige Pflicht empfundenen Aufgabe wurde zunehmend meine ganz private Luxusangelegenheit, ein tägliches Date, das ich genoss und das mir lieb und immer lieber wurde.

Eines Tages, es war gegen Ende des ersten Monats, fuhr ich in der Mittagspause in die Kapelle meines Geburtskrankenhauses. Die Kapelle war an ein Kloster angeschlossen, manchmal huschten Nonnen vorbei. Doch an diesem Tag war ich ganz allein.

Und während ich so auf meiner Kirchenbank saß und die Kontemplation genoss, da fuhr es auf einmal in mich.
Die totale Liebe!
Es ist schwierig, diese mit Worten zu beschreiben, weil sie so unendlich groß war, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte.
Mein kläglicher Versuch einer Beschreibung lautet immer: Stelle dir deinen schönsten Orgasmus vor, multipliziere ihn mit einer Million und spüre dieses Gefühl in deinem Herzen, von wo aus es all dein Sein durchströmt.
Als mich dieses Gefühl mit all seinem Licht durchfuhr, da war mir klar: Gott ist da!
Ich brach in Tränen aus und dachte, mich auf der Stelle aufzulösen, so erfüllt, durchströmt und überwältigt war ich von dieser unendlichen Liebe!

Und mir war klar: Diese Erfahrung – jetzt und hier – die mache ich nicht nur für mich. Gott will mir etwas sagen. Er will mir sagen, dass ich sagen soll, dass es ihn gibt….

Ich habe lange nicht gewusst, WIE ich diesem Auftrag Ausdruck verleihen soll.
Irgendwann begann ich sogar, diesen Auftrag verdrängen zu wollen.

Bis Gott mir wieder begegnete, und ich mich in einer unvermittelten Nahtoderfahrung entscheiden musste, ob ich für immer in das ewige Licht gehe oder ob ich noch bleibe. Ich habe mich für’s Bleiben entschieden, wie man unschwer erkennt. Und das hat einen Grund.

Ich habe nämlich noch einen Auftrag…. 😉

LOVE

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PS: Nach Ablauf der zwei Monate habe ich geweint. Und noch ein bisschen verlängert. Als Bonusmaterial, für mich 😉

Selbstverwirklichung in chaotischen Zeiten – Darf’s ein bisschen mehr sein?

Ich gebe zu: Die aktuellen weltweiten, europäischen und auch deutschnationalen Entwicklungen bereiten auch mir Sorge. Wie auch nicht!? Natürlich könnte ich einfach komplett auf „off“ schalten und ab sofort einfach keine Nachrichten mehr lesen. Manchmal denke ich ernsthaft darüber nach. Denn oberflächlich betrachtet, lassen die Medien derzeit wahrlich nicht viel Gutes für die Zukunft erahnen.

Ist Selbstverwirklichung in Zeiten wie diesen egoistisch und verwerflich?

Und natürlich frage ich mich als Coach, der Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet:
Bei all dem weltweiten Chaos – wie viel Raum ist da überhaupt noch für die individuelle Selbstverwirklichung?
Mit welchem Recht darf man sich überhaupt noch um sich selbst kümmern, sich selbst verwirklichen, wenn es gleichzeitig den Anschein hat, dass um einen herum alles zusammen zu brechen droht?

Jetzt erst recht!

Meine Antwort ist so simpel wie radikal: Jetzt erst recht!
Wenn es überhaupt irgendetwas gibt, dem wir uns  heute mit absoluter Priorität zu widmen haben, dann der eigenen Selbstverwirklichung. Denn Selbstverwirklichung ist gleichbedeutend mit Herzensbildung.
Und was, wenn nicht Herzensbildung, ist es, das wir derzeit am dringendsten brauchen!?

 

Unser großer gemeinsamer Nenner 

Aufgrund meiner – nennen wir es „spirituellen Bildung“ – die ich autodidaktisch seit frühster Kindheit pflege, bin ich zutiefst davon überzeugt, dass uns Menschen eine große gemeinsame Sehnsucht verbindet:
Die nach Liebe. Oder die nach der Verbindung mit Gott, was für mich dasselbe ist.
Ich finde es übrigens sehr bedauerlich, dass Gott so oft mit Kirche gleichgesetzt wird.
Wie viele kenne ich, die – sobald ich von Gott rede – entgegnen: Oh Gott! Hör’ mir auf mit Gott! Von der Kirche will ich nichts wissen!
Die Kirche hat Gott instrumentalisiert. Nicht umgekehrt. Das ist das eine.
Das andere, was mir auffällt ist, dass sich zwar viele von der Kirche als Institution abgewendet haben, sich aber sofort einer anderen Institution angeschlossen haben, die ihnen unter dem pseudospirituellen Deckmäntelchen des Guten erneut vorschreibt, was sie denn zu tun und zu lassen haben, um eines Tages am Himmelstörchen beziehungsweise der Tür zur Erleuchtung anklopfen zu dürfen. Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte man fast darüber lachen.

Wenn die Suche nach der Quelle in Stress ausartet

Wir Menschlein unternehmen für die Erfüllung unserer Sehnsucht nach Liebe wahrlich die seltsamsten Dinge und gehen die absonderlichsten Wege. Weil wir meinen, dass wir die Erfüllung irgendwo im Außen finden. In Konsum, in Leistung, in Beziehungen, in Machtausübung oder halt in irgendeiner neuen Form von “Ismus”.

Dabei gibt es nur eine Quelle, aus der die Liebe, nach der wir uns sehnen, entspringt.
Und diese Quelle liegt in UNS.
Um zu dieser Quelle zu gelangen, müssen wir nur eines tun: In Kontakt mit uns selbst gehen!

Als Coach unterstütze ich Menschen genau hierbei: Wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.
In einer immer komplexer und schneller werdenden Welt ist nämlich genau das der Punkt, um den es immer deutlicher geht!
So viel prasselt auf uns ein, so viele äußere Zwänge ziehen an uns, so viel Zerstreuung bietet die moderne Welt, so viele Dinge lenken uns ab von uns selbst, so vieles, das uns derzeit zutiefst verunsichert und uns Angst macht.
Da ist es ein Leichtes, den Kontakt zu sich selbst zu verlieren.

Und so wird unsere Sehnsucht nach der tiefen Verbindung zu uns selbst, zu unserer Quelle der Liebe, von der wir tief in uns wissen, immer größer.

Es ist einfach

Eigentlich möchte und könnte ich jeden Tag dasselbe schreiben:
Hör’ auf, im Außen zu jagen und zu suchen.
Hör’ auf, dich im Außen blenden zu lassen.
Hör’ auf, immer emsiger dies und jenes zu tun.
Hör’ auf, auf andere zu hören.
Hör’ auf, anderen mehr zu glauben als deiner eigenen, inneren Wahrheit.
Hör’ auf, dich ständig abzulenken.
Werde ruhig, werde still.
Und dann atme und lausche.
Lausche der Stimme deiner Seele,
die ALLES weiß.
Und sei!

Und dann staune darüber, wie einfach es doch ist, wenn du einfach bist.

Love

 

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Darf’s ein bisschen weniger sein? Von der Sehnsucht nach dem Wesentlichen

 

Schluss mit Lustig!?

Heute ist Aschermittwoch. Fastenzeit. Als ich noch ein Kind war, hieß das, dass wir am Veilchendienstag möglichst alle Süßigkeiten, die wir am Karnevalssonntag und am Rosenmontag geschnappt hatten, auf einmal auf(fr)essen mussten. Denn ab Aschermittwoch war Schluss mit Schlemmern! Schlimmes Bauchweh war nicht selten die Konsequenz dieser eigentümlichen Zeitrechnung. Und die Fastenzeit, diese sich endlos hinziehenden sechs Wochen bis Ostern, waren schlicht und ergreifend DOOF.

Mittlerweile mag ich die Fastenzeit. Weil sie eine gute Gelegenheit für eine Reinigung ist. Und zwar auf allen Ebenen.

Tabula Rasa

Ich werde diese Zeit diesmal meiner ganz persönlichen „Tabula Rasa“ widmen.

Zum ersten werde ich meine Schränke ausmisten und mich von allem „befreien“, was ohne Sinn und Zweck meinen physikalischen Raum verstopft. Kleidung, die ihre besten Zeiten hinter sich hat oder die ich die letzten zwei Jahre nicht getragen habe. Was noch tragbar ist, werde ich verschenken. Der Rest wird zum Putzlappen oder landet in der Tonne.

Dann: Tupperdosen. Ganz beliebtes Sammelthema in meinem Küchenschrank.

Und dann die vielen Bücher, in die ich eventuell irgendwann noch mal gucken werde. Ein anderer wartet vielleicht ganz dringend drauf. Also ab damit an die Büchersammelstelle.

Frei wie ein Vogel

Den Prozess des Ausmistens kenne ich schon ganz gut. Meistens macht man sowas, wenn man umzieht. Als ich damals nach Gomera umzog, war dieser Prozess ganz besonders intensiv. Denn ich habe mich von ca. 98,5% meines damaligen “Besitzes” getrennt.  Mit vier Kartons und einem Koffer ging ich in mein neues Leben. Der Prozess des Loslassens als solcher war nicht unbedingt lustig und schon gar nicht leicht. Aber je mehr ich an etwas “hing”, desto mehr stellte ich mir die Frage “Wer “besitzt” eigentlich wen!? Ich die Dinge oder die Dinge mich?”
Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mich nie zuvor und auch nie wieder danach so FREI gefühlt habe, wie damals, als ich materiell betrachtet kaum noch etwas „besaß“.
Diese Freiheit habe ich paradoxer Weise als unglaublich großen Reichtum empfunden.

Nun, die Umstände sind diesmal etwas anders und mein Ausmisten wird sich in dieser Form so bald nicht wiederholen lassen. Andernfalls würde ich mir nämlich sehr großen Ärger mit meinen beiden Töchtern und meinem Mann einhandeln… 😉

Aber ich werde diesmal nicht nur materiell wenigstens “ein bisschen”, sondern auch auf anderen Ebenen „Tabula Rasa“ machen.

Im Klartext heißt das:

  • weniger im Internet konsumieren.
  • bei jedem Kauf vorher genau überlegen, ob ich „das“ WIRKLICH brauche
  • so viele Gedanken wie möglich darauf überprüfen, ob sie jetzt wirklich gedacht werden müssen.
    Und wenn nicht, dann gehen lassen
  • Bei jedem Gefühl nachspüren, ob es jetzt wirklich sinnvoll und fruchtbringend ist und wenn nicht, es gehen lassen
  • Beziehungen klären. Da, wo zwischen den Herzen was „im Wege“ steht für Klärung sorgen.
  • Bewusst sein. In letzter Zeit hatte ich es oft sehr eilig und wann immer ich durch die Gegend rannte, überkam mich dieser Satz “Wenn du es eilig hast, gehe langsam”.

Das ist mein ganz persönlicher „Aktionsplan“ für die kommenden Wochen.


Freiraum schaffen

Ich verspreche mir davon mehr Freiraum. Freiraum für das Wesentliche. Das Wesentliche ist für mich in letzter Konsequenz das, was ich auch „Gott“ nenne. Die Verbindung mit der göttlichen Quelle so oft es geht zu spüren (denn verbunden sind wir immer). Das ist das, wonach sich meine Seele wirklich sehnt.

Und ich glaube, dass wir uns letztlich alle danach sehnen. Dass wir tief in uns wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Dass wir mit der göttlichen Quelle immer verbunden sind und dass uns diese Verbindung jenes Zuhause ist, nach dem wir in so vielen Dingen vergeblich suchen.

Und das wir letztlich doch nur in uns selbst finden können.
Wenn wir den nötigen „Freiraum“ dafür schaffen, sowohl im Außen als auch im Innen.

Deshalb mag ich die Fastenzeit. Weil sie mich immer wieder genau DARAN erinnert!

Und du? Wirst du vielleicht auch „fasten“? Wirst du auch irgendetwas tun oder lassen, um mehr Freiraum  im Innen und Außen zu gewinnen?

Falls ja, freue ich mich über deine Ideen und Geschichten!
Wer weiß, vielleicht inspirierst du damit ja jemand anderen, es auch zu tun?

Mit sonnigen Grüßen

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Warum wir so gerne am Meer sitzen

Sitzt Du auch so gerne am Meer?

Kennst Du überhaupt jemanden, der nicht gerne am Meer sitzt?
Ich nicht.

Nun, neulich fand ich zufällig eine mögliche und mir sehr plausibel erscheinende Erklärung dafür:

“Eru war da, der Eine, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprösslinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgend andres erschaffen war. Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh (…).

Und es geschah, dass Ilúvatar die Ainur alle zusammenrief und sie eine gewaltige Melodie lehrte, die größere und herrlichere Dinge auftat, als er ihnen je gezeigt hatte; und der Glanz ihres Anfangs und die Pracht ihres Endes verwirrten die Ainur, so dass sie sich vor Ilúvatar verneigten und still waren.

Da sagte Ilúvatar zu ihnen: “Aus dem Thema, das ich euch gewiesen, machet nun in Harmonie gemeinsam eine Große Musik. Und weil ich euch mit der Unverlöschlichen Flamme angefacht habe, so zeiget eure Kräfte und führet mir dies Thema aus, ein jeder nach seiner Art und Kunst, wie’s ihm beliebt. Ich aber will sitzen und lauschen und froh sein, dass durch euch solche Schönheit zum Liede erwacht.”

Da begannen die Stimmen der Ainur zu erschallen wie Harfen und Lauten, Flöten und Posaunen, Geigen und Orgeln, und sie machten aus Ilúvatars Thema eine große Musik; und ein Klang stieg auf von endlos ineinander spielenden Melodien, harmonisch verwoben, und verlor sich in die Höhen und Tiefen jenseits allen Gehörs, und die Räume, wo Ilúvatar wohnte, quollen über, und die Musik und ihr Echo hallten hinaus in die Leere, und sie war nicht mehr leer. Nie wieder haben seither die Ainur eine Musik gleich dieser gespielt (…).

Und die Eldar sagen, mehr als in jedem anderen Stoff auf dieser Erde sei im Wasser das Echo von der Musik der Ainur lebendig; und viele der Kinder Ilúvatars lauschen noch immer unersättlich den Stimmen des Meeres und wissen doch nicht, auf was sie lauschen.”

Aus: “Das Silmarillion” von J.R.R. Tolkien

Ist DAS schön!?

Geht jetzt noch ein bisschen Wellenrauschen lauschen:

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