Shakespeare & ich. Oder: Die Frage nach dem Warum des Seins

Mal ganz ehrlich: Bei einer solchen Überschrift hat man eigentlich gar keine Lust, weiter zu lesen, oder? Klingt viel zu sehr nach jener gequirlten Pseudo-Erleuchtungskacke, wie sie irgendwelche lustigen, weiß gekleideten nordeuropäischen Gurus gerne stundenlang und andächtig ihren Jüngern verzapfen. Ich persönlich habe es ja nicht so damit. Wenn ich nicht wüsste, was ich geschrieben habe und nicht der Ansicht wäre, dass es durchaus lesenswert ist, würde ich sagen: Du, such’ dir lieber was Interessantes zum Lesen! Es ist dein Leben und deine Zeit. Du hast die Wahl. Bleiben oder gehen. Sein oder nicht sein. Letztlich ist es sowieso egal und warum das so ist, beschreibe ich im Folgenden. Sag’ also nachher nicht, ich hätte dich nicht gewarnt…. Also, auf geht’s: In das Abenteuer der Gleichgültigkeit!

Heute morgen wurde ich um vier Uhr dreißig von alleine wach. Nicht, weil mich irgendwelche höheren Mächte oder meine Kinder (was irgendwie dasselbe ist) aus dem Schlaf gerissen hätten, sondern sehr wahrscheinlich deshalb, weil ich gestern Abend schon um 21.00 Uhr eingeschlafen bin. Manchmal ist es so einfach zu erklären.

In letzter Zeit passiert es mir oft, dass ich mit sehr interessanten Affirmationen wach werde. Quasi in der Endphase des Wachwerdens, noch bevor ich wirklich im Tagesbewusstsein bin, erscheinen diese Affirmationen. Manchmal als Wort oder kurzer Satz, manchmal höre ich sie auch.
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich sehr dankbar bin, in eine Zeit wie diese hineingeboren worden zu sein, in der man solche Geisteszustände ganz offen aussprechen darf, ohne befürchten zu müssen, in die Klapsmühle gesteckt zu werden. Vor nicht allzu langer Zeit war das noch anders…

SEIN – Ausrufezeichen – Fragezeichen.

Nun gut. Heute morgen um 04.30 Uhr wurde ich also wach und vor meinem geistigen Auge erschien in großen Leuchtbuchstaben das Wort “SEIN”.

Ich gebe zu, dass mich dieses Wort schon seit Tagen und Wochen, naja, eigentlich schon seit Jahren immer wieder beschäftigt. Ich frage mich: Was heißt das eigentlich: “Sein”!? Die altbekannte Frage nach dem “Wer bin ich und warum?” scheint nach wie vor nicht beantwortet zu sein. Weder für mich noch für sonst wen. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir uns – im besten Falle – ständig weiter entwickeln.

Mit diesem großen, leuchtenden SEIN vor meinem geistigen Auge ging ich sofort zu meinem Schreibtisch und schrieb in mein Tagebuch u.a. dies:

(…) bin ich vielleicht bloß meinetwegen hier? Um Erderfahrungen zu machen? Nur um meinetwillen? Weil ich so gerne fühlen wollte? Häh!? Stell’ dir das mal vor: Es hat keinen übergeordneten Grund, dass du hier bist. Es gibt dieses “Warum” gar nicht, von dem immer behauptet wird, du müsstest es finden und kennen. 
Stell’ dir vor, es wäre weder für dich noch für diese Welt wichtig, dass du in irgendeiner Form “dienst”. 
Ok, du hast schon vielen Menschen geholfen und viele Menschen berührt, aber wenn es dich nicht gäbe, dann hätten sie vielleicht jemand anderen gefunden.  Du bist nichtmal hier, um Gottes Licht auf die Erde zu bringen. Wenn du das machen möchtest, dann mache es. Wenn du es nicht tust, dann lasse es. Es ist egal. Stell’ dir das mal vor… Es ist egal. Was tust du mit diesem Leben, wenn es keinen übergeordneten Grund gibt, außer dem, dass du gerade hier bist?”

Zunächst war ich erschrocken ob dieser vermeintlichen Sinnlosigkeit meines Daseins. Da habe ich mich all die Jahre so wacker gehalten und war so fleißig, immer mehr ich selbst zu werden. Und letztlich sollte das alles egal sein? Was für eine bodenlose Unverschämtheit! Von wem auch immer. Apropos bodenlos…

Eine bodenlose Unverschämtheit: Einfach in der Milchstraße baden.

Dann dachte ich weiter. Wenn es also tatsächlich keinen übergeordneten Grund geben sollte, weswegen ich als ICH hier bin, und ich wirklich nur meinetwegen hier bin, was fange ich nun damit an?

Auf einmal fiel mir eine Situation ein, in der ich vor vielen Jahren bei einem meiner Urlaube auf La Gomera mein geliebtes Himmelsspiel spielte. Ich legte mich zu diesem Zweck abends auf die Dachterrasse und machte mir meinen Körper auf der Erde und die Tatsache bewusst, dass mein Körper nur wegen der Erdanziehungskraft auf der Erde liegt und ich das fühlen kann. Ich machte mir voll und ganz bewusst, dass es kein “Oben” und kein “Unten” gibt, kein “Rechts” und kein “Links” und dass wir auf einem winzigen, wunderschönen, perfekten Ball in dieser nicht zu erfassenden Unendlichkeit um unseren Fixstern schweben. Ich machte mir die Geschwindigkeit der Erdrotation bewusst, die wir nicht bemerken. Ich machte mir bewusst, dass ich dort – in diesem winzigen Ausschnitt der Milchstraße – das Licht von Sternen sehe, die es vielleicht schon seit tausenden von Jahren nicht mehr gibt. Dann streckte ich meinen Arm aus und fühlte mich in genau diesem Moment voll und ganz eins mit dem weiten, unendlichen Raum. Und kam mir so winzig und unbedeutend vor und gleichzeitig so unendlich groß. Meistens musste ich dann lachen vor lauter Glück über dieses große Wunder LEBEN. Ich liebte dieses Himmelsspiel!
Und wer jetzt denkt: “Klar. Gomera. Da hat die liebe Melli sich vorher bestimmt ein dickes Tütchen mit richtig gutem Zeug gegönnt!” dem sei gesagt: Um Gottes Willen! Ich bin von Natur aus so und komme von ganz alleine auf solche Ideen! Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn ich auch noch Drogen nähme! Nix da!

Einmal wagte ich im Zuge eines solchen Sternenbades leise zu fragen: “Was ist der Sinn des Universums?” Ich bekam prompt Antwort, von wo auch immer:

“Das Universum hat keinen Sinn. Es ist einfach.
Sein ohne Sinn ist der Sinn des Seins.”

Wie bitte? Sein ohne Sinn ist der Sinn des Seins? Obwohl mein kleines Gehirn nichts verstand, fühlte ich doch tief in meinem Herzen die in dieser Aussage vorhandene Wahrheit. Aber ich war noch lange nicht so weit, das annehmen zu können oder zu wollen. Den Dingen und sich selbst einen Sinn zu geben ist schließlich etwas, das durchaus sinnvoll zu sein scheint, weil es vermeintlich Halt gibt. Die Erde und all unsere Planeten und Galaxien werden schließlich auch von irgendetwas gehalten, wenngleich niemand wirklich weiß, von was. Von dem Zusammenspiel der Kräfte, möglicherweise. Vielleicht. Kann sein. Muss nicht. 

Alles ist gleichgültig, weil alles egal ist!?

Vor ein paar Monaten saß ich am Meer, an meiner Lieblingsstelle, die ich “meine Kirche” nenne und an die ich so oft wie möglich morgens gehe, um zu kontemplieren und mich mit dem Meer und mit Gott zu unterhalten.

Ich fragte, ob denn das, was ich gerade so mache – also mein Schreiben und all die Unterfangen, die ich unternehme, um Menschen, denen es hilft oder Freude macht, zu erreichen – also ob denn all das so richtig sei, wie es gerade ist.

Auch hier erfolgte die Antwort sofort:

“Wenn es dir Freude macht!?”

Ich sagte: Ja, meistens schon.

Es: “Dann ist ja gut”.

Und dann sprach “es” weiter:

“Im Grunde genommen ist es sowieso egal. Egal im Sinne von “gleich”. Französisch: Égalité. Es ist alles gleich. Alles ist von derselben Essenz, von derselben Quelle. Atömchen, Quanten. Du verstehst? Ihr unterscheidet und polarisiert ohne Unterlass. Zwischen Leben und Tod. Zwischen Gut und Böse. Und letztlich ist alles egal. Alles ist gleich. Mach’, was du willst, Melanie.” 

In diesem Moment verstand ich diese Aussage der Gleichheit, der Égalité, der Gleichgültigkeit von allem, was ist, so zutiefst, mit all meinem Sein und voll und ganz. Danach folgte der bislang größte und längste Lachanfall meines Lebens. Jeder, der schon einmal erlebt hat, wie es ist, wenn ich aus tiefstem Herzen lache und nicht mehr aufhören kann, weiß, was DAS bedeutet….;-) 

Die große Frage nach dem Sein und dem Sinn des Seins. Wie viele Menschen umtreibt diese Frage seit wie vielen Jahren? Wer kennt ihn nicht, diesen einen Satz aus Shakespeare’s Hamlet: “Sein oder nicht sein. Das ist hier die Frage.”?

Mach’ doch einfach, was du willst.

Was, wenn der einzige Grund für unser Dasein der ist, dieses Sein – jetzt und hier – einfach nur zu genießen? Dieses kurze Leben zu feiern. Denn es ist wirklich kurz, verdammt kurz! Und die vielen Möglichkeiten, die sich zum Feiern dieses Lebens bieten, zu nutzen und voll auszuschöpfen? Oder auch nicht? Weil es egal ist. Und wir in dieser großen “Gleich-Gültigkeit” – in ihrem reinsten Sinne – wählen können?

Keinen Grund, kein übergeordnetes “Warum”, keinen höheren Zweck mehr zu suchen, niemandem mehr irgendwie “helfen” oder “dienen” wollen oder müssen, um dem eigenen Dasein eine Berechtigung zu geben, sondern wenn, dann aus dem vollen Herzen heraus einfach DA SEIN…. Was wäre, wenn? Wenn es wirklich so einfach wäre, und doch gleichsam so komplex wie der Sinn des Universums:

“Sein ohne Sinn ist der Sinn des Seins”.

Es gibt Tage, da wünschte ich, ich würde mich für Kreuzworträtsel, Computerspiele oder Modelleisenbahnen interessieren. Es hat nicht sollen sein. In einem nächsten Leben. Vielleicht…. 

Es ist jetzt 12 Uhr, die Sonne ist schon lange aufgegangen, der Himmel ist wolkenfrei und es verspricht, ein schöner Tag zu werden. Wenn die Sonne gerade aufgegangen ist, dann kann man am westlichen Horizont den Erdschatten sehen. Manchmal tauchen hinter diesem Erdschatten die Reflexionen der Sonnenstrahlen auf.  Das ist so faszinierend, wenn du morgens nach Westen schaust und dort, hinter dem Schatten des kleinen, perfekten Balls, auf dem wir durch die Unendlichkeit schweben, die Reflexionen der Sonnenstrahlen aus dem Osten siehst. Oder ein Regenbogen. Gibt es etwas Sinnloseres als einen Regenbogen? Ein Regenbogen ist zu nichts nütze. Und doch erfüllt er die Herzen aller Menschen dieser Welt – egal wie alt – für den kurzen Moment seines Erscheinens mit Freude. Schon immer. Und immer wieder. Gott, du alter Halunke! Sein ohne Sinn… dass ich nicht lache! 😉

Das Leben ist ein Wunder! Und es ist wundervoll, hier zu SEIN!

Alles Liebe für dich und mich und uns!

 

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PS: Wenn du denkst: “Oh, jetzt ist sie offenbar vollkommen verrückt geworden! Und es scheint ein ziemlich geiler Zustand zu sein! Hey, das will ich auch!” – dann melde ich dich gerne bei mir. Ich bin einige Umwege gegangen und kenne ein paar wirklich verrückte und verrückende Abkürzungen… 😉

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Arbeit macht das Leben süß! Was du tun kannst, wenn es trotzdem manchmal bitter schmeckt.

In meiner Facebook-Gruppe „Business with spirit & fun“ kam gestern die Diskussion auf, ob denn Arbeit tatsächlich immer Spaß machen müsse.

Wir waren uns sehr schnell einig, dass dem nicht so ist.
Egal, welchen Job du machst, und wenn es noch so sehr dein verwirklichter Traumjob ist:
Irgendwas gibt es immer, was nicht ganz so viel Spaß und Freude bereitet.

Bei mir zum Beispiel ist das ganz aktuell der ganze Technikram, mit dem ich mich jetzt – da ich mein Business auch auf das zeitgemäße “Online” verlege  – beschäftigen muss.
Ehrlich, ich hab’s überhaupt nicht mit Technik. Ich bin so der Typ, der nie Gebrauchsanweisungen für Elektrogeräte liest und immer „Trial & error“ macht, was zwar komischer Weise immer funktioniert, aber vermutlich sehr viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, als wenn ich denn mal die Gebrauchsanweisungen lesen würde…
Dabei sind die Elektrogeräte gegenüber dem Technikkram, den man für ein Online-Business beherrschen muss, wahre Kindergeburtstage. Puh! Aber gut: Da muss ich nun durch. Tschaka!

Auch ein Bestseller-Autor wird Momente haben, in denen ihm die Buchstaben nicht ganz so leicht aus den Fingern flutschen, wie man sich das üblicher Weise ganz romantisch vorstellt.
Allein die Tatsache, dass der Verlag gnadenlos Fixdaten festlegt, können das kreative Potenzial des Künstlers, welches ein Höchstmaß an Freiheit braucht, arg strapazieren.

Und so ist es im vermeintlichen Traumjob wie im richtigen Leben:

Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Sommer und Winter.
Es ist nicht immer der rosarote Einheitsbrei.

Wie machst du nun in den Momenten, in denen dein Traumjob mal nicht so süß schmeckt?

Ganz einfach:

Erinnere dich an dein WARUM! Erinnere dich an DAS in dir, was deinen Job wirklich beseelt. Dieses kleine große Etwas, das in dir leuchtet und von dir zu den anderen, für die du quasi “deinen Dienst leistest”, hinüber strahlt.
Wenn du weißt, also ganz klar und bewusst weißt und fühlst, WARUM du deinen Job machst, dann wird das WIE und all die kleinen unwegsamen Abschnitte sehr viel leichter zu bewerkstelligen sein.

Weil der Gedanke an dein WARUM das Feuer in dir immer wieder zum lodern bringt.
Dann hast du wieder Kraft und Energie, die holprigen Abschnitte elegant und aus der Hüfte heraus zu bewältigen, um endlich wieder in die süßen Gefilde zu kommen, wo du dein Potenzial weiter zur Entfaltung bringen kannst.

Du hast dein WARUM noch nicht gefunden?
Und meinst, es sei jetzt an der Zeit, dass du es endlich entdeckst?

Dann trage dich gerne in meinen Newsletter ein und erhalte jede Woche spannende Impulse und hilfreiche Videos, damit du dein Business wieder so mit spirit & fun leben kannst, wie du es dir wünschst.

Ich freue mich auf dich!

Be HAPPY

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Warum es uns so schwerfällt, uns zu entscheiden und wie man es trotzdem schafft

Erstens

Als ich im Jahr 2001 entschied, aus meinem unbefristeten und seit fast 10 Jahren bestehenden Arbeitsverhältnis auszusteigen und damit in der Konsequenz auf den sicheren und regelmäßigen Eingang eines sehr guten Monatsgehaltes zu verzichten, war das mit vielen existenziellen Ängsten verbunden.

Mir war absolut klar, dass ich mich finanziell schmerzhaft würde zurück schrauben müssen und ich wusste nicht, ob ich im Laufe der Berufsjahre nicht vielleicht viel zu blöd für die Bewältigung eines Hochschulstudiums geworden war.
Aber: ich wollte es wenigstens versuchen!

Gesagt, getan. Im Laufe der Zeit habe ich dann festgestellt, dass der wahre Schatz eines späten Studiums nicht nur in dem neu generierten Wissen liegt. Der größte Schatz meines späten Studiums liegt für mich darin, dass ich gelernt habe, mir sehr schnell komplexe Sachverhalte zu erschließen und entsprechend aufzubereiten. Etwas, das ich in dieser Form SO vorher nicht konnte. Die Synapsenverschaltung in meinem Gehirn hat sich durch das Studium verändert und ist heute eine andere als vor dem Studium. Das hat mit dem Studienfach als solchem gar nichts mehr zu tun.

Ganz davon abgesehen habe ich es vollends genossen, endlich eine Legitimation dafür zu haben, mich mit so vielen Dingen, die mich WIRKLICH interessieren, intensiv auseinander zu setzen und dafür auch noch „Scheine“ zu bekommen und meinem Studienabschluss immer näher zu kommen.

Klar gab es auch Fächer, die waren reine Pflicht. Hieraus wiederum habe ich gelernt, diszipliniert zu sein. Auch ein Pfund, das ich in dieser Form so vorher nicht unbedingt zur Verfügung hatte.

Zweitens

Als ich ein paar Jahre später entschied, nach La Gomera auszufliegen, konnte ich nicht wirklich wissen, was mich hier erwarten würde. Bislang war ich ja nur in Urlaub hier gewesen und mir war durchaus bewusst, dass das „wirkliche Leben“ sehr wahrscheinlich anders aussehen würde. Nur „wie“ anders, davon hatte ich keine Ahnung. Wie auch?

Also zog ich in Betracht, dass es sein konnte, dass meine schöne Vorstellung von einem Leben auf dieser Insel vollkommen enttäuscht würde und ich zurück nach Deutschland oder woanders hin ziehen würde. Na und?

Ich wollte es trotzdem wenigstens versuchen. Allein aus dem Grund, mir später – genauer gesagt auf dem Sterbebett, denn in meiner Vision sah ich mich genau dort über mein Leben reflektierend liegen –  nicht vorwerfen zu müssen, es NICHT versucht zu haben.

Ich habe damals mir ein Jahr gegeben, in dem ich mir auf jeden Fall alle Facetten des hiesigen Lebens anschauen wollte. Ich wollte den gesamten Zyklus eines Jahres durchlaufen und nicht vorschnell bei der kleinsten Krise das Handtuch werfen.

Nun lebe ich schon seit mehr als acht Jahren hier, habe kurz nach meinem Umzug meinen Traummann getroffen und mit ihm unsere kleine Familie gegründet.

DAS hatte ich nun echt nicht nicht im Entferntesten in meine Vorstellungen von meinem zukünftigen Leben auf La Gomera eingebaut.

Drittens

Wenn wir eine Entscheidung treffen, dann bedeutet das, dass wir uns – wann immer wir uns FÜR etwas entscheiden – wir uns gleichzeitig auch GEGEN etwas entscheiden.

Das, was uns die Entscheidung aber wirklich so schwer macht ist, dass wir vorab die Konsequenzen unserer jeweiligen Entscheidung kennen wollen, und zwar alle!

Tja, und genau das ist unmöglich. Und so lavieren wir hin und her und wälzen die “ob’s” und “doch nicht’s” und die vielen “vielleichts” und kommen letztlich zu keiner Entscheidung. Und sind weiter unzufrieden mit unserer Situation, die wir so gerne mithilfe einer wie auch immer gearteten Entscheidung verändern wollen.

Der Trick

Was mir bei allen tiefgreifenden Entscheidung geholfen hat, war folgender Trick:

Ich habe mir im Geiste alle möglichen Worst-Case-Szenarien meiner jeweiligen Entscheidung – also sowohl für das Pro als auch für das Contra – ausgemalt.

Gomera: Ja oder Nein?
Überlegung: Ich gehe nach Gomera und bin letztlich enttäuscht und finde es doof?
Dann ziehe ich halt wieder zurück und fange in Deutschland noch mal neu an.
Vielleicht ziehe ich auch in eine andere Stadt.
Möglicher Weise gehe ich auch gar nicht zurück nach Deutschland sondern ganz woanders hin.

Klar war: sterben muss ich nicht. Leib und Leben waren definitiv NICHT in Gefahr.
Weder, wenn ich gehe noch, wenn ich bleibe.

Das Ergebnis: meine Angst vor der Entscheidung wurde plötzlich sehr sehr klein. Dafür wurde der Ruf in meinem Herzen noch lauter. Und es war klar, was ich tun würde!

Job oder Studium?
Ich kündige meine sichere und sehr lukrative Arbeitsstelle und stelle fest, dass studieren doch nicht so mein Ding ist?
Na, dann höre ich wieder auf und suche mir eine andere Arbeit.
Zur Not gehe ich auch putzen. Verhungern werde ich schon nicht!

Das Ergebnis: meine Angst vor der Entscheidung wurde wieder sehr sehr klein.
Wieder stellte ich fest, dass weder Leib noch Leben in Gefahr waren.

Dieser Trick mit dem Worst-Case-Szenario hat mir sehr geholfen!
Ich habe ihn übrigens in Dale Carnegie’s Buch “Sorge Dich nicht. Lebe!” gefunden.

Und du?

Vor welchen Entscheidungen stehst DU derzeit?

Was willst du auf jeden Fall machen, und traust dich aber nicht so recht?

Wo willst du etwas verändern, hast aber Angst vor den möglichen Konsequenzen?

Wonach ruft dein Herz?

Versuche es auch mal mit dem Worst-Case-Szenario-Trick:

WAS kann dir im schlimmsten Fall als Konsequenz aus deiner Entscheidung passieren?

Und: Was könnten die schlimmsten Konsequenzen sein, wenn du dich NICHT entscheidest?

Ich wünsche dir ganz viel Zeit für die richtigen (und vielleicht auch mal falschen) Entscheidungen! 🙂

Falls du in der Situation bist, dich für oder gegen etwas entscheiden zu müssen und Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne bei mir und schreibe mir eine Email an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

Mit sonnigen Grüßen

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Warum es wichtig ist, auch mal stehen zu bleiben und inne zu halten

Liebe Uhr, könntest du bitte etwas langsamer ticken?

Nimmst du das auch so wahr?
Dass die Zeit immer schneller voran schreitet und jeder Tag, jede Woche, jeder Monat und jedes Jahr immer flotter vorüber zu gehen scheint?
Dass die Anzahl der zu bewältigenden Alltagsaufgaben irgendwie nicht mehr in das dafür zur Verfügung stehende Zeitfenster passt?
Dass es da eine Art „Missverhältnis“ zwischen Zeit und Materie zu geben scheint?

Ich glaube ja, dass dies auf ein rein physikalisches Phänomen zurück zu führen ist. Und zwar ist es so, dass der Kosmos in exponentieller Geschwindigkeit expandiert. So ist es also nur logisch, wenn diese Geschwindigkeit auch auf uns Einfluss nimmt, denn schließlich leben wir auf einem winzig kleinen Planeten in einem winzig kleinen Sonnensystem, das Teil einer winzig kleinen Galaxie in einem unendlich großen Kosmos ist.

Uff!

Höherschnellerweiter!? -> Äh!? STÖPPCHEN!

Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir da, wo wir sind, regelmäßig inne halten!

Die letzten Jahre waren für viele von uns vom „Höher! Schneller! Weiter!“ Paradigma geprägt.

Die ganzen Zeit- und Zielmanagement-Kurse und -Ratgeber dienten lediglich dazu, immer mehr Materie in immer enger werdende Zeitfenster zu packen. Noch mehr Ziele, noch mehr To-Do’s und die letzten kleinen Leerzeiten werden mit maximal sinnlosen Aufenthalten auf irgendwelchen Social Media Kanälen zugebracht, wo man uns schlimmstenfalls schon wieder Richtung Höherschnellerweiter peitscht. Work-Life-Balance? Wo Life doch maximal Work ist? Hüa!

Raus aus der Zielfalle!

Gerade die “Zielfalle” ist etwas, das ich für sehr kontraproduktiv und damit gefährlich halte.

Wann haben wir schon mal das Gefühl, dass „genug“ wirklich GENUG ist? Schließlich gibt es ja immer noch irgendwas zu tun?

Meinen Klienten, die sich in in dieser Zielfalle befinden, empfehle ich immer folgendes (obwohl ich als Coach sehr selten Empfehlungen ausspreche, aber in diesem Falle mache ich gerne eine Ausnahme):

Halte inne! Und schau nicht immer nur Richtung Gipfel deiner vermeintlichen Zielerreichung und was du noch alles schaffen musst, bis du – irgendwann – endlich oben angekommen bist.

Halte inne! Und schau zurück und sieh’, welchen Weg du bereits gegangen bist!
Was hast du schon alles geschafft?
Welche Schwierigen und auch schönen Passagen bist du bereits gegangen, um jetzt da zu sein, wo du bist?
Wo du dir erlaubst, einfach mal eine Pause zu machen?

In der Ruhe liegt die Kraft

Das Resultat dieser kleinen „Pause“ ist jedes Mal auf’s Neue faszinierend:

Wann immer wir innehalten und auf das, was wir schon geschafft haben, zurück blicken, schöpfen wir Kraft und Zuversicht! Wie es sich für eine richtig schöne Pause gehört.

Eines meiner Lieblingstools hierfür ist meine “Done-Liste”, wo ich aufschreibe, was ich alles erledigt habe.
Auch oder vor allem die Kleinigkeiten zählen!
Warum immer nur “To-Do-Listen” schreiben? Die “Done-Liste” ist mindestens genauso wichtig!

Also: Gönne Dir (regelmäßig!) deine Pause, halte inne, schnauf’ gut durch und schau’, wo du her kommst und welchen Weg du schon gemeistert hast. Und: freu’ dich darüber und sei vielleicht sogar ein bisschen stolz auf dich!
Wer, wenn nicht DU?

Und dann gehts mit neuer alter Kraft weiter.

Ich wünsche dir ganz viel Freude dabei!

Mit sonnigen Grüßen

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Raus aus der Schublade!

Warum der reichste Ort der Welt so schnell wie möglich verarmen sollte

Ich habe es getan. Ich habe meine Schubladen geöffnet und das ewige „Ach nee…Jetzt nicht!“ mal eben in ein anderes Universum gebeamt! Und hey: Fühlt sich saumäßig gut an!

Und das kam so: Neulich sah ich zufällig den Vortrag „Mach es einfach!“ von Thaddaeus Koroma bei GEDANKENtanken. Übrigens: Ich liebe dieses Format! Kurze, knackige Vorträge, prall gefüllt mit Inhalt.

In besagtem Vortrag geht es um den reichsten Ort der Welt. Nachdem ich also den Vortrag geschaut hatte, habe ich kurzum beschlossen, dem reichsten Ort der Welt auf gar keinen Fall zu weiterem Reichtum zu verhelfen! Klingt abstrus? Dann schau’ dir den Vortrag an und du weißt, was ich meine. Es lohnt sich! Echt! Mach es einfach!

Jedenfalls habe ich jetzt ENDLICH angefangen, das zu tun, was ich schon immer tun wollte: Nämlich meine gesamten literarischen „Werke“ zu veröffentlichen. Seit Jahren liegen sie in irgendwelchen Ordnern, Notizbüchern und Schubladen rum und werden älter und älter. Oder auf versteckten Internetseiten, die man nur findet, wenn man den Hyperlink kennt, was auf genau eine Person in diesem Universum zutrifft und zwar auf mich.

… und Tschüß!

Überhaupt habe ich entschieden, meinem ganz persönlichen und recht gemütlich gewordenem Schubladenschrank „Adieu“ zu sagen und ihn auf den Müll zu stellen. Es ist nämlich so: mein Leben lang habe ich versucht, eine Schublade zu finden, in die ich hineinpasse. Vergeblich.

Das fing vor vielen Jahren schon damit an, dass ich dachte, es könne ja nicht sein, dass einer Lyrik UND Satire gleichzeitig schreibt. Dass das sehr wohl sein kann und ich das beste Beispiel dafür bin, habe ich ganz elegant übersehen.

Ich erinnere mich noch sehr genau, als ich seinerzeit anfing, als Trainer und Coach zu arbeiten und mein Auftraggeber – ein Unternehmen von nennenswerter internationaler Größe – durch Zufall auf meine damalige Satire-Webseite gelangte. Die gesamte Belegschaft meiner auftragegebenden Abteilung versüßte sich damit fortan lachender Weise die Mittagspausen.

Als mein damaliger Mentor mich darauf ansprach, wäre ich vor lauter Scham am liebsten im Erdboden versunken, denn es geht in meinen Glossen teilweise recht „zünftig“ zu.

Und was sagte mein Mentor? „Frau Kaltenbach! Bleiben Sie auf jeden Fall dabei! Das ist ein riesiges Pfund!”

Erst sehr viel später habe ich verstanden, was er damit meinte:
Ein sensibler Umgang mit dem Instrument “Sprache” ist (nicht nur) für meine Berufsgruppe ungemein wichtig.

Und so schrieb ich zwar lustig weiter, vergass aber im Trubel meines Lebens völlig, dass meine literarischen Ergüsse vielleicht auch den ein oder anderen Erdenbürger erfreuen könnten. Wie ignorant.

Zippin’ up my boots…

Bis jetzt! Und so gibt es nun meine ersten beiden Kindle-Bücher bei amazon.

Gemäß dem Motto „Back to my roots“ sind die ersten beiden Bücher natürlich – na!? –  ein Gedichtband und eine Satire-Sammlung. Ätsch! “Ferne Gesänge” ist der Titel des Gedichtbandes, “Kännchen servieren wir nur auf der Terrasse” passte als Titel hervorragend zu den satirischen Glossen.

Demnächst folgen weitere ehemalige Schubladen-Bewohner sowie einige Neukreationen, die gar nicht vorhaben, jemals in eine Schublade zu ziehen. Darunter wieder Lyrik und Satire sowie diverse Ratgeber für Manager und gescheiterte Super-Muttis (ist ja fast dasselbe). Und ein Märchen.

Ziemlich kunterbunt, ich weiß. Aber hey: ich hab’s wirklich mit langweilig versucht. Tut’s nicht.

So! Und jetzt zu Dir!

WAS hast DU in all deinen Schubladen versteckt?
Welche SCHÄTZE hältst DU noch vor der Welt verborgen?
Welche Kreationen hast Du jetzt schon, die du der Welt schon immer mal ZEIGEN wolltest und dich aber bislang nicht getraut hast?
Bilder? Songs? Kunstwerke? Selbst designte Klamotten? Gedichte? Cartoons? Märchen? Romane? Meinungen? Ideen? Rekorde? Erfindungen? In Platin gegossene und zu Schlüsselanhängern verarbeitete Wombat-Popel?

Raus damit!

Hast auch DU bislang KEINE Schublade für dich finden können, in die du passt? Egal, in welche du steigst, entweder war sie zu eng,  zu kleinkariert, zu bunt, zu verstaubt, zu tief, zu irgendwas?

WILLKOMMEN IM CLUB! und:

Wirf  dieses bremsende Möbel endlich aus deinem Leben und stell’ es auf den Müll! Und keine Sorge: Es ist sehr wahrscheinlich,  dass sich dein Schrank dort schon bald in bester Gesellschaft mit seinesgleichen befindet.
Einer steht ja schließlich schon da: meiner.

Um mit den Worten von Thaddaeus Korona abzuschließen:

MACH ES EINFACH!

Mit sonnigen Grüßen

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