Selbstverwirklichung in chaotischen Zeiten – Darf’s ein bisschen mehr sein?

Ich gebe zu: Die aktuellen weltweiten, europäischen und auch deutschnationalen Entwicklungen bereiten auch mir Sorge. Wie auch nicht!? Natürlich könnte ich einfach komplett auf „off“ schalten und ab sofort einfach keine Nachrichten mehr lesen. Manchmal denke ich ernsthaft darüber nach. Denn oberflächlich betrachtet, lassen die Medien derzeit wahrlich nicht viel Gutes für die Zukunft erahnen.

Ist Selbstverwirklichung in Zeiten wie diesen egoistisch und verwerflich?

Und natürlich frage ich mich als Coach, der Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet:
Bei all dem weltweiten Chaos – wie viel Raum ist da überhaupt noch für die individuelle Selbstverwirklichung?
Mit welchem Recht darf man sich überhaupt noch um sich selbst kümmern, sich selbst verwirklichen, wenn es gleichzeitig den Anschein hat, dass um einen herum alles zusammen zu brechen droht?

Jetzt erst recht!

Meine Antwort ist so simpel wie radikal: Jetzt erst recht!
Wenn es überhaupt irgendetwas gibt, dem wir uns  heute mit absoluter Priorität zu widmen haben, dann der eigenen Selbstverwirklichung. Denn Selbstverwirklichung ist gleichbedeutend mit Herzensbildung.
Und was, wenn nicht Herzensbildung, ist es, das wir derzeit am dringendsten brauchen!?

 

Unser großer gemeinsamer Nenner 

Aufgrund meiner – nennen wir es „spirituellen Bildung“ – die ich autodidaktisch seit frühster Kindheit pflege, bin ich zutiefst davon überzeugt, dass uns Menschen eine große gemeinsame Sehnsucht verbindet:
Die nach Liebe. Oder die nach der Verbindung mit Gott, was für mich dasselbe ist.
Ich finde es übrigens sehr bedauerlich, dass Gott so oft mit Kirche gleichgesetzt wird.
Wie viele kenne ich, die – sobald ich von Gott rede – entgegnen: Oh Gott! Hör‘ mir auf mit Gott! Von der Kirche will ich nichts wissen!
Die Kirche hat Gott instrumentalisiert. Nicht umgekehrt. Das ist das eine.
Das andere, was mir auffällt ist, dass sich zwar viele von der Kirche als Institution abgewendet haben, sich aber sofort einer anderen Institution angeschlossen haben, die ihnen unter dem pseudospirituellen Deckmäntelchen des Guten erneut vorschreibt, was sie denn zu tun und zu lassen haben, um eines Tages am Himmelstörchen beziehungsweise der Tür zur Erleuchtung anklopfen zu dürfen. Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte man fast darüber lachen.

Wenn die Suche nach der Quelle in Stress ausartet

Wir Menschlein unternehmen für die Erfüllung unserer Sehnsucht nach Liebe wahrlich die seltsamsten Dinge und gehen die absonderlichsten Wege. Weil wir meinen, dass wir die Erfüllung irgendwo im Außen finden. In Konsum, in Leistung, in Beziehungen, in Machtausübung oder halt in irgendeiner neuen Form von „Ismus“.

Dabei gibt es nur eine Quelle, aus der die Liebe, nach der wir uns sehnen, entspringt.
Und diese Quelle liegt in UNS.
Um zu dieser Quelle zu gelangen, müssen wir nur eines tun: In Kontakt mit uns selbst gehen!

Als Coach unterstütze ich Menschen genau hierbei: Wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.
In einer immer komplexer und schneller werdenden Welt ist nämlich genau das der Punkt, um den es immer deutlicher geht!
So viel prasselt auf uns ein, so viele äußere Zwänge ziehen an uns, so viel Zerstreuung bietet die moderne Welt, so viele Dinge lenken uns ab von uns selbst, so vieles, das uns derzeit zutiefst verunsichert und uns Angst macht.
Da ist es ein Leichtes, den Kontakt zu sich selbst zu verlieren.

Und so wird unsere Sehnsucht nach der tiefen Verbindung zu uns selbst, zu unserer Quelle der Liebe, von der wir tief in uns wissen, immer größer.

Es ist einfach

Eigentlich möchte und könnte ich jeden Tag dasselbe schreiben:
Hör’ auf, im Außen zu jagen und zu suchen.
Hör’ auf, dich im Außen blenden zu lassen.
Hör’ auf, immer emsiger dies und jenes zu tun.
Hör’ auf, auf andere zu hören.
Hör’ auf, anderen mehr zu glauben als deiner eigenen, inneren Wahrheit.
Hör’ auf, dich ständig abzulenken.
Werde ruhig, werde still.
Und dann atme und lausche.
Lausche der Stimme deiner Seele,
die ALLES weiß.
Und sei!

Und dann staune darüber, wie einfach es doch ist, wenn du einfach bist.

Love

 

unterschrift-melanie_thin_small

 

 

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  1. Pingback: Gott, verarsch' mich nicht! | Melanie Kaltenbach

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