Raus aus der Schublade!

Warum der reichste Ort der Welt so schnell wie möglich verarmen sollte

Ich habe es getan. Ich habe meine Schubladen geöffnet und das ewige „Ach nee…Jetzt nicht!“ mal eben in ein anderes Universum gebeamt! Und hey: Fühlt sich saumäßig gut an!

Und das kam so: Neulich sah ich zufällig den Vortrag „Mach es einfach!“ von Thaddaeus Koroma bei GEDANKENtanken. Übrigens: Ich liebe dieses Format! Kurze, knackige Vorträge, prall gefüllt mit Inhalt.

In besagtem Vortrag geht es um den reichsten Ort der Welt. Nachdem ich also den Vortrag geschaut hatte, habe ich kurzum beschlossen, dem reichsten Ort der Welt auf gar keinen Fall zu weiterem Reichtum zu verhelfen! Klingt abstrus? Dann schau‘ dir den Vortrag an und du weißt, was ich meine. Es lohnt sich! Echt! Mach es einfach!

Jedenfalls habe ich jetzt ENDLICH angefangen, das zu tun, was ich schon immer tun wollte: Nämlich meine gesamten literarischen „Werke“ zu veröffentlichen. Seit Jahren liegen sie in irgendwelchen Ordnern, Notizbüchern und Schubladen rum und werden älter und älter. Oder auf versteckten Internetseiten, die man nur findet, wenn man den Hyperlink kennt, was auf genau eine Person in diesem Universum zutrifft und zwar auf mich.

… und Tschüß!

Überhaupt habe ich entschieden, meinem ganz persönlichen und recht gemütlich gewordenem Schubladenschrank „Adieu“ zu sagen und ihn auf den Müll zu stellen. Es ist nämlich so: mein Leben lang habe ich versucht, eine Schublade zu finden, in die ich hineinpasse. Vergeblich.

Das fing vor vielen Jahren schon damit an, dass ich dachte, es könne ja nicht sein, dass einer Lyrik UND Satire gleichzeitig schreibt. Dass das sehr wohl sein kann und ich das beste Beispiel dafür bin, habe ich ganz elegant übersehen.

Ich erinnere mich noch sehr genau, als ich seinerzeit anfing, als Trainer und Coach zu arbeiten und mein Auftraggeber – ein Unternehmen von nennenswerter internationaler Größe – durch Zufall auf meine damalige Satire-Webseite gelangte. Die gesamte Belegschaft meiner auftragegebenden Abteilung versüßte sich damit fortan lachender Weise die Mittagspausen.

Als mein damaliger Mentor mich darauf ansprach, wäre ich vor lauter Scham am liebsten im Erdboden versunken, denn es geht in meinen Glossen teilweise recht „zünftig“ zu.

Und was sagte mein Mentor? „Frau Kaltenbach! Bleiben Sie auf jeden Fall dabei! Das ist ein riesiges Pfund!“

Erst sehr viel später habe ich verstanden, was er damit meinte:
Ein sensibler Umgang mit dem Instrument „Sprache“ ist (nicht nur) für meine Berufsgruppe ungemein wichtig.

Und so schrieb ich zwar lustig weiter, vergass aber im Trubel meines Lebens völlig, dass meine literarischen Ergüsse vielleicht auch den ein oder anderen Erdenbürger erfreuen könnten. Wie ignorant.

Zippin‘ up my boots…

Bis jetzt! Und so gibt es nun meine ersten beiden Kindle-Bücher bei amazon.

Gemäß dem Motto „Back to my roots“ sind die ersten beiden Bücher natürlich – na!? –  ein Gedichtband und eine Satire-Sammlung. Ätsch! „Ferne Gesänge“ ist der Titel des Gedichtbandes, „Kännchen servieren wir nur auf der Terrasse“ passte als Titel hervorragend zu den satirischen Glossen.

Demnächst folgen weitere ehemalige Schubladen-Bewohner sowie einige Neukreationen, die gar nicht vorhaben, jemals in eine Schublade zu ziehen. Darunter wieder Lyrik und Satire sowie diverse Ratgeber für Manager und gescheiterte Super-Muttis (ist ja fast dasselbe). Und ein Märchen.

Ziemlich kunterbunt, ich weiß. Aber hey: ich hab’s wirklich mit langweilig versucht. Tut’s nicht.

So! Und jetzt zu Dir!

WAS hast DU in all deinen Schubladen versteckt?
Welche SCHÄTZE hältst DU noch vor der Welt verborgen?
Welche Kreationen hast Du jetzt schon, die du der Welt schon immer mal ZEIGEN wolltest und dich aber bislang nicht getraut hast?
Bilder? Songs? Kunstwerke? Selbst designte Klamotten? Gedichte? Cartoons? Märchen? Romane? Meinungen? Ideen? Rekorde? Erfindungen? In Platin gegossene und zu Schlüsselanhängern verarbeitete Wombat-Popel?

Raus damit!

Hast auch DU bislang KEINE Schublade für dich finden können, in die du passt? Egal, in welche du steigst, entweder war sie zu eng,  zu kleinkariert, zu bunt, zu verstaubt, zu tief, zu irgendwas?

WILLKOMMEN IM CLUB! und:

Wirf  dieses bremsende Möbel endlich aus deinem Leben und stell‘ es auf den Müll! Und keine Sorge: Es ist sehr wahrscheinlich,  dass sich dein Schrank dort schon bald in bester Gesellschaft mit seinesgleichen befindet.
Einer steht ja schließlich schon da: meiner.

Um mit den Worten von Thaddaeus Korona abzuschließen:

MACH ES EINFACH!

Mit sonnigen Grüßen

unterschrift-melanie_thin_small

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