Pragmatische Spiritualität. Oder: Die Freiheit, frei zu sein!

Ich geb’s zu: Ich hatte Glück. Richtig viel Glück! Denn ich wuchs in einer Art spirituellem Niemandsland auf. Ein Niemandsland zwischen zwei (oder gar drei?) Extremen.

Auf der einen Seite war da mein atheistischer Vater, der immer sagte: “Glauben ist Nichtwissen”. Mein Vater glaubte nicht an Gott, nicht an Jesus und auch nicht an ein Leben nach dem Tod. Und immer, wenn ich mit ihm darüber sprechen wollte, sagte er: “Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen gesehen habe!” Dann war Ende der nicht stattgefunden habenden Diskussion.

Auf der anderen Seite war da das Haus meiner Großeltern mütterlicherseits, wo ich von klein auf sehr viel Zeit verbrachte. Und wo der spirituelle Glaube durchaus eine Rolle spielte. Vor den Mahlzeiten wurde das Tischgebet gesprochen und Sonntags ging man in die Kirche. Und wenn man Sonntags aus wichtigem Grunde nicht konnte, dann ging man stellvertretend Samstag Abend.

 

Neulich auf dem Scheiterhaufen

Bei meinen Großeltern gab es aber auch noch etwas anderes, und das war ein für damalige Zeiten ungewöhnliches Interesse für paranormale Themen. Unten rechts in der Bibliothek meiner Großeltern standen sie: All die Bücher, die mich schon als Kind faszinierten. Nostradamus, Astrologie, Franz Bardon, Magie, Geschichten aus dem Totenreich, Erich von Däniken und Rainer Holbe – Die ganze Palette esoterischer Scheiter, auf denen man nur ein paar Jahrhunderte zuvor entsprechende Wissensträger und deren Interessenten erfolgreich zu eliminieren wusste.

Und mittendrin: Ich!

Da meine Eltern zu jung und meine Großeltern zu alt waren, um mir jene Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, die Kindern heutzutage zuteil wird, hatte ich in Bezug auf die Entwicklung meiner ganz eigenen spirituellen Sicht alle Freiheit! Und die habe ich mir bis heute erhalten und werde sie auch niemals abgeben. Niemals!

 

Spirituelle Freiheit

Die Freiheit, keinen Guru zu haben und allen Gurus dieser Welt und ihren Anhängern mit Skepsis zu begegnen.

Die Freiheit, fern aller Dogmen nach meiner eigenen Wahrheit zu suchen.

Die Freiheit, jede Überzeugung und jedes Konstrukt zu hinterfragen. Auch und vor allem meine eigenen.

Die Freiheit,  Wissenschaft und Spiritualität zu verknüpfen und gemeinsame Schnittmengen zu finden.

Die Freiheit, auch das als möglicher Weise gegeben anzunehmen, was sich vielleicht niemals beweisen lässt.

Die Freiheit, jederzeit die Grenzen meines eigenen Bewusstseins auf natürliche Art und Weise zu erweitern.

Die Freiheit, zu glauben, dass wir alle Kinder Gottes sind, die den Funken selbigen in sich tragen.

Die Freiheit, an die Existenz außerirdischer Intelligenz zu glauben.

Die Freiheit, einfach ich zu sein.

Die Freiheit, anderen Menschen dabei zu helfen, ebenfalls frei und ganz sie selbst zu werden und zu sein.

Und wenn ich eines mit Sicherheit weiß, dann das: Das, was wir meinen zu wissen, ist ein Witz gegenüber dem, was wir nicht wissen! Und wer heute meint, er könne sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse berufen und dies als einzige Grundlage für sein eigenes Sein und Wirken nimmt, der ist für mein freies Empfinden ziemlich kleingeistig.

 

Die 90-10-Formel


Über 90 Prozent der Funktionsweise unseres Gehirns sind noch vollkommen unerforscht.

Über 90 Prozent unseres Kosmos sind noch vollkommen unerforscht.

Was, wenn die aktuellen öffentlich zugänglichen wissenschaftlichen Erkenntnisse lächerliche 10 Prozent sind, denen 90 Prozent geheim gehaltener Forschungsergebnisse gegenüber stehen?
Und was, wenn auch diese 90 Prozent nur 10 Prozent dessen sind, was es tatsächlich noch zu entdecken gibt?

Was, wenn wir die Expansion des Kosmos nicht nur linear, sondern auch multidimensional denken?

Was, wenn wir eines Tages entdecken, dass wir augenblicklich die dümmste Spezies sind, die die Erde jemals bewohnt hat? Weil wir unsere Heimat wider besseren Wissens zerstören und uns lieber vor Altäre setzen und auf Wunder hoffen oder uns auf unsere vollkommen rückständige Wissenschaft als einzig glaubwürdigem Guru berufen, anstatt uns endlich all unserer Freiheit und Schöpferkraft bewusst zu werden? Und einfach mit all dem vermeintlich Unmöglichen, was vielleicht doch möglich ist, zu spielen…?

Auf die Freiheit und das freie Denken!

Danke, Papa! Danke, Omi und Opi!

 

Melanie

 

 

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