Gott sei Dank! Endlich zu Hause.

Neulich sprach ich mit lieben Menschen über die aktuelle Zeit und die Herausforderung, die sie für uns alle derzeit darstellt. In den Sternen steht geschrieben, dass sich nun bei vielen Menschen ein Zyklus vollendet, der in den Jahren zwischen 1998 bis 2000 begann.

 

Umweg, Irrweg? Egal: Hauptsache ein Weg!

Ich dachte darüber nach, was in meinem Leben zu dieser Zeit geschehen war. Zum einen trennte ich mich von meiner Jugendliebe, mit der ich zehn Jahre lang zusammen gewesen war. Außerdem bekam ich einen neuen Chef, der mich fortan bosste, woraufhin ich Ende 2000  meinen ersten Burnout erlitt, den ich beinahe nicht überlebt hätte. Und ich entschied, mein “sicheres” Arbeitsverhältnis zu kündigen und zu studieren. Das waren die drei wesentlichen Punkte, die mir spontan einfielen. Und obwohl sie wirklich gravierend sind, ging ich nicht damit in Resonanz in Bezug auf einen nun endenden Zyklus. 
Bis mir ein paar Tage später einfiel, dass ich 1998 das Buch “Die Prophezeiungen von Celestine” gelesen hatte. Damit ging ich total in Resonanz und mir war klar: Mit diesem Buch begann mein spiritueller Weg….

Bis heute morgen. Denn heute morgen  – als ich mit meiner ersten Tasse Kaffee unter dem Sternenzelt saß – da wurde mir auf einmal gewahr, dass mit diesem Buch vielmehr mein spiritueller Irrweg begonnen hatte! Oder mein Umweg?

Wenn ich bedenke, in wie viele verschiedenen Bereichen ich nachgeforscht, wie vielen verschiedenen Meistern und Weissagern ich gelauscht und geglaubt hatte. Von Menschen, die aufgestiegene Meister und andere Wesenheiten channeln, über Atlantis, die Annunaki bis hin zu anderen Außerirdischen. Auch in die Welten, die sich mir als Laie in der Quantenphysik erschließen, tauchte ich ein. Immer auf der Suche nach Antwort. Auf eine Frage, die ich niemals hatte.

Es gibt keine Umwege. 

Denn heute morgen wurde mir gewahr, dass ich immer, immer, immer von der Existenz Gottes überzeugt war!
Wobei sich mein Bild von Gott im Laufe der Zeit durchaus wandelte. Als Kind hatte ich das Bild vom weisen Bärtigen. Heute spreche ich anstatt von Gott manchmal von der liebenden Schöpferkraft. Ich sehe diese Kraft in jeder Blume, in jeder Wolke, in jeder Welle. Ich höre sie im Lachen meiner Kinder und im Gesang eines jeden Vogels.

Und ich gehöre zu denen, die ganz besonders intensive Gotterfahrungen in ihrem Leben gemacht haben.
Als Kind war ich so verbunden mit der geistigen Welt, dass es für mich ganz selbstverständlich war, mit dieser in ständigem Dialog zu sein.
Doch meine erste richtig intensive Gotterfahrung hatte ich erst Mitte Zwanzig, als ich im Zuge eines mir selbst auferlegten Gelübdes zwei Monate lang jeden Tag einen heiligen Ort aufsuchte, um dort ein Licht anzuzünden. Diese Geschichte habe ich in Wotan. Oder: Der Tag, an dem mir Gott begegnete beschrieben.

Das sollte es aber nicht gewesen sein, Gott begegnete mir weitere Male….
Die nächste intensive Begegnung mit der liebenden Schöpferkraft hatte ich im Jahr 2000, kurz vor meinem Burnout bedingten Zusammenbruch. Ich war mit Delfinen im Wasser und hörte unter Wasser den Himmlischen Ton. Diese Geschichte habe ich u.a. in Jahrestag aufgeschrieben.
 
Als ich in 2002 im Urlaub auf La Gomera bei einer Wanderung, die ich allein machte, an einem ganz besonderen Ort Platz nahm, hörte ich den Himmlischen Ton erneut. Ich werde es nie vergessen, wie ich da saß, oben auf dem Berg, und über das hell leuchtende Wolkenmeer über dem Ozean blickte. In der Ferne war die Spitze von El Hierro zu sehen. Und während ich an “Avalon” dachte, ertönte sie, diese Symphonie, die noch so viel schöner ist als alles, was bislang von Menschen komponiert wurde. Die absolute Harmonie aus verschiedenen Tönen. Das kosmische Orchester. Himmelsgesang.

Vor ein paar Wochen fand ich in einem meiner Tagebücher eine Notiz. Eine Technikerin für elektronische Musikinstrumente hatte mir erklärt, dass in einer ganz bestimmten Frequenz alles Licht sei und dass sich dies anhören kann, wie Musik. Ich hatte das wieder vergessen.

 

Das Licht am Ende des Tunnels

Im Februar 2003 hatte ich eine Art Nahtoderlebnis. Ohne Anlass, einfach so. Ich lag abends in meinem Bett und wollte einfach nur schlafen, als ich mich auf einmal auf einer Straße hoch gehen sah. Oben, auf dem Gipfel, war das Licht. So viel heller und durchdringender als unsere Sonne, und doch konnte ich hinein blicken, ohne geblendet zu sein. Von diesem Licht ging eine unglaublich große Liebe aus, wie ich sie von Erden nicht kenne. An mir vorbei huschten Schattenwesen in Richtung dieses Lichts. Und ich wusste: dahinter, da ist diese Liebe noch viel größer und wenn ich weiter gehe, bis hinüber, dann werde ich morgen früh nicht mehr auf der Erde sein.

Ich dachte an meine Familie und an meine Freunde und ihre Trauer, wenn ich nicht mehr da sein würde. In der Liebe dieses Lichts gehörte das als Wesentliches dazu und es war ok und wäre kein Grund gewesen, nicht hinüber zu gehen. Der Grund, warum ich entschied, hier zu bleiben, war ein Märchen, das ich unbedingt noch schreiben wollte. Es war mir bei meinem letzten Gomeraurlaub vom Himmel in die Seele gefallen. Im März 2003 flog ich nach La Gomera und schrieb das kleine Märchen auf. Es war ein Flowerlebnis der ganz besonderen Art, bei dem ich die ganze Zeit wusste, dass ich lediglich als schreibendes Instrument diene. Erst, als das Märchen fertig war und ich es las, fiel mir auf, dass es von Tod und Wiedergeburt handelt. Es ist bis heute nicht verlegt, aber ich las es einmal in einer Grundschule und ich weiß von der Lehrerin, dass es die Kinder nachhaltig geprägt und in ihren Herzen tief berührt hat. Meine Kinder, von denen ich damals nichtmal ahnte, dass sie eines Tages zu mir kommen würden, lieben es auch.

 

Wenn man vor der Schönheit der Schöpfung nieder kniet

Und so gab es einige dieser Begegnung und Erfahrungen. Die letzte hatte ich vor ein paar Wochen, als ich nach langer Zeit wieder oben im Wald war. Allein, wie ich es liebe. Ich ging durch den Wald und nahm seine Schönheit wahr und in mich auf. Und je mehr ich davon aufnahm, von der Sanftheit und Güte dieser großen, alten Bäume, desto schöner und kraftvoller wurden sie. So schön, dass ich irgendwann sagte: Ich knie nieder vor eurer Schönheit!
Und dann kniete ich innerlich nieder…. Und stellte im nächsten Moment fest, dass diese Schönheit des Waldes ebenso vor mir niederkniete. Weil ich sie sah, weil ich sie erkannte und wahr nahm. Der Wald und ich – wir wurden eins! Oder waren es ohnehin schon immer, nur wurde es mir in diesem Moment vollumfänglich bewusst. Alles ist eins.

Ich brach in Tränen der tiefen Berührung aus, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen und zugleich wurde mir der Schmerz der Weltenseele gewahr, wurde mir bewusst, wie viele Menschen in ihrer Angst gefangen sind und dieses Leben und all die Geschenke und Gaben, die ihnen mitgegeben wurden, nicht leben! Es zerriss mir förmlich das Herz. 

Die Kreise schließen sich, die Puzzleteile finden ihren Platz, das Bild scheint vollendet.

Und ich stelle fest: Ich war nie auf der Suche. Gott war immer bei mir und ich war immer bei Gott.

Warum bin ich dann dennoch 20 Jahre lang auf allen möglichen Wegen gewandelt und habe in den absurdesten Ecken nach Gott geforscht?

Ganz einfach: Weil ich es konnte. Und weil es vielleicht auch meine Aufgabe hier auf Erden erst vollständig macht.
Wie sonst sollte ich die Verwirrung verstehen, die die neospirituelle Szene bei so vielen Menschen angerichtet hat und immer noch anrichtet? Wie sehr ihre Lehren oftmals mehr von dem göttlichen Funken in jedem Menschen ablenken, als dass sie zu ihm hinfühen?
Und ich kann das so gut verstehen! Ich bin Anfang Zwanzig aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Ich konnte und wollte mich mit dieser Institution, die Gott mit all ihren Taten und ihrem Machtanspruch mehr leugnete, als ihn vertrat, nicht mehr identifizieren. Der Austritt selbst schmerzte mich, bei aller Überzeugung auszutreten. Denn ich liebe Gotteshäuser! Und Klöster! Ich wollte lange Zeit ernsthaft Nonne werden, hatte aber ebenso Angst davor, mich innerhalb einer Gemeinschaft derart zu verpflichten. Schließlich war ich immer ein Einzelgänger gewesen, gebündelte Menschenenergie war mir oft so anstrengend und ich liebte und brauchte das gänzliche und stundenlange Alleinsein so sehr, wie ein Fisch das Wasser. 

 

Wirklicher Gottesdienst ist immer und hat keine Zeit

Was ich aber immer wusste war, dass ich Gott dienen wollte. Ich habe nirgend sonst so viel Trost und Liebe gefunden, wie in meiner tiefen Überzeugung von Gott, der liebenden Schöpferkraft. Ich könnte gerade in Tränen ausbrechen, wenn ich darüber nachdenke, wie sehr ich mich teilweise habe ablenken lassen. Und auch, weil ich immer so sehr damit gehadert habe, mit dieser Überzeugung im Außen sichtbar zu sein. Weil ich mich vor der harschen Kritik von Menschen fürchtete, die Gott ausschließlich mit der katholischen Kirche oder sektenähnlichen Gruppierungen in Verbindung bringen. Und es hat diese Kritik gehagelt. Auch 2017 gibt es noch Scheiterhaufen…. aus denen man aber wie Phoenix aus der Asche aufsteigen kann.

So sei es.

Seit heute morgen ist es anders.
Seit heute Morgen bin ich wieder zu Hause. 
Zu Hause in mir.
Zu Hause in Gott.
Ich weiß, ich war dort immer zu Hause.
Es hat sich nur manchmal nicht so angefühlt….
Und auch das war wichtig und richtig.

Ich spüre einen Frieden und eine Ruhe in mir, wie lange nicht.
Alles ist gut.

Zeit für neue Wege….. die man mit Freude gehen kann, wenn man weiß, wo man zu Hause ist.

Und ich wünsche mir, dass ein jeder sein zu Hause in sich selbst und in Gott finden möge.
Es ist so nah und im Grunde genommen ist es auch leicht.

Eines meiner persönlichen Mantren, das mich seit Jahren begleitet und das ich meinen Anvertrauten auch immer sage, lautet:

“Gott liebt dich so, wie er dich gedacht hat.”


Warum solltest du jemals anders sein, als so, wie du bist..?

 

Alles Liebe für dich!

 

Melanie

 

PS: Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, freue ich mich über deinen Kommentar. Wenn du magst, kannst du mir auch gerne eine Email schreiben an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

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17 Comments

  1. Es ist so fühlbar, wie Du wirklich angekommen bist… und jeder möge den Weg gehen,
    bis er/sie so tief fühlen kann ‘zuhause’ zu sein, wie Du jetzt gerade. Danke, dass es Dich mit all Deinen Erfahrungen gibt, für mich gibt, überhaupt gibt. Alles Liebe

  2. Liebe Melanie danke für deine Beitrag über das Finden von Gott über die Irrwege und die Umwege. Ich sage dem Ehrenrunden. Wie du so schön beschreibst, es sind Ehrenrunden die nicht zu umgehen sind, auch bei den – wie nennst du sie? – neospirituelle Szene. Sie richtet gar nichts an, sie machen ihre Ehrenrunden, genauso wie du, wie ich. Wenn wir es merken, kann Trauer da sein, doch dann merken wir dass alles genauso sein musste. Die Ablenkungen, die Zweifel, das Austreten von der Kirche. Alles musste so sein, auch wenn es jetzt so aussieht, dass es nicht nötig gewesen wäre, denn hier Daheim angekommen, ist alles perfekt so wie es ist. und wir können, die katholische Kirche und ihre Priester anders sehen, wir können die Neospirituellen so sein lassen wie sie sind, denn wir wissen, wir hätten auch selber auch nichts anderes tun können, als alle diese Ehrenrunden zu drehen. Jetzt sind wir im Zentrum des Labyrinths angelangt. Gott liebt dich wie er dich gedacht hat. Danke für dein Schreiben von alledem. Es spiegelt mich so wunderschön.

  3. Liebe Melanie, danke für diese wundervollen Bericht. Ich habe auch lange gesucht und bin vermutlich noch nicht angekommen.

    Aufgewachsen in einer Sekte mit einem strafenden Gott, war es für mich lange undenkbar, jemals wieder Liebe zu einer höheren Macht empfinden zu können. Bis ich für mich entdeckte, dass Dankbarkeit für alles, was mir begegnet, mich umgibt und was ich mir wünsche (und manchmal auch nicht wünsche), der Schlüssel zur Liebe ist.

    Liebe und Dankbarkeit sind in meinem Leben solch starke Multiplikatoren für einen natürlichen Zustand des Verbundenseins mit allem geworden. Was für ein langer, lehrreicher Weg bis hierhin! 🙂

    Liebste Grüße nach La Gomera ins Tal des Königs!

    • Oh, liebe Martina, das wusste ich gar nicht, dass du einen solchen Hintergrund hast…. Und ich weiß auch, dass die Frau beim Bäcker, die du gar nicht warst, kein Zufall war. Ich freue mich sehr, dass wir uns hier begegnet sind! Ganz viele liebe Grüße an dich zurück aus dem Tal des Großen Königs von der Insel der Herausforderungen – Melanie

  4. Liebe Melanie,
    wow, was für tiefe Erfahrungen. Danke, dass Du sie mit uns teilst. Als ich gerade Deine Geschichte las, dachte ich bei mir, dass es so viele Ähnlichkeiten doch gar nicht geben kann. Dein Burnout und das Drumherum. Die Prophezeiung von Celestine war neben Dan Milmans friedvollem Krieger auch meine Initiation für die Suche. Ich bin damals als ich mein Zentrum gründete tief eingetaucht in die neospirituelle Szene und hätte mich fast verloren. Durch diese Erfahrung bin ich nicht nur mit meiner eigenen Tiefe in Kontakt gekommen, sondern konnte später auch Menschen helfen, die sich in dieser Szene verirrt hatten. Gott sei Dank hat mich das Unechte in dieser Szene so sehr gestört. Da gab es so wenig An- oder Rückverbindung und so viel Denken ohne Spüren. Und was ist Spiritualität denn anderes als diese Verbindung mit dem, was ist. Mit all dem hinter den Worten. Mit der großen Weite in uns selbst. Dieses Zuhause sein in der Verbindung ist für mich wahre Religion und ein großes Geschenk. Ich freue mich, dass du heute diese tiefe Erfahrung gemacht hast.
    Von Herzen Danke für Dein Sein und dafür, dass Du meinen Wunsch an das Meer übergeben hast. Er wurde erhört <3
    Ganz liebe Grüße
    Claudia

    • Liebe Claudia! Da war San Juan aber schnell!? Wie schön! Ich bin sehr berührt von deiner Schilderung und verstehe jetzt, warum wir uns “so” verstehen…. Ganz viele liebe Grüße zurück! Melanie

  5. Sehr schön.
    Sehr echt.
    Sehr wahrhaftig.

    Ich danke dir für diese Zeilen an uns. Und ich fühle mich angesprochen und berührt.
    Mir ist es noch nicht gelungen so zu fühlen. Ich hadere noch mit der kath. Kirche, die mehr kaputt macht als heilt. Ich brauche noch Zeit. Doch hoffe ich, auch eines Tages da hin zu kommen, wo du bist. Im doppelten Sinne.

    • Liebe Iris, bei mir ist es relativ leicht, weil ich persönlich keine schlechten Erfahrungen mit der katholischen Kirche gemacht habe. Ich glaube, dass es sehr viel schwierig ist, das irgendwie überein zu bekommen mit seinem eigenen Gottglauben, wenn man solche Erfahrungen machen musste. Oder wenn es etwas im Leben gab, das einen so sehr schmerzte, dass man sich von Gott verlassen fühlte… Alles Liebe für dich und Danke für deine liebe Rückmeldung! Melanie

  6. Dankeschön….seit 2 Jahren schaue ich mich um, habe das ein oder andere Seminar besucht, habe mal Reiki gelernt, Astrologie, Cqm und weiß der Herr was noch alles…was braucht es wirklich? Habe ich nicht alles in mir, was nötig ist? Jetzt fahre ich mit meiner Frau ohne finanziellen Druck ( was sind schon Sicherheiten/Geld tatsächlich?) mit unserem Wohnmobil durch die Welt, kommen nach 20 Jahren Hamsterrad zur Ruhe und lassen es einfach mal laufen..was mich auch beeindruckt hat, sind die vielen, vielen Lehrer und Meister und Erleuchtete, die alle irgendwas wissen, aber meine Fragen, wo ich hingehöre und wie ich das am leichtesten erreiche, bis jetzt nicht klar verständlich beantworten konnten…jetzt schau ich selbst mal 🙂

    • Was für ein tolles Projekt, Ralf! Mit dem Wohnmobil um die Welt…. DAS ist Leben lernen! Werdet ihr regelmäßig berichten?

    • Ich freue mich, dass es dich berührt, liebe Namensvetterin! Gerne schreibe ich einen Gastbeitrag. Herzliche Grüße an dich von mir und La Gomera – Melanie

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