Donald, Kim Jong Un, du & ich. Oder: Alle auf derselben Party

Thema Nummer Eins in den Nachrichten ist der sich zuspitzende Konflikt zwischen den USA und Nordkorea. Unser Weltfrieden, so man überhaupt noch davon sprechen kann, ist in Gefahr.

Es sind indes aber nicht nur die großen Staaten, die im Krieg sind. Auch auf allerkleinster persönlicher Ebene wird  gefochten. Um was? Ganz einfach: Um die Erhaltung machtbedürftiger Egos!

Wie Krieg entsteht

Krieg  – egal ob im Großen oder im Kleinen – entsteht, wenn und weil wir uns auf die Unterschiede zwischen uns und anderen konzentrieren.  Sich auf die Unterschiede zu konzentrieren und sich durch die Feststellung von Unterschieden abgrenzen zu können, ist eine der wirksamsten Strategien zur Aufrechterhaltung des Egos. Es hat dann etwas, womit es sich identifizieren kann.
So funktioniert Konkurrenz und Wettbewerb (was ich im Übrigen für ein absolut überholtes Prinzip halte) und man kennt es auch von jedem Ehestreit: Der eine will das, der andere will etwas anderes und beide wollen das, was sie wollen, jeweils für sich durchsetzen. Und je mehr man sich auf das konzentriert, was man selber will und der andere aber nicht will, umso aufgeplusterter wird das Ego und umso schlimmer wird der Streit und desto weiter entfernt man sich voneinander. Dabei war man doch gerade als frisch Verliebter mit nichts anderem beschäftigt als damit, die vielen kleinen und großen Gemeinsamkeiten zu finden? Ist das nicht absurd? Liebe beginnt im Erkennen von Gemeinsamkeiten und endet durch die Konzentration auf die Unterschiede. Auf das, was trennt.

Wie Frieden entsteht

In Anbetracht der aktuellen Weltsituation darf und muss man sich allerdings ganz besonders die Frage stellen, ob es nicht wesentlich sinnvoller ist, dass wir uns wieder auf die Gemeinsamkeiten besinnen!?

Unser aller größter gemeinsamer Nenner ist, dass wir ALLE (!) JETZT (!) FÜR EINE WINZIG KLEINE ZEITSPANNE (!) GEMEINSAM (!) auf einem der vielleicht schönsten, liebens- und vor allem lebenswertesten Planeten sind, die dieses Universum zu bieten hat! Wir sind grad alle auf derselben Party! Sollten wir da nicht dafür sorgen, dass es allen, die gerade mit uns hier sind, gut geht? Dass alle genug zu essen haben und vor allem, dass es unserem Festplatz – der Erde – gut geht!?

Wie zum Geier kann einen in Anbetracht der aktuellen Situation noch persönlicher Erfolg oder Sieg über andere interessieren?  Persönlicher Erfolg, der nicht das Wohl des Gemeinwesens und damit das des Planeten zum Ziel hat, wird zukünftig ohnehin nicht mehr als Erfolg gewertet werden.

Noch mal: Alle Kriege und Kämpfe, die wir auf der Welt – im Großen wie im Kleinen, politisch oder höchstpersönlich – führen, sind die Kriege von Egos, die zu ihrer Identifikation die deutliche Abgrenzung vom anderen brauchen. Was aber ist Abgrenzung aus der Metaebene betrachtet, aus der erkennbar ist, dass alles eins und miteinander verbunden ist!? Das ist absurd.

Ich bin überzeugt, dass die Zeit von Kriegen, Konkurrenz und Wettbewerb überholt ist! Kriege, Konkurrenz und Wettbewerb konzentrieren sich auf und leben von Unterschieden! Die Zeit der Unterschiede muss enden. 
Die Zeit der Konzentration auf die vielen Gemeinsamkeiten, die uns alle miteinander verbinden, darf nun beginnen.
Dann ist Frieden!

Mit wem bist du gerade im Clinch?
Welche deiner inneren Anteile sind gerade miteinander im Clinch?
Wo in dir oder um dich herum wird gerade um Macht und Recht haben gekämpft?
Kannst du – egal wo – kurz innehalten, den Chip nur für zwei Minuten umstellen und dich in dieser Zeit auf die Gemeinsamkeiten besinnen? Auch, wenn es schwerfällt und dein Ego wie ein Rohrspatz motzt!?
Nur zwei Minuten.
Kannst du feststellen, ob und wenn ja, welchen Unterschied es macht, wenn du keinen Unterschied mehr machst..?

Ich wünsche uns allen Frieden!
Dir, mir und allen, die um das Leben ihres Egos kämpfen und aus diesem Grunde Kriege führen, die die Grundlage allen Lebens letztlich zerstören.

Alles Liebe!

Melanie

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6 Comments

  1. jaaaa…. Frieden könnte soooo einfach sein!
    Stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie wir jetzt Donald & Co. die Partyregeln verclickert bekommen…

    • Ich wüsste ja hier einen Ort, da wüssten die beiden sofort wieder, worum es eigentlich geht und wären umgehend kuriert! Und wenn nicht, käme halt ein Ufo und würde sie einfach mitnehmen. Wär‘ dann auch gut! 😉

  2. Liebe Melanie! Das hast du, wie immer, sehr gut beobachtet und zusammengefasst!!! Während des Berichts gestern im Auslandsjornals hab Ich mich verzweifelt gefragt, wo die ethische Grundausbildung als Pflichtfach für alle angehenden Staatsmänner bleibt, bevor sie auf unsere Welt losgelassen werden können?? Wer hält Dumpfbacke und Pausbacke nur davon ab, die Partylocation kaputt zu machen?? Frauen wie du könnten sie was lehren!!!

    • Danke für deine Rückmeldung, Ulrike. Die Sache ist die: Du kannst nur jemanden etwas lehren, der lernen möchte. Da liegt die Krux. Ich persönlich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass wir die kritische Masse erreichen können, die einen Wandel bringt. Vielleicht ist das auch gerade unsere Herausforderung. Dass wir mehr werden. So wie jede Welle aus unzähligen Tropfen besteht… Das ist immer mein persönliches Bild der Hoffnung. Alles Liebe für dich und viele Grüße – Melanie

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