Das große Warum. Oder: Hast du alles gegeben?

Gestern überkam mich ein merkwürdiger Gedanke.
Ich bin normaler Weise ein positiv denkender Mensch. Das heißt nicht, dass ich mir nicht ab und an auch mal schlechte Laune gönne. Aber es liegt einfach nicht in meiner Natur, mich mit Situationen abzufinden, die mir nicht angenehm sind. Viel lieber suche ich aktiv nach Lösungen. 

Aber gestern, da kam mir auf einmal dieser Gedanke und mit ihm überkam mich gleichfalls ein Gefühl von Melancholie und Traurigkeit.

Ich wurde mir gewahr, wie viel in dieser Welt gerade schief läuft und wie sehr wir alle wissen, was da schief läuft und wie wenig wir doch tun, das zu verändern, obwohl wir genau wissen, wie wir es verändern könnten.

Ich habe mir schon lange abgewöhnt, Nachrichten zu schauen. Ich verschaffe mir einen groben Überblick, immer wissend, dass das, was wir zu sehen bekommen, ohnehin gefiltert ist. Das reicht.

 

Hast du ALLES gegeben?

Nun, gestern dachte ich an die vielen Dinge, die auf unserer kleinen Welt gerade in deutlicher Schieflage sind.
Und ich stellte mir folgende Fragen:

  • Hast du alles getan, um dazu beizutragen, dass sich die Situation verbessert?
  • Hast du alles in deiner Macht stehende getan?
  • Hast du all dein Wissen, das du erlangt hast, weiter gegeben?
  • Hast du all die unterstützt, die deiner Unterstützung bedurft hätten? 

Meine ehrliche Antwort lautete: NEIN! Habe ich NICHT!

Und zwar aus einem ganz banalen Grund:

Aus Eitelkeit und Feigheit.

Das kleine, feige Egolein

Wie oft habe ich bereits Geschriebenes doch wieder gelöscht, aus Angst, es könnte den ein oder anderen brüskieren oder “die Leute” könnten komisch über mich denken?

Wie oft habe ich mich hinter meiner Eitelkeit versteckt und ein Video doch nicht gedreht, weil ich gerade nicht so gut drauf war/ im Haar lag/das Licht schlecht war/der Hahn so laut krähte/die Luft so dünn war, obwohl genau diese Message einem anderen vielleicht wirklich geholfen hätte? Einem einzigen!? An diesem einen Tag. Hätte das nicht als Grund gereicht, es trotzdem zu tun?

Wie oft habe ich mich wissentlich mit sinnlosem Bullshit beschäftigt, obwohl selbst ein Blick an die weiße Wand die wesentlich sinnvollere Alternative gewesen wäre?

Wie lange habe ich meinen Glauben verleugnet, aus Angst, auf einem neuzeitlichen Scheiterhaufen zu landen, was tatsächlich der Fall war, als ich mich letztlich doch öffentlich zu meinem Glauben bekannte, aber ich lebe noch und es war es wert! Weil mir erst dadurch wundervolle, neue Menschen begegnet sind. 

 

Wir sitzen alle auf demselben Mutterschiff Erde

Soviel steht fest: Wenn wir das hier auf unserem Mutterschiff Erde noch irgendwie gewuppt bekommen wollen, dann sind wir jetzt ALLE gefragt.  Wir sind alle gefragt unsere Eitelkeit und unser Ego zu vergessen und endlich los zu legen mit dem, was wir zu bieten haben!
Egal, welche Gabe du hast: Bring sie in die Welt!
Ich bin sicher, dass du einen Dienst zu erweisen hast! Aus eigener Erfahrung und von ausnahmslos allen meinen Klienten weiß ich, dass der jeweilige Dienst meist in der eigenen Geschichte zu finden ist.  Du weißt nicht, wem du durch dein Wirken und sein Sein hilfst. Jemandem, der vielleicht eine ähnliche Geschichte hat wie du und der nur darauf wartet, dass da noch jemand ist wie du, der ihm hilft. Weißt du es? Nein! Probiere es aus!

Kümmere dich nicht um die, die vielleicht komisch über dich denken. Denke an die, denen deine Gabe hilft. Jetzt und hier. Und morgen und übermorgen.

Suche dir Gleichgesinnte, die mit dir auf einer Welle sind. Macht euch gegenseitig Mut und spornt euch an!
Erschaffe dir ein Umfeld, das dich unterstützt in deinem Sein und deinem Tun! Unterstützungssysteme sind heute wichtiger denn je und sie werden immer wichtiger.

Zeig’, dass du da bist. Und Zeig’ dich so, wie du wirklich bist! Damit wir dich sehen und erkennen können!

Und dann lege los und zeige der Welt, was du kannst!

Ansonsten kommt vielleicht auch bei dir irgendwann der Moment, in dem du dir die Frage stellen musst:
Habe ich wirklich alles gegeben, was in meiner Macht stand?
Oder habe ich mich aus Eitelkeit und Feigheit nicht getraut und damit jemand anderem meine Hilfe verweigert, der meiner Unterstützung vielleicht dringend bedurft hätte?  

Der gestrige Moment hat mir wieder einmal mehr bewusst gemacht, was mein Dienst ist:
Nämlich andere Menschen dabei zu unterstützen, ihre Lebensvision, ihr großes “Warum” zu finden und in die Welt zu bringen.
Das ist das, was ich jetzt schon tue, mit meinen Klienten.

Und ich werde zukünftig Wege finden, dass noch mehr Menschen ihr großes Warum finden.
Nicht nur für sich selbst. Das große “Warum” hat immer etwas damit zu tun, dass es anderen besser geht! Es dient letztlich immer dem Gemeinwohl.

Das größte “Warum” sind wir alle!

Und wenn es möglichst vielen Menschen gut geht, dann geht es irgendwann auch unserem Mutterschiff Erde wieder gut! Und wenn es unserem Mutterschiff Erde gut geht, dann geht es auch uns gut. So einfach ist das.

Und das ist das vielleicht größte “Warum”, das es nur geben kann.

In diesem Sinne: Leg’ los! Zeig dich und gib, was du zu geben hast! Es ist Zeit!

Wenn du auf der Suche nach deiner Lebensvision, nach deinem großen “Warum” bist, dann melde dich bei mir. Schreibe mir eine Email an fuerdich@melanie-kaltenbach.de
Als Mentorin unterstütze ich dich, dass du es vermutlich schneller findest, als du denkst. Und dann bringen wir es gemeinsam in die Welt. Wer weiß, wer da draußen jetzt schon auf dich und deinen Dienst wartet…!?

 

Alles Liebe!

Melanie

 

PS: Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich über deinen Kommentar. 
Wenn du jemanden kennst, für den er hilfreich sein könnte, dann leite ihn diesem Menschen doch gerne weiter. Vielen Dank!

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6 Comments

  1. Liebe Melanie, ein wunderbarer und so treffender Artikel. Viele versuchen ihren Alltag möglichst gut zu bestreiten. Aber vor lauter Alltag vergessen wir, unsere wahren Talente und Gaben zu suchen, zu finden und einzusetzen. Das muss sich ändern. Jeder soll seine Lebensaufgabe finden können und wenn Du dabei helfen kannst, ist das wunderbar. Alles Liebe.

    • Danke, Nadine. Ja, das sollte jeder und ich glaube, es ist gerade wirklich wichtiger, denn je…. Dir auch alles Liebe und herzlichen Dank für deinen Kommentar! Melanie

  2. Hätte ich vorher gewusst, wie schwer es sein wird, alles zu geben, wäre ich den Weg nicht gegangen. Doch bei all der Gegenwehr werde ich am Ende eines von mir sagen können: “JA, ich habe ALLES machbare gegeben.” Ich freue mich auf diesen Tag…

    Herzliche Grüße

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