Was Raumschiff Enterprise und Future Leadership gemeinsam haben

Neulich dachte ich darüber nach, wie fantastisch es doch wäre, wenn ich einmal die Gelegenheit hätte, mich mit Wissenschaftlern sämtlicher Disziplinen zu treffen und sie alles fragen zu können, was ich wissen will. Gelehrte, die mir die Essenz ihres Wissens offenbaren, aus der ich die für meinen Wissens- und Verstehensdurst relevanten Schnittmengen bilden kann, um neues Wissen und Verstehen zu generieren.

Weg von der Monokultur des Wissens

Ganz ehrlich?
Eigentlich sollte sowas Usus sein!
Mir ist schon ewig schleierhaft, warum nicht sämtliche Wissenschaften interdisziplinär vernetzt sind, sondern sich vielfach immer noch als reine Monokulturen verstehen und ausschließlich innerhalb ihrer eigenen Grenzen forschen. Und mit “sämtliche” Wissenschaften meine ich selbstverständlich, dass sich nicht nur sämtliche Naturwissenschaften miteinander vernetzen, sondern auch die Geisteswissenschaften mit einbeziehen UND – wenn sie denn mutig genug sind – auch die so genannten “Parawissenschaften”, die meines Erachtens übrigens gar nicht mehr so para sind, wie manch einer nur allzu gerne meinen und behaupten mag.

Wissenschaft + Spiritualität = Star Trek

Heute früh um fünf, als ich wie jeden Morgen mit meinem ersten Kaffee unter der Milchstraße saß, dachte ich an Star Trek. Und mir fiel ein, dass Gene Roddenberry, der Vater von Raumschiff Enterprise bzw. Star Trek, seinerzeit genau das getan hatte: Mit Wissenschaftlern sämtlicher Disziplinen und Phyllis Schlemmer, einem Medium, welches mit einer kosmischen Informationsquelle namens “Council of Nine”  in Verbindung war, saß er regelmäßig zusammen und strickte  aus dem Wissensschatz aller Anwesenden die Geschichten rund um Captain Kirk, Mr. Spock und Commander Scotty. Ein Medium war dabei!? Ja, wer hätte das gedacht!? Geht doch, oder!?

Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass auch Arthur D. Clarke,  Autor von 2001, Odyssee im Weltraum, und andere SciFi-Autoren entsprechende Verbindungen hatten, die populärwissenschaftlich jetzt eher nicht nachweisbar sind.

Mission Erde

Was ich sagen will?
Wir leben in einer Zeit größter Herausforderungen! Die größte aller Herausforderungen ist die Rettung unseres Planeten! Wir wissen das und sind  gefordert, hierfür alle uns zur Verfügung stehenden Kräfte zum Einsatz zu bringen! Jetzt! Sofort! Die gute Nachricht: Wir haben heute mehr Möglichkeiten, als jemals zuvor!

Es ist dringend an der Zeit, dass wir uns aus der Monokultur unseres eigenen Wahrheitsspektrums befreien und uns trauen, unsere bisherigen Verstandesgrenzen mutig zu überschreiten, um vollkommen neue Wissensströme zu generieren und Lösungen zu finden!

Ich bin überzeugt, dass ein solches Vorgehen zu einem Wissenswachstum führt, dass analog der Expansion des uns bekannten Kosmos ist.

Raumschiff Unternehmen

Selbstverständlich lässt sich all dies 1:1 auf Unternehmsführung übertragen! Abgesehen davon, dass Unternehmen der Zukunft nahezu hierarchiefrei aus kleinsten autopoietischen und miteinander interagierenden Systemen bestehen werden, werden sämtliche Tätigkeiten, die robotisierbar sind, robotisiert sein.

Die Menschen, die als Menschen in den Unternehmen verbleiben werden, sind sehr spezieller Natur. Sie sind hoch gebildet und entsprechend anspruchsvoll. Keiner dieser Menschen wird seine Zeit, seine Energie und sein Wissen einem Unternehmen zur Verfügung stellen, das sich unethisch verhält, indem es zum Beispiel Produkte herstellt, die dem Planeten schaden, Menschen ausbeuten oder Kriegstreiber unterstützen Wer sich als Unternehmen hier nicht entsprechend vorbereitet  – und zwar besser gestern als heute – wird untergehen.

Des weiteren sollten sich sämtliche Unternehmen, die auch in Zukunft bestehen wollen, mit dem Thema “Best Practice” anfreunden. Konkurrenz sollte nicht mehr als Gegenspieler, sondern als Mitläufer auf demselben Weg mit derselben Mission angesehen werden. Gemeinsam aus den gemachten Erfahrungen lernen, sämtliches Wissen miteinander verbinden, und mit gemeinsamem Kräften Herausforderung Nr. 1 meistern: Die Rettung unserer Erde!

Eine Frage, die mich übrigens besonders umtreibt, ist: Aus wie vielen Gedanken, Ideen und Möglichkeiten besteht er wohl, dieser vermeintlich leere Raum zwischen mir und der Milchstraße…..?

Ich werde vielleicht niemals eine Antwort darauf finden. Und dennoch weiterhin jeden Morgen darin baden, in diesem Raum vermeintlicher Unendlichkeit…

 

Melanie Kaltenbach

PS: Dieser Beitrag ist einem der geilsten Unternehmen gewidmet, das ich je kennen gelernt habe! Und seinen Mitarbeitern. In Liebe! <3

PPS: Wenn dich dieser Artikel inspiriert hat, freue ich mich über deinen Kommentar und wenn du ihn weiter verbreitest. Dankeschön!

Bewusst. Sein. Oder: Warum sind wir hier?

Heute früh war ich in meiner Lieblingspfütze schwimmen. Allein. Also ganz allein. Weil es noch so früh am Tag war, war niemand außer mir da. Meine Lieblingspfütze ganz für mich allein. Luxus!

Die Flut der letzten Nacht war abgezogen, die nächste schon im Anmarsch, das Wasser glasklar. Und kühl.

Ich zog meine Bahnen, die meisten davon unter Wasser.
Ohne Taucherbrille und mit offenen Augen.
Klar, das Salzwasser piekt in den Augen, aber das stört mich nicht.
All-Ein-Sein
Ich liebe die vielen Farben, diese unterschiedlichen Farbtöne unter Wasser. Von Hellblau bis tief Dunkelblau, dann wieder Helltürkis.
Mal in sanften Übergängen, mal abrupt.

Hier und da eine schwebende Meeresblume, ein paar bunte Fische.
Das Rauschen der herein brechenden Wellen ist auch unter Wasser hörbar.

Und doch vergesse ich unter Wasser die Welt.

Die Zeit.
Den Raum.
Alles andere.
Nur ich und der Ozean.
Schwebend.
Eins.
 
Nachdem ich meine Bahnen geschwommen war, legte ich mich rücklings auf das Wasser und drehte mich gen aufgehender Sonne.

Auch das liebe ich!.

Mich vom Wasser tragen und wiegen lassen, meinen Körper Richtung Sonne gewandt, die Augen geschlossen, die Ohren knapp unter der Wasseroberfläche.

Die totale Hingabe an das Wasser und die Erde.
Und dann einerseits die Verbindung zur Erde und die durch das Wasser relativierte Schwerkraft fühlen und mir gleichzeitig des Schwebens im All – dem Flug der Erde auf ihrer Umlaufbahn  – gewahr zu sein.
Gleichzeitig!
 
Ver-Rückt Sein

Vielleicht muss man für solche Bewusstseinsspielchen schon den ein oder anderen Zustand erlebt haben, in dem man dachte, wahnsinnig zu werden. Das habe ich. Ich habe es überstanden.

Außerdem bin ich solche kosmischen Spielchen gewöhnt. Ich mache sie schon immer und ich habe stets viel dabei gelernt. Ich möchte sogar behaupten, dass ich durch die hierbei gemachten Erfahrungen mehr gelernt habe, als ich in irgendwelchen spirituellen Büchern oder Seminaren jemals hätte lernen können.

In den Sternen baden und sich des Nichtvorhandenseins von oben-unten-recht-links bewusst sein, das ist auch so ein kosmisches Spiel, bei dem sich alle bekannten Grenzen auflösen. 

Das muss man erst mal aushalten können, diesen Zustand der absoluten Haltlosigkeit. Mich macht es zutiefst glücklich. Aber ich bin ja eh ein komischer Kauz.
 
Mensch sein
Und während ich in meiner morgendlichen Glückseeligkeit badete, stellte sich mir plötzlich die Frage:
 
Warum sind wir überhaupt hier?
Als Mensch auf dieser Erde?
Welchen Sinn machen die Menschen?
 
Ich erhielt umgehend Antwort:
Weil wir als Menschen Bewusstsein kreieren und verändern können!
Allein wir entscheiden, in welche Richtung wir unsere Gedanken ausrichten und wie wir die Qualität unserer Gedanken bewerten und entscheiden damit über den Zustand unseres Bewusstseins.
Glas halb leer oder halb voll?
Derselbe Zustand.
Unterschiedlich bewertet.
So.
Bewusst sein

Es ist in dieser Zeit oft die Rede von einer Erweiterung unseres Bewusstseins. Ich hingegen möchte viel lieber von einer Verdichtung unseres Bewusstseins sprechen.

So, wie wir auch die Expansion des Kosmos nicht linear denken können, um einigermaßen zu verstehen, was da eigentlich geschieht, nämlich dass dies ein multidimensionaler Prozess ist und eben keiner, der sich in der uns bekannten Welt der Dreidimensionalität vollzieht.

Es wird, wenn man das möchte und die dafür nötige Disziplin aufbringt, klarer und mit jedem Stück Klarheit mehr wird es umgehend komplexer und noch dichter, erkennen wir Zusammenhänge zwischen Dingen und Umständen, wo wir vorher keine sahen und kommen wir immer mehr zu der Gewissheit, dass in der Tat alles Eins ist.

Genau das ist ja der Grund, warum ich immer wieder anrege, dass sich möglichst viele Wissenschaften bitte interdisziplinär vernetzen  mögen, weil eine jede etwas hat, was der anderen dienlich ist. Um das Spektrum des Möglichen zu erweitern, möglicher Weise so gar exorbitant, haha!

Zurück zu uns, zum Individuum.
Aktive Bewusstseinsarbeit führt relativ schnell zu der Erkenntnis, dass es keine Umstände gibt, denen wir hilflos ausgeliefert sind, sondern dass wir ganz selbst es sind, die erstens die Umstände, in denen wir leben, erzeugen und zweitens die Qualität dieser Umstände bewerten.

Vielleicht ist das der Grund, warum so viele Menschen vor aktiver Bewusstseinsarbeit Angst haben. Weil sie ahnen, welch große Verantwortung darin liegt und dass der Tag kommt, an dem sie niemandem mehr die Schuld geben können für die Umstände, in denen sie leben.

Lieber hängen sie weiter ihren Überzeugungen oder Gurus an und hören ihnen zu. Anstatt sich selbst zuzuhören,  sich mit sich selbst zu verbinden und die Stimme der eigenen Seele wieder wahrzunehmen.

Dabei ist es das, was wir als Menschheit gerade am dringendsten brauchen!

Bewusste, wache Menschen!
Die sich zuallererst selbst zuhören!
Spirit sein

Als ich aus dem Wasser wieder heraus war, kam eine Botschaft von meiner Quelle angeflogen:

You all are spirit that manifested it’s own body to make an earth experience.
You all are spirit.
No one is more spirit than you are

Ich weiß, das ist nicht neu.

Aber es ist eine Sache, ob man das hier und da mal gelesen oder gehört hat, oder ob man es wirklich zutiefst verstanden hat.

Ich glaube, ich fange gerade damit an.

Ganz vage….

Denn es ist groß.

Wirklich groß.

So groß, wie die Unendlichkeit, nehme ich an.

Das muss man erst mal aushalten können…..

Guten Morgen!

Melanie Kaltenbach

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PPS: Wenn du an meiner Arbeit interessiert bist, trage dich gerne für meinen Newsletter ein. Es wird in Kürze ein außergewöhnliches Angebot von mir zum Thema “Aktive Bewusstseinsarbeit” geben.

 

Asche zu Asche. Oder: Was am Ende übrig bleibt.

Neulich hatte ich die große Ehre, einer sehr besonderen Abschiedszeremonie beiwohnen zu dürfen. Ein alter Mensch war nach langer Krankheit verstorben. Sein Leichnam war eingeäschert worden, das älteste Kind hatte die Asche aufbewahrt, bis zum Tag der Abschiedszeremonie.

Man traf sich bereits früh und verbrachte den ganzen Tag miteinander. Es wurde gemeinsam gegessen, die Enkel des Verstorbenen spielten friedlich draußen vor dem Haus. Es wurden Anekdoten aus dem Leben des Verstorbenen erzählt. Bewegende, traurige, lustige. Es wurde viel gelacht und viel geseufzt. Man nahm sich tröstend in den Arm. Immer wieder. Es war friedlich. Und voller Liebe. 

Abends hieß es: Für immer Abschied nehmen. Ein Kind nahm die Urne an sich, gemeinsam stieg man den heiligen Berg in der Nähe des Hauses hinauf. Zu Lebzeiten war der Verstorbene gerne und oft auf diesem heiligen Berg gewesen. Man suchte einen ganz besonderen Platz auf dem Gipfel des Berges auf. Das älteste Kind sang ein Lied, welches nur aus Tönen bestand. Ein Lied, so alt wie die Erde. Dann nahmen alle Kinder des Verstorbenen nach und nach eine Handvoll Asche und übergaben sie dem Wind, welcher sie über das weite Land verteilte.

Erde zu Erde.

Asche zu Asche.

Staub zu Staub.

Dann war die Urne leer.

Alles, was von einem kleinen Menschenleben übrig geblieben war, war an die Erde zurück gegeben worden. 

Was bleibt, sind Herzen voller schöner Erinnerungen. Und Liebe! So viel Liebe!

Ich sah die kleinen hellen Aschewölkchen, wie sie ein letztes Mal im Wind tanzten um sich dann zu verteilen und in Nichts aufzulösen.

Und ich fragte mich: Was machen wir mit unserem kleinen Menschenleben, von dem am Ende nichts weiter bleibt, als ein kleiner Haufen Asche?

Wie sehr leben wir unser Leben?

Wir sehr leben wir den Moment?

Wie sehr wissen wir zu schätzen, was wir tun können, während wir leben?

Wie viel von dem, was wir tun könnten, tun wir wirklich?

Für uns?

Für unsere Liebsten?

Für unsere Erde?

Und: Wir sehr lieben wir?

Damit am Ende vielleicht doch mehr von uns bleibt, als ein Haufen Asche, der ein letztes Mal mit dem Wind tanzt, bis er sich in Nichts auflöst und wieder Eins wird mit der Erde.

Damit am Ende Herzen voller schöner Erinnerungen an uns bleiben. Und Liebe. Ganz viele Liebe. 

Wie sehr?

 

Melanie Kaltenbach 

 

PS: Wenn es für dich an der Zeit ist, dass du dich an dich erinnern und wieder voll und ganz zu dir zurück finden möchtest, dann schreibe mir eine eMail. Ich melde mich so bald wie möglich bei dir zurück.

Du bist frei!

Wir reden so viel davon, dass sich unser aktuelles Schulsystem ändern muss, weil wir wissen, wie sehr es die Vielfalt und Lebendigkeit unserer Kinder beschneidet.

Und was ist mit uns?
Welchen Autoritäten unterwerfen wir uns selbst ganz freiwillig?
Jeden Tag.
Weil “es” halt so ist.
Weil alle “es” so machen.

Und weil wir jemandem, der sich als Autorität oder “Experte” ein hübsches Image konstruiert hat und uns die tollsten Sachen verspricht, mehr glauben, als unseren eigenen Fähigkeiten und unserer eigenen Intuition.

Von wem lassen wir uns auch heute noch sagen, wie wir uns zu verhalten haben, wie wir zu sein haben? 
Was “man” tut und was “man” gefälligst nicht tut? 
Welche Bücher “man” lesen muss und welche nicht?
Wie wir uns zu zeigen haben, welcher Religion wir anzugehören haben, welche politische Meinung wir zu vertreten haben.

Sicher, eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn sich alle an die jeweiligen Normen dieser Gesellschaft halten.

Aber was ist mit den Werten?
Ich wage die These, dass Normen dann umso mehr obsolet werden, je mehr eine Gesellschaft sich auf ihre Werte besinnt!

Was sind DEINE Grundwerte?
Wenn du ganz ehrlich mit dir bist?
Was ist dir wirklich wichtig in diesem, deinem Leben?
Wie willst du leben?
Mit wem willst du leben?
Wo willst du leben?
Welches Erbe willst du eines Tages in dieser Welt hinterlassen haben, wenn deine Seele deinen Körper wieder verlässt?

Wie kannst du dich und alles, was du bist, in einen LEBENdigen Ausdruck bringen? Mit allem, was dazu gehört?

Mach’, was DU willst!
Dieses Leben wurde dir geschenkt.
Du bist deinen Eltern nichts schuldig.
Und auch niemandem sonst.
Es ist DEIN Leben!

Leb’ es!
Mit all deiner Lebendigkeit, die in dir ist!
Und vertrau’ dir, dass du richtig bist, wie du bist.
Hier.
Jetzt.
Immer.

Du musst nichts mehr werden.
Du BIST!

Love!

Melanie Kaltenbach 

 

PS: Du willst wissen, wie du in deine persönliche Freiheit kommst? Dann schreibe mir eine eMail und lass’ uns reden! 

Pragmatische Spiritualität. Oder: Die Freiheit, frei zu sein!

Ich geb’s zu: Ich hatte Glück. Richtig viel Glück! Denn ich wuchs in einer Art spirituellem Niemandsland auf. Ein Niemandsland zwischen zwei (oder gar drei?) Extremen.

Auf der einen Seite war da mein atheistischer Vater, der immer sagte: “Glauben ist Nichtwissen”. Mein Vater glaubte nicht an Gott, nicht an Jesus und auch nicht an ein Leben nach dem Tod. Und immer, wenn ich mit ihm darüber sprechen wollte, sagte er: “Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen gesehen habe!” Dann war Ende der nicht stattgefunden habenden Diskussion.

Auf der anderen Seite war da das Haus meiner Großeltern mütterlicherseits, wo ich von klein auf sehr viel Zeit verbrachte. Und wo der spirituelle Glaube durchaus eine Rolle spielte. Vor den Mahlzeiten wurde das Tischgebet gesprochen und Sonntags ging man in die Kirche. Und wenn man Sonntags aus wichtigem Grunde nicht konnte, dann ging man stellvertretend Samstag Abend.

 

Neulich auf dem Scheiterhaufen

Bei meinen Großeltern gab es aber auch noch etwas anderes, und das war ein für damalige Zeiten ungewöhnliches Interesse für paranormale Themen. Unten rechts in der Bibliothek meiner Großeltern standen sie: All die Bücher, die mich schon als Kind faszinierten. Nostradamus, Astrologie, Franz Bardon, Magie, Geschichten aus dem Totenreich, Erich von Däniken und Rainer Holbe – Die ganze Palette esoterischer Scheiter, auf denen man nur ein paar Jahrhunderte zuvor entsprechende Wissensträger und deren Interessenten erfolgreich zu eliminieren wusste.

Und mittendrin: Ich!

Da meine Eltern zu jung und meine Großeltern zu alt waren, um mir jene Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, die Kindern heutzutage zuteil wird, hatte ich in Bezug auf die Entwicklung meiner ganz eigenen spirituellen Sicht alle Freiheit! Und die habe ich mir bis heute erhalten und werde sie auch niemals abgeben. Niemals!

 

Spirituelle Freiheit

Die Freiheit, keinen Guru zu haben und allen Gurus dieser Welt und ihren Anhängern mit Skepsis zu begegnen.

Die Freiheit, fern aller Dogmen nach meiner eigenen Wahrheit zu suchen.

Die Freiheit, jede Überzeugung und jedes Konstrukt zu hinterfragen. Auch und vor allem meine eigenen.

Die Freiheit,  Wissenschaft und Spiritualität zu verknüpfen und gemeinsame Schnittmengen zu finden.

Die Freiheit, auch das als möglicher Weise gegeben anzunehmen, was sich vielleicht niemals beweisen lässt.

Die Freiheit, jederzeit die Grenzen meines eigenen Bewusstseins auf natürliche Art und Weise zu erweitern.

Die Freiheit, zu glauben, dass wir alle Kinder Gottes sind, die den Funken selbigen in sich tragen.

Die Freiheit, an die Existenz außerirdischer Intelligenz zu glauben.

Die Freiheit, einfach ich zu sein.

Die Freiheit, anderen Menschen dabei zu helfen, ebenfalls frei und ganz sie selbst zu werden und zu sein.

Und wenn ich eines mit Sicherheit weiß, dann das: Das, was wir meinen zu wissen, ist ein Witz gegenüber dem, was wir nicht wissen! Und wer heute meint, er könne sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse berufen und dies als einzige Grundlage für sein eigenes Sein und Wirken nimmt, der ist für mein freies Empfinden ziemlich kleingeistig.

 

Die 90-10-Formel


Über 90 Prozent der Funktionsweise unseres Gehirns sind noch vollkommen unerforscht.

Über 90 Prozent unseres Kosmos sind noch vollkommen unerforscht.

Was, wenn die aktuellen öffentlich zugänglichen wissenschaftlichen Erkenntnisse lächerliche 10 Prozent sind, denen 90 Prozent geheim gehaltener Forschungsergebnisse gegenüber stehen?
Und was, wenn auch diese 90 Prozent nur 10 Prozent dessen sind, was es tatsächlich noch zu entdecken gibt?

Was, wenn wir die Expansion des Kosmos nicht nur linear, sondern auch multidimensional denken?

Was, wenn wir eines Tages entdecken, dass wir augenblicklich die dümmste Spezies sind, die die Erde jemals bewohnt hat? Weil wir unsere Heimat wider besseren Wissens zerstören und uns lieber vor Altäre setzen und auf Wunder hoffen oder uns auf unsere vollkommen rückständige Wissenschaft als einzig glaubwürdigem Guru berufen, anstatt uns endlich all unserer Freiheit und Schöpferkraft bewusst zu werden? Und einfach mit all dem vermeintlich Unmöglichen, was vielleicht doch möglich ist, zu spielen…?

Auf die Freiheit und das freie Denken!

Danke, Papa! Danke, Omi und Opi!

 

Melanie

 

 

Das Höhlengleichnis

Gerade lese ich, dass nun auch die letzten Mitglieder der Fußballmannschaft aus der Höhle in Thailand befreit wurden. Was für ein Wunder!

Seit dem 23. Juni 2018 waren sie in der Höhle eingeschlossen. Zwei Wochen und drei Tage! Und man liest, sie seien zwar ein wenig geschwächt, aber vergnügt und guter Dinge! Unvorstellbar, oder?

Schon die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, dass in dieser besonderen Geschichte, die so viele Menschen in den letzten Tagen tief bewegt und in ihrer Hoffnung vereint hat, eine besondere Message liegt. Ich kann sie spüren, die Message, in all ihrer Größe und Kraft. Aber ich habe noch keine Worte für sie.

Hier und da las man, dass sowohl der Trainer als auch die Jungs in buddhistischer Meditation geübt waren und ich denke, dass genau hier der Schlüssel liegt, der sich uns noch offenbaren wird, möglicher Weise durch spätere Berichterstattungen vom Trainer und den Jungs.

 

Die Macht der Gedanken

Dass wir uns bewusst werden – auch hier in unserer westlichen und materiell dominierten Welt –  welche Kraft unsere Gedanken haben. Dass wir mit der Kraft unseres klaren Spirits unsere Realität erschaffen und letztlich sogar über Leben oder Tod entscheiden können. Dass alles, was ist, aus der Kraft unserer Gedanken entsteht.

Was mich persönlich ebenfalls die ganze Zeit berührt hat, war das Bild davon, dass sie im Bauch der Erde waren. Wer jemals in einer Höhle war weiß, welch besonderes Gefühl das ist, wenn man sich darauf einlässt. Es gibt hier bei mir ein paar kleinere Höhlen und wann immer ich eine aufsuche, fühle ich mich unendlich warm und liebevoll geborgen. Gestern las ich, dass die Thai zur Göttin des Berges gebetet haben. Menschen, die zur Göttin eines Berges beten, dass sie sich bitte sanft verhalten und die Jungs am Leben lassen möge. In einer Welt, die zunehmend von künstlicher Intelligenz vereinnahmt wird und in der Elon Musk über ein Leben auf dem Mars nachdenkt, beten Menschen in Thailand zur Göttin eines Berges.

 

Die Macht des kollektiven Gedanken

All das hat etwas so Ursprüngliches, so etwas zutiefst Natürliches, zumindest für mich und meine Sicht auf das Wunder Leben, das wir hier alle gerade zur selben Zeit auf einem winzigen Planeten in einem uns unendlich erscheinenden Kosmos erleben.

Was ist möglich, wenn wir alle kollektiv an ein Leben in Liebe, Freiheit und Frieden auf der Erde denken, wenn wir unsere Gedanken bündeln und damit zu einer Kraft bringen, die Berge versetzen kann?

Was ist möglich, wenn sich ein jeder der Kraft seiner Gedanken bewusst wird?

Alles, was wir denken können, ist möglich.

Lasst uns gemeinsam etwas Schönes denken, ja?

Melanie Kaltenbach

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Wachkoma. Oder: Lebst du noch oder bist du schon tot?

Als ich studierte, besuchte ich als Ehrenamtlerin mehrmals pro Woche zwei Frauen auf der Langzeit-Intensivpflege-Station eines Pflegeheimes. Beide Frauen hatten die Diagnose “Appallisches Syndrom” – Wachkoma. Die eine lag seit zwei Jahren auf dieser Station, die andere seit elf Jahren. Beide bekamen so gut wie nie Besuch, außer von mir.

Dies ist keine schöne Geschichte, aber ich erzähle sie trotzdem, weil ich so viel von diesen beiden Frauen gelernt habe, weil es eine so unglaublich intensive Zeit war und weil ich glaube, dass es jetzt an der Zeit ist, uns dem Thema “Wachkoma” zuzuwenden, denn ich sehe unsere Gesellschaft zunehmend in eben diesem Zustand.

 

Zwischen Hierseits & Dortseits

Frau H. hatte einen Herzinfarkt gehabt, ihr Mann fand sie auf dem Küchenboden liegend. Sie war zu lange auf der anderen Seite gewesen, um nach der Reanimation wieder vollständig zurück zu kommen. Und genau so empfand ich sie: Mit anderthalb Beinen auf der anderen Seite, im Dortseits, wo auch immer das sein mochte. Sie war im ständigen Schlaf, wurde durch eine Magensonde ernährt und das einzige Lebenszeichen, das sie von sich gab, war das in einem bestimmten Rhythmus wieder kehrende Röcheln aus ihrem Luftröhrenschnitt. 

Sandra hatte Anorexie gehabt und war aufgrund ihrer Unterernährung vor zwei Jahren zusammengebrochen. Auch sie hatte dem Dortseits einen kurzen Besuch abgestattet. Zu kurz, um wirklich im Dauerschlaf zu verweilen, zu lang, um wieder ganz und gar im Hierseits anzukommen. Ach Gott, was erzähle ich hier …. Muss das sein? Ja, es muss!

Ich verstand damals nicht, dass diese beiden Frauen ein und dieselbe Diagnose hatten, wo sie doch so vollkommen unterschiedlich waren. Während Frau H. ständig mit geschlossenen Augen und regungslos in ihrem Bett lag, war Sandra in der Lage, über ihre Augen mit mir zu kommunizieren. Einmal trat ich versehentlich gegen die Halterung für ihre Sondennahrung, was ein kleines, helles Klingeln verursachte. Da war sie auf einmal so wach und ich sah die pure Freude in ihren Augen und mit ihrem klaren Blick befahl sie mir, das wieder und wieder zu tun, weil ihr das helle Klingeln so gefiel. 

Sandras Augen erzählten mir vieles, was zu sagen ihr Mund nicht mehr imstande war. Ich las in ihren Augen Freude, Neugierde, Angst, Trauer und Resignation. Um ihre Geschichten zu verstehen, versuchte ich damals sogar,  telepathisch mit ihr zu kommunizieren. Dazu musste ich mich sehr konzentrieren, was mir aber nicht wirklich gelang, weil ich spätestens nach vier Minuten durch das Röcheln von Frau H. wieder aus meiner Konzentration gerissen wurde…

 

Über alle bisherigen Grenzen hinaus

Diese beiden Frauen und die gemeinsame Zeit mit ihnen haben mich an meinen Rand gebracht, in mehrfacher Hinsicht. Zum ersten Mal in meinem Leben beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Tod und Sterben. Ich sprach zum allerersten Mal ganz offen und schonungslos mit meiner Familie über das Thema, über meinen letzten Willen und verfasste eine Patientenverfügung. Ich wollte und will auf gar keinen Fall so enden, wie Frau H. und Sandra und ich wollte und will auch nicht, dass jemand aus meiner Familie so endet oder auch nicht endet. Das offene Besprechen von Tod und Sterben innerhalb meiner Familie empfanden wir zu unser aller Überraschung als unglaublich befreiend und berührend! Es hat uns einander näher gebracht.

Eine weitere Auswirkung war, dass ich das Leben viel intensiver genoss, als mir bewusst wurde, wie wertvoll es ist, da zu sein, wach zu sein, lebendig zu sein, frei zu sein, eine Wahl zu haben, entscheiden zu können, das Leben mit all meinen Sinnen in vollen Zügen und bewusst genießen zu können. Die vielen Möglichkeiten, die sich mir, als gesundem Menschen tagtäglich boten, wurden mir zum ersten Mal in meinem Leben voll und ganz bewusst und ich genoss alles, was ich Schönes erlebte, für die beiden mit! Ich glaube, ich habe nie zuvor in meinem Leben so intensiv gelebt, wie zu dieser Zeit. 

Und doch litt ich auch. Wegen Sandra, von der ich so sicher war, dass sie bei einer viel intensiveren Betreuung wieder voll ins Leben hätte zurück kommen können. Eine solche Betreuung wäre aber entsprechend kostspielig gewesen und über ihre Familie wusste ich nichts, es kam ja keiner mehr…

Aber die, die mich wirklich an den äußersten Rand meiner Grenzen brachte, war Frau H., die Dauerschläferin. Irgendwann erwischte ich mich dabei, dass ich mir ernsthaft Gedanken machte, wie ich Frau H. unauffällig ins Dortseits befördern und damit von ihrem Leiden erlösen könnte. Als ich immer öfter darüber nachdachte, war mir klar, dass eine Grenze erreicht war und ich mein Ehrenamt einstellen musste. Ich sprach mit der Verantwortlichen des Besuchsdienst und erzählte ihr von meinen Gedanken und auch, dass sie sich bitte darum kümmern möge, eine Supervision für die Ehrenamtler des Besuchsdiensts anzubieten. Die Sterbegleiter hatten das. Auf die hatte ich ohnehin schon eine Wut entwickelt, denn diese konnten ihre Schützlinge gehen lassen, wussten, dass diese erlöst waren. Meine Schützlinge hingegen vegetierten seit Jahren vor sich hin und es war keine Erlösung in Sicht.

 

Eine Gesellschaft im Wachkoma?

Dann war ich raus. Ich verabschiedete mich von Sandra und Frau H. und kam nie wieder. Das Ganze ist jetzt siebzehn Jahre her. Ich denke immer noch an die beiden. Ich weiß nicht, ob sie noch leben und wenn ja, wie es ihnen geht. Wann immer ich daran denke, dass sie möglicher Weise immer noch da liegen und mir bei diesem Gedanken kotzübel wird, atme ich ein, werde ich mir meines Vollbewusstseins bewusst, bin ich da, wo ich bin, bin ich wach und DANKBAR für dieses lebendige Leben!

Und ich denke an all die vielen Menschen, die immer unlebendiger werden. Die regungslos und wie ferngesteuert in ihre Smartphones schauen, anstatt einander in die Augen und im besten Falle in die Seele. Ich denke an das immer größer werdende Wachkoma in unserer Gesellschaft. So vieles, das uns eigentlich zutiefst berührend müsste und uns doch nicht mehr berührt. Wie sehr sind wir schon abgestumpft? Wie sehr sind wir unseres natürlichen Vollbewusstseins schon beraubt und entwickeln uns freiwillig immer mehr in Richtung Künstlicher Intelligenz?

So viel Hetze und Jagd nach Hype, nach Erfolg, nach Macht, nach Geld, nach Anerkennung. So viel Sehnsucht nach Lebendigsein und Erlösung von dem Zwang, etwas Besonderes sein zu müssen, um eine Existenzberechtigung zu haben in einer Welt des Dauerkonkurrenzkampfs. Und gleichzeitig so viel unnötige Hyperaktion, die jede Lebendigkeit und mögliche Erlösung im Keim erstickt. So viele Menschen, die meinen, ohne Unterlass busy zu sein, sei der Garant für Lebenserfolg und so viele Menschen, die anderen Menschen genau dies tagtäglich in kleinen, wirkungsvollen Dosen einflößen. So viel Lüge, so viel Image, das die wahre, unendlich schöne Natur des Menschen und des Lebens zu einer hässlichen Fratze verzerrt. So viel Opfermentalität in einer Welt voller Schöpferpotenzial.

 

Die nie tief geschlafen haben, werden am schnellsten wieder wach!

Aber es gibt ein paar, die offenbar nie wirklich tief geschlafen haben und tatsächlich wieder voll und ganz wach werden wollen. Hier bei mir auf der Insel zum Beispiel.

Menschen, die wirklich mutig sind. Die den Mut haben, sich in die Stille zu begeben, auch auf die Gefahr hin, dass sie dann ihrer eigenen inneren Stimme zuhören müssen, die ihnen zuweint, was da gerade so richtig, richtig falsch läuft, in diesem kleinen und doch einzigen Leben.

Menschen, die den Mut haben, sich von sich selbst enttäuschen zu lassen, um der inneren und ewigen Wahrheit willen.

Menschen, die den Mut haben, ihren Tränen freien Lauf zu lassen und ihrem Schmerz in Liebe und Würde zu begegnen.

Menschen, die wissen, dass es erst einmal wehtut, wenn man die Fesseln, die die Seele immer enger eingeschnürt haben, ablegt und dass die ersten Schritte in der Freiheit erst einmal mühsam und ungelenk sind, bevor sie immer leichter werden.

Wache Menschen, die sich an sich selbst und ihre Eigenmacht glauben, weil sie wissen, dass dieses Leben hier endlich ist und in vollen Zügen und mit allen Sinnen und Emotionen gelebt werden soll und darf!

Menschen, die sich die Erlaubnis erteilen, genau das zu tun: Leben!

Vollbewusstsein – die stärkste Kraft in der Neuen Zeit

Ich halte ein klares und starkes SelbstBewusstsein und damit einhergehend die Rückverbindung an die eigene Höchste Instanz, den Heiligen Gral der eigenen Weisheit, für die stärkste Kraft in der aktuellen und Neuen Zeit!

Weil ein vollbewusster Mensch, der mit seiner eigenen Höchsten Instanz in Kontakt ist, niemandem mehr glauben wird, als sich selbst. Weil ein solcher Mensch in der Lage ist, jede noch so schön verpackte Lüge als solche zu entlarven!

Weil bei einem solchen Menschen kein Guru, keine Ideologie und keine noch so tolle Super-Methode jemals wieder eine Chance haben. 

Weil ein solcher Mensch mit sich in Frieden ist und keine Kriege mehr gegen sich selbst führen wird.

Weil ein solcher Mensch frei ist. Und lebendig!

Auf die Freiheit und das Leben!

 

Melanie Kaltenbach

PS: Wenn auch für dich die Zeit des Erwachens gekommen ist und du von mir und der Insel auf sanfte Weise wachgeküsst werden möchtest, dann schreibe mir an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

Message branding & Co-Creation 2.0

Ich hatte gestern vier intensive und äußerst interessante Kundengespräche. Obwohl die Personen nichts voneinander wissen und jeder etwas vollkommen (!) anderes macht, weiß ich jetzt schon, dass ich mindestens drei von ihnen zu einem bestimmten Zeitpunkt miteinander bekannt machen werde. Falls sie sich dann nicht sowieso schon über den Weg gelaufen sind.

 

Warum?
Weil alle dieselbe Vision und dieselbe Message haben!
Das ist wirklich beinahe unglaublich, zumal ja jeder etwas komplett anderes macht.

Außerdem sind alle Multitalente und haben das übliche Problem, dass sie bislang nicht wussten, wie sie all ihre Fähigkeiten und Interessen unter einen Hut bringen können und dachten, sie müssten sich für eine Sache entscheiden. Alles, bloss das nicht!

Durch das Herausarbeiten der Vision und der dazugehörigen Message wird oft das genaue Gegenteil möglich: Es geht gar nicht mehr anders, als alles miteinander zu kombinieren! Das ist, als würde man ein Orchester zusammen setzen und jeden Musiker an seinen Platz bringen, um eine richtig tolle Symphonie zu spielen. Herrlich!

Was alle außerdem gemeinsam haben ist, dass es ihnen nicht allein um ihren persönlichen Erfolg oder Reichtum geht. Alle wollen z.B. vor allem deshalb irgendwann viel Geld verdienen, damit sie damit andere, gemeinnützige Projekte verwirklichen können. Und vor allem, weil sie fest davon überzeugt sind, dass sie anderen Menschen wirklich helfen können!

Und wie gesagt: NOCH wissen sie nichts voneinander, aber ich weiß, dass sie – wenn sie sich eines Tages begegnen und feststellen, dass sie dieselbe Vision und Message haben – sich gegenseitig unterstützen und daraus vielleicht etwas noch Großartigeres als bisher geplant kreieren werden!

 

Mit Vielfalt die bisherigen Grenzen des Möglichen überwinden

Es ist jetzt wirklich möglich und auch wichtig, dass wir unsere allem übergeordnete Vision und Message finden! Mit X-Frequencern hat das insofern zu tun, als dass wir aufgrund unserer Konstitution einfach so unglaublich viele verschiedene Interessen und damit auch Fähigkeiten und Kompetenzen haben. Dadurch ist es ja erst möglich, dass wir die bisherigen Grenzen des Möglichen überwinden! Genau darin liegt unsere größte Chance verborgen.

Und – gesetzt den Fall, es gibt Gott – dann glauben wir doch nicht allen Ernstes, dass er uns bunte Vögel auf die Erde geschickt hat, damit wir jetzt unsere Federchen rupfen und so tun, als wären wir Graugänse in der Mauser, oder!? 

Sobald wir unsere Vision und Message klar haben, sind wir Botschafter dieser Vision und Message. Dann gehen wir auch mit Leichtigkeit raus und können davon erzählen. Dann fürchten wir auch nicht mehr das Fremdurteil. Dann schreiben wir drauf los und machen und tun. Vieles wird dann so viel leichter, als es jetzt noch ist! Auch, wenn es quantitativ richtig viel Arbeit mit sich bringen kann. Aber egal, was wir dann auch tun: Es macht Sinn für uns! Und für die Welt. Und das ist es letztlich, was wirkt!

 

Was Vision und Message mit dem Thema Berufung zu tun haben

Nun ist die Frage natürlich: Wie finde ich denn meine Vision und Message? Meiner Erfahrung nach finden sich sowohl in der eigenen Biografie die wichtigsten Hinweise als auch in allem, was uns jemals wirklich Freude bereitet hat. Das geht weit über das hinaus, was allgemein mit dem Thema Berufung zu tun hat. Hier ehrlich zu sein, konfrontiert einen u.a. noch mal mit der ein oder anderen Blockade, die man meistens leicht auflösen kann. Und: Es braucht jemanden, der die richtigen Fragen stellt und der einen motiviert und inspiriert.

Manchmal ist es ganz leicht, die eigene Vision und Message zu finden. Manchmal braucht es aber auch eine tiefer gehende Feinanalyse.

Aber immer, wenn man sie dann gefunden hat, ist es, als hätte man es nie vergessen. Es ist das, was immer schon da war. Und diese Erinnerung ist erlösend, befreiend und gibt unglaublich viel Kraft und Freude!

Und hey – Bei der Freude geht es lang! 

Let’s create & be go(o)d vibes!

 

Melanie Kaltenbach

 

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Die Mär von DER Berufung

Sie ist in aller Munde: Die Berufung. Kaum einer weiß allerdings, wie man sie findet und wenn man sie gefunden hat, wie man von ihr leben soll. Und genau hier liegt meiner Meinung nach der Fehler.

 

Uns wird suggeriert, dass sie in einem einzigen Tätigkeitsfeld zu finden sei. Etwas, das wir fortan ohne Unterlass und im never ending Flow tun können und in dem es dann nichts mehr gibt, das wir vielleicht auch nur ein bisschen blöd finden. Buchhaltung, zum Beispiel. Oder Diskussionen mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Lieferanten. Wenn man die Berufung gefunden hat – so das allgemeine Bild – dann ist man fortan nur noch glücklich und reich. Bis ans Ende seiner Tage.

Ich halte dieses Bild für gefährlich, denn es lässt viele Menschen an sich selbst verzweifeln, weil sie so sehr versuchen, dieses künstlich konstruierte Bild nach der EINEN Berufung endlich für sich zu finden.

Insbesondere hochfrequente Menschen können von der damit verbundenen Problematik mehr als ein Liedchen singen! Schließlich haben die meisten von ihnen unzählige verschiedene Interessen und können sich für vieles begeistern und meinen nun, sie müssten sich für eine einzige Sache entscheiden, damit sie endlich mal “richtig” sind.

Ich glaube, dass es sich mit der Berufung ganz anders verhält. Ich glaube, dass es viel weniger um einen bestimmten Beruf oder eine bestimmte Tätigkeit, sondern dass es vielmehr um eine Qualität geht, und zwar die eigene Seelenqualität, die in allem spürbar ist, was wir tun.

 

Deine Seelenqualität kann in allem zum Ausdruck kommen

In der einen Tätigkeit ist sie deutlicher spürbar und in der anderen weniger deutlich. Wenn es überhaupt etwas gibt, das mit “Gottes Ruf” oder der “Berufung” gemeint ist, dann ist es, zuerst die ganz eigene besondere Seelenqualität zu finden und anschließend diejenigen Tätigkeiten, in denen diese Qualität besonders gut und leicht zum Ausdruck kommt.

Ich zum Beispiel interessiere mich außerordentlich für Menschen und für das, was sie bewegt. Das war schon immer so und das ist sicherlich der Grund, warum mir wildfremde Menschen seit jeher freiwillig ihre Geheimnisse anvertraut haben. Ich habe immer – wenn diese Menschen darüber erschrocken waren, dass sie mir gegenüber so vertrauensselig waren – gesagt: Ihre Seele weiß, dass meine Seele sie versteht und deshalb erzählen sie es mir.

Ich habe auch schon unzählige Jobs gemacht und egal in welchem – egal, ob als Sekretärin, als Sachbearbeiterin, als Verkäuferin oder als Consultant – immer haben mir die Menschen auf ganz besondere Weise vertraut, fühlten sie sich auf besondere Weise gesehen und erlöst, befreit und inspiriert und in ihrem Energieniveau erhöht. 

Es ist also in meinem Fall relativ egal, was ich mache, so lange es etwas ist, wo Menschen Gelegenheit haben, mit mir in ein tiefes Gespräch zu kommen. Und was bietet sich da besser an, als diese Seelengabe zu nutzen, entsprechend zu erweitern und zum Beruf zu machen?

 

Deine Seele weiß, wann sie sich besonders lebendig fühlt

Wenn es tatsächlich so ist, dass ein jeder von uns mit einer ganz besonderen Seelenqualität auf diese Welt kam, um diese zum Ausdruck zu bringen, was ist dann deine ganz besondere Seelenqualität? Wann spürst du sie? Wann spüren die anderen sie? In welchen der vielen Tätigkeiten, die du bisher schon gemacht hast, konnte sie  ganz besonders deutlich zum Ausdruck kommen? 

Und wie kannst du dein Leben so einrichten, damit du zukünftig sukzessive mehr davon tun kannst? 

Ich prophezeie dir: Wenn du dich, anstatt nach der EINEN Sache zu suchen, auf deine Seelenqualität und die vielen Möglichkeiten, sie zum Ausdruck zu bringen, konzentrierst, wirst du schneller fündig werden, als du denkst.

Trau’ dich, genau hinzuschauen und hinzuspüren und frage auch ruhig die Menschen, die schon mit dir zu tun hatten, wann sie ganz besonders von dir und deinem Sein berührt und bereichert waren.

Let’s create go(o)d vibes!

 

Melanie Kaltenbach

 

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Wunder Leben! Warum wir alle unseren Platz haben

Wunder Leben!

Heute vor 48 Jahren kam ich auf diese Welt.

Aus dem Leib meiner Mutter, in dem ich aus einer Verschmelzung zwischen meiner Mutter und meinem Vater zu einem lebensfähigen Menschen heran gereift bin.

Ein jeder, der jemals auf dieser Welt lebte und lebt, ist so entstanden.

Uns verbindet allesamt dasselbe Wunder.

Das Wunder Leben!

Welch ein Wunder ist es, überhaupt als Mensch geboren zu sein!?

Welch ein Wunder ist der Mensch als solcher, dass er bei einem Zusammentreffen von Mann und Frau neues Leben erzeugen kann?

Welch ein Wunder ist es, dass im Mann Samen angelegt ist und in der Frau die Eizellen, die beide Träger all der Informationen sind, die es für die Kreation eines neuen Menschen braucht?

Es steckt so viel Wunder hier drin, all das ist ein Wunder.

Und welch ein Wunder ist es, dass dieses neue Leben im Akt der Verschmelzung von Mann und Frau entsteht?

Was geschieht da?

Ein Same – na gut, manchmal auch zwei, haha! – der stärkste, der schnellste, der beste, der, mit der „reinsten“ Information, die es für ein neues Leben braucht – dringt in eine Eizelle (oder auch zwei) ein, die bei der Frau zu der Zeit entstand, während sie selber Mensch wurde.

Wann beginnt Leben?

Und wo?

Und wann hört es auf?

 

Unser gemeinsamer Weltschmerz

Und das, was uns alle – als gesamtes Weltkollektiv – so schmerzt ist, dass wir um diese Bruder- und Schwesternschaft wissen. Alle Seelen wissen als Seele, dass sie miteinander verbunden sind.

Und wir verhalten uns aber nicht so, wie es diesem Wissen unserer Seele entsprechen würde. 

Dabei ist unsere Sehnsucht danach, unsere Verbundenheit zu leben, so unendlich groß und es ist das, was schmerzt, dass wir sie nicht leben.

Alles, was wir jemand anderem antun, tun wir uns selbst an.

Denn niemand will von sich aus seinem Bruder oder seiner Schwester etwas Böses.

Wie könnte das sein, wenn man doch als Seele weiß, dass man aus derselben Mutter kommt, dass ein jeder von uns dieselbe Mutter hat, die Erde!?

Kämpfen wir um die Ressourcen unserer Mutter?

Hat die Erde irgend jemanden mehr lieb, als jemand anderen?

Es ist alles da, es ist auch für dich genug da.

 

Es ist genug für alle da!

Du brauchst es nur zu nehmen.

Warum nimmst du nicht?

Wer hat dir gesagt, dass du irgend jemand anderem etwas wegnehmen könntest, wenn du selbst zugreifst und dich an dem bedienst, was du brauchst?

Wer hat dir gesagt, dass dir irgend jemand etwas wegnehmen könnte?

Es ist genug für alle da.

Was kannst du nehmen, was da ist an Leben?

Wo stehst du vor diesem reichen Buffet und schaust nicht mal hin, was es alles gibt?

So viele von uns leben für zwei, was unsere Energie betrifft. 

Aber was unsere Fülle angeht, da leben wir nur halb.

Das ist die Diskrepanz, die da ist.

Seinen ganz eigenen Platz im Leben einnehmen.

Das ist der kollektive Auftrag für die Neue Zeit.

Für jeden einzelnen und damit für alle.

 

Legt die Waffen nieder!

Seinen eigenen Platz in seinem Leben eingenommen haben heißt:

Nicht mehr um diesen Platz zu kämpfen.

Weil es sinnlos ist.

Weil es diesen Platz für dich, nur für dich, gibt.

Und weil ein jeder seinen eigenen Platz hat.

Wenn also ein jeder Mensch auf dieser Welt seinen Platz im Leben eingenommen hat – jeder – wer wird dann noch kämpfen?

Wenn also ein jeder Mensch auf dieser Welt seinen eigenen Platz im Leben eingenommen hat und ein jeder Mensch erkennt: Wir alle sind Geschwister, wir alle sind aus derselben Mutter – wir alle haben denselben Geburtstag – außerhalb jeder Zeit – wie könnte unsere gemeinsame Geburtstagsfeier dann aussehen? 

Heute?

Jeden Tag…?

Wie?

Happy Birthday everybody und

Let’s create go(o)d vibes!

 

Melanie Kaltenbach

Eigentlich unmöglich: Was SpaceX und die Firma Seidel aus Marburg gemeinsam haben

Letzte Woche machten zwei beeindruckende Meldungen die virtuelle Runde, die eine international, die andere national. SpaceX hat einen Tesla ins Weltall geschickt und abgesetzt, wo er nun mit einem Astronautendummy seine Bahnen zieht. Und in der Firma Seidel aus Marburg haben 700 Mitarbeiter einem Kollegen in Not 3.000 Überstunden gespendet. Was SpaceX und die Firma Seidel miteinander verbindet, darauf gehe ich im folgenden Beitrag ein:

Fangen wir mit dem vermeintlich kleineren „eigentlich unmöglich“ an: Jeder, der sich in größeren Betrieben und Unternehmen auskennt weiß, dass das Übertragen von  Überstunden „eigentlich“ nicht möglich ist, beziehungsweise per Betriebsvereinbarung explizit ausgeschlossen wird. Wo käme man denn da hin, wenn die Mitarbeiter untereineinander mit ihrer Zeit dealten? Ganz zu schweigen von der eigentlichen Arbeit, welcher der abwesende Mitarbeiter nicht nachkommen kann und welche die Kollegen übernehmen müssen. Manpower ist Manpower und abrupte Veränderungen in den Arbeitsplänen sorgen für Unruhe.

Wer sich in größeren Unternehmen auskennt weiß auch, dass zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat oft aus rein politischen Gründen Machtspiele gespielt werden, die dringend zu treffende Entscheidungen teils endlos hinaus zögern. Das Wort „mitbestimmungspflichtig“ ist oft die Bremse jeder notwendigen Veränderung und jeden Fortschritts, wobei die Mitbestimmung des BR selbstverständlich eine durch und durch wichtige Angelegenheit ist. Allein die Zeit, die Betriebsräte oft benötigen, um von ihrer Mitbestimmung effektiv Gebrauch zu machen, ist der ausbremsende Faktor. 

 

Bei der Firma Seidel aus Marburg ging das alles offenbar rasend schnell. 

Die Personalleiterin Pia Meier hatte die ungewöhnliche Idee der Zeitspende und sie setzte sie in Absprache mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat binnen kürzester Zeit um!

Was allein an bürokratischen Prozessen und sicherlich sehr freien Interpretationen der Betriebsvereinbarung dafür notwendig war, sprengt “eigentlich” jeden Rahmen unserer Vorstellungskraft.

Und auch SpaceX sprengt mit dem, was da letzte Woche veranstaltet wurde, jeden Rahmen unserer bisherigen Vorstellungskraft. Sie haben ein Auto ins All geschickt und sie haben das mithilfe einer Technologie gemacht, die jede bekannte, staatlich finanzierte Technologie in den Schatten stellt, nicht nur aufgrund der Technologie als solcher, sondern auch in Bezug auf die Kosten, die – im Vergleich zu ähnlichen staatlichen Unterfangen – nur einen Bruchteil ausmachen.

Verrückt sein heißt: Unsere bisherige Realität auf eine neue Umlaufbahn verrücken

Ich möchte an dieser Stelle nicht über den Sinn und Unsinn eines Tesla im Weltall diskutieren. Ich möchte das aus der Metaebene, also aus Sicht des Tesla, betrachten.

Weil es vollkommen verrückt ist, weil Elon Musk damit gezeigt hat, dass schier Unmögliches offenbar doch möglich ist, wenn man es nur will und wenn man keine Angst hat, dem Mainstream eine lange Nase zu machen und damit als durch und durch verrückt zu gelten!

Wenn man also keine Angst hat, als verrückt zu gelten und wenn man etwas wirklich will, dann ist das Unmögliche möglich! Ganz einfach.

Egal, ob es sich um ein Auto im Weltall oder um eine Zeitspende von über dreitausend Überstunden für einen Mitarbeiter in Not handelt.

Ich habe keine Kenntnis darüber, wie Elon Musk seine Mitarbeiter führt. Aufgrund dessen, was er bislang umgesetzt hat und nach wie vor umsetzt, ist allerdings stark davon auszugehen, dass er sehr gut delegieren kann und seine Mitarbeiter durch sein eigenes visionäres Denken inspiriert, ebenso visionär und über alle bisherigen Gedankengrenzen hinaus zu denken und letztlich zu handeln. Außerdem ist allein aufgrund der Geschwindigkeit der Umsetzung und weiteren Planung neuer Projekte davon auszugehen, dass in allen Musk’schen Unternehmen Co-Creation ermöglicht und gefordert wird. Anders ist das, was da letzte Woche verwirklicht wurde, meiner Meinung nach nicht zu erklären! 

 

Co-Creation ermöglichen ist die Kernaufgabe der Zukunft

Wenn ich ehrlich bin, dann hat mich die Firma Seidel noch mehr beeindruckt, als SpaceX. Vielleicht, weil ich persönlich näher dran bin, weil ich selbst schon angestellte Mitarbeiterin war und später große Unternehmen in ihren Changeprozessen begleitet habe. 

Und ich frage mich: Was ist das für ein Unternehmensspirit, in welchem Geschäftsleitung, Betriebsrat und die gesamte Belegschaft für einen guten Zweck und ohne Rücksicht auf persönliche Verluste und Gewinne an einem Strang ziehen?

Das ist das, was „Co-Creation“ bedeutet! Dass ein jeder – ohne Rücksicht auf persönliche Gewinne oder Verluste, sein „Best of“ zum Wohle des Ganzen auf den Tisch legt und man gemeinsam schaut, was von all den jeweiligen individuellen „Best of“ am Ende das „Best of“ für alle ist!

Wenn Unternehmen in Zukunft eine wesentliche Kernaufgabe haben, dann ist es, Co-Creation zu ermöglichen. Unternehmen, die nicht gelernt haben, wie Co-Creation funktioniert, haben m.E. aus vielerlei Gründen keine Zukunft. Zum einen sind sie ohne Co-Creation schlichtweg zu langsam, um sich an die sich immer komplexer werdenden und schneller vollziehenden Veränderungen durch Digitalisierung und Wirtschaft flexibel anpassen zu können, zum anderen sind sie wenig attraktiv für High Potentials.

Die wirklich interessante Frage ist also: Wie machen die das bei der Firma Seidel?

Welche Charaktere braucht es innerhalb der Geschäftsleitung? Welche Führungsqualitäten spielen in einem solchen Unternehmen eine bedeutende Rolle? Wie wird in einem solchen Unternehmen kommuniziert? Welche Philosophie weht durch die Flure und Produktionshallen? Zu welchen wirklich zukunftsfähigen Innovationen ist ein solches Unternehmen fähig? Und: Welche Konsequenzen hat ein solcher Unternehmensspirit auf Krankenstand und mitarbeiterseitige Fluktuation und damit auf Kosten, die durch einen solchen Spirit vermeidbar sind?

Was ist möglich, wenn ein solcher Spirit Schule macht? 

Ich weiß, das klingt eigentlich unmöglich….

Ich habe es trotzdem gedacht. Weil wir das Unmögliche denken müssen, damit es möglich wird.

Let’s create go(o)d vibes!

 

Melanie Kaltenbach


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Melanie Kaltenbach unterstützt hochfrequente Menschen mit außergewöhnlichem Potenzial und außergewöhnliche Unternehmen mit ebensolchen Mitarbeitern bei der Verwirklichung ihrer Visionen für eine bessere Welt.

 

Warum Manipulation nicht mehr wirkt und was das mit dem spirituellen IQ zu tun hat

Gestern unterhielt ich mich mit Marisa Schmid von Seelenschimmer über das Thema “Manipulation & Medialität”. Wir sind beide der Auffassung, dass Manipulation – wie wir sie aus der alten Zeit kennen – kaum noch und zukünftig gar nicht mehr funktionieren wird.

Ich persönlich glaube, dass einer der Hauptgründe hierfür ist, dass sich unser spiritueller Intelligenzquotient in den letzten Jahren massiv erhöht hat und weiter erhöhen wird.

 

Was meine ich mit “spiritueller Intelligenzquotient”?

Im Grunde genommen bedeutet es, dass unsere Fähigkeit der Wahrnehmung oder auch unsere Intuition sich enorm verbessert haben! Wir spüren immer deutlicher und immer schneller, ob es jemand ehrlich mit uns meint oder nicht. Ob jemand authentisch ist, oder nicht. Ob das, was jemand im Außen vorgibt für uns mit dem, was wir von diesem Menschen wirklich wahrnehmen, kongruent ist, also deckungsgleich ist. Wir spüren, ob uns jemand belügt und wenn jemand mit einer Wahrheit hinter dem Berg hält.

Ich bin auch der Meinung: Je mehr wir unserer Intuition, unserer eigenen Wahrheit vertrauen , desto weniger brauchen wir spezielle Techniken oder Kenntnisse, wie z.B. Psychophysiognomie, wenngleich die Beherrschung solcher Techniken und Kenntnisse sicherlich noch mal eine Rückversicherung für die eigene Intuition geben kann.

Nun stellt sich natürlich die Frage:

 

Warum hat sich unser  spiritueller IQ erhöht?

Hierfür sind m.E. drei Komponenten entscheidend:

  1. Viele Menschen haben  in den letzten Jahren viel innere Seelenarbeit geleistet. Sie haben sich noch einmal mit den alten Verletzungen aus ihrer Kindheit beschäftigt und vieles davon heilen können. Das wiederum hat zur Folge, dass Projektionen immer seltener stattfinden, wir also immer mehr “bei uns selbst” bleiben können, wenn wir eine Situation als konflikthaft empfinden.
    Dieses “bei uns selbst bleiben” ermöglicht dann auch Reflexion, das heißt, wir sind immer mehr und immer besser in der Lage, bestimmte Sachverhalte und Konflikte aus der Metaebene betrachten zu können und werden damit automatisch lösungsbewusster.
  2. Viele Menschen haben in den letzten Jahren ihre Lebensweise verändert, sich mehr und mehr für Achtsamkeits- und Bewusstseinsthemen interessiert. Angefangen von Yoga über Meditation – welche Anfang der neunziger Jahre alles andere als en vogue waren – bis hin zu radikalen Ernährungsumstellungen, wie z.B. Veganismus.
    All das hat unser Gesamtsystem – Körper – Geist – Seele – natürlich verändert.
  3. Die kosmische Frequenzerhöhung. Unser Kosmos expandiert und aller Wahrscheinlichkeit (sic!) nach tut er das in exponentiell wachsender Geschwindigkeit. Es wäre töricht zu meinen, dass diese Expansion nicht Auswirkungen auf uns, als Bewohner des Kosmos hätte.
    Der uns umgebende Raum, von dem wir nicht mal ansatzweise wissen, woraus er besteht, verändert sich kontinuierlich.
    Die kosmische Frequenzerhöhung, die physikalisch messbar ist, hat natürlich Auswirkungen auf unsere Schaltzentrale, unser Gehirn. Was hier genau geschieht, bzw. inwieweit sich die kosmische Frequenzerhöhung auf unser Bewusstsein auswirkt, ist kaum erforscht. Die Zirbeldrüse scheint hier jedoch eine ganz besondere Rolle zu spielen.

Diese drei Komponenten sind meiner Meinung nach hauptverantwortlich für die Erhöhung unseres spirituellen IQ.

Und weil wir gerade schon mal bei unserem Kosmos waren, fällt mir auch sogleich das Kybalion von Hermes Trismegistos ein, in dem es so schön heißt:

Wie oben, so unten.

Wenn also unser Kosmos expandiert, dann expandieren logischer Weise auch wir. Dann expandiert unser Bewusstsein, wird weiter und weiter, hat mehr Raum, um zu verstehen und zu begreifen, was für uns Menschen letztlich niemals zu begreifen sein wird. 

Mich persönlich stimmt es hoffnungsfroh, zu wissen, dass die Tage der Manipulation gezählt sind.

Denn ich wünsche mir eine Welt, in der wir sein können, wie wir sind und in welcher wir uns vollständig fühlen, ohne Energie von anderen rauben zu müssen und in welcher wir in Respekt und Würde vor dem Anderssein des anderen in harmonischer Koexistenz leben.

 

Let’s create go(o)d vibes!

 

Melanie Kaltenbach

 

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Vom Stigma zum Charisma: HSP wird X-Frequencer

Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal über das Thema Hochsensibilität und Hochsensitivität (nachfolgend HSP) las, war ich unendlich erleichtert! Endlich gab es einen Begriff für mich, ewigen Sonderling!

 

Es mag für jemanden, der nicht hochsensibel ist, komisch bis unglaublich anmuten, dass es körperliches Leid bedeuten kann, wenn man im langen Gelenkbus ganz vorne sitzt und hinten in der letzten Bank jemand ein Bonbon auspackt und das Geräusch des raschelnden Papiers im ganzen Körper schmerzt und man schier verzweifelt und beinahe aggressiv wird und nur noch weg will.
Oder wie mühsam es ist, unter vielen Menschen zu sein, weil man nicht nur deren Energien so deutlich spürt, sondern auch spürt, wie diese Menschen die Moleküle im Raum bewegen.
Wie anstrengend es ist, ständig seinen “Raum” und den Wunsch nach Rückzug vor anderen verteidigen zu müssen, ohne verletzend zu sein, um für eine bestimmte Zeit allein und in absolut sicherer Stille sein zu können, weil man dies zum Überleben braucht, wie der Fisch das Wasser.
HSP als Stigma einer seelischen Behinderung?
Hochsensibel. Hochsensitiv. Es hatte tatsächlich einen Namen, es war als Phänomen bekannt und: Ich war nicht allein! Es gab offenbar noch viele andere Menschen, die das selbe Schicksal teilten, wie ich. Welch eine Erleichterung und Trost, nach all den Jahren des vermeintlichen Alleinseins als exotischer, ewig komplizierter Sonderling!
Und so las ich mich durch die vielen Beschreibungen und Artikel zum Thema HSP. Doch irgendwann beschlich mich das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. In nahezu allem, was ich zu dem Thema las, hatte HSP das Stigma der Bürde, war es kein wünschenswerter Zustand, war man gebrandmarkt und einer Welt voller unkontrollierbarer Einflüsse hilflos ausgeliefert. Man war sowas wie seelisch behindert, ein komplizierter Fall und würde es auch bleiben.
Ich dachte: Nein, das ist so nicht!
HSP und Übersinnlichkeit

Diese feinen Antennen der HSP sind nicht ohne Grund da. Im Gegenteil. Die feinen Antennen der HSP sind eine ganz besonders wertvolle Gabe, für die nur noch nicht die notwendigen Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsfelder erkannt, geschweige denn anerkannt wurden.

Und wenn diese feinen “übersinnlichen” Antennen die Gabe haben, besondere Informationen zu empfangen, die andere Menschen nicht empfangen können, dann müssen sie logischer Weise auch die Gabe haben, Informationen versenden zu können.

Dann fiel mir ein, dass ich selbst seit Kindheit an über das verfüge, was man “übersinnliche” Fähigkeiten nennt. Und auf einmal war mir klar, dass diese “Übersinnlichkeit” selbstverständlich etwas mit der hochfeinen Ausprägung meiner Sinne zu tun haben musste. Man denke nur an das raschelnde Bonbonpapaier. “Die Flöhe husten” oder “das Gras wachsen” hören – das sind ganz klassische “Fähigkeiten” von HSP. Sie nehmen Dinge wahr, die andere nicht wahrnehmen, sie hören und sehen Frequenzen, die sich dem “normalen” Sinn verschließen.

Der Begriff der X-Frequencer verwandelt das Stigma ins Charisma 

Und dann war er auf einmal da, der Begriff der X-Frequencer! Das X steht für “hoch” und meint Menschen, deren Schwingung respektive Frequenz höher ist, als die anderer Menschen.

Im Grunde gibt es zwischen den klassischen HSP und den X-Frequencern keinen grundlegenden Unterschied, außer dem der inneren Haltung! Aber genau diese innere Haltung ermöglicht es, vom Stigma des HSP hin zum Charisma des X-Frequencers zu kommen. “Charisma” kommt aus dem griechischen und heißt “Gnadengabe” und genau das ist es, was X-Frequencer ausmacht: Ihre vielen ungewöhnlichen Gaben und Begabungen für die Neue Zeit. Eine Zeit, die immer mehr von Digitalisierung geprägt sein wird, eine Zeit, in der die Zukunft der Arbeit bei den Thinkworkern liegt und in der wir, als Menschheit, immer mehr daran interessiert sind, etwas Sinnenhaftes zu tun und in dieser Sinnhaftigkeit unseres Tun mit anderen Menschen verbunden zu sein.

Wir müssen das Unmögliche denken, damit es möglich wird

Mir ist bewusst, dass meine Vision von einer zukünftigen Arbeitswelt, in der die Besonderheit der X-Frequencer eine besondere Beachtung findet, zum aktuellen Zeitpunkt Utopie ist.

Mir ist aber auch klar, dass wir ohne die Nutzung der Gaben und Begabungen der X-Frequencer kaum eine Zukunft haben werden.

Wir müssen das Unmögliche denken, damit es möglich wird! Alles, was wir denken können, ist grundsätzlich möglich! Und wenn wir nicht wissen wie, dann müssen wir nach Wegen suchen oder eben Wege schaffen.

Unternehmen, die zukünftig am Markt überleben wollen, werden in sehr naher Zukunft viele, teils radikale und damit schmerzhafte Paradigmenwechsel vollziehen müssen!

Dabei gilt die Formel: Je älter, je größer, je internationaler das Unternehmen, desto radikaler der zu erwartende Change. Genau deswegen ist es von größter Bedeutung, dass man sich der wichtigsten Ressource eines jeden Unternehmens wieder bewusst wird: Der Ressource Mensch!

Die zukünftige Bedeutung der X-Frequencer für die Gesellschaft

In Anbetracht der Tatsache, dass derzeit etwa 20 Prozent aller Menschen HSP sind und davon auszugehen ist, dass im Zuge der allgemeinen atmosphärischen und planetarischen Frequenzerhöhung diese Zahl steigen wird, kommt dem Thema X-Frequencer zukünftig eine besondere Bedeutung zu!

Ich möchte den Weg bereiten für ein neues Bewusstsein für das Charisma – die Gnadengabe – hochfrequenter Menschen.

Damit diese Menschen, die in der Vergangenheit so viel ausgehalten und gehalten haben, endlich die Gelegenheit bekommen, ihr Potenzial voll und ganz zu entdecken und zu entfalten.

Und um die Unternehmen darauf aufmerksam zu machen, welche Diamanten sie in den eigenen Reihen haben und wie sie diese Diamanten zum Wohle des gesamten Unternehmens bestmöglich einsetzen können. X-Frequencer brauchen ganz bestimmte Bedingungen, um maximal effizient und zukünftig immer besser im Sinne von Co-Creation arbeiten zu können.

Es gibt viel zu tun.

Auch ich habe lange gehalten und ausgehalten, viel experimentiert, reflektiert, geforscht und erfahren. Vor allem in meiner Zeit als psychologischer Consultant für Changemanagment habe ich erlebt, zu was Mitarbeiter in der Lage sind, wenn man ihnen die entsprechenden Bedingungen gibt, innerhalb derer sie vollkommen frei Co-Creation geradezu zelebrieren können.

Kein Unternehmen kann es sich leisten, zukünftig darauf zu verzichten.

Die Einsatzbereiche für X-Frequencer sind so vielfältig, wie diese Menschen selbst. Viele sind bereits in helfenden oder heilenden Berufen tätig. Durch ihre besonders ausgeprägte Fähigkeit der Empathie sind X-Frequencer für solche Berufe besonders prädestiniert.

Zu den spezifischen Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Unternehmen und weiteren Utopien und zu den besonderen Bedingungen, Chancen und Herausforderungen für X-Frequencer – die übrigens in sämtlichen Altersklassen und Berufen zu finden sind – demnächst mehr von mir hier und auf meinen Social Media Kanälen.

Let’s create go(o)d vibes!

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Über den heiligen Geist, die Jungfrau & die Macht der Liebe

Tief berührt sitze ich hier und versuche, in Worte zu fassen, was mich heute früh so tief berührt hat, dass ich es aufschreiben und teilen möchte.

Ich brachte eben meine Kinder zu den Ferienspielen und wir kamen auf dem Weg dorthin an dem Raum vorbei, in dem die Virgen die vergangene Nacht verbracht hat. Alle fünf Jahre findet in unserem Tal ein paar Wochen lang die größte aller Prozessionen statt, eine Art Wallfahrt, bei der die schönste und bedeutungsvollste Jungfrauen-Statue von allen – die Virgen de los Reyes – vom Obertal bis ins Untertal getragen wird. Die jeweilige Wegstrecke, auf der sie getragen wird, ist dabei reich und bunt mit Palmwedeln und Girlanden geschmückt. In jeder Nacht “schläft” die Virgen auf ihrem Weg durch das Tal an einem anderen Ort. Entweder in einer kleinen Kapelle oder Kirche oder aber in einer Garage, die man extra für diesen Anlass bereits Wochen vorher geputzt, gesäubert und hochfestlich geschmückt hat. 

So, wie das sonst leer stehende Ladenlokal in unserer Nachbarschaft, in dem sie die vergangene Nacht verbrachte. Die Wände des kleinen Raumes wurden extra für die Jungfrau mit weißen und lilafarbenen Tüchern geschmückt und alles ist reich mit goldenen Girlanden, Rosetten und edlen Blumenbouquets dekoriert. In der Mitte steht der kleine Altar und auf ihm die Virgen, mit ihrer leuchtend strahlenden Goldkrone und dem goldfarbenen Gewand. Der Segen der Virgen bedeutet den Menschen hier viel. Sehr viel. 

Nachtwache für die Jungfrau

Die Tür zum Raum war offen und es waren sechs Personen darin, die still und volle Andacht das Gewand der Jungfrau richteten. Auf einem Stuhl am Eingang saß eine junge Frau aus der Nachbarschaft und ich fragte sie, ob denn wohl jemand in der Nacht hier gewesen sei, um auf die Virgen aufzupassen. “Ja”, sagte sie, “wir haben alle die letzte Nacht hier verbracht und die Virgen bewacht”.

Ich blickte in diesen Raum hinein.  Er war so über und über erfüllt von einer Heiligkeit, Andacht, Wärme und Liebe, wie ich sie in noch keiner Kirche dieser Welt erlebt habe. Diese Liebe und Würde,  mit der meine Nachbarn um die Jungfrau standen, diese tiefe Ernsthaftigkeit und hundertprozentige Aufmerksamkeit für die Tätigkeit, das Gewand der Jungfrau zu richten, all das floss mir so unmittelbar und stark in mein Herz, dass mir die Tränen in die Augen schossen!

Und ich dachte:

Das ist es, was mit Heiliger Geist gemeint ist!

Und nein, das hat nichts mit der katholischen Kirche als solcher zu tun. Die Gomeros sind zwar meist katholisch und feiern auch die jeweiligen katholischen Feste, aber sie haben in all das ihre ganz eigene archaische Kultur mit einfließen lassen! Das ist jedes Mal deutlich spürbar, wenn bei den Prozessionen der wilde Rhythmus der Chácaras und Tambores erklingt! Der mich ebenfalls immer zum weinen bringt, weil er etwas Uraltes in meinen tiefsten Tiefen berührt.  Ich habe das immer bewundert,  dass die Einheimischen sich das so stark bewahrt haben.

Auf dem Nachhauseweg dachte ich über die Verbindung der Jungfrau mit dem Heiligen Geist nach und dem Bild der unbefleckten Empfängnis, das die Kirche uns seit jeher vermittelt. Überhaupt denke ich in letzter Zeit verstärkt über das nach, was die katholische Kirche vermittelt und wie viele Wahrheiten sie mittels kleinster Satzänderungen zu Lügen verdreht hat. Zum Beispiel das Gebot “Du sollst nicht lügen”, was eigentlich heißt “Du sollst die Wahrheit sagen”, was ein himmelweiter (sic!) Unterschied ist!

Vor ein paar Monaten bekam ich aus der Geistigen Welt folgenden Satz  übermittelt:

“Das weibliche Prinzip ist: Empfangen und gebären”. 

Für mich als medialer Mensch war das eine sehr wichtige Information, denn bislang habe ich zwar eifrig empfangen, was ich aus der Geistigen Welt an Informationen bekam, diese Informationen aber nie weiter gegeben, sondern für  mich behalten. Seit ich die obige Information erhielt, habe ich begonnen, die Botschaften auch weiter zu geben. Das hat  mich zu Beginn sehr viel Überwindung gekostet, aber ich hatte ein paar sehr liebe Seelen an meiner Seite, die mich unterstützt und ermutigt haben.

Seit ich meine Aufgabe als Medium anerkannt habe, werde ich zudem reichlich getestet und geschult und ich habe festgestellt, dass – wann immer sich mein Ego einmischt – die Informationen von mir selbst “gefärbt” sind, was ihre Reinheit beeinflusst und damit ihre Wirkung einschränkt.

Vielleicht ist es das, für das die Jungfrau Maria als Sinnbild steht? Für die Reinheit im Akt des Empfangens? 
Es dürfte selbst dem frommsten Menschen klar sein, dass Maria und Josef Sex hatten, aus welchem Jesus als Kind der Liebe hervor ging.

Die Mär von der unbefleckten Empfängnis

Überhaupt ist Sexualität etwas, das erst von der Kirche als “sündhaft” und “schmutzig” deklariert wurde. Man denke nur an die Absurdität des Zölibats, welches meiner Meinung nach nichts anderes ist, als die Unterdrückung unserer reinsten Urkraft.

Der Akt der Verschmelzung zweier liebender Menschen ist ein hochtransformierender Akt, die Meisterklasse der Alchemie, aus dem neues Leben entstehen kann. Die Verschmelzung zweier Liebender ist pure Liebesmagie und von einer Kraft und Macht, die ich erst nach und nach zu verstehen beginne, weswegen mir auch immer deutlicher wird, warum die Kirche diese Macht so massiv unterdrückt, dass sie sogar zu der Mär der unbefleckten Empfängnis Mariens greift! 

Und da bin ich nun in einem Dilemma. Denn ich habe der Katholischen Kirche viel zu verdanken, im Grunde genommen hat mein eigener spiritueller Weg Dank der Katholischen Kirche überhaupt erst begonnen. Und zwar, als ich im Alter von gerade mal drei Jahren mit meiner Omi in die Morgenmesse ging. Für mich war es das Fest des Tages, wir besuchten Gott in seinem Haus! Ich liebte das und ich liebte die Kirchengebäude und ihren Geruch und Spirit.

Und ich fühlte mich zutiefst verbunden mit den Verstorbenen unserer Familie, mit den Heiligen, mit Jesus, Maria und auch mit Gott. Für mich war das alles selbstverständlich, ich stellte meine Überzeugung von der Existenz Gottes nie infrage, obwohl mein Vater Atheist war und keinen Hehl daraus machte. Als ich im Alter von etwa 13 Jahren in einer Zeitschrift zum ersten Mal eine Dokumentation über die Pracht des Vatikans sah, überkamen mich erste Zweifel an der Echtheit der Katholischen Kirche in Bezug auf die Botschaft Jesu Christi. Anfang Zwanzig trat ich aus der katholischen Kirche aus, was mein Vater schon Anfang der Siebziger getan hatte. Aber meine Überzeugung blieb und ich mag Kirchen nach wie vor.

Dabei wäre es so einfach, mein Dilemma zu lösen: Ich mache es, wie meine Gastgeber, die Gomeros, es machen. Ich bewahre mir meins und bette es ein in das andere. Verschmelzung halt.

Im Hohelied der Liebe in Paulus’ Brief an die Korinther steht u.a.:

Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse,
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich durch und durch erkennen,
so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.”

Heute Morgen, als ich die sechs Menschen aus meiner Nachbarschaft in diesem kleinen Raum bei ihrer andächtigen Tätigkeit beobachtete, da spürte ich diese Liebe. Der ganze Raum war erfüllt von der Liebe dieser Menschen zu ihrer heiligen Jungfrau. Und diese Liebe war so stark und so groß, dass sie mein Herz ergriff und mich zu fragen schien:
Fühlst du die Wahrheit, die in all dem liegt?

Heute nachmittag um 16.30 Uhr findet in dem kleinen Raum eine Messe statt. Anschließend geht die Prozession und wird unsere Virgen wieder durch bunt und liebevoll geschmückte Straßen und zum Rhythmus der Chácaras und Tambores zu ihrer nächsten Station gebracht, wo sie unter der Obhut der Dorfbewohner die heutige Nacht verbringen und ihren Segen verbreiten wird.

Heute werde ich mitgehen.

In Liebe!

Melanie

 

PS: Das Foto ist von meiner lieben Freundin Jessica Trieb, die sowieso ganz wundervolle Fotos macht! Zu finden auf Facebook. Danke, liebe Jessi! 

10 Jahre Gomera. Oder: Das erste Mal

Heute vor zehn Jahren zog ich nach La Gomera. Mit einem Koffer und vier Umzugskartons. Mehr besaß ich nicht mehr, außer noch ein paar Akten und einer kleinen Kiste Erinnerungstücke, die ich im Keller meiner Mutter einlagerte. Wie es dazu kam, kannst du hier und hier nachlesen.

Als ich im September 2007 die Entscheidung fällte, mein Leben in Deutschland ganz aufzugeben und nach La Gomera zu ziehen, fühlte sich das ganz spontan an. So, als wenn in meinem Bewusstsein einfach ein Schalter umgelegt worden wäre. Die Entscheidung war zudem so kraftvoll, dass sie keinerlei Raum für Zweifel oder Alternativen ließ.

Der guten Ordnung halber sei aber auf jeden Fall zu erwähnen,, dass diese Entscheidung – so leicht sie mir letztlich fiel – gute dreizehn Jahre lang in mir gereift ist. Dreizehn wichtige Jahre, in denen ich ein paar ernsthafte Krisen zu überstehen hatte, aus denen ich anschließend umso stärker hervor ging. 

Immer wieder denke ich an die Umstände, die mich überhaupt nach La Gomera geführt haben. Die Story, wie ich zum ersten Mal hier gelandet bin, ist so abgefahren, dass ich sie heute – zur Feier des Tages – erzählen möchte. 

 

Es war im Sommer 1994, an einem Mittwoch.  Ich ging in das Reisebüro und sagte zum dortigen Mitarbeiter meines Vertrauens: “Herr Gudde, ich habe ab Samstag Urlaub und ich möchte irgendwo hin fliegen, wo auf jeden Fall die Sonne scheint!”. Herr Gudde antwortete: “Oh, das ist aber kurzfristig!” und nahm seinen Aktenordner mit den Last-Minute-Reisen zur Hand. Im selben Moment kam aus dem Faxgerät, das auf der Anrichte hinter Herrn Gudde stand, ein Blatt Papier. Herr Gudde drehte sich um, nahm es zur Hand und warf einen Blick auf das Fax. “Oh, so ein Zufall! Ganz frische Last-Minute-Flüge nach Faro, Ibiza und Teneriffa.”

Portugal war mir allein aufgrund der Sprache  fremd, Ibiza kam nicht infrage, weil ich mal gehört hatte, dass man dort ohne Auto aufgeschmissen ist. Da ich zu dieser Zeit unter einer Autofahrphobie litt, kam das also auch nicht infrage. Blieb noch Teneriffa und ja: Da ich im Frühjahr erst auf Cuba gewesen war, konnte ich ein bisschen Spanisch. Und auf die Kanaren wollte ich ohnehin schon immer mal. Also fiel die Entscheidung auf Teneriffa. 

“Und was ist mit einer Unterkunft?”, wollte ich von Herrn Gudde wissen.

“Ach, die brauchen sie gar nicht. Im Sommer ist auf den Kanaren Nebensaison, da finden Sie immer was vor Ort, das ist da üblich. Am Flughafen setzen sich sich einfach in den Bus und fahren nach Puerto de La Cruz. Das ist schön grün, das wird Ihnen gefallen!” So ist das mit Mitarbeitern des Vertrauens, sie kennen einen und wissen, was einem gefällt.

Ein Freund, ein Freibad und ein Fehlstart

Und so buchte ich also meinen Flug nach Teneriffa. Sonntags morgens um 06.00 Uhr sollte es ab Brüssel losgehen. Moment mal! Brüssel!? Ok, das waren von Aachen aus etwa 150 Kilometer, also doppelt so weit, wie Düsseldorf oder Köln. Egal, es würde sich schon jemand finden, der mich fährt.

So war es auch. Kurzerhand bot sich mein Freund Stefan an, mich in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach Brüssel zu fahren. 

Ich mach’s kurz: Samstag nachmittag kam es im Freibad (ja, ich hatte schon damals die Ruhe weg) zu einem handfesten Streit zwischen Stefan und mir, der damit endete, dass ich sagte: “….und nach Brüssel brauchst du mich auch nicht fahren! Tschüss!”

Wutentbrannt spazierte ich nach Hause, meine Wäsche, die ich in meinen Urlaub mitnehmen wollte, war noch im Wäschetrockner, der Koffer lange nicht gepackt. Ich bin so, ich packe immer erst kurz vor Abflug. 

Vor lauter Wut genehmigte ich mir erst mal einen Mojito, schließlich hatte ich noch richtig guten Rum aus Cuba im Kühlschrank.

Kein Anschluss unter dieser Nummer: Das Schicksal nimmt an Fahrt auf

Und dann begann ich zu telefonieren. Mama, Oma, Tante, Onkel, beste Freundin I, beste Freundin II, nicht so beste Freundin…. keiner war zu erreichen! Handy gab es damals noch nicht. Also rief ich auch Papa an. Und siehe da: Papa war tatsächlich zu Hause, hatte sich aber leider auch schon den ein oder anderen Mojito gegönnt, weil er an diesem Tag etwas zu feiern hatte. Es war wie verhext, wobei ich im Nachhinein sagen muss, dass wir das “wie” in diesem Satz streichen können. 

Ich rief bei der Deutschen Bahn an. Es war mittlerweile etwa 18.00 Uhr, meine Wäsche immer noch im Keller. “Wann geht denn morgen ihr erster Zug nach Brüssel?”.

Antwort: Um 06.00 Uhr.

Ich: Shit! Und der letzte Zug heute Abend?

Antwort: Um 20.00 Uhr.

Ich glaube, ich habe noch nie so schnell meinen Koffer und alle notwendigen Unterlagen zusammen gepackt, wie in dieser Situation. Und boah, war ich sauer auf Stefan, schließlich hatte dieser Blödmann mir diesen ganzen Stress hier eingebrockt! Es ist in solchen Situationen so praktisch, einen Schuldigen zur Hand zu haben, oder!?

Um 19.30 Uhr rief ich ein Taxi und ließ mich zum Bahnhof bringen, kaufte mir schnell meine Fahrkarte nach Brüssel und fand das alles grad echt scheiße! Den Start in meinen wohl verdienten Sommerurlaub hatte ich mir echt anders vorgestellt! Und auf keinen Fall SO!

Ich ging auf das Bahngleis und während ich auf meinen Zug nach Brüssel wartete, fiel mir plötzlich ein, dass ich mein Lieblingskleid, also: MEIN ABSOLUTES LIEBLINGSKLEID!!! vergessen hatte. 

Meine Wut auf Stefan explodierte und wurde zu einem lodernden Osterfeuer!

Auf einmal ging ein Mann vor mir vorbei. Von rechts nach links. Ich habe dieses Bild in mir eingebrannt. Forever moment. 

Er war das genaue Gegenteil von mir. Nicht, weil er ein Mann war, sondern weil sein Gesichtsausdruck und überhaupt sein gesamter Habitus nichts anderes aussagte als: Boah, ist das Leben schön und easy! Ich bin happy!!

So viel Glückseligkeit bei einem anderen Menschen zu sehen, war für mich  in meinem Zustand kaum zu ertragen.

Der Zug kam, ich stieg ein und fuhr Richtung Brüssel. In Gedanken beschimpfte ich Stefan in einem nicht enden wollenden Monolog, der jeden, der sich für Tourette interessiert, total fasziniert hätte! 

Um 23.00 Uhr sollte ich am Flughafen ankommen, um 06.00 Uhr ging mein Flieger. Nicht nur, dass Stefan mir den Samstag Abend total verdorben und mir endlos Stress bereitet hatte und außerdem schuld war, dass ich MEIN ABSOLUTES LIEBLINGSKLEID (!!!) vergessen hatte, musste ich nun auch noch sieben lange Stunden mutterseelenallein auf diesem Flughafen totschlagen! Mein inneres Osterfeuer loderte vor sich hin.

Zum Kotzen glücklich: Mein Engel des Schicksals

Am Brüsseler Hauptbahnhof wollte ich in den Zug zum Flughafen umsteigen. Als ich gerade aus dem Zug stieg,  saß vor mir auf einer Bank der Typ vom Aachener Hauptbahnhof. Immer noch von Glückseligkeit durchtränkt. Er lächelte mir zu und wünschte mir einen schönen Urlaub. So eine Unverschämtheit! 

Und dann stieg er auch noch mit mir in den Zug zum Flughafen!

Und dann drängte er mir auch noch ein Gespräch auf!

Er (immer noch zum Kotzen gut gelaunt): Na? Wo geht’s denn hin?”.

Ich (nicht so freundlich): Teneriffa!

Er (begeistert): Oh cool, da fliege ich auch hin!

Ich (gelangweilt): Aha.

Er (penetrant interessiert): Und wann geht dein Flieger?

Ich (so kurz angebunden wie möglich): Um sechs.

Er (begeistert): Oh cool, meiner geht um zwanzig nach sechs. Das ist ja irre! 

Ich: Allerdings.

Er: Na, dann können wir ja zusammen die Nacht auf dem Flughafen verbringen! Ich bin hier öfter, ich fliege dieses Jahr zum dritten Mal von hier aus, ich kenn’ mich hier aus.

Obwohl ich annahm, dass er mich vielleicht abbaggern wollte, was ich wenig attraktiv fand, weil ich diesen Kerl mit seinen Dreadlocks und dem Hippielook einfach nicht sonderlich attraktiv fand, sah ich auch den pragmatischen Vorteil an dieser Idee: Ich musste die sieben Stunden nicht alleine verbringen.  

“Ja, gute Idee!”, sagte ich und so verbrachte ich die folgenden sieben Stunden mit einem mir bis dahin wildfremden Mann am Flughafen in Brüssel.

Brüssel, Proviant und Lindenstraße

Rainer! Rainer erzählte, das er nun schon zum dreizehnten Mal nach La Gomera fliegen würde. Dreizehn!? Gomera!?

Das kannte ich bis dahin nur aus der Lindenstraße, weil Tanja und Franz Schildknecht nach dem Tod von Henny und Maike immer davon erzählten, dass sie zur Olivenernte nach La Gomeeera fuhren und dabei immer so betont lässig und irgendwie hypnotisiert wirkten, wenn sie von La Gomeeera sprachen, was mir schon damals tierisch auf die Nerven ging!
Aber das, was Rainer erzählte, das klang nett. Coole Leute, Strand, Sonnenuntergang, schöne Natur (ob wohl Herr Gudde da heimlich was eingefädelt hatte?) und so weiter.
Und: Rainer war traurig. Denn beim letzten Mal war er mit Bine dort gewesen, und Bin war damals noch seine Freundin und jetzt seine Ex und deswegen sei ihm das Herz so schwer.
Ab diesem Moment war klar, dass Rainer mich nicht abbaggern wollte und ich konnte mich entspannen.
Nach etwa drei Stunden packten wir unseren Proviant aus, teilten unsere Butterbrote und unsere Süßigkeiten miteinander und Rainer erzählte von La Gomera und erzählte und erzählte und erzählte. All diese verrückten Geschichten. Und nicht ein einziges Mal erwähnte er das Wort „Olivenernte“.
Irgendwann wurden unsere Flüge aufgerufen. Meiner ging ja zwanzig Minuten früher als der von Rainer. Wir gingen gemeinsam zum Gate und auf einmal sagte Rainer: Melli, wenn du magst, dann komm doch einfach mit nach La Gomera. Ich bin mir sicher, dass es dir da gefallen wird. Gomera ist viel schöner, als Teneriffa.
Ich: Und wie wollen wir das machen? Wir haben ja unterschiedliche Flieger.
Rainer: Du, überhaupt kein Problem! Überhaupt schien für Rainer nichts ein Problem darzustellen! Wenn du deinen Koffer hast, gehst du aus dem Flughafengebäude raus, rechts lang und da steht dann eine kleine grüne Holzbank. Da setzt du dich hin und wenn ich gelandet bin, komme ich dich dort abholen. Du fliegst ja jetzt viereinhalb Stunden alleine, da kannst du dir das in Ruhe überlegen. Und wenn du da sitzt, dann freue ich mich. Und wenn nicht, wünsche  ich dir einen tollen Urlaub auf Teneriffa.

Und mit diesen Worten checkte ich ein und ging Rainer weiter zu dem Gate, an dem sein Flieger stand.

In the Air und ein Regenbogen über den Wolken

Das Flugzeug war irre groß. 4-6-4-Sitzreihen. Zu meiner Verwunderung war der Flieger höchstens zu einem Drittel gefüllt. Ich habe erst viele Jahre später begriffen, dass es sich um einen Jungfernflug handelte. Ausgerechnet.
Ich hatte die ganze Viererreihe für mich allein und breitete mich gemütlich aus.
Zu Hause hatte ich mir noch Kassetten für meinen Walkman aufgenommen und hörte nun meine Lieblingsmusik und dachte über all das nach, was Rainer mir über La Gomera erzählt hatte. Als aus meinen Kopfhörern gerade Air von Johann Sebastian Bach erklang, sah ich über den Wolken einen Regenbogen… Ich deutete dies als Zeichen einer wundervollen Zeit, die mich erwarten würde.

Auf Teneriffa angekommen wartete ich auf meinen Koffer und suchte die kleine grüne Bank, von der Rainer erzählt hatte. Ich fand sie sofort und setzte mich hin. Vor mir war gleich die Bushaltestelle und es stand der Bus nach Puerto de la Cruz zur Abfahrt bereit. In mir erklangen die Worte von Herrn Gudde: „Am Flughafen nehmen sie den Bus nach Puerto de La Cruz, da ist es schön grün, das wird ihnen gefallen.“
Ich überlegte einen Moment, ob ich eigentlich verrückt geworden war, auf einen wildfremden Mann zu warten und auf eine wildfremde Miniinsel zu fahren und spürte, wie meine Beine zuckten, so, als wollten sie aufstehen und zum Bus gehen.
Und dann schien es, als drückte etwas ganz sanft meine Beine nach unten. Keine Chane, aufzustehen. Es war eine Sache von einer Sekunde oder weniger. Ich blieb sitzen. Der Bus nach Puerto de la Cruz fuhr ohne mich los. 
Fünfzehn Minuten später kam Rainer um die Ecke, so, wie ich ihn kannte: Fröhlich lächelnd und zum Kotzen gut gelaunt!
Wir nahmen den Bus nach Los Cristianos. Gott, war das hässlich dort! Hässliche Häuser, viel zu viele Menschen, wie die Sardinen am Strand, der Ballermann vor der westafrikanischen Küste. Rainer lächelte: Das ist alles zum abgewöhnen, Melli! Genieß es, in den nächsten vierzehn Tagen wirst du nichts Hässliches mehr sehen!

Mit dem Boot in eine andere Welt

Dann nahmen wir die Fähre und es folgten die bis dahin schönsten und verrücktesten vierzehn Tage meines Lebens.
Wir wohnten im Haus von Werner, einem alten Freund von Rainer, der zu dieser Zeit aber gar nicht da war. Werner musste auch einer dieser unglaublich coolen Menschen sein, von denen mir Rainer am Flughaften erzählt hatte, denn Werner ließ während seiner Abwesenheit  alle möglichen Leute in seinem Haus wohnen. Einfach weil Werner offenbar ein verdammt netter Mensch war. Den ich übrigens erst 14 Jahre nach später kennen lernte. Und für die vielen Leute, die Werner immer bei sich wohnen ließ, war auch alles Mögliche vorhanden. Matratzen, Handtücher, Bettwäsche, Schlafsäcke – Alles frisch gewaschen. Einfach so.
Im Haus wohnten bereits Andreas, ein Aussteiger, von dem ich später erfuhr, dass er mal mit dem Fahrrad durch die Wüste gefahren war und bei seiner Rückkehr nach Deutschland sofort im Knast landen würde, wobei ich die Gründe dafür nie erfuhr. Und Karl-Heinz. Was Karl-Heinz in seinem vorherigen Leben gemacht hatte, weiß ich nicht mehr, aber in diesen vierzehn Tagen auf La Gomera war Karl-Heinz unsere Einkaufs- und Spülfee. Andreas war unser Koch, Rainer der Putzmann, der das Haus von Werner auf Vordermann brachte. Und ich, ich war einfach nur Melanie und kam mir ein bisschen vor, wie eine Königin.
Das Haus hatte eine große Dachterasse und Rainer meinte, das sei doch ein schöner Platz für mich zum schlafen, dort könnte ich jede Nacht im Silberschein der Sterne baden. Er selbst schlief unten im Haus und kam jeden Morgen zu mir hoch, um mir meinen ersten Kaffee zu bringen. Rainer zeigte mir die schönsten Strände und die schönsten Täler und stellte mich allen möglichen Leuten vor. Und die waren alle so anders, als die, die ich in Deutschland kannte. Sie waren so frei, sie lebten die Freiheit, nach der ich mich insgeheim so sehr sehnte und die zu leben ich mich aber damals noch nicht traute. Viertausend Kilometer von meiner Heimat entfernt fühlte ich mich im Alter von 24 Jahren zum ersten Mal zu Hause angekommen. An einem winzigen Ort, im großen weiten Atlantik.

Du hast mein Herz geklaut!

Als ich im Sommer 1994 nach zwei Wochen Urlaub wieder nach Deutschland zurück flog, ist ein Teil von mir hier geblieben. Und mit jedem Urlaub blieb wieder ein Stück mehr von mir hier. Dreizehn Jahre lang. 

Als ich heute vor 10 Jahren hierher zog, dachte ich, dass meine Liebe für diese Insel schon so groß sei. Aber das war sie nicht. Mit jedem Morgen, den ich auf ihr erwache, mit jedem Blick in den Sternenhimmel, mit jeder Morgenkontemplation in  meiner kleinen Kirche am Meer, mit jedem Blick auf den Berg, mit jeder Rückkehr von einer Reise und mit jedem Herzschlag wird meine Liebe für diesen kleinen Flecken Erde mehr.

Und wie reich hat sie mich beschenkt und tut es immerfort.

Te amo, Gomera. Ich habe dir mein Leben gegeben und du mir meines. Gracias!
Melanie

 

PS: Und dir, Stefan, danke ich auch….!

Alle im Dienst?

Letzte Woche war ich zwei Tage auf Teneriffa. Neuen Pass beantragen, shoppen, Mann vom Flughafen abholen. Morgens um 7.00 Uhr, als die Welt noch in Ordnung war, erlangte ich eine wichtige Erkenntnis….

Mein Mann kam Donnerstag um kurz vor 09.00 Uhr mit dem Flieger aus Madrid, so dass ich entsprechend früh aufbrach. Um 07.15 Uhr stand ich im Touristenparadies Puerto de la Cruz mutterseelenallein an einer Bushaltestelle und wartete auf den Bus zum Flughafen. Es war stockdunkel.
Der Bus kam pünktlich, es saßen ein paar wenige Leute darin und der Busfahrer begrüßte mich mürrisch
Ich setzte mich auf meinen Platz, der Bus fuhr los.

Ich dachte über den mürrischen Busfahrer nach, darüber, dass er an diesem Tag – es war ein Feiertag – früh aufgestanden war, um nun seinen Dienst zu verrichten um uns, die Fahrgäste, zu unseren Zielorten zu bringen. Ich dachte darüber nach, ob er wohl lieber im Bett geblieben wäre, ob er wohl Familie hat, mit Kindern, die heute schulfrei haben, während Papa arbeitet, um für den Lebensunterhalt zu sorgen. Ich war gerührt und empfand so etwas wie Dankbarkeit.

Ich erinnerte mich an den Rezeptionisten, bei dem ich kurz zuvor ausgecheckt hatte und an die Menschen, die morgens um 7.00 Uhr bereits im Frühstücksrestaurant waren, um alles für die Gäste her zu richten.

Mir fiel auch wieder die Sekretärin des Honorarkonsuls ein, die mir vor zwei Tagen noch ihr Leid geklagt hatte, weil sie immer mehr das Gefühl hat, dass niemand die wertvolle Arbeit schätzt, die sie für die ganzen Deutschen im Ausland leistet.

Mir wurde bewusst, wie sehr wir alle einander dienen. Einerseits, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Andererseits,  damit wir alle es gut haben und unser Leben als Gesellschaft funktioniert. Die Putzfrauen des Hotels, der Lifeguard am Pool, die Angestellten der Restaurants, die Kassierer im Supermarkt, die Verkäuferinnen in den Boutiquen, die Taxifahrer, die Busfahrer, die Piloten, die Stewardessen, die Menschen im Tower, die ganzen Menschen, die in Krankenhäusern arbeiten, die Ärzte und ihre Helfer…. wir sind so sicher eingebettet in ein Netz verschiedenster Dienstleistungen, die unser Leben nicht nur ermöglichen, sondern auch angenehm machen.

Wie sehr würde sich unsere Welt verändern, wenn wir uns dessen mehr bewusst wären? Wenn wir uns mehr bewusst wären, wie sehr wir selber einen Dienst leisten und wie sehr alle anderen ebenfalls ihren Dienst für uns leisten?
Wie sähe unsere Gesellschaft aus, wenn wir uns selbst und alle anderen als Dienstleister würdigen würden?
Anstatt immer nur zu sehen, was nicht funktioniert, was schlecht ist, was anders ist, als wir?

Ich bin kein Busfahrer, kein Taxifahrer, kein Pilot, kein Arzt, keine Rezetionistin und auch kein Lifeguard an einem Pool.

Ich bin ich. Und leiste meinen Dienst.
Du bist du. Und leistest deinen Dienst.
Die anderen sind die anderen. Und leisten ebenfalls ihren Dienst.

Und das ist gut so. Richtig, richtig gut so! Und wenn wir lernen, unsere eigene Vielfalt und die aller anderen endlich entsprechend zu würdigen, dann wird es viellicht sogar noch ein bisschen besser in dieser Welt, in der so vieles gerade wirklich besser werden muss!

Alles Liebe für dich!

Melanie

PS: Wie immer freue ich mich über einen Kommentar, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat!

Hochsensibilität, Hochfrequenz, die Kilonova und andere Wunder

Vor ein paar Monaten tauchte plötzlich diese Idee in mir auf: Was, wenn Hochsensibilität nichts anderes ist, als Hochfrequenz? Also eine ganz spezifische Schwingung, die höher ist als beim Durchschnitt der Bevölkerung und mit der wir auf anderen und völlig neuen Frequenzen senden und empfangen?

Gesetzt den Fall, wir setzten für Hochsensibilität tatsächlich den Begriff der Hochfrequenz, würde sich von jetzt auf gleich vieles ändern:

  • Wir bekämen eine Ahnung davon, dass unsere besondere Konstitution eine logische Folge der Expansion des Universums und der Schwingungserhöhung unseres Heimatplaneten ist, ein Zeichen dafür also, dass sich unser System den äußersten Umständen und der Schwingungserhöhung angepasst hat.
  • Wir bekämen eine Ahnung davon, dass wir mit dieser Konstitution der Hochfrequenz über besondere Fähigkeiten verfügen, die wir vorher in dieser Form nicht hatten und die man auch nirgends erlernen kann. 
  • Uns fiele auf, dass es vor allem unsere Hochfrequenz ist, weswegen sich andere Menschen in unserer Nähe auffallend wohl und besser fühlen.
  • Uns würde bewusst, dass und wie mühelos wir eigentlich wirken können. Vor allem dann, wenn wir uns maximal entspannt fühlen.
  • Wenn wir ganz mutig wären, fiele uns vielleicht auch auf, dass wir oftmals ohne jede Absicht heilen, einfach so und so einfach.
  • Wir würden Spiritualität und Esoterik nicht länger als mystisch oder obskur, sondern als vollkommen normal betrachten. 
  • Wir wüssten, dass es unsere eigene Hochfrequenz ist, die uns ermöglicht, dass wir Zugang zu Informationen haben, die sich in anderen, höher schwingenden Dimensionen befinden. Immerhin postuliert die Wissenschaft augenblicklich die Existenz von bis zu zwölf Dimensionen. 
  • Wir wüssten, dass wir uns mehr denn je um unsere Hygiene auf allen Ebenen kümmern müssen – mental, körperlich, seelisch, materiell und in unseren Beziehungen.
  • Wir sähen unsere Konstitution nicht mehr als vom Schicksal auferlegte Last, sondern als großartige Gelegenheit und uns selbst als Wegbereiter für eine neue Welt in einer neuen Zeit.
  • Wir hätten den Mut, ganz neue Berufe zu erfinden, die das Beste von allem, was uns ausmacht, vereinen.
  • Und wir fühlten die große Kraft, die sich aus der Verbindung mit anderen Hochfrequenten ergibt und wie dadurch Co-Kreation zum Wohle des Großen Ganzen entstehen kann.

Gesetzt den Fall, wir würden uns zukünftig nicht mehr als Opfer unserer Hochsensibilität, sondern als hochfrequente Schöpfer betrachten – zu welchen Kreationen wären wir imstande?

Wie sehr würde uns gewahr, dass wir eins sind mit diesem unendlich großen Universum und allem, das in ihm ist…..?

Apropos Universum: Gestern kam die Meldung heraus, dass es der Wissenschaft erstmalig gelungen ist, den Ursprung von Gravitationswellen zu beobachten. In einer 130 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie entdeckten Astronomen eine “Kilonova”, die Verschmelzung von zwei Neutronensternen. Diese Entdeckung gilt als Meilenstein und wird viele der bisherigen Theorien über unser Weltall vollkommen auf den Kopf stellen.

Zum Beispiel die der Lichtgeschwindigkeit., die es ja eigentlich gar nicht geben kann, weil der Weltraum eben nicht linear, sondern gekrümmt ist.

In diesem Zusammenhang wäre ich übrigens äußerst glücklich, wenn mir endlich jemand die Frage beantworten könnte, wie es möglich sein kann, dass ich beinahe in Echtzeit mit Menschen chatte, die fünftausend Kilometer oder mehr von mir entfernt sind? Das mit den Nullen und den Einsen habe ich verstanden. Aber in was genau verwandeln sich diese Nullen und Einsen? Was ist es, das so schnell ist, dass es beinahe in Echtzeit von den Kanaren nach Deutschland und zurück fliegt und womit wird dieses Etwas transportiert?

Was, wenn wir einfach mit Frieden und großer Freude im Herzen annehmen könnten, dass es so viele Wunder gibt, die es noch zu entdecken gilt?

Und was, wenn ausgerechnet DU eines dieser Wunder bist….?

Wäre das nicht absolut wundervoll!?

 

Alles Liebe für dich!

 

Melanie

 

PS: Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, freue ich mich über deinen Kommentar. Wenn du jemanden kennst, mit dem du ihn teilen möchtest, freue ich mich auch hierüber. Vielen Dank!

PPS: Wenn dich als hochfrequenter Mensch angesprochen fühlst und nach einem zeitgemäßen Ausdruck für dich suchst, mit dem du endlich dein Potenzial zur vollen Entfaltung und Wirkung bringen kannst, dann schreibe mir eine mail an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

Polsprung

Neulich entschied ich, mich aus den Social Media – insbesondere Facebook – zurück zu ziehen. Ich ließ dabei offen, ob es für eine gewisse Zeit oder gar für immer sein würde….

Ich spürte nur allzu deutlich, dass ich mich mit der Energie, die ich dort größtenteils wahr- und aufnahm, nicht mehr wohl fühlte. In dem Moment, in dem ich diese Entscheidung innerlich getroffen und die Social Media Tür vorerst zu gemacht hatte, öffneten sich plötzlich andere Tore. Tore zu Erkenntnissen, die ich in dieser Form nicht für möglich gehalten hätte.

Dies geschah ausgerechnet um dem 23. September 2017 herum, also jenem Datum, dem verschiedene Richtungen eine große Bedeutung beimaßen. Und in der Tat: In mir – so fühlt es sich an – hat sich eine Art “innerer Polsprung” ereignet. Meine Wahrnehmung hat sich verändert, sie ist so viel klarer und deutlicher geworden. Dabei sind manche Erkenntnisse  in ihrem Kern so simpel, dass mich diese Einfachheit schon fast wieder überfordert. Aber nur fast.

So nehme ich zum Beispiel die tiefe Verzweiflung all der bedürftigen Egos wahr, die andere Denkweisen und Richtungen aus lauter Unkenntnis oder Unverständnis öffentlich diffamieren und verurteilen. Das schmerzt mich zum einen für die Diffamierten, zum anderen aber auch für die verzweifelten Egos, die die anderen verurteilen.
Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll, aber ich kann so etwas nicht mehr – wie vorher – aus einer beobachtenden Distanz heraus betrachten, ich fühle es. Und es ist ok. Erstens, weil ich es kann und zweitens, weil dieses “Mitfühlen” mir weitere, für mich wichtige Erkenntnisse liefert. Unter anderem die Erkenntnis, wie sehr ich selbst verurteilt habe.

Konkurrenz ist eine Illusion

Ich sehe die erbitterten Kämpfe vermeintlicher Konkurrenten, die noch nicht erkannt und verstanden haben, dass es Konkurrenz gar nicht geben kann in einem Universum unendlich vieler Möglichkeiten, sondern dass ein jeder einzigartig ist und diese Einzigartigkeit wundervoll und der gemeinsamen Entwicklung unendlich förderlich ist.

Sie denken: Oh Gott, dieser Blödmann (oder diese Blödfrau) macht ja etwas ganz Ähnliches wie ich, und der (oder die) könnte mir meine Kunden wegnehmen, und das, obwohl der (oder die) ein solcher Blödmann (oder eine solche Blödfrau) ist!
Dabei könnten wir denken: Oh, da ist noch einer, der etwas Ähnliches macht, wie ich. Ich arbeite zwar ganz anders und kann mich mit seinen (ihren) Methoden (z.B. Einhornreiten oder Bäume umarmen) überhaupt nicht identifizieren, aber sei’s drum: Dieser Mensch ist genau richtig für die Menschen, denen er jetzt helfen kann und es ist wichtig, dass jetzt alle Helfer, gleich welcher Richtung, aus ihren Verstecken kommen und mit anpacken, damit wir diesen Wandel hier gemeinsam und mit vereinten – nicht getrennten – Kräften wuppen.

Die eigene Kleinheit erkennen und annehmen

Es wäre so einfach, so zu denken und zu fühlen, oder!? Allerdings setzt dieses Denken voraus, dass wir uns zuvor mit unserer eigenen Kleinheit auseinander gesetzt haben. Wenn wir unsere eigene Kleinheit und daraus resultierende Kleinlichkeit erkannt haben und liebevoll als einen Teil von uns annehmen, können wir erst wirklich wachsen. Unter anderem, weil wir erkennen, dass auch all die anderen dieses Gefühl der Kleinheit in sich tragen und nur deswegen manchmal so kleinlich sind mit anderen. Wenn wir dies erkannt haben, kann Mitgefühl entstehen und im Mitgefühl ist jegliches Begehr für Verurteilung nicht mehr vorhanden. Weil Mitgefühl verbindet. Wie könnte ich etwas verurteilen, mit dem ich in Wahrheit verbunden bin? Dies ist der erste Schritt in die eigene Größe. Sie orientiert sich am anderen und an der Feststellung, dass ich mit dem “anderen” zutiefst verbunden bin. Das klingt nur auf den ersten Blick paradox. 

Je mehr ich zu mir selber stehe, wie eine Mutter zu ihrem Kind steht, je mehr ich meine eigene Andersartigkeit nicht nur annehme, sondern sie als etwas Besonderes sehe, als einen wichtigen Bestandteil in einem Kollektiv unendlich vieler anderer wichtiger Bestandteile, desto mehr kann ich all das andere und Andersartige in dieser Welt mit Freude begrüßen. Weil ich weiß, dass wir uns ergänzen und das große Bild komplettieren!

Und das ist das, was ich mit “innerer Polsprung” meine. Ich habe mich mit ein paar anderen Menschen dazu ausgetauscht und sie gefragt, wie es ihnen geht, welche intensiven inneren Wandlungen sie selbst in den letzten Wochen und Monaten erlebt haben und stelle fest: Wir werden immer mehr!

Eine neue Zeit in einer neuen Welt

Immer mehr Menschen scheinen zutiefst verstanden zu haben, dass die alte 3D-Welt, in der wir vornehmlich dafür gekämpft haben, die Bedürfnisse unseres bedürftigen Egos zu stillen, vorbei ist. Erst gestern sprach ich mit einem Mann, der im Finanzsektor tätig ist (der also mit Einhornreiten und dergleichen eher wenig am Hut hat) darüber und er meinte: “Der Sprung ist getan. Die alte Welt ist vorbei!”

Nun sind wir gefragt, die Neue Welt aktiv mit zu gestalten. Zu wissen, dass jede Erkenntnis, die wir über uns selbst gewinnen, wichtig ist. Dass wir nicht müde werden, uns selbst und unsere Überzeugung von der Welt liebevoll infrage zu stellen, bevor wir jemand anderen infrage stellen.
Zu spüren, dass wir alle miteinander verbunden sind.
Uns so oft es geht mit unserer eigenen Quelle zu verbinden, in der die Weisheit über das All-Ein seit Anbeginn aller Zeiten geschrieben steht.
Viele von uns sind weite und steinige Wege gegangen und haben die Ego basierte 3D-Welt nun endgültig hinter sich gelassen.

Ich kann das so deutlich fühlen. Wir wissen, dass die Energie, die wir aussenden, Wirkung auf andere hat und letztlich in derselben Qualität, in der wir sie ausgesandt haben, wieder zu uns zurück kommt. Wir wissen, wie wichtig es ist, achtsam zu sein mit allem, was wir aussenden. Mit jedem Wort, mit jeder Tat, mit jedem Gedanken, mit jedem Gefühl.

Play it again, Sam!

Bis zu diesem inneren Polsprung, gab es immer wieder Phasen, in denen ich ernsthaft der Überzeugung war, dass es sich um einen Schluckauf in der Matrix gehandelt haben muss, dass ich ausgerechnet zu dieser Zeit auf diesem Planeten gelandet bin. Wie lange habe ich mich als einzige Verrückte in einem Haufen Normaler gefühlt, wie sehr habe ich versucht, auch ein bisschen normal zu sein, wie lange dachte ich, ich bin allein auf weiter Flur? Und heute treffe ich immer mehr Menschen, denen es genauso ging. Genau SO! 

Seit diesem Polsprung denke ich nur noch: Wow! Was für ein tolles, reiches, schönes Leben! Alles ist möglich! Und ich würde immer, immer wieder kommen! 

Wenn du diesen Beitrag bis hierhin gelesen hast, ist es recht wahrscheinlich, dass du auch schon in der Neuen Zeit angekommen bist. Ich schrieb es oben schon einmal: Wir werden immer mehr! Wir sind die, auf die wir so lange gewartet haben. Wir sind hier! Ist das nicht wundervoll!? Und damit wir einander weiter erkennen, bin ich in die Social Media Welt zurück gekehrt. Der Zweck heiligt die Mittel und das Mittel selbst ist auch nur eine menschliche Kreation, die wir mit der Energie der Neuen Zeit entsprechend gestalten können.

Ich freue mich so sehr auf und über UNS und auf alles, was wir an Schönem gemeinsam kreieren werden!


Alles Liebe


Melanie

 

PS: Wenn du aktuell an dem Punkt in deinem Leben bist, wo du herausfinden willst, welches dein Beitrag sein kann, um die Neue Zeit mit zu gestalten, dann melde dich gerne bei mir. Schreibe mir eine Email an fuerdich@melanie-kaltenbach.de. Unter Angebot findest du weitere Informationen zu meiner Vorgehensweise.

PPS: Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, freue ich mich über deinen Kommentar. Wenn du jemanden kennst, für den er hilfreich sein könnte, freue ich mich, wenn du ihn an die Person weiter leitest. Vielen Dank!

PPPS: Auf meinem Instagram-Account findest du vor allem schöne Bilder von La Gomera. Auf meinem youtube-Kanal sende ich auch ab und an.

 

Erwachende Seele. Deine Zeit ist jetzt!

Liebe erwachende Seele!

Wenn du dich von dieser Anrede angesprochen fühlst, freue ich mich, dass du hier bist.

Zunächst einmal möchte ich gerne erläutern, was ich unter “erwachende Seele” verstehe.

Was ist eine “erwachende Seele”?

Ich verstehe unter erwachenden Seelen jene Menschen, deren Bewusstsein sich in den letzten Jahren erweitert hat.

Menschen, die sich immer mehr bewusst werden, dass alles miteinander in Verbindung steht.
Menschen, die sich immer mehr bewusst werden, dass sie mit ihren Gedanken tatsächlich ihre Realität kreieren. Menschen, die sich ihrer selbst und damit ihrer Macht und Verantwortung immer mehr bewusst werden.
Menschen, denen es möglich ist, sich mit ihren Erfahrungen und Traumata aus diesem und vielleicht auch vorherigen Leben intensiv auseinander zu setzen und diese aufzulösen und im besten Falle zu heilen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Menschen oder Seelen dazu in der Lage sind. 

Mögliche Faktoren, die zu dieser Bewusstseinserweiterung führen

Ich glaube, dass die Erweiterung des Bewusstseins der erwachenden Seelen in der Regel nicht “einfach so” geschieht. 

Wenn wir uns zum Beispiel anschauen, wie viele Menschen in den letzten Jahren ihre Ernährung umgestellt haben. So viele, die kein Fleisch mehr essen und auch immer mehr, die gar keine tierischen Proteine mehr zu sich nehmen.

Eine derart radikale Umstellung der Ernährung hat selbstverständlich Auswirkungen auf das gesamte System “Mensch”. Hinreichend konkrete Aussagen zu diesen Veränderungen findet man unter anderem bei Rüdiger Dahlke.

Nicht zu vergessen all diejenigen, die Meditation, Yoga und andere Entspannungstechniken in ihren Alltag integriert haben und regelmäßig praktizieren.

Mir geht es nicht darum, über die richtige oder falsche Ernährungs- und Lebensweise zu diskutieren. Mir geht es darum, zu verdeutlichen, welche Faktoren meiner Meinung nach – und unter anderem – dazu führen, dass sich unser Bewusstsein – sowohl individuell als auch kollektiv – immer mehr verändert.

Weitere Faktoren, die für die Veränderung unseres Bewusstseins mit verantwortlich sind, liegen außerhalb unseres persönlichen Einflussbereiches. Allen voran die nachweisbare Veränderung des Erdmagnetfeldes. Wer sich hierüber näher informieren möchte, ist bei Dieter Broers als wissenschaftliche Quelle gut aufgehoben. Und auch die verstärkten Sonnenaktivitäten in Zusammenhang mit der Veränderung des Erdmagnetfeldes tragen dazu bei, dass in unserem Gehirn und in unseren Körpersystemen Veränderungen stattfinden, die kaum wissenschaftlich untersucht werden (können).

Neulich war ich auf der Suche nach wissenschaftlichen Untersuchungen, die sich mit der Verbindung von Hochsensibilität und Gehirnaktivitäten beschäftigen. Ich habe eine einzige Quelle gefunden, allerdings galten die dortigen Ergebnisse als nicht valide. Der Hauptgrund für die Schwierigkeit solcher Untersuchungen liegt darin, dass das Gehirnareal, in welchem Hochsensibilität – wenn überhaupt – nachgewiesen werden könnte, am lebenden Gehirn nicht sichtbar zu machen ist. 

So muss ich mich also auf meine Beobachtungen, meine eigenen Forschungsarbeiten und auch auf meine ganz persönliche Erfahrung berufen, wenn ich von der “erwachenden Seele” in Zusammenhang mit dem Bewusstseinssprung und den dafür möglicher Weise mitverantwortlichen Faktoren spreche.

Ein weiterer und meiner Meinung nach äußerst wichtiger Faktor für die Erweiterung des Bewusstseins ist der Cyber, also jenes für uns unsichtbare Netz aus Informationen, die wir über das Internet empfangen, senden und austauschen. Zur Macht des Cyber und einer ganz persönlichen Erfahrung damit werde ich mich in einem späteren Artikel noch ausführlich äußern.

Sinn und Zweck meiner zukünftigen Arbeit

Ich erlebe, dass viele Menschen in meinem nächsten und auch entfernteren Umfeld die aktuelle Zeitqualität als sehr herausfordernd empfinden. Insbesondere im letzten Jahr ist es zu immer radikaleren Umwälzungen bei vielen Menschen gekommen. Das, was bislang als vertraut und sicher und ewig während galt, wird immer öfter Prüfungen auf Wahrhaftigkeit unterzogen. Vieles, das bislang als sichere Basis für das eigene Leben galt, beginnt zu bröckeln.
Ob man will, oder nicht. Die meisten wollen es – ehrlich gesagt – lieber nicht, was verständlich ist, denn solche Prüfungen bringen immer Veränderungen der gewohnten Situation mit sich und es liegt in unserer Natur, dass wir Veränderungen gegenüber nicht so freundlich eingestellt sind wie gegenüber dem Beständigen.

Nur – und das ist mein Gefühl seit langem – Beständigkeit wird es in der nächsten Zukunft nicht geben.

Zu massiv sind die Veränderungen auf allen Ebenen, die momentan und sicherllich auch zukünftig vonstatten gehen. Das Klima verändert sich, die Wirtschaft verändert sich, wir verändern uns.
Wie sollte es anders sein in einem Universum, das sich in vermutlich exponentiell wachsender Geschwindigkeit ausdehnt? Etwas, von dem wir uns niemals ein wirkliches Bild werden machen können, weil die Dimensionen, von denen wir hier sprechen, jeden uns bekannten Raum sprengen, um sie überhaupt im Modell darstellbar zu machen.

Das kann einen beunruhigen, es kann einen aber auch beruhigen. weil es uns verdeutlicht, dass es so viel mehr Faktoren gibt, die für unser Sein in diesem Kosmos zusammenspielen, als wir jemals auch nur ansatzweise erahnen könnten. Wer dies einmal verstanden hat, kann sich fortan den Luxus erlauben, immer mehr vermeintliche Kontrolle abzugeben und sich dem Fluss des Lebens hinzugeben.

Ich habe in den letzten Jahren selbst so viel erforscht, so viel selbst erfahren, bin durch so viele Täler gegangen und habe aber auch so viele Gipfel erklommen – und ich möchte all den erwachenden Seelen, die gerade eine Unterstützung und Orientierung auf ihrem Weg brauchen – gerne diese sein. Ein Wegbegleiter für einen Abschnitt des Weges in einer herausfordernden Zeit. Ein Ruhepol. Ein Frequenzverstärker. Das Thema “Frequenzen” ist ein zunehmend wichtiges Thema, weswegen ich auch hierauf in Zukunft verstärkt eingehen werde.

Überhaupt bin ich zutiefst von der Wahrheit der Worte Nikola Teslas überzeugt:

‘If you want to find the secrets of the universe, think in terms of energy, frequency and vibration.’

 

Es gibt viel zu tun, viel zu sagen, viel zu schreiben. Alles ist Energie. Möge die, die ich mit meinen Worten erzeuge, von guter und heilsamer Qualität sein.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du damit in Resonanz gehst, dann kannst du dich auf Weiteres freuen, was ich ab sofort zum Thema “Erwachende Seelen” schreiben werde. Wenn du meinen Newsletter bereits abonniert hast, werde ich dich regelmäßig per Email informieren, sobald es etwas Neues gibt.. Wenn du meinen Newsletter noch nicht abonniert  hast, kannst du dich oben rechts oder auf der Startseite dafür eintragen.

Ich wünsche uns allen – den erwachenden Seelen und den noch schlafenden – dass wir uns unserer Freiheit und Macht immer mehr bewusst werden.  Die Erde, auf der wir leben, ist ein Paradies. Wir könnten es so schön hier haben und unseren Nachfahren einen so schönen Patz hinterlassen. Wir wissen, wie es geht. Ja, wir wissen es wirklich. Aber wir tun es nicht. Nicht in aller Konsequenz. Noch nicht. Denn wir sind ja gerade erst dabei, zu erwachen….. Und wir werden immer mehr!


Alles LIEBE

 

Melanie

 

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Vertraue dem Prozess. Oder: Die Wege der Eingeweihten

Mein Plan stand fest: Heute würde ich – nach viel zu langer Zeit – endlich wieder in den Wald fahren! Meine Sehnsucht nach den Bäumen und der Stille meines geliebten Waldes wurde mit jedem Tag größer, ich konnte nicht länger warten. Mein Mann hatte frei und konnte sich um die Kinder kümmern. Das hieß: Auch ich hatte einen ganzen Tag lang frei. Ich konnte um 08.00 Uhr gemütlich den Bus nehmen, hoch in die Berge fahren und frei entscheiden, wo ich aussteigen und welchen Weg ich gehen würde.

Das Ausmaß meiner zeitlichen Freiheit führte allerdings dazu, dass ich mich einfach nicht entscheiden konnte, in welchen Bereich unseres großen Waldes ich denn gehen wollte. Als ich mich am Vorabend ins Bett legte, hoffte ich, am nächsten Morgen gleich den entsprechenden Impuls zu bekommen. Doch es kam keiner.

Als ich mir im Bad die Zähne putzte, dachte ich auf einmal an meine Freundin Eva. Eva hatte in der letzen Zeit immer mal wieder von diesem besonderen Waldstück erzählt, das ganz geheim liegt und das nur wenige kennen. Man muss dazu wissen, dass es hier auf Gomera erstens per Gesetz nicht gestattet und zweitens aus lebenserhaltenden Gründen auch nicht zu empfehlen ist, von markierten Wegen abzuschweifen und einfach mitten durch die Pampa oder über das Gebirge zu laufen. Dieser geheime Wald, so Eva, sei aber – bis auf die Einstiegs- und die Ausstiegsstelle – durchgängig markiert, also sehr wohl ein offizieller Wanderweg. Nur halt ein geheimer, der auch in keiner Karte eingezeichnet sei.
Ich kannte die ungefähre Lage, hatte aber dennoch keinen Schimmer, welches Waldstück Eva meinte. Sie würde es mir eines Tages zeigen.

Ich zog mich an, packte meinen Rucksack, schrieb einer anderen Freundin noch schnell, dass ich mich nun auf den Weg in den Wald machen würde und noch keinen Plan hätte, wohin ich genau wollte und dass ich dies den Busfahrer entscheiden lassen würde (was hier bei allen Busfahren bis auf einen kein Problem ist) und machte mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Als ich gerade an der Haltestelle war, tauchte auf einmal Eva auf.

Gleich neben der Bushaltestelle stand ihr Auto, in das sie gerade einsteigen wollte. Wir begrüßten uns fröhlich und ich fragte sie, ob sie zufällig nach oben in den Wald führe. Ja, meinte sie, sie hätte im Regenwald einen Termin und sie könne mich gerne mitnehmen. Ich erzählte ihr, dass ich heute wandern wollte, aber noch keinen Plan hätte, wo.
“Das ist doch die Gelegenheit, dass ich dir das Waldstück zeige”, sagte Eva. “Ich muss eh dort vorbei.”

Dann fuhren wir nach oben. Irgendwo – mitten auf der Strecke an einer kleinen Bucht hielten wir an und stiegen aus. Wir gingen ein paar Meter und Eva zeigte mir den Einstieg in das Waldstück. Ganz ehrlich: Niemand würde jemals vermuten, dass ein paar Meter hinter dem völlig verwachsenen Einstieg ein kleiner, befestigter Waldweg beginnt.

Auf in ein neues Abenteuer

Eva wünschte mir viel Freude und ging zurück zu ihrem Auto. Und ich stieg ein, in das neue Abenteuer und schwebte in den nächsten Stunden durch einen der schönsten, zauberhaftesten und lieblichsten Wälder, die ich je gesehen habe. 
Das Sonnenlicht kroch gerade ganz frisch über den Baumwipfeln empor und warf die schönsten Lichtspiele auf die Baumstämme. Der Wald war so friedlich, es war so unglaublich still und das einzige, das ich hören konnte, waren meine Schritte auf dem trockenen Waldboden und hier und da der Morgengesang eines Vögelchens….

Und es begegneten mir kleine und große Wunder…

Kurz vor Ende meines Spazierganges in diesem Zauberwald vernahm ich plötzlich Stimmen. Dies musste die Stelle sein, an welcher der Weg des Zauberwaldes auf den offiziellen Weg – ich nenne ihn X – stößt, wovon mir Eva vorher schon erzählt hatte. Und tatsächlich: Hier kannte ich mich nun wieder aus. Ich schaute mich um und fragte mich, warum mir der Weg in diesen kleinen, geheimen Zauberwald nie aufgefallen war. Ganz einfach: Weil man kurz vor dem offiziellen Weg wieder aufgehört hatte, den kleinen Weg des Zauberwaldes sichtbar zu befestigen.
Es ist von keiner Seite von außen ersichtlich, dass es diesen kleinen Schatz gibt. 
Er ist ein Geheimnis. Und wird es auch bleiben.

Wie so viele Kraftplätze auf dieser Insel, die von außen nicht als solche erkennbar sind und von denen man nur erfährt, wenn einem andere Eingeweihte von ihnen erzählen.

Lessons learned:

Ich habe gestern – alleine durch diesen kleinen Ausflug – wieder mehrere Dinge gelernt:

1. Vertraue dem Prozess und gib dich hin
Es ist wichtig und vielleicht auch immer wichtiger, dass wir uns auf den Prozess des Lebens mehr einlassen. Dass wir nicht versuchen, alles von vornherein bis ins letzte Detail zu planen, sondern uns auch eine gewisse Art von Ergebnisoffenheit trauen und gestatten.  Je mehr wir uns auf den Prozess des Lebens einlassen, je mehr wir uns dafür öffnen, desto mehr kann uns Schönes widerfahren!

Auch in der Arbeit ist es sehr hilfreich, sich eine gewisse Ergebnisoffenheit zu bewahren. Diese Ergebnisoffenheit ermöglicht nämlich ganz oft völlig neue kreative Lösungen!

2. Für die schönsten Wege brauchst du Eingeweihte
Ohne meine Freundin Eva hätte ich diesen Wald niemals gefunden. Unmöglich. Total versteckt. Obwohl ich schon zig Mal um ihn herum und daran vorbei gelaufen bin.
Dasselbe erlebe ich auch in meiner Arbeit und zwar in beiden Richtungen: Ohne meine Mentoren würde ich vieles nicht sehen, das ganz klar vor meiner Nase liegt und “eigentlich” offensichtlich ist.
Und auch meine Anvertrauten sagen oft: “Meine Güte, ich bin doch selber Coach. Ich weiß doch “eigentlich”, wie es geht. Warum bin ich nicht von allein drauf gekommen?”

Ganz einfach: Wir brauchen Menschen, die einen anderen Blick haben, als wir. Weil sie den Weg, den wir selbst gerade beschreiten, schon einmal gegangen sind. Das sind die Eingeweihten, die dir den Eingang zeigen, zu deinem Weg, den du dann alleine gehen und auf dem du all die Wunder deines Lebens entdecken kannst.

3. Natur und Stille sind die besten Lehrer
Wenn wir wirklich bereit und gewillt sind, wieder in tiefen Kontakt mit uns selbst zu kommen und der Stimme unserer eigenen Weisheit zu lauschen, geht das nirgends besser als in der Stille der unberührten Natur. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Natur die beste Lehrerin von allen ist! Nirgends sonst ist die Erinnerung an unsere alten, tiefen Wurzeln so nah und greifbar, wie in der Kraft und der Stille einer unberührten Natur, von der wir ein Teil sind.

“Wenn du bereit bist, komm zu mir. Ich werde dich mit in die Natur nehmen.
Die Natur kann dich alles lehren, was du lernen musst.”

Rolling Thunder, Indianischer Schamane
aus “Leben im Prozess” von Anne Wilson Schaef

 

Wenn du bereit bist, dir deinen Lebensweg anzuschauen und du einen “Eingeweihten” brauchst, der dir den Eingang zu dem schönsten deiner Wege zeigt, dann melde dich bei mir. Ich weiß, dass du alle Weisheit bereits in dir trägst. Und sei gewiss, wir werden die Wege zu ihr – zu deiner inneren Weisheit – finden. Ab diesem Zeitpunkt wird sich jeder weitere Schritt für dich anfühlen wie ein Gang durch deinen ganz eigenen Zauberwald des Lebens! Auf meiner Seite Angebot findet du eine genaue Beschreibung meiner Arbeit. 

Ich freue mich auf dich!

Alles Liebe

Melanie

 

PS: Wenn dir diese Geschichte gefallen hat, freue ich mich über deinen Kommentar und wenn du sie teilst. Wer weiß, wem sie aus dem Herzen spricht… Danke! 

PPS: Die Geschichte, warum es letztlich total toll war, dass mir der Bus für den Rückweg ganz knapp vor der Nase weg fuhr und was ich in den nächsten drei Stunden gemacht habe, kommt zu einer anderen Zeit… 

Donald, Kim Jong Un, du & ich. Oder: Alle auf derselben Party

Thema Nummer Eins in den Nachrichten ist der sich zuspitzende Konflikt zwischen den USA und Nordkorea. Unser Weltfrieden, so man überhaupt noch davon sprechen kann, ist in Gefahr.

Es sind indes aber nicht nur die großen Staaten, die im Krieg sind. Auch auf allerkleinster persönlicher Ebene wird  gefochten. Um was? Ganz einfach: Um die Erhaltung machtbedürftiger Egos!

Wie Krieg entsteht

Krieg  – egal ob im Großen oder im Kleinen – entsteht, wenn und weil wir uns auf die Unterschiede zwischen uns und anderen konzentrieren.  Sich auf die Unterschiede zu konzentrieren und sich durch die Feststellung von Unterschieden abgrenzen zu können, ist eine der wirksamsten Strategien zur Aufrechterhaltung des Egos. Es hat dann etwas, womit es sich identifizieren kann.
So funktioniert Konkurrenz und Wettbewerb (was ich im Übrigen für ein absolut überholtes Prinzip halte) und man kennt es auch von jedem Ehestreit: Der eine will das, der andere will etwas anderes und beide wollen das, was sie wollen, jeweils für sich durchsetzen. Und je mehr man sich auf das konzentriert, was man selber will und der andere aber nicht will, umso aufgeplusterter wird das Ego und umso schlimmer wird der Streit und desto weiter entfernt man sich voneinander. Dabei war man doch gerade als frisch Verliebter mit nichts anderem beschäftigt als damit, die vielen kleinen und großen Gemeinsamkeiten zu finden? Ist das nicht absurd? Liebe beginnt im Erkennen von Gemeinsamkeiten und endet durch die Konzentration auf die Unterschiede. Auf das, was trennt.

Wie Frieden entsteht

In Anbetracht der aktuellen Weltsituation darf und muss man sich allerdings ganz besonders die Frage stellen, ob es nicht wesentlich sinnvoller ist, dass wir uns wieder auf die Gemeinsamkeiten besinnen!?

Unser aller größter gemeinsamer Nenner ist, dass wir ALLE (!) JETZT (!) FÜR EINE WINZIG KLEINE ZEITSPANNE (!) GEMEINSAM (!) auf einem der vielleicht schönsten, liebens- und vor allem lebenswertesten Planeten sind, die dieses Universum zu bieten hat! Wir sind grad alle auf derselben Party! Sollten wir da nicht dafür sorgen, dass es allen, die gerade mit uns hier sind, gut geht? Dass alle genug zu essen haben und vor allem, dass es unserem Festplatz – der Erde – gut geht!?

Wie zum Geier kann einen in Anbetracht der aktuellen Situation noch persönlicher Erfolg oder Sieg über andere interessieren?  Persönlicher Erfolg, der nicht das Wohl des Gemeinwesens und damit das des Planeten zum Ziel hat, wird zukünftig ohnehin nicht mehr als Erfolg gewertet werden.

Noch mal: Alle Kriege und Kämpfe, die wir auf der Welt – im Großen wie im Kleinen, politisch oder höchstpersönlich – führen, sind die Kriege von Egos, die zu ihrer Identifikation die deutliche Abgrenzung vom anderen brauchen. Was aber ist Abgrenzung aus der Metaebene betrachtet, aus der erkennbar ist, dass alles eins und miteinander verbunden ist!? Das ist absurd.

Ich bin überzeugt, dass die Zeit von Kriegen, Konkurrenz und Wettbewerb überholt ist! Kriege, Konkurrenz und Wettbewerb konzentrieren sich auf und leben von Unterschieden! Die Zeit der Unterschiede muss enden. 
Die Zeit der Konzentration auf die vielen Gemeinsamkeiten, die uns alle miteinander verbinden, darf nun beginnen.
Dann ist Frieden!

Mit wem bist du gerade im Clinch?
Welche deiner inneren Anteile sind gerade miteinander im Clinch?
Wo in dir oder um dich herum wird gerade um Macht und Recht haben gekämpft?
Kannst du – egal wo – kurz innehalten, den Chip nur für zwei Minuten umstellen und dich in dieser Zeit auf die Gemeinsamkeiten besinnen? Auch, wenn es schwerfällt und dein Ego wie ein Rohrspatz motzt!?
Nur zwei Minuten.
Kannst du feststellen, ob und wenn ja, welchen Unterschied es macht, wenn du keinen Unterschied mehr machst..?

Ich wünsche uns allen Frieden!
Dir, mir und allen, die um das Leben ihres Egos kämpfen und aus diesem Grunde Kriege führen, die die Grundlage allen Lebens letztlich zerstören.

Alles Liebe!

Melanie

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Gott sei Dank! Endlich zu Hause.

Neulich sprach ich mit lieben Menschen über die aktuelle Zeit und die Herausforderung, die sie für uns alle derzeit darstellt. In den Sternen steht geschrieben, dass sich nun bei vielen Menschen ein Zyklus vollendet, der in den Jahren zwischen 1998 bis 2000 begann.

 

Umweg, Irrweg? Egal: Hauptsache ein Weg!

Ich dachte darüber nach, was in meinem Leben zu dieser Zeit geschehen war. Zum einen trennte ich mich von meiner Jugendliebe, mit der ich zehn Jahre lang zusammen gewesen war. Außerdem bekam ich einen neuen Chef, der mich fortan bosste, woraufhin ich Ende 2000  meinen ersten Burnout erlitt, den ich beinahe nicht überlebt hätte. Und ich entschied, mein “sicheres” Arbeitsverhältnis zu kündigen und zu studieren. Das waren die drei wesentlichen Punkte, die mir spontan einfielen. Und obwohl sie wirklich gravierend sind, ging ich nicht damit in Resonanz in Bezug auf einen nun endenden Zyklus. 
Bis mir ein paar Tage später einfiel, dass ich 1998 das Buch “Die Prophezeiungen von Celestine” gelesen hatte. Damit ging ich total in Resonanz und mir war klar: Mit diesem Buch begann mein spiritueller Weg….

Bis heute morgen. Denn heute morgen  – als ich mit meiner ersten Tasse Kaffee unter dem Sternenzelt saß – da wurde mir auf einmal gewahr, dass mit diesem Buch vielmehr mein spiritueller Irrweg begonnen hatte! Oder mein Umweg?

Wenn ich bedenke, in wie viele verschiedenen Bereichen ich nachgeforscht, wie vielen verschiedenen Meistern und Weissagern ich gelauscht und geglaubt hatte. Von Menschen, die aufgestiegene Meister und andere Wesenheiten channeln, über Atlantis, die Annunaki bis hin zu anderen Außerirdischen. Auch in die Welten, die sich mir als Laie in der Quantenphysik erschließen, tauchte ich ein. Immer auf der Suche nach Antwort. Auf eine Frage, die ich niemals hatte.

Es gibt keine Umwege. 

Denn heute morgen wurde mir gewahr, dass ich immer, immer, immer von der Existenz Gottes überzeugt war!
Wobei sich mein Bild von Gott im Laufe der Zeit durchaus wandelte. Als Kind hatte ich das Bild vom weisen Bärtigen. Heute spreche ich anstatt von Gott manchmal von der liebenden Schöpferkraft. Ich sehe diese Kraft in jeder Blume, in jeder Wolke, in jeder Welle. Ich höre sie im Lachen meiner Kinder und im Gesang eines jeden Vogels.

Und ich gehöre zu denen, die ganz besonders intensive Gotterfahrungen in ihrem Leben gemacht haben.
Als Kind war ich so verbunden mit der geistigen Welt, dass es für mich ganz selbstverständlich war, mit dieser in ständigem Dialog zu sein.
Doch meine erste richtig intensive Gotterfahrung hatte ich erst Mitte Zwanzig, als ich im Zuge eines mir selbst auferlegten Gelübdes zwei Monate lang jeden Tag einen heiligen Ort aufsuchte, um dort ein Licht anzuzünden. Diese Geschichte habe ich in Wotan. Oder: Der Tag, an dem mir Gott begegnete beschrieben.

Das sollte es aber nicht gewesen sein, Gott begegnete mir weitere Male….
Die nächste intensive Begegnung mit der liebenden Schöpferkraft hatte ich im Jahr 2000, kurz vor meinem Burnout bedingten Zusammenbruch. Ich war mit Delfinen im Wasser und hörte unter Wasser den Himmlischen Ton. Diese Geschichte habe ich u.a. in Jahrestag aufgeschrieben.
 
Als ich in 2002 im Urlaub auf La Gomera bei einer Wanderung, die ich allein machte, an einem ganz besonderen Ort Platz nahm, hörte ich den Himmlischen Ton erneut. Ich werde es nie vergessen, wie ich da saß, oben auf dem Berg, und über das hell leuchtende Wolkenmeer über dem Ozean blickte. In der Ferne war die Spitze von El Hierro zu sehen. Und während ich an “Avalon” dachte, ertönte sie, diese Symphonie, die noch so viel schöner ist als alles, was bislang von Menschen komponiert wurde. Die absolute Harmonie aus verschiedenen Tönen. Das kosmische Orchester. Himmelsgesang.

Vor ein paar Wochen fand ich in einem meiner Tagebücher eine Notiz. Eine Technikerin für elektronische Musikinstrumente hatte mir erklärt, dass in einer ganz bestimmten Frequenz alles Licht sei und dass sich dies anhören kann, wie Musik. Ich hatte das wieder vergessen.

 

Das Licht am Ende des Tunnels

Im Februar 2003 hatte ich eine Art Nahtoderlebnis. Ohne Anlass, einfach so. Ich lag abends in meinem Bett und wollte einfach nur schlafen, als ich mich auf einmal auf einer Straße hoch gehen sah. Oben, auf dem Gipfel, war das Licht. So viel heller und durchdringender als unsere Sonne, und doch konnte ich hinein blicken, ohne geblendet zu sein. Von diesem Licht ging eine unglaublich große Liebe aus, wie ich sie von Erden nicht kenne. An mir vorbei huschten Schattenwesen in Richtung dieses Lichts. Und ich wusste: dahinter, da ist diese Liebe noch viel größer und wenn ich weiter gehe, bis hinüber, dann werde ich morgen früh nicht mehr auf der Erde sein.

Ich dachte an meine Familie und an meine Freunde und ihre Trauer, wenn ich nicht mehr da sein würde. In der Liebe dieses Lichts gehörte das als Wesentliches dazu und es war ok und wäre kein Grund gewesen, nicht hinüber zu gehen. Der Grund, warum ich entschied, hier zu bleiben, war ein Märchen, das ich unbedingt noch schreiben wollte. Es war mir bei meinem letzten Gomeraurlaub vom Himmel in die Seele gefallen. Im März 2003 flog ich nach La Gomera und schrieb das kleine Märchen auf. Es war ein Flowerlebnis der ganz besonderen Art, bei dem ich die ganze Zeit wusste, dass ich lediglich als schreibendes Instrument diene. Erst, als das Märchen fertig war und ich es las, fiel mir auf, dass es von Tod und Wiedergeburt handelt. Es ist bis heute nicht verlegt, aber ich las es einmal in einer Grundschule und ich weiß von der Lehrerin, dass es die Kinder nachhaltig geprägt und in ihren Herzen tief berührt hat. Meine Kinder, von denen ich damals nichtmal ahnte, dass sie eines Tages zu mir kommen würden, lieben es auch.

 

Wenn man vor der Schönheit der Schöpfung nieder kniet

Und so gab es einige dieser Begegnung und Erfahrungen. Die letzte hatte ich vor ein paar Wochen, als ich nach langer Zeit wieder oben im Wald war. Allein, wie ich es liebe. Ich ging durch den Wald und nahm seine Schönheit wahr und in mich auf. Und je mehr ich davon aufnahm, von der Sanftheit und Güte dieser großen, alten Bäume, desto schöner und kraftvoller wurden sie. So schön, dass ich irgendwann sagte: Ich knie nieder vor eurer Schönheit!
Und dann kniete ich innerlich nieder…. Und stellte im nächsten Moment fest, dass diese Schönheit des Waldes ebenso vor mir niederkniete. Weil ich sie sah, weil ich sie erkannte und wahr nahm. Der Wald und ich – wir wurden eins! Oder waren es ohnehin schon immer, nur wurde es mir in diesem Moment vollumfänglich bewusst. Alles ist eins.

Ich brach in Tränen der tiefen Berührung aus, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen und zugleich wurde mir der Schmerz der Weltenseele gewahr, wurde mir bewusst, wie viele Menschen in ihrer Angst gefangen sind und dieses Leben und all die Geschenke und Gaben, die ihnen mitgegeben wurden, nicht leben! Es zerriss mir förmlich das Herz. 

Die Kreise schließen sich, die Puzzleteile finden ihren Platz, das Bild scheint vollendet.

Und ich stelle fest: Ich war nie auf der Suche. Gott war immer bei mir und ich war immer bei Gott.

Warum bin ich dann dennoch 20 Jahre lang auf allen möglichen Wegen gewandelt und habe in den absurdesten Ecken nach Gott geforscht?

Ganz einfach: Weil ich es konnte. Und weil es vielleicht auch meine Aufgabe hier auf Erden erst vollständig macht.
Wie sonst sollte ich die Verwirrung verstehen, die die neospirituelle Szene bei so vielen Menschen angerichtet hat und immer noch anrichtet? Wie sehr ihre Lehren oftmals mehr von dem göttlichen Funken in jedem Menschen ablenken, als dass sie zu ihm hinfühen?
Und ich kann das so gut verstehen! Ich bin Anfang Zwanzig aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Ich konnte und wollte mich mit dieser Institution, die Gott mit all ihren Taten und ihrem Machtanspruch mehr leugnete, als ihn vertrat, nicht mehr identifizieren. Der Austritt selbst schmerzte mich, bei aller Überzeugung auszutreten. Denn ich liebe Gotteshäuser! Und Klöster! Ich wollte lange Zeit ernsthaft Nonne werden, hatte aber ebenso Angst davor, mich innerhalb einer Gemeinschaft derart zu verpflichten. Schließlich war ich immer ein Einzelgänger gewesen, gebündelte Menschenenergie war mir oft so anstrengend und ich liebte und brauchte das gänzliche und stundenlange Alleinsein so sehr, wie ein Fisch das Wasser. 

 

Wirklicher Gottesdienst ist immer und hat keine Zeit

Was ich aber immer wusste war, dass ich Gott dienen wollte. Ich habe nirgend sonst so viel Trost und Liebe gefunden, wie in meiner tiefen Überzeugung von Gott, der liebenden Schöpferkraft. Ich könnte gerade in Tränen ausbrechen, wenn ich darüber nachdenke, wie sehr ich mich teilweise habe ablenken lassen. Und auch, weil ich immer so sehr damit gehadert habe, mit dieser Überzeugung im Außen sichtbar zu sein. Weil ich mich vor der harschen Kritik von Menschen fürchtete, die Gott ausschließlich mit der katholischen Kirche oder sektenähnlichen Gruppierungen in Verbindung bringen. Und es hat diese Kritik gehagelt. Auch 2017 gibt es noch Scheiterhaufen…. aus denen man aber wie Phoenix aus der Asche aufsteigen kann.

So sei es.

Seit heute morgen ist es anders.
Seit heute Morgen bin ich wieder zu Hause. 
Zu Hause in mir.
Zu Hause in Gott.
Ich weiß, ich war dort immer zu Hause.
Es hat sich nur manchmal nicht so angefühlt….
Und auch das war wichtig und richtig.

Ich spüre einen Frieden und eine Ruhe in mir, wie lange nicht.
Alles ist gut.

Zeit für neue Wege….. die man mit Freude gehen kann, wenn man weiß, wo man zu Hause ist.

Und ich wünsche mir, dass ein jeder sein zu Hause in sich selbst und in Gott finden möge.
Es ist so nah und im Grunde genommen ist es auch leicht.

Eines meiner persönlichen Mantren, das mich seit Jahren begleitet und das ich meinen Anvertrauten auch immer sage, lautet:

“Gott liebt dich so, wie er dich gedacht hat.”


Warum solltest du jemals anders sein, als so, wie du bist..?

 

Alles Liebe für dich!

 

Melanie

 

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Das große Warum. Oder: Hast du alles gegeben?

Gestern überkam mich ein merkwürdiger Gedanke.
Ich bin normaler Weise ein positiv denkender Mensch. Das heißt nicht, dass ich mir nicht ab und an auch mal schlechte Laune gönne. Aber es liegt einfach nicht in meiner Natur, mich mit Situationen abzufinden, die mir nicht angenehm sind. Viel lieber suche ich aktiv nach Lösungen. 

Aber gestern, da kam mir auf einmal dieser Gedanke und mit ihm überkam mich gleichfalls ein Gefühl von Melancholie und Traurigkeit.

Ich wurde mir gewahr, wie viel in dieser Welt gerade schief läuft und wie sehr wir alle wissen, was da schief läuft und wie wenig wir doch tun, das zu verändern, obwohl wir genau wissen, wie wir es verändern könnten.

Ich habe mir schon lange abgewöhnt, Nachrichten zu schauen. Ich verschaffe mir einen groben Überblick, immer wissend, dass das, was wir zu sehen bekommen, ohnehin gefiltert ist. Das reicht.

 

Hast du ALLES gegeben?

Nun, gestern dachte ich an die vielen Dinge, die auf unserer kleinen Welt gerade in deutlicher Schieflage sind.
Und ich stellte mir folgende Fragen:

  • Hast du alles getan, um dazu beizutragen, dass sich die Situation verbessert?
  • Hast du alles in deiner Macht stehende getan?
  • Hast du all dein Wissen, das du erlangt hast, weiter gegeben?
  • Hast du all die unterstützt, die deiner Unterstützung bedurft hätten? 

Meine ehrliche Antwort lautete: NEIN! Habe ich NICHT!

Und zwar aus einem ganz banalen Grund:

Aus Eitelkeit und Feigheit.

Das kleine, feige Egolein

Wie oft habe ich bereits Geschriebenes doch wieder gelöscht, aus Angst, es könnte den ein oder anderen brüskieren oder “die Leute” könnten komisch über mich denken?

Wie oft habe ich mich hinter meiner Eitelkeit versteckt und ein Video doch nicht gedreht, weil ich gerade nicht so gut drauf war/ im Haar lag/das Licht schlecht war/der Hahn so laut krähte/die Luft so dünn war, obwohl genau diese Message einem anderen vielleicht wirklich geholfen hätte? Einem einzigen!? An diesem einen Tag. Hätte das nicht als Grund gereicht, es trotzdem zu tun?

Wie oft habe ich mich wissentlich mit sinnlosem Bullshit beschäftigt, obwohl selbst ein Blick an die weiße Wand die wesentlich sinnvollere Alternative gewesen wäre?

Wie lange habe ich meinen Glauben verleugnet, aus Angst, auf einem neuzeitlichen Scheiterhaufen zu landen, was tatsächlich der Fall war, als ich mich letztlich doch öffentlich zu meinem Glauben bekannte, aber ich lebe noch und es war es wert! Weil mir erst dadurch wundervolle, neue Menschen begegnet sind. 

 

Wir sitzen alle auf demselben Mutterschiff Erde

Soviel steht fest: Wenn wir das hier auf unserem Mutterschiff Erde noch irgendwie gewuppt bekommen wollen, dann sind wir jetzt ALLE gefragt.  Wir sind alle gefragt unsere Eitelkeit und unser Ego zu vergessen und endlich los zu legen mit dem, was wir zu bieten haben!
Egal, welche Gabe du hast: Bring sie in die Welt!
Ich bin sicher, dass du einen Dienst zu erweisen hast! Aus eigener Erfahrung und von ausnahmslos allen meinen Klienten weiß ich, dass der jeweilige Dienst meist in der eigenen Geschichte zu finden ist.  Du weißt nicht, wem du durch dein Wirken und sein Sein hilfst. Jemandem, der vielleicht eine ähnliche Geschichte hat wie du und der nur darauf wartet, dass da noch jemand ist wie du, der ihm hilft. Weißt du es? Nein! Probiere es aus!

Kümmere dich nicht um die, die vielleicht komisch über dich denken. Denke an die, denen deine Gabe hilft. Jetzt und hier. Und morgen und übermorgen.

Suche dir Gleichgesinnte, die mit dir auf einer Welle sind. Macht euch gegenseitig Mut und spornt euch an!
Erschaffe dir ein Umfeld, das dich unterstützt in deinem Sein und deinem Tun! Unterstützungssysteme sind heute wichtiger denn je und sie werden immer wichtiger.

Zeig’, dass du da bist. Und Zeig’ dich so, wie du wirklich bist! Damit wir dich sehen und erkennen können!

Und dann lege los und zeige der Welt, was du kannst!

Ansonsten kommt vielleicht auch bei dir irgendwann der Moment, in dem du dir die Frage stellen musst:
Habe ich wirklich alles gegeben, was in meiner Macht stand?
Oder habe ich mich aus Eitelkeit und Feigheit nicht getraut und damit jemand anderem meine Hilfe verweigert, der meiner Unterstützung vielleicht dringend bedurft hätte?  

Der gestrige Moment hat mir wieder einmal mehr bewusst gemacht, was mein Dienst ist:
Nämlich andere Menschen dabei zu unterstützen, ihre Lebensvision, ihr großes “Warum” zu finden und in die Welt zu bringen.
Das ist das, was ich jetzt schon tue, mit meinen Klienten.

Und ich werde zukünftig Wege finden, dass noch mehr Menschen ihr großes Warum finden.
Nicht nur für sich selbst. Das große “Warum” hat immer etwas damit zu tun, dass es anderen besser geht! Es dient letztlich immer dem Gemeinwohl.

Das größte “Warum” sind wir alle!

Und wenn es möglichst vielen Menschen gut geht, dann geht es irgendwann auch unserem Mutterschiff Erde wieder gut! Und wenn es unserem Mutterschiff Erde gut geht, dann geht es auch uns gut. So einfach ist das.

Und das ist das vielleicht größte “Warum”, das es nur geben kann.

In diesem Sinne: Leg’ los! Zeig dich und gib, was du zu geben hast! Es ist Zeit!

Wenn du auf der Suche nach deiner Lebensvision, nach deinem großen “Warum” bist, dann melde dich bei mir. Schreibe mir eine Email an fuerdich@melanie-kaltenbach.de
Als Mentorin unterstütze ich dich, dass du es vermutlich schneller findest, als du denkst. Und dann bringen wir es gemeinsam in die Welt. Wer weiß, wer da draußen jetzt schon auf dich und deinen Dienst wartet…!?

 

Alles Liebe!

Melanie

 

PS: Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, freue ich mich über deinen Kommentar. 
Wenn du jemanden kennst, für den er hilfreich sein könnte, dann leite ihn diesem Menschen doch gerne weiter. Vielen Dank!

Wer wird an deinem Grabe trauern?

Vor ein paar Tagen stieß ich zufällig wieder auf ein Zitat von Georg Jellinek, das ich zwar schon lange kenne, welches mich aber gerade jetzt – in dieser intensiven Zeit, in der es so viele Menschen durchrüttelt – tief berührt:

“Am Grab der meisten Menschen trauert, tief verschleiert, ihr ungelebtes Leben”.

Ich möchte diesen berührenden Satz aus gegebenem Anlass umformulieren:


“Am Grab der meisten Menschen trauert, tief verschleiert, ihr nie gesehenes Wesen”.


Ich glaube, dass dieser umformulierte Satz eigentlich noch vor dem von Jellinek stehen kann. Wie willst du dein Leben leben, wenn du nicht um dein wahres Wesen weißt? Wenn du nicht bis in die tiefsten Schichten deiner Seele geschaut hast, die unweigerlich auch mit den Seelen deiner Ahnen und ihrer Geschichte verbunden ist?

Ich wundere mich manchmal, wie sehr die Ahnen in all den Bereichen, die sich mit Selbstentwicklung beschäftigen, außer acht gelassen werden. Obwohl heute hinreichend bekannt ist, dass sich emotionale Informationen – insbesondere seitens der Mütter – auf die Folgegeneration weitervererben.
Das, was du empfindest und wie du die Welt wahrnimmst, ist nicht nur von dir. Du bist ein Kind all deiner Ahnen.
Sicher, es wäre schön, ein allgemein gültiges Patentrezept zu haben, mit dem wir zum Beispiel in unsere Selbstliebe kommen ohne, dass es wehtut. Es wäre schön, wenn wir uns ausschließlich auf uns selbst konzentrieren und mit ein paar NLP-Tricks unser “Mindset” für immer verändern könnten. Es mag sein, dass dies bei einigen sogar funktioniert.
Bei vielen anderen sehe ich aber, dass genau dies eben nicht funktioniert.
Meiner Meinung nach geht der Weg zu deinem ganzen Wesen und in die Freiheit dieses eigenen Wesens über das Erkennen von allem, was war und ist. Das mag mit Sicherheit nicht immer angenehm sein. Ich halte es aber für notwendig und unvermeidbar.

 

Wenn ich erkenne, kann ich anerkennen.
Wenn ich anerkenne, kann ich würdigen.
Wenn ich würdigen kann, kann ich verzeihen.
Wenn ich verzeihen kann, bin ich frei.


Diesen Text widme ich allen, die bereits auf dem Weg zu ihrem wahren Wesen sind und denen, die entschlossen sind, sich auf diesen Weg aufzumachen. 

Wenn auch du an diesem Punkt in deinem Leben bist, dich auf den Weg zu dir selbst aufzumachen und eine professionelle und liebevolle Begleitung für diesen Weg wünschst, dann schreibe mir eine Email an fuerdich@melanie-kaltenbach.de


Ich freue mich auf dich!

 

Melanie

Der Sinn. Oder: Was wäre, wenn…?

Ein Gedankenexperiment.

 

Was, wenn alles, was bisher in deinem Leben geschah, einen Sinn hatte?
Was, wenn jedes Scheitern wichtig war?
Und jede Begegnung, jedes Leiden, jede Freude?
Was, wenn jeder Mensch, der dir weh tat, dein Lehrer war, der dich deine Stärke lehrte?

Was, wenn alles eine Vorbereitung war auf das, was Jetzt ist und kommen wird?
Was, wenn es tatsächlich einen Sinn über allem gibt und was, wenn dieser Sinn die Antwort auf all deine Fragen ist?

Und was, wenn sich die Vorhänge über diesem Sinn jetzt lichten?
Was, wenn wir bald imstande sind, das Gesamtbild zu sehen und zu erkennen, dass alles, was je geschah, ein Puzzleteil dieses Gesamtbildes war?
Was, wenn es keinen Grund mehr für Verurteilungen gäbe? Nicht für Selbstverurteilungen und nicht für die Verurteilung anderer?
Wie viel leichter könnten wir hinnehmen und annehmen?
Und vertrauen, dass alles, was geschieht, zu unserem Besten ist?

Wie oft sage ich zu meinen Anvertrauten: “Du bist deinen Weg für all die Menschen gegangen, denen du zukünftig helfen wirst!”?

Die Themen unseres Wirkens haben ihren Ursprung immer in unserer eigenen Geschichte, in unserem eigenen Schicksal.

Was, wenn wir deshalb gelitten haben, weil wir die Vorhut sind?
Weil wir schon ein Stück voraus gegangen sind auf diesem Weg, auf den sich jetzt so viele aufmachen?

Was, wenn wir – unsere Seele, unser Körper und unser Geist – durch unsere eigenen Erfahrungen in eine ganz bestimmte Frequenz gekommen sind? Eine Frequenz, die uns für andere erkennbar macht?

Was, wenn diese Zeilen gar keinen Sinn ergeben und lediglich ein konstruiertes Schöndenken, ein Trösten, sind?
Was, wenn das vollkommen egal ist, weil man mit diesen Fragen dennoch so viele Antworten bekommt und Frieden findet? Wenn man nur tief genug eintaucht, in den See der Wahrheit?

Was, wenn genau dies der Sinn ist?

Wenn du auf der Suche nach Antworten bist, dann melde dich bei mir. Schreibe eine Email an fuerdich@melanie-kaltenbach.de und lass uns eintauchen in den tiefen See deiner Wahrheit.

Es lohnt sich.

Alles Liebe für dich!

Melanie

Charisma. Oder: Ich wär’ so gern so schön wie du

Neulich ging es in einem Projekt um das Thema “Charisma”. Wann immer es um “Charisma” geht, erinnere ich mich an einen der charismatischsten Menschen, die ich je kennen gelernt habe: Mein erster Schwiegervater.
Er war von Beruf Opernsänger, schwarzer Bass, und hatte allein deswegen eine starke und sehr aufrechte Körperhaltung plus entsprechend großem Oberkörpervolumen. Und: Er war bekennend hässlich. Potthässlich! Wirklich! Ich muss heute noch lachen, wenn ich daran denke, wie die gesamte Familie, inklusive er selbst, immer ihre Witzchen darüber machte.

Immer wieder wurde auch die Geschichte aufgetischt, als eine Nachbarin, kurz nachdem mein Lebensgefährte geboren worden war, in den Kinderwagen schaute und zu seiner Mutter sagte: “Auweia, er kommt ja schon ein bisschen nach dem Hans. Aber Hauptsache, der Jung’ ist gesund!
”

Dennoch war mein Schwiegervater mit seinem unglaublichen Charisma derart sexy, dass sämtliche Sängerinnen, Tänzerinnen und schwule Tänzer des Theaters wie Fliegen an ihm hingen. 


Damals habe ich zum ersten Mal in meinem Leben verstanden, dass Charisma nichts, aber auch gar nichts, mit äußerer Schönheit oder Makellosigkeit zu tun hat, sondern einer inneren Haltung entspringt. 


Je mehr wir zu uns selbst stehen, je mehr wir erkennen, wer wir sind und uns so, wie wir sind annehmen, je mehr wir uns von der Angst vor dem Urteil anderer und ihrer vermeintlichen Verurteilung befreien, desto charismatischer sind wir.

Das hat nichts damit zu tun, ob du ein lauter oder eher leiser Mensch bist. Ich kenne einige “Leisetreter”, die mit ihrer Präsenz dennoch den gesamten Raum einnehmen, sobald sie ihn betreten. 


Und genau darum geht es: Um die einhundertprozentige Präsenz deiner Selbst. Und die erreichst du, wenn du alles, was DICH auszeichnet, voll und ganz annimmst. Auch die Seiten, die dir nicht so angenehm sind. Egal, ob im Außen oder im Innen. 
So geht Charisma.

Und eben NICHT jemand anderer sein zu wollen, den du vielleicht toll findest und dessen Schokoseiten du kopierst und der du doch niemals sein wirst. 


Sei einfach du! Das reicht.

Wenn das gerade dein Thema ist und du wissen möchtest, wie das geht, sich erst mal voll und ganz zu entdecken und dann auch noch anzunehmen, dann melde dich bei mir per Mail an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

Ich freue mich auf dich und dein ganzes DU! Und sei sicher: Wir werden es finden!

Alles Liebe!

Deine Melanie

Der Gast. Die traurige Geschichte vom traurigen Herrn Kruse

„Am Grab der meisten Menschen trauert, tief verschleiert, ihr ungeliebtes Leben.”
Georg Jelinek

 

Ich habe eines merkwürdigen Spleen. Ich beobachte für mein Leben gerne Menschen. Ich liebe es, Menschen zu beobachten und in ihnen zu lesen. Schon als Jugendliche saß ich gerne stundenlang auf einer Bank in der Fußgängerzone und beobachtete die vielen vorbei ziehenden Menschen.

Als ich noch in Deutschland lebte, war es in Zusammenhang mit diesem Spleen vor allem eine Frage, die mich bei meinen Menschenbeobachtungen interessierte: 

Wie sieht ihre Küche aus?

Ich weiß, das klingt verwunderlich. Aber für mich sind Küchen die Seele des Hauses.

Sowohl in meinem Elternhaus als auch im Haus meiner Großeltern, wo ich viel Zeit verbrachte, war es stets die Küche, in welcher der Großteil der gemeinsamen Familienzeit stattfand.

Hier kamen alle zusammen, saßen und aßen in Ruhe und unterhielten sich. Auch außerhalb des Essens war es der Küchentisch, an dem wir saßen, um Gesellschaftsspiele zu spielen. Mensch ärgere dich nicht, Stadt-Land-Fluß, Schiffe versenken. Die Küche war der Ort der Nahrungsaufnahme. Für Körper und Seele.

Und so stellte ich mir also bei den vielen Menschen, die ich in Cafés, auf der Straße, beim Einkaufen oder im Zug beobachtete, vor allem diese eine Frage: “Wie sieht ihre Küche aus?”

Eiche rustikal? Natur oder weiß lackiert? Einbauküche oder individuell? Schick oder alternativ? Wandfarbe oder Tapete? Küchentisch? Eckbank? Anschließend versuchte ich, mir die Situationen vorzustellen, in welchen diese Menschen in ihrer Küche waren.

Seit ich auf La Gomera lebe, hat sich dieser Tick, Menschen zu lesen, zwar nicht verändert, aber die Fragestellung ist eine andere geworden. Die Küchen der Menschen interessieren mich nicht mehr, was auch daran liegen mag, dass das mit den Küchen hier auf Gomera eine ganz andere Sache ist als in Deutschland. Gefühlte 99 Prozent aller hiesigen Küchen sind identisch. Marmorplatte auf kanarischer Kiefer. Möbel-Rodriguez-Gedächtnismodell. Seit über 50 Jahren dasselbe Design. 

Nein, heute ist es eine andere Frage, die mich umtreibt, wenn ich hier die Menschen, und allen voran natürlich die Urlauber, beobachte.

Es ist die Frage nach dem Beruf.
Das ist insofern spannend, als dass hier – außerhalb des alltäglichen Kontext – die Urlauber in Freizeitkleidung zu sehen sind und die Regel „Kleider machen Leute“ für kurze Zeit gebrochen wird.

Bei den meisten der allein reisenden Frauen meine ich, auf den ersten Blick zwischen den Berufen Therapeutin, Heilpraktikerin oder Sachbearbeiterin unterscheiden zu können.

Auch bei Männern macht es mir Freude, mir zu überlegen, welchem Beruf sie wohl im echten Leben nachgehen. Manchmal ist das so schlimm, dass ich mich zurückhalten muss, um nicht zu demjenigen hin zu gehen und ihn nach seinem Beruf zu fragen und zu sagen: “Entschuldigen Sie bitte! Ich denke jetzt schon die ganze Zeit darüber nach, ob sie tatsächlich Abteilungsleiter einer Bausparkasse sind! Wären sie wohl so freundlich und würden mich erlösen und mir die Frage beantworten: Was machen sie im echten Leben?”

Eine Spezies beobachte ich hierbei besonders gerne, und das ist die, bei der ich vermute, dass sie im echten Leben „Vorstandsvorsitzender“ bzw. irgendwas mit „Manager“ sind. Auf jeden Fall sind sie wichtig.

Ich war selbst lange Zeit in der Wirtschaft tätig und hatte dort Gelegenheit, die „Wichtigen“ eindringlich zu studieren. Ich erkenne sie an ihrem Habitus. Vorstandsvorsitzende und andere, ähnlich wichtige Männer, haben eine ganz bestimmte Art der Körperhaltung, sie haben eine ganz bestimmte Art, zu stehen und ihre Arme zu halten. Von einem meiner ersten Chefs erfuhr ich, dass man dies auf Chef-Trainings lernt. Wie man souverän inmitten anderer wichtiger Leute zu stehen hat.

Auf geschäftlichen Empfängen zum Beispiel kommt man als Vorstandsvorsitzender ungemein souverän daher, wenn man die linke Hand lässig in der Hosentasche hat und mit der rechten Hand das Glas hält, während man sich mit anderen Wichtigen unterhält.

Bei hochgewachsenen Wichtigen ist es außerdem so, dass sie – wie in einer großzügigen Geste – den Rücken leicht beugen und die Hühnerbrust quasi nach innen stülpen, aber nicht, weil sie Komplexe hätten, sondern wegen einer Geste vermeintlicher Freundlichkeit , die besagen soll, dass man mit dem Fußvolk quasi auf Augenhöhe ist. 

Gleichzeitig zum künstlich gebeugten Augenhöhe-Rückgrat wird das Unterteil nach vorne geschoben, so dass sich oft eine Körperhaltung ergibt, bei der man erahnen möchte, der Herr Vorstandsvorsitzende könne jederzeit den Colt aus jener Hosentasche ziehen, in der die linke Hand so lässig steckt. Vielleicht soll das so. Das hat mir mein Chef seinerzeit nicht verraten.

Diesen Typ umgibt auch immer eine leichte herablassende Arroganz, gerne gepaart mit einem süffisanten Lächeln und der steten nonverbalen Botschaft „Ich bin wichtig, sicherlich wichtiger als du, ich habe Macht, ich bin Vorstandsvorsitzender.“

Der Vorstandsvorsitzende zeichnet sich des weiteren dadurch aus, dass ihn hier im Urlaub – und damit in Casual – aus den vorgenannten Gründen eine gewisse Unsicherheit umgibt. Hier sieht niemand (außer mir) dass er im richtigen Leben ein wichtiger Vorstandsvorsitzender ist. Er ist nicht zu unterscheiden von anderen, die eventuell im selben Outdoor-Outfit Marke Jack Wolfskin herumlaufen, und die im echten Leben vielleicht nur Abteilungsleiter sind. Auf der einen Seite ist diese Nichtunterscheidbarkeit angenehm, weil es einem die Freiheit verschafft, sich im Urlaub so zu geben, wie man wirklich ist, und Erholung insofern, dass man einfach mal nicht wichtig sein muss.

Auf der anderen Seite wirkt es aber offenbar verunsichernd! Vielleicht, weil der Alltag eines Vorstandsvorsitzenden per se wenig Gelegenheit lässt, heraus zu finden, wer man denn eigentlich ist, wenn man mal kein Vorstandsvorsitzender ist.

Genau dies bestätigte sich für mich neulich. Und es hat mich nachhaltig und tief berührt.

Wir haben ein kleines Ferienapartment, direkt am Meer. Neulich kam es zu einem kurzfristigen Storno aber da Hochsaison war, rief unsere Reiseagentur umgehend an und meinte, es sei gerade ein Herr Kruse bei ihnen, er sei schon vor Ort, müsse sein aktuelles Domizil aber bald verlassen und sei eventuell daran interessiert, unser Apartment für den jüngst frei gewordenen Zeitraum anzumieten. Er würde es sich allerdings vor  einer fixen Buchung gerne anschauen. Ich verabredete mich mit Herrn Kruse für den nächsten Morgen, 11.00 Uhr.

Als ich mich unserem Treffpunkt vor dem Haus nähere, stand Herr Kruse bereits da. Von hinten sah ich, dass er groß gewachsen war. Ein offensichtlich älterer Herr mit silbergrauem, dichtem Haar. 

Ich ging zu ihm und begrüßte ihn höflich mit Handschlag und wusste sofort: Vorstandsvorsitzender!

Der gesamte Habitus ließ schon binnen Sekunden ganz sicher sagen. Herr Kruse war wichtig! Auf dem Weg ins Apartment versuchte ich, Herrn Kruse in einen unverbindlichen Smalltalk zu verwickeln, was eine meiner ganz besonderen Stärken ist und ich perfekt beherrsche. Außer bei Vorstandsvorsitzenden, die sich per immer genau überlegen, was sie sagen und welche privaten Informationen sie freigeben. 

Dennoch gelang es mir, Hern Kruse die ein oder andere private Information zu entlocken.

Er sei gerade ganz frisch im Ruhestand, sagte er, woraufhin ich ihm gratulierte. Seine Frau sei aktuell noch in Deutschland, käme aber in ein paar Tagen nach.

Herr Kruse sah sich schweigend und mit dem kritisch prüfendem Blick eines Vorstandsvorsitzenden in unserem Apartment um. Nach etwa zwei Minuten sagte er in einem Ton, der so klang, als hätte Herr Kruse gerade einen Megadeal gemacht und unser Apartment gekauft, anstatt es für zwei Wochen anzumieten.: “Das nehme ich! Ich werde die Zahlung umgehend veranlassen”.

Am Tag des geplanten Einzugs von Herrn Kruse ging ich früh ins Apartment um durchzulüften und alles noch einmal schön herzurichten.  Während ich dies tat, stand auf einmal Herr Kruse hechelnd im Türrahmen.

Er hätte schon frühzeitig das andere Domizil verlassen müssen, die Putzfrau sei bereits aufgetaucht. Er ginge jetzt noch mal nach unten, den großen Koffer holen.

Ich sagte ihm, dass ich noch schnell ein paar Kleinigkeiten herrichten und ihm dann sein neues Reich überlassen würde.

Ich machte weiter, Herr Kruse kam mit seinem Großgepäck zurück und hechelte noch mehr als zuvor.

Er nahm mich kaum wahr, stellte seinen Koffer ab, ging auf die Terrasse und setzte sich dort auf einen Stuhl.

Als ich mit dem Herrichten fertig war, ging ich in die Küche, um Wein, Wasser und Obst zurecht zu stellen, was ich für neue Gäste immer zur Begrüßung einkaufe.

Herr Kruse saß schwer atmend und irgendwie abwesend auf seinem Stuhl auf der Terrasse und sah mit einem Blick, in dem ich so etwas wie Wehmut zu erkennen meinte, auf das weite Meer.

Gott sei Dank wusste Herr Kruse nicht, dass ich nicht nur Menschen, sondern auch Gedanken und Seelen lesen kann.

Ich las in Herrn Kruse. Da war Trauer. Und Resignation. Er war jetzt im Ruhestand. Im dritten und damit letzten Lebensabschnitt. Das, wofür man sein ganzes Leben lang gearbeitet hatte. Endstation. Eigentlich war das gut so, denn seine körperliche Kraft war nicht die von vor zwanzig oder zehn oder fünf Jahren. Dies hatte ihm sein Koffer gerade in aller Deutlichkeit offenbart.

Und das sollte es also nun gewesen sein? Ein Leben voller Erkenntnis, dass es nun mit selbigem nur noch bergab gehen konnte? Dass das Beste vorbei war? Wie viel hatte man zu sagen gehabt, wie viele wichtige und unternehmensrelevante Entscheidungen hatte man getroffen, wie oft war man zurate gezogen worden, wie viele erfolgreiche Deals hatte man abgeschlossen in all den Jahren? Wie vielen Vorstandssitzungen beigewohnt und wie viel Terminstress gehabt, wie oft war man auf Reisen gewesen und hatte in Hotelbetten geschlafen? Wie sehr war man jemand gewesen, der mitten im Leben stand?

Und nun? Ruhestand. Stillstand. Ruhe. Stille. Stand. Und Leere. So unendlich wie der weite Raum über diesem unendlich weiten Meer, über das Herr Kruse nun blickte….

Ich ging zu ihm und fragte ihn, ob ich ihm ein Glas Wasser reichen könne, ich hätte extra welches für ihn eingekauft.

„Nein, nein….“ winkte er leicht genervt ab und ich hörte seine Seele sagen “Es reicht, wenn ich mit meiner Endlichkeit gnadenlos konfrontiert werde, das muss ausgerechnet jetzt nicht auch noch jemand anderer sehen…”

Ich sagte, dass ich nun fertig sei und ihm sein neues Reich für die nächsten Tage überlassen würde und dass er sich bei der Reiseagentur melden möge, wenn ihm irgendetwas fehlte.

Er nickte.

Ich ging und schloss die Tür hinter mir zu.

Unten auf der Straße ging ich an unserem Apartment vorbei . 

Ich sah noch einmal hinauf. Herr Kruse saß immer noch unverändert da und schaute mit seinem wehmütigen, leeren Blick über das weite Meer gen Horizont.

Und ich fragte mich, wie es sich wohl anfühlen mag, wenn man eines Tages an einem Punkt in seinem Leben angelangt ist, an dem man nichts mehr machen muss, außer dieses Leben zu genießen, das man vorher niemals hatte.

Epilog:
Zwei Wochen später ging ich wieder in unser Apartment. Herr Kruse war an diesem Morgen ausgezogen. Ich hatte eine Vorahnung, wie er es wohl hinterlassen haben würde. Als ich das Apartment betrat und mich umsah, stellte ich fest, dass sich meine Vorahnung bestätigt hatte. Herr Kruse hatte sein Feriendomizil genau so hinterlassen, wie er vermutlich eines Tages aus diesem Leben scheiden würde. Nahezu spurlos.

 

Melanie Kaltenbach, Februar 2017

Wege zu deinem inneren Kraftplatz

 

  1. Gönne dir jeden Tag Zeit nur für dich und mit dir allein. Ohne Ablenkung. Kein Internet, kein Buch.
    Nur du und deine Gedanken und Gefühle.
  2. Achte auf deinen Konsum, den materiellen genauso wie den mentalen.
  3. Schule deine Wahrnehmung.
  4. Werde dir bewusst, was du schon alles geieistet hast in deinem Leben.
  5. Würdige dich und den Weg, den du bis heute gegangen bist.
  6. Achte deine Ahnen, ohne sie wärst du heute nicht hier.
  7. Lerne, zu verzeihen.
  8. Lerne, um Verzeihung zu bitten.
  9. Lerne, zu beten oder zu bitten.
  10. Lerne, dankbar zu sein.
  11. Lerne, dich an dem zu freuen, was jetzt schon ist.

 

Spiegelbild. Oder: Du und ich

In einer Begegnung mit mir, wirst du vor allen Dingen dir selbst begegnen.
Dieses Begegnung wird etwas in dir auslösen, befreien, in Gang bringen.

Vielleicht bemerkst du es nicht sofort.
Es kann ganz leise geschehen, manchmal auch laut.

Aber immer wird es wirken.
Wird es dich in deine Wirkkraft bringen, in eine neue Wirkkraft deines Selbst.
Die Veränderung, die diese Begegnung in dir auslöst, wirst du selten auf mich zurück führen.
Und das ist gut so.

Denn ich spiele in dem ganzen überhaupt keine Rolle.

Ich erinnere dich an dich.

Das ist alles.

Das ist alles, wonach du je und überall gesucht hast.
Letztlich suchen wir alle nur uns selbst.

Unseren tiefsten Kern. Jenen Ort, von dem wir wissen: wenn ich dort angelangt bin, werde ich mich ganz und gar erinnern, dass ich niemals getrennt war von er großen Quelle.

 Zu diesem Ort in dir werde ich dich begleiten.

Und dann wieder gehen. 
Wenn du mit diesen Worten in Resonanz gehst, freue ich mich auf dich.
Schreibe mir eine eMail an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

Alles Liebe für dich!

Dein Weg. Oder: Nur, wo du selbst warst, warst du wirklich

Nur, wo du selbst entlang gegangen bist, bist du auch wirklich gewesen.

Dieser Wanderspruch gilt nicht  nur für das Wandern, sondern auch für das Leben. Für DEIN Leben.
Es gibt heute so viele unzählige Konzeptangebote, die einen meiner Meinung nach aber keinen Milimeter weiter bringen, sondern einen vielmehr verwirren.
Die essentiellen Fragen, die dir die wesentlichen Antworten für deinen Weg geben, lauten:
Was hat dich wirklich verändert?
Was hat in dir wirklich ein kleines Erdbeben ausgelöst?
Was hat dich dir selbst wirklich nahe gebracht?
Was hat dich tatsächlich zu deiner eigenen Wahrheit gebracht?
Zu DEINER Wahrheit, nicht zu der eines anderen.
Dein Leben ist deine Landschaft, deine ganz eigene. Niemand außer dir ist je dort gewesen. Wie soll dir jemand eine Landkarte, einen Navi für dich geben, der niemals in deiner Landschaft war und dort auch niemals sein wird?
Wenn du dir selbst begegnen willst, orientiere dich nicht an den Lebenslandkarten anderer. Solange du dich an den Lebenslandkarten anderer Menschen orientierst, wirst du dir selbst niemals begegnen.
Ich habe kein 08/15-Konzept für dich. Keinen Plan, wie dein Weg wohl aussehen könnte.
Aber ich gehe ihn ein Stück mit dir, bis du deinen Weg als deinen ganz eigenen wieder erkennst.
Genau an diesem Punkt werden sich unsere Wege wieder trennen.
Wenn du mit diesen Worten in Resonanz gehst und sagst: Ja, es ist jetzt Zeit, meinen ganz eigenen Weg zu finden und zu gehen, dann melde dich bei mir. Schreibe mir an fuerdich@melanie-kaltenbach.de
Ich freue mich auf dich!
Melanie

What’s your message? Oder: Die vier zentralen Fragen

Woher kommst du?
An welchem Punkt stehst du gerade in deinem Leben?
Wohin gehst du?
Und wer geht mit dir?

Das sind die vier zentralen Fragen, um die es für uns und die meisten Menschen aktuell geht. Und auf die wir Antworten suchen. Im Außen. Wir lesen hilfreiche Bücher, machen Seminare zum Thema Selbstliebe und Berufung und und und… Und kommen auf der Suche nach neuen Erkenntnissen doch nicht so recht voran.
Kannst du dir vorstellen, dass es die Antworten auf all diese Fragen bereits gibt?
Und du sie nur noch finden musst?
Was ist das große Warum über deinem SEIN? Dein Lebenssinn?
Hast du dich schon mal gefragt, warum es heutzutage so viele Tausendsassas gibt? So viele Multibegabte und -Intressierte? Ich bin selbst so jemand und irgendwie dachte ich immer, meine vielen Interessen passen überhaupt nicht zueinander. Satire und Poesie, Spiritualität und Astrophysik, Coaching und Rockmusik.

Irgendwann stellte ich mir die Frage: Kann es sein, dass es eine gemeinsame Schnittmenge aus all diesen verschiedenen Interessen und Fähigkeiten gibt? Dass sich daran eine ganz besondere gemeinsame Essenz, EINE Botschaft befindet, die alles auf einen Nenner bringt?
MEINE Botschaft?
Was, wenn alles, was dir je geschehen, was du je gelernt, was dich je interessiert hat, wo du gewesen bist und wer dir je begegnet ist, wichtig war? Was, wenn all das voller wichtiger Hinweise für dich war, die du bislang nur noch nicht als solche entdeckt hast?
Was, wenn jede einzelne deiner Interessen nicht lästiger Überschuss, sondern wichtiges Element ist? 
Eines, das das große Ganze erst komplett macht.
Was, wenn es gar nicht darum geht, dass du dich zwischen irgendwas entscheiden musst, dass du irgendetwas sein lassen oder aufgeben musst, zugunsten für etwas anderes.
Was, wenn die Fülle – die du in deinem Riesen Präsentkörbchen “DU” vor dir hast – wichtig ist. Und SINN macht?
Und du nur noch die Essenz in all dieser Fülle finden musst? DEINE Botschaft.
Was, wenn es da draußen ganz viele Menschen gibt, für die DU mit DEINEM Angebot das noch fehlende Element bist, damit sie endlich zu IHRER vollen Entfaltung kommen können?
Ich glaube nicht an Konkurrenz.
Ich glaube, dass ein jeder seinen Platz und seine Aufgabe hat 
Wenn du möchtest, dann machen wir uns auf, diese Essenz aus all deinem Sein zu finden.
Dort, wo all dein Wissen, all deine Weisheit zu Hause sind.
Dort, wo es keine Fragen mehr gibt, sondern alles Antwort ist.
Dort, wo du dich voll und ganz erkennst und zur Ruhe kommt.
Dort, wo du dich niederlassen und SEIN kannst.
Und wenn wir diese Essenz – deine Message – gefunden haben, dann schauen wir, wie wir sie so gestalten, dass du sie hinaus in die Welt geben kannst.
Dass es als das gesehen wird, was es ist.
Dass DU gesehen wirst als das, was du bist.
Damit die Menschen, die auf dich und deinen Dienst warten, dich auch erkennen.
Wenn du mit diesen Worten in Resonanz gehst und denkst und fühlst, dass es jetzt an der Zeit ist, deine Essenz, deine Message zu finden und in die Welt zu senden, dann melde dich bei mir. Schreibe mir an fuerdich@melanie-kaltenbach.de.
Ich freue mich auf dich!
Melanie

Dein innerer Kraftplatz. Wie du ihn findest und wie ich dir dabei helfen kann

Es ist an der Zeit für eine kleine Reflexion über die Qualität meiner Arbeit und die Auswirkungen, die dies auf meine Kunden hat:
Bei ausnahmslos allen Menschen, die sich für eine Zusammenarbeit mit mir entscheiden, kommt es bereits nach sehr kurzer Zeit zu einem intensiven Transformationsprozess. Dies ist deshalb der Fall, weil diese Menschen sich – meistens schon Jahre im Voraus – durch intensive Arbeit an sich selbst – auf diesen nun anstehenden Prozess vorbereitet haben. Viele meiner Klienten sind selbst in helfenden Berufen. Sie arbeiten als Coaches, Trainer oder in Heilberufen. Auffallend viele sind aber auch Künstler. Allen gemeinsam ist: Sie wissen, dass sie mit den gängigen Methoden nicht weiter kommen. Das Alte greift nicht mehr, das Neue ist noch nicht sichtbar. Der leere Raum wird deutlich und bereitet Unbehagen oder ein Gefühl von Freude. Manchmal auch beides zusammen.
Der heilige Moment der Stille
Die Initiierung dieses Prozesses ist dabei immer vollkommen unspektakulär und an und eher “still”. Aber genau dieser Raum der Stille, den ich eröffne und in den ich meinen Kunden hinein begleite, ermöglicht es, dass die ganz eigene Wahrheit meines Kunden für ihn hör- und wahrnehmbar wird. Dieser Moment ist heilig. Das Erstaunliche dabei ist, dass diese Wahrheit, die sich plötzlich auftut, niemals wirklich neu ist. Es ist, als sei sie – wie eine schöne Melodie – schon immer leise hörbar gewesen.
Und nun wird sie als das erkannt, was sie ist: Die ganz eigene Lebensmelodie.
Dies ist auf der einen Seite natürlich wundervoll. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch, dass alle schiefen Töne, die diese Melodie unharmonisch machen, peu à peu eliminiert werden müssen. Im Klartext heißt das, dass das Erkennen der eigenen Wahrheit Konsequenzen mit sich bringt. Zum einen die Konsequenz, sich eindeutige Fragen zu stellen. Auch, wenn die zu erwartende Antwort schwer fällt. Zum anderen die Konsequenz, sich von allem zu trennen, was dem eigenen Sein und Werden nicht förderlich ist.
Dieser Weg wird kein leichter sein. Aber ich bin bei dir.
Dies ist ein sehr intensiver und auch kraftaufwändiger Prozess, bei dem ich meine Klienten durch alle Untiefen hindurch begleite und durch mein Sein und gegebenenfalls entsprechende Impulsgebung unterstütze. Es würde nichts nützen, es schön und leicht zu nennen. Es ist ein Weg, der gegangen werden muss. Streckenweise ist er bergig und holprig, manchmal geht’s auch durch Morast. Aber: ich bin immer dabei und gehe mit.
In meiner Arbeit geht es nicht darum, wie du möglichst schnell super erfolgreich wirst. Es geht ausschließlich darum, dass du bist, wer du bist. Und wenn du das noch nicht gänzlich bist, dass du wirst, wer du bist. Ganz und gar. In aller Freiheit und mit aller Verantwortung.
Dein innerer Kraftplatz wartet auf dich
Denn erst, wenn du ganz und gar du bist, wirst du erfolgreicher sein können, als du es jemals warst. Weil du authentisch bist. Weil du fühlbar und nahbar bist. Weil du dich nicht mehr vor dir selbst versteckst. Weil du in dir selbst stark bist und deinen inneren Kraftplatz gefunden und eingenommen hast.
Wenn du dort bist, an deinem inneren Kraftplatz, ist für mich der Moment gekommen, wieder zu gehen. Dann brauchst du mich nicht mehr. Und das ist gut so.
Wenn du mit diesen Zeilen in Resonanz gehst und meinst, dass es jetzt auch für dich an der Zeit ist, deinen inneren Kraftplatz zu finden, um der zu sein, der du schon immer warst, dann melde dich bei mir. Schreibe mir an fuerdich@melanie-kaltenbach.de
Ich freue mich auf dich!
Melanie

Lob und Anerkennung. Oder: Deine eigene Größe erkennen

Solange du noch irgend jemandem gefallen möchtest, hast du deine eigene Größe noch nicht erkannt.
 
Ich muss sagen, dass ich persönlich mit Lob und Anerkennung sehr dosiert verfahre, und zwar in beiden Richtungen.
 
Es gibt Menschen, die sind nahezu süchtig nach Anerkennung. Diese Menschen erkennt man unter anderem daran, dass sie selbst in übersteigertem Maße zu Superlativen greifen, wenn es darum geht, andere zu loben.
Du bist der/die Tollste / Schönste / Besonderste / Charismatischste, die Welt braucht DICH, du bist so unglaublich intelligent, so kreativ, so whatever. 
 
Dabei werden all dies Superlative möglichst laut und mit Großbuchstaben zum Ausdruck gebracht, nicht nur schriftlich sondern auch verbal. Und penetrant.
 
Je mehr jemand dir gegenüber solch übersteigerte Anerkennung zum Ausdruck bringt, desto bedürftiger ist er selbst.
Desto weniger geht es dabei übrigens um dich. Autsch! Es geht um den anderen, der einen heimlichen Deal mit dir ausgemacht hat, indem er deine Bedürftigkeit nach Anerkennung so anfüttert, dass du auf den Geschmack kommst und weiter danach gierst. Und ihm vielleicht irgendwann zurückmeldest, dass er der tollste Lober der Welt ist.
Hauptsache Anerkennung!

Was oberflächlich wie eine Win-Win-Situation aussieht, ist in Wirklichkeit eine Loose-Loose.
 

Selbstverständlich gibt es auch eine “gesunde” Form von Anerkennung. Da diese jedoch aufrichtig und ehrlich ist und aus dem Herzen heraus und ohne den Anspruch auf Gegenleistung erfolgt, ist sie derart kraftvoll und stark, dass sie kaum noch irgendwelcher großer Worte, und schon gar keiner Superlative bedarf.

Ich wünsche dir von Herzen Menschen, die dich wirklich erkennen.

Und am allermeisten wünsche ich dir, dass du dich selbst in all deiner Größe erkennst! Wenn du hierbei Unterstützung brauchst, dann melde dich bei mir und schreibe mir an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

Ich erinnere dich an dich. 

Alles Liebe!

Melanie

Die Sache mit dem Kreuz. Oder: Jesus pissed-of

Als ich etwa drei Jahre alt war, trug ich ein goldenes Kettchen mit einem kleinen Kreuz daran. Eines Tages kam Frau Weigelt, eine ältere Nachbarin, zu uns und bewunderte meinen Anhänger und sagte “Ei Melanie, du hast aber ein schönes Kreuzchen!” woraufhin ich entrüstet entgegnete: “Das ist kein Keuzchen! Das ist ein Fugzeug!”

Genauso steht es in dem Fotoalbum beschrieben, welches meine Eltern bei meiner Geburt für mich angelegt hatten und in welchem die vielen netten kleinen Geschichten der ersten Melanie-Jahre aufgeschrieben wurden.
Klar, für mich hatte dieses Kreuzchen dieselbe Form und auch Größe wie die Flugzeuge, wenn sie am Himmel über uns hinweg flogen. Und ich fand mein kleines, goldenes Fugzeug nicht nur sehr, sehr schick, sondern auch viel plausibler als irgend so ein Kreuz, was auch daran liegen mag, dass ich in diesem jungen Alter noch nicht allzu viel über Jesus nachdachte.

Wenn ich Jesus wäre

Das ist mittlerweile anders und ich habe insbesondere im letzten Jahr oft darüber nachgedacht, dass ich, wenn ich Jesus wäre, ziemlich angepisst wäre ob der Menschen. Ich meine, man muss sich das mal vorstellen.  Da hast du alle Schuld und jegliches Leid der Welt auf dich genommen, hast das Kreuz quasi für alle getragen, wie Sau gelitten und noch fast zweitausend Jahre später gedenkt man deiner und deinem unendlichen Leid  und was ist!?
Deine Brüder und Schwestern haben nix, aber auch gar nix kapiert!


Stattdessen leben sie nach wie vor nach dem Motto “Das Leben ist eines der schwersten und endet für gewöhnlich mit dem Tod.” Mal ganz ehrlich und unter uns: Ist doch so, oder!?  Nein, was haben wir es schwer. Und wenn wir es mal nicht schwer haben, dann machen wir es uns halt schwer. Geht ganz leicht. Das mit dem schwer machen.

Im Schleudergang zur Erleuchtung

Ich gebe zu, dass ich mich selbst immer mal wieder dabei erwische, dass ich es mir schwerer mache, als es ist. Manchmal, so scheint es mir, hat das beinahe etwas Selbständiges. Es passiert einfach so. Glücklicher Weise komme ich mir aber immer schneller selbst auf die Schliche. Und: Ich habe mich auf  Dankbarkeit getrimmt.
Dankbarkeit ist meiner Meinung nach eine der stärksten Waffen, wenn es darum geht, die vermeintliche Schwere des fiktiv erdachten Kreuzes, das man durch die Gegend schleppt, wieder los zu werden.

Wann immer ich zum Beispiel denke: “Ach Mist, schon wieder so viel Wäsche zum waschen!” kommt automatisch: Hey! Du hast Wäsche zum Anziehen. Reichlich sogar. Und die vielen kleinen T-Shirts und Kleidchen, die sind von deinen Kindern, die gesund sind und die beim Spielen diese Sachen schmutzig gemacht haben. Du hast gesunde Kinder, die spielen können. Und – jetzt kommt’s: Du hast eine Waschmaschine!
Nein, das hat nichts mit aufgezwungenem Schöndenken zu tun, denn ich muss mir meinen Reichtum nicht erst schön denken, er IST schön. Fertig!

Jammerlappenmentalität 

Wenn ich Jesus wäre, würde ich sagen: Leute! Guckt euch doch mal um! In welchem Überfluss ihr lebt! Seht ihr eigentlich noch das Wunder der Schöpfung, das euch umgibt? Ok, in einer Riesenmetropole wie z.B. New York fällt mir die Entdeckung der Schönheit der Schöpfung auch eher schwer, weswegen ich auch nicht in New York lebe, sondern auf La Gomera. Dennoch empfinde ich es oft so, dass in unserer Gesellschaft so eine Art Jammerlappenmentalität vorherrscht. Alles ist so furchtbar schwer und dramatisch. Persönlichkeitsentwicklung auch. Hach, was ist es schwer, sich mit den ganzen alten Themen zu beschäftigen und der Weg zur Erleuchtung ist auch nicht so easy und vor allem, so scheint es, hat man, wenn man erleuchtet ist, sowieso nix mehr zu lachen. Da kann man es auch eigentlich ganz lassen, oder? Meine Meinung: Ja, kann man.

Stattdessen wäre schon vielen geholfen, wenn sie sich einfach darauf besännen, von wie viel Schönheit und Reichtum sie umgeben sind. Ich meine das nicht mit der Moralkeule wedelnd. Wer wäre ich denn, so etwas zu tun und wo käme ich hin, wenn ich dieser jemand wäre? Lieber nicht weiter drüber nachdenken!

Jesus did the job

Aber hier und da den ein oder anderen kleinen Gedanken daran verschwenden, ob es wirklich so schwer ist, dieses selbst auferlegte Kreuz, oder ob es vielleicht doch sein kann, dass diesen Job, nämlich damit unnötig durch’s Leben zu laufen, vielleicht schon unser lieber Bruder Jesus vor fast zweitausend Jahren für uns übernommen hat? Und wenn dem so wäre, dann gäbe es auch gar keinen Grund mehr, sich schuldig zu fühlen. Schuldgefühle sind ja auch so eine lästige Last und in den allermeisten Fällen völlig unbegründet und vor allem hindern sie einen daran, in die Eigenverantwortung zu gehen, was aber noch mal ein anderes Thema ist und ich möchte meine Leser nicht  mit einem einzigen Blogartikel überfordern. Es soll ja nicht schwerer werden, als es nicht ist.

Cabin crew prepare for takeoff!

Also: Schnall dir doch einfach mal dein viel zu schweres Kreuz vom Rücken und steig’ in das Flugzeug deiner Träume! Und schau dir aus der Metaebene an, wie viel schon da ist, das dir den jetzigen Moment und den nächsten und übernächsten vielleicht ein bisschen leichter macht…

Als Unterstützung und intensive Erinnerungshilfe finden wir jetzt zu Ostern mit Sicherheit den ein oder anderen Jesusfilm. 

Guten Flug und: Always look at the bright sight of life!

 

PS: Wenn dir dieser Blogpost gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar!

Von der Angst vor der eigenen Größe – Vlog

Kennst du das?
Die Angst vor der eigenen Größe?
Die Angst, dass du unglaublich viel Macht haben könntest?
In diesem Video erzähle ich dir, was es mit dieser Angst auf sich hat und wie man sie auflösen kann.

Wenn dir dieses Video gefallen hat, freue ich mich über dein Feedback!
Wenn dich dieses Thema anspricht und du endlich in deine wahre Größe kommen möchtest, dann melde dich bei mir. Schreibe mir einfach eine eMail an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

 

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Bist du dein Fels in der Brandung?

Viele Menschen rüttelt’s grad ordentlich durch. Ja, das kann man so sagen. Nicht wenige stehen kurz vor oder mitten in Trennungen aus langjährigen Beziehungen, sei es vom Lebenspartner, von Freunden, von Jobsituationen, von Mitarbeitern, von Wohnorten, von Gewohnheiten.

Es ist, als würden wir in Bezug auf unsere aktuelle Lebenssituation in allen Aspekten und bis ins kleinste Detail einer Prüfung unterzogen. Als würden wir gefragt werden:

Ist das das Leben, weswegen du hierher gekommen bist?
Lebst du es ganz und gar oder lebst du einen Kompromiss?
Erfüllst du deine Aufgabe gemäß dem Plan?

Wenn man nach möglichen Erklärungen für diese herausfordernde Zeitqualität sucht, wird man an vielen Stellen fündig. Vom expandierenden Kosmos über die Veränderung des Erdmagnetfeldes bis hin zu zahlreichen Botschaften aus den vermeintlich geistigen Welten, die den aktuellen Zustand schon lange prophezeit haben, ist alles dabei, was uns unseren Zustand und das, was wir gerade erleben, einigermaßen plausibel erscheinen lässt.
Solche Hinweise mögen uns zunächst beruhigen, weil wir so erfahren, dass wir mit dem Chaos, das wir selbst gerade erleben, offensichtlich nicht alleine sind.

Das zentrale Thema, um das es momentan aber geht, lautet: 
Ruhe finden und bewahren. Sein eigener Fels in der wilden Brandung des Lebens sein. Sich auf seinen Wesenskern besinnen und mit der inneren Quelle und der Kraft, die ihr innewohnt, in Verbindung gehen. Gerade in Zeiten, in denen im Außen vieles weg bricht und wir in eine Neuorientierung geradezu gezwungen werden, ist es wichtig, Halt in sich selbst zu finden.

Ich unterstütze dich dabei, in deine Ruhe und deine Kraft zu kommen und dich mit deiner Quelle zu verbinden. In dieser Ruhe werden wir dann vielleicht auch die allwissende Stimme in dir hören, die dir Antwort auf all deine aktuellen Fragen gibt…
Mit mir zu arbeiten, ist keine rein rationale Angelegenheit. Ein Coaching mit mir kann stark transformierend und erlösend wirken, wenn du das möchtest und dazu bereit bist. Informationen zu meiner Arbeit findest du auf meiner Webseite unter “About“. Ich coache sowohl hier vor Ort auf La Gomera als auch via Skype oder Telefon.

Schreibe mir eine email an fuerdich@melanie-kaltenbach.de.

Ich freue mich auf dich!

Jahrestag. Über das Leben, die Liebe und ein Leben in Liebe

Gestern hatte ich Geburtstag. Siebenundvierzig Jahre bin ich nun auf dieser Welt. Noch drei Jahre und ich werde fünfzig, was sich für mich vollkommen absurd anfühlt. Irgendwie werden die alten Leute immer jünger. Früher waren die alten Leute älter, finde ich. Manche meinen, das läge daran, dass die alten Leute von früher – also die Generation meiner Großeltern – den Krieg miterlebt hätten und dass dies entsprechende Spuren hinterlassen hat. 

Als ich vorgestern Abend zu Bett ging, las ich in einem meiner alten Tagebücher und schlug „zufällig“ folgende Seite auf:

Montag, 16. Februar 1998, 10.00 Uhr

„Heute ist mein Geburtstag und ich habe das Gefühl, neu geboren worden zu sein!
Als hätte ein neues, wunderschön werdendes Leben begonnen.“

 

Damals feierte ich meinen 28. Geburtstag. Und in der Tat hat mit 28 Jahren eine neue Zeitrechnung für mich begonnen. Ich hatte mich kurz zuvor nach fast zehn Jahren Beziehung von meiner Jugendliebe getrennt und damit einen Traum begraben, den ich seit meinem zehnten Lebensjahr geträumt hatte. Am 16. Februar 1998 bezog ich meine neue Wohnung und genoss mein neues Leben und meine Freiheit in vollen Zügen. Die neue Freiheit hatte allerdings ihren Preis.

Denn nachdem ich das sichere Gerüst “Beziehung” verlassen hatte, brach kurz darauf ein altes, bis dahin vollkommen verdrängtes Trauma in mir auf und brachte mein ganzes bis dahin gültiges Weltbild von jetzt auf gleich zum Einsturz. Zeitgleich ging mein damaliger Chef in Rente, ein neuer Chef kam und ein fast drei Jahre dauerndes Martyrium subtilen Mobbings begann. 

Zaubergesang in der Unterwasserwelt

Im Sommer 2000 hatte ich die seltene Gelegenheit, bei einem Gomeraurlaub mit Delfinen im Wasser sein zu dürfen. Eine Begegnung, die weitere, tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen würde. Der Moment, als ich mit den Tieren im Wasser war, hat sich tief in meine Seele eingeprägt. Es war, als hätte die Zeit still gestanden. Wir waren ziemlich weit hinaus auf’s Meer gefahren und trafen auf eine Schule von Delfinen, die offensichtlich gut gelaunt und zum Spielen bereit waren. Nach und nach durfte ein Gast nach dem anderen (wir waren ingesamt zu acht auf dem Boot) zu den Tieren ins Wasser. Als ich – als Letzte – endlich an der Reihe war, verschwanden die Tiere plötzlich. Ich fand das zwar schade, aber nicht weiter tragisch und nahm es als Schicksal gegeben hin. Wir waren schon wieder auf dem Weg Richtung Heimathafen, als unser Kapitän Bernd plötzlich inne hielt, mich ansah und sagte: Melanie, das geht nicht! Das kann nicht sein, dass du nicht mit ihnen im Wasser warst. Wir fahren ihnen hinterher”. 

Dann fuhren wir ein Stück Richtung Norden und plötzlich tauchten sie wieder auf. Ich zog mir Taucherbrille und Schnorchel auf und ließ mich zu den Delfinen ins Wasser gleiten….
Ich habe diesen Moment so in Erinnerung, als hätte er in einem Paralleluniversum stattgefunden und sei dort – fern von Raum und Zeit – wie ein bewegtes, mehrdimensionales Hologramm,  hineingraviert.
Ich war in einer anderen Welt. Ich hörte die Delfine fiepen, was sie – wie mir Bernd später sagte – nur selten tun, wenn Menschen mit ihnen im Wasser sind. Wie eine Wand schwammen sie vor mir synchron in wunderschönen, harmonischen Linien. Und dann geschah das, was ich mir bis heute nicht erklären kann: Ich hörte die schönste Musik, die ich je in meinem Leben gehört hatte. Klassische Musik von einer Schönheit und Perfektion, wie ich sie auf Erden noch nicht gehört habe. Unter Wasser.

Zwei Jahre später hörte ich diese Musik wieder, als ich alleine auf Gomera wanderte und an einem Ort Rast machte, den ich seitdem „Heiliger Ort der Stille“ nenne.

Ausgebrannt

Man sagt, dass solche Delfinbegegnungen das Leben eines Menschen radikal verändern. Ich kann das bestätigen. Kurz darauf brach mein gesamtes bisheriges Leben, brach ICH, erneut komplett zusammen. Das verdrängte Trauma und seine Bewältigung, das Mobbing durch meinen Chef – all das war so viel geworden, dass es mich komplett verbrannt hat. Burnout. Tunnelblick. Und kein Licht mehr am Horizont. Ein solcher Burnout ist ein schleichender Prozess, den man – wenn man selbst darin steckt – kaum objektiv als solchen bewerten kann und deshalb auch nicht bemerkt. Durch den damit verbundenen sozialen Rückzug bekommt ihn auch das Umfeld kaum mit. Als ich irgendwann keinerlei Kraft mehr für den täglichen Überlebenskampf hatte, beschloss ich, meinem Leben ein Ende zu setzen. Am 8. November 2000 sollte es soweit sein. Zwei  Tage vorher befahl mich mein Schutzengel zu meinem Hausarzt. Auch dieser Moment, als ich wie ferngesteuert zum Telefonhörer griff, meinen Arzt anrief und um einen Nottermin bat, hat sich tief und unauslöschlich in mir eingeprägt. Um 19.00 Uhr hatte ich meinen Nottermin und erzählte meinem Arzt von meinen Absichten. Er hörte mir  anderthalb Stunden lang aufmerksam zu, schrieb mich krank und organisierte gemeinsam mit der Sachbearbeiterin meiner Krankenkasse alles, damit ich so schnell wie möglich zur Kur kam. Neben meinem Schutzengel hatte ich also auch noch zwei Menschengel an meiner Seite….

Nach fast einem Jahr Arbeitsunfähigkeit begann ich – im Alter von 30 Jahren – zu studieren und geriet – auch wegen meines Alters und meiner Berufserfahrung – noch während des Studiums in meine ersten Jobs als Trainer und Consultant, später auch als Coach.

Leben heißt: lebendig sein

16. Februar 1998 – Das ist nun neunzehn Jahre her. Neunzehn Jahre! Wo seid ihr geblieben?, frage ich mich auf der einen Seite. Wie schnell ist die Zeit von dannen gerast? Und dann schaue ich, was alles in dieser Zeit passiert ist, wie intensiv diese neunzehn Jahre waren, wie viel Leben ich getrunken, wie sehr ich gelebt und gekostet habe von dem, was Leben bedeutet. Durch wie viel Schmerz ich auch gegangen bin und wie sehr mich dieser Schmerz transformiert hat. Wie sehr sich dieses Leben in den letzten neunzehn Jahren  immer wieder – teils radikal – verändert hat. Da scheinen neunzehn Jahre auf einmal gar nicht mehr viel, für so viel Leben, das in ihnen steckt.

Und ich stelle fest: Letztlich sind es die Momente, in denen ich intensiv gelebt und gefühlt habe, die mir in Erinnerung bleiben und die meine Jahre mit Leben und Lebendigkeit füllen.

Nicht, dass diese Erkenntnis neu wäre. Aber mir ist auch bewusst geworden, wie sehr ich mich in der letzten Zeit von der Technik, von dem Medium Internet und von den Social Media habe einfangen und einlullen und von der Lebendigkeit des Lebens habe wegbringen lassen. Ich habe wundervolle Menschen über dieses Medium kennen gelernt und bin dafür sehr dankbar. 

Virtuelle Realitäten?

Die Medaille hat aber auch noch eine andere Seite. In der letzten Zeit beobachte ich Entwicklungen, die mir Sorge und Unwohlsein bereiten. Eine zunehmende Lieblosigkeit und Verrohung und regelrechte, in der virtuellen Öffentlichkeit ausgetragene Kleinkriege, bei denen Menschen denunziert und an den Pranger gestellt werden. Menschen, die „eigentlich“ Kollegen von mir sind, die sich zur Aufgabe gemacht haben, anderen Menschen zu deren innerem und äußerem Wachstum zu verhelfen und die sich in einer menschenverachtenden, beinahe hasserfüllten Art und Weise gegenüber anders Denkenden äußern, dass es mich schaudert.
Menschen, die politisch gut informiert sind und sich für den Frieden aussprechen und in ihrer eigenen, kleinen virtuellen Welt mit brutal verletzenden Waffen agieren.
Menschen, die ihre intellektuelle Bildung derart aufbauschen und in den Vordergrund stellen, dass man annehmen möchte, sie wollten damit nur davon ablenken, dass es ihnen offenbar an der viel notwendigeren Weisheit des Herzens mangelt.

Sprache ist Energie

Auch, wenn es nur virtuell ist – auch diese Form von Kommunikation in den Social Media ist ein Energieträger. Gefühlsenergie, die aus uns heraus fließt, hin zum anderen, in die sie dann einfließt und ihn entsprechend „be-einflusst“. Je nachdem, welchen Satz, welche Information wir lesen, erzeugt das durch unsere subjektive Interpretation entsprechende Emotionen bei uns. Und umgekehrt! Auch, wenn wir vor Maschinen sitzen und die Informationen, die wir dort lesen, eindimensional sind, so sind wir, als Empfänger dieser Informationen, doch immer noch mehrdimensionale, fühlende Wesen. Und nehmen die Information und ihre Energie, die wir empfangen, in uns auf. Und senden sie wieder aus.

Die Bedeutung der Notwendigkeit eines maximal sorgsamen Umgangs mit unserer Sprache wird mir  – auch durch diese Beobachtungen – immer mehr bewusst. Wenn ich bedenke, wie differenziert ich mit meinen nächsten Menschen, die mir gegenüber sitzen, kommuniziere, wie sehr wir nachfragen, wenn wir meinen, etwas nicht richtig verstanden zu haben. Manchmal braucht es drei Anläufe, bis ein kleines Missverständnis aufgeklärt oder eine pauschale Formulierung so detailliert dargestellt wurde, dass der Empfänger sie so versteht, wie der Sender sie gemeint hat. Wie gesagt: mit den nächsten Menschen, vis à vis. Und wenn die Missverständnisse geklärt sind, entsteht wieder Nähe. Wirkliche, mehrdimensionale Nähe. 

Und dann bist du wieder auf Facebook und siehst ein menschenverachtendes Dreisatz-Dogma nach dem anderen. Wer so und so ist, wer dies und jenes meint, ist ein Arschloch. Wie früher, in der Grundschule. Nur viel, viel gefährlicher.

Aus und in Liebe

Bin ich abgeschweift? Nein. Es ging um meinen gestrigen Geburtstag und um den 16. Februar vor 19 Jahren, als mein neues Leben begann. In neunzehn Jahren bin ich sechsundsechzig, so Gott will. Bis dahin möchte ich dieses Leben mit so vielen schönen, intensiv gelebten Momenten füllen, wie es nur geht. Mit Menschen, die ich liebe, mit Menschen, die mich lieben. Dieses Leben leben, das ich liebe. Ein Leben, in dem die Liebe fließt. Mit Menschen, aus deren Herzen die Liebe fließt. 

Mir begegnen immer mehr davon. Und wer weiß, vielleicht können wir es mit all unserer Liebe sogar schaffen, das ein oder andere kalte Herz zu erwärmen und die Lieblosigkeit auf dieser Welt ein wenig weniger werden zu lassen…..

Gestern – an meinem Geburtstag – hatte ich ein wundervolles, mehrstündiges, intensives Outdoorcoaching am Meer mit einer Frau, deren Geschichte mich unglaublich fasziniert hat. Sie ist über die Empfehlung einer Bekannten zu mir gekommen. Meine gestrige Anvertraute meinte, dass sie meinen Blogpost „Wasser ist stärker als Stein“ gelesen hätte und da sei ihr klar gewesen, dass sie mich unbedingt treffen wollte, wir hätten dieselbe Vision, nämlich die, mit unserer Liebe diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Dieser wundervollen Frau und meinen Engeln, den Mensch gewordenen und den vielleicht einmal Mensch gewesenen, widme ich diesen Blogpost und schließe – noch einmal, weil es wichtig ist – mit Hesse:

 

Weich ist stärker als hart.
Wasser ist stärker als Stein.
Liebe ist stärker als Gewalt.

 

Auf die Liebe, ihr Lieben!

 

PS: Melde dich, wenn du meine Begleitung wünschst….. Unter dem Menüpunkt „about“ kannst du lesen, was andere über mich und meine Arbeit sagen.
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, freue ich mich sehr über deinen Kommentar.

Der Papst, die Queen, mein Vater und ich. Oder: Warum Personenkult scheiße ist

Die Möglichkeit zur Entwicklung eines Personenkults gleich welcher Art wurde bei mir im zarten Alter von neun Jahren an einem heiligen Sonntagmorgen für immer zerstört. Von meinem Vater. Und das kam so:
Wir saßen beim Frühstück und irgendwann kam ich sehr ausschweifend und schwärmerisch auf die Queen und den Papst zu sprechen und hatte dabei offenbar einen recht verklärten Gesichtsausdruck. Auf einmal sah mein Vater mich mit ernstem Blick an und sagte in bedeutungsschwangerem Ton: “Melanie. Komm mal bitte her. Setz dich auf meinen Schoß. Ich verrate dir jetzt mal ein Geheimnis und es ist sehr, sehr wichtig, dass du es dir für alle Zeiten merkst, ja?”
Ich nickte, setzte mich auf den Schoß meines Vaters und wartete gespannt, welch großartige Offenbarung mir nun wohl zuteil werden würde. Mein Vater fuhr in bedeutungsvollem Ton und mit gesenkter Stimme fort:
Alles Schall und Rauch!

„Die Queen und der Papst, ja!? Die müssen jeden Tag genauso auf’s Klo wie du und ich!“ Dann fuhr er fort: „Lass’ dich niemals – NIEMALS – von irgendwelchen Titeln oder einem Status blenden! Frage dich stattdessen: Was hat dieser Mensch tatsächlich geleistet? Wo und womit ist er für andere Menschen wirklich wichtig? Wo hilft er? Es gibt so viele „kleine“ und „unbedeutende“ Menschen, die Großartiges leisten. Deine Großmütter zum Beispiel, die im Krieg mit ihren kleinen Kindern allein waren und nach dem Krieg unsere Stadt wieder aufgebaut haben! Der Friedhofswärter, der einen ganz schwierigen Beruf hat. Die Müllmänner, die sich um unseren stinkenden Abfall kümmern! All die, die in den Krankenhäusern arbeiten und dafür sorgen, dass es anderen Menschen besser geht. Das sind die Menschen, zu denen du aufschauen kannst. Das sind die Menschen, die wirklich deinen Respekt verdienen! Weil sie wirklich etwas leisten! Also: Lass dich niemals von Titeln oder einem Status blenden, das ist alles Schall und Rauch. Und am Ende müssen wir eh alle sterben.“

Zack! Das saß! Ich erinnere mich an diese Worte, als wäre es gestern gewesen. Denn es war das zweite Mal in meinem jungen Leben, dass ich mit dem einschneidenden Gefühl der Desillusionierung konfrontiert wurde. Das erste Mal war, als ich erfuhr, dass es das Christkind und den Nikolaus nicht gibt. Und nun das.  Keine Anbetung mehr. Kein einfaches „toll finden“. Egal, wen ich mir auch vorstellte – Fernsehstars, Popstars, meine Lehrer – ich sah sie alle nur noch auf dem Klo sitzen… und auf dem Sterbebett liegen. Wir waren alle gleich.
Niemand ist besser als du und du bist nicht besser als irgendwer sonst
Doch damit nicht genug! Denn dieser Effekt der Desillusionierung hat bei mir gleichfalls vice versa große Wirkung gezeigt. Er hat nämlich dazu geführt, dass ich mich selbst nicht mehr toller finden musste als andere. Welch Entspannung, welch ein Friede!
Wer andere klein macht, fühlt sich selber klein

Eine Sichtweise übrigens, die manchem heutzutage dringend anzuraten wäre! Wer sich über andere erhebt, tut es deshalb, weil er sich kleiner fühlt. Andernfalls bestünde ja gar keine Notwendigkeit, sich überhaupt erheben zu müssen. Logisch, oder?

Wer andere klein macht, fühlt sich selber klein.
Wer andere verletzt, ist verletzt.
Wer um sich schlägt, sei es mit Worten oder tatsächlich, hat selber Angst, geschlagen zu werden.

Warum aber machen das so viele? Sich über andere erheben, so tun, als seien sie etwas Besseres, intellektuell oder materiell? Meine Antwort: Weil sie ihren eigenen, wahren inneren Wert noch nicht erkannt haben. Solange wir uns nicht vollumfänglich mit uns und unserem Schicksal bekannt und vertraut gemacht haben, solange wir uns nicht voll und ganz verziehen haben, so lange wir uns selbst noch nicht voll und ganz angenommen haben – solange werden wir im Vergleich mit anderen sein, um dadurch Orientierungspunkte für uns selbst zu finden. Die Frage ist nur: Nutzen wir diese Orientierungspunkte? Nämlich dafür, uns uns selbst immer weiter anzunähern und dadurch besser kennen zu lernen?

Es tut mir oft im Herzen weh, wenn ich sehe, wie sehr Menschen um sich schlagen, nur, um ihr eigenes verletztes Innen durch etwaige Antastung von außen nicht spüren zu müssen.

Friede sei mit dir?

Der Weg des Friedens ist aber ein anderer. Und er beginnt bei jedem selbst. Das hört sich nach pseudospiritueller Floskel an. Leider. Ich halte diese Aussage aber aus eigener Erfahrung für wahr.

Sobald du erfährst und annimmst, dass du so, wie du bist, mit all deiner Geschichte und all deinem Schicksal, einzigartig, wertvoll und würdig bist, wirst du in gleichem Maße erkennen, dass dies für jeden anderen Menschen auf dieser Welt ebenso gilt. Dann wirst du jeglichen Zwang oder Bedarf, dich über andere erheben zu müssen, nicht mehr verspüren. Du wirst aufhören, andere als minderwertiger als dich selbst betrachten zu müssen, sobald du deinen eigenen wahren Wert erkannt hast.

Wir leben in einer Zeit, in der wir gerade alle aufgefordert sind, uns unserer ganz eigenen persönlichen Transformation zu widmen. Nur, wer den Weg der eigenen inneren Transformation wagt, wird zu jener Größe erblühen, die ihn auf Augenhöhe bringt mit allem, was ist.

Das ist meine ganz persönliche Wahrheit. Wenn du damit in Resonanz gehst, gehst du damit in Resonanz. Wenn du damit nicht in Resonanz gehst, gehst du damit nicht in Resonanz. So einfach ist das. Du bist du. Ich bin ich. Wir sind frei. Und noch viel mehr…

Wenn du meinst, es sei an der Zeit, einen Blick in dein persönliches Lebensbuch zu werfen und dort all jene Geschichten zu finden, die dich zu deinem eigenen inneren Schatz und deiner wahren Größe führen, dann melde dich bei mir. Ich helfe dir dabei, es zu öffnen und darin zu lesen. Schreib’ eine Email an fuerdich@melanie-kaltenbach.de

 

Alles Liebe und: Sei dein eigener Held! 

PS: Lieber Heinz, liebe Luise, diesen Blogpost widme ich euch – in tiefer Dankbarkeit für alles, was ihr mir mitgegeben habt.

Wasser ist stärker als Stein

Da saß ich nun, heute Morgen, an meiner Lieblingsstelle am Meer, die ich “meine Kirche” nenne. Auf einem bequemem Stein sitzend sah ich dem Meer zu, wie es seine schönen Winterwellen schlug, deren wilde Kämme von den ersten Strahlen der Morgensonne berührt wurden. In diesem Anblick kann ich ganz und gar versinken. Immer wieder. Seit Jahren. Ich bemerkte, dass ich heute sehr nachdenklich bin. Und vordenklich. Und gar nicht denklich, sondern intensivfühlig. Alles zusammen. Ich spürte, wie die Wucht der herunter brechenden Wellen den Boden unter mir zum Beben brachte. Und ich fühlte den Schmerz der Erde.

 

Von Müttern und Töchtern

Seit ich vor über sechs Jahren selber Mutter wurde und neun Stunden lang barfuß den Wehentanz tanzte, habe ich eine ganz besondere Verbindung zu unserer großen Mutter. Nie zuvor und nie wieder danach habe ich mich so zutiefst verbunden gefühlt mit unserer Erde, wie in diesen neun Stunden, bevor meine beiden Töchter und damit ich als Mutter geboren wurden.
Seitdem taucht immer wieder eine Vision vor meinem inneren Auge auf. Die Vision, dass wir alle in Frieden und Harmonie leben und unseren Mutterplaneten achten, und ihn genießen und ehren. Wann immer ich das große Bild sehe, ertönen die vielen kleinen Stimmen in mir und reden spöttisch von der Hoffnungslosigkeit. … 

 

Das Paradies auf Erden

Ja, ich lebe in einem Paradies, wo sich die Liebe der Schöpfung in unendlicher Fülle offenbart. Aber ich habe das auch gesehen, als ich noch nicht hier lebte. Ich habe beim Kochen darüber nachgedacht, welch Wunder es doch ist, dass aus einem kleinen Samen eine Tomate entsteht, aus wunderschönen kleinen, wohlriechenden Blüten eine Apfelsine. Und wie gut für uns gesorgt ist, wie alles in perfekter Harmonie für uns eingerichtet wurde und wie sehr wir dabei sind, diese Harmonie und unseren Lebensraum zu zerstören. Gestern Abend schnitt mein Mann eine Avocado auf und meinte, diese Sorte sei jene, bei der das Fleisch der Avocado an der Schale klebe, weswegen es besser sei, es mit einem Löffelchen heraus zu kratzen. Eine Avocado. So lecker, so reichhaltig, perfekt verpackt – ein Wunder. So wie wir. 

Ich spüre heute den Schmerz der Erde. Hier, im Paradies. Ich weiß nicht, was ich tun kann um die große Vision von einem Leben in Harmonie und Frieden Realität werden zu lassen. Ich bin nicht der Typ, der sich anmaßt, irgendwelche Moralkeulen schwingen zu wollen. Ich weiß so vieles selbst nicht besser und lebe selbst noch nicht zu 100% nach den Statuten, die ich für richtig halte. Aber ich bewege mich in eine gute Richtung.
Und ich kann sehen. Ich sehe mit dem Herzen all die Wunder, die dieses Paradies Erde für uns bereit hält.

 

Anderen aus der Seele sprechen

Alles, was ich derzeit tun kann ist, weiter zu schreiben. So zu schreiben, dass die Menschen sagen “Du sprichst mir aus der Seele”. Wer imstande ist, anderen Menschen aus ihrer Seele zu sprechen und dem bislang Ungesagten in ihnen einen Ausdruck zu geben, der sollte das tun. Denn das ist es, was wir am dringendsten brauchen. Seelen, die sich berühren lassen. Seelen, die fühlen, dass sie leben.
Da saß ich nun heute morgen, an meiner Lieblingsstelle am Meer. Und während ich den Wellen zusah, wie sie diese vielen Steine umspülten, die vor Millionen von Jahren aus dem Inneren der Erde als Lava an die Oberfläche kamen und die im Laufe dieser vielen Jahre vom tosenden Atlantik tagein, nachtaus in ihre jetzige Form gebracht wurden, da fiel mir dieses Gedicht von Hesse ein:


“Weich ist stärker als hart.
Wasser ist stärker als Stein.
Liebe ist stärker als Gewalt.”

 

Wohlan, lasst uns lieben. Solange wir leben! 

 

Endlich zu Hause! Wie es ist, wenn man dem Ruf seines Herzens folgt

Im falschen Land geboren

Als ich im Alter von 24 Jahren zum ersten Mal nach La Gomera kam, da hatte ich es auch, dieses Gefühl: Endlich zu Hause! 4.000 Kilometer von Deutschland entfernt, weder Land noch Leute kennend und der spanischen Sprache nicht mächtig, jauchzte mein Herz: ZUHAUSE! Die Antwort darauf, warum ich mich an einem Ort zu Hause fühlte, den ich bislang überhaupt nicht kannte, habe ich erst viele Jahre später bekommen. Um genau zu sein: 13 Jahre später.

Denn ich habe mir nach diesem ergreifenden Erlebnis noch ganze 13 Jahre Zeit gelassen, bis ich endlich entschied, diese kleine Insel nicht nur in meinem Herzen, sondern auch ganz real zu meinem Zuhause zu erklären. Ich war mittlerweile 37 Jahre alt und schon lange Single und wild entschlossen, mein Leben fortan mit meiner großen Liebe „La Gomera“ zu verbringen.

Als die Entscheidung gefallen war, gab es kein Zurück mehr. Innerhalb von zwei Monaten löste ich fast meinen gesamten Hausstand auf, ging durch viele damit verbundene Existenzängste, heulte und frohlockte (manchmal beides gleichzeitig) und zog letztlich mit vier Kartons und einem Koffer um. Das war alles, was ich noch besaß. Und ich habe mich noch nie in meinem Leben so frei gefühlt wie damals.

Ich hatte allerdings keine Ahnung, dass das Schicksal noch ein paar kleine Überraschungen für mich bereit hielt. Ein halbes Jahr nach meinem Umzug lernte ich meinen Traummann kennen, zwei Jahre später wurden unsere beiden Töchter geboren. Ich hatte zur Zeit meines Umzugs alle möglichen Ideen und Szenarien für meine Zukunft im Kopf. Die Gründung einer Familie kam in meinen Gedankengängen allerdings überhaupt nicht vor. So kann es gehen. Der Mensch dachte und Gott lachte.

Wenn ich heute in unsere Wohnung komme, zum Beispiel nach einem Dinner mit einer Freundin, und mich die Wärme und der Duft meiner schon schlafenden Familie begrüßen, dann weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe, dass ich mein Zuhause wirklich gefunden habe. Und zwar tief in meinem Herzen!

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Woran erkennt man, ob man zu Hause ist?

Zuhause kann viele Gesichter haben. Es muss nicht ein Haus oder eine Wohnung an irgend einem Ort, irgendwo auf der Welt sein. Zu Hause bist du dort, wo dein Herz in Liebe und Frieden ist. Und sei gewiss: dein Herz weiß ganz genau, wo das ist!

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Deine Sehnsucht

Sei ehrlich mit dir. Was ist deine Sehnsucht? Werde still und lausche dem leisen Lied, das die Sehnsucht in dir singt. Sehnsucht ist das Wissen vom Ziel! Wir haben heute so viele Möglichkeiten, uns selbst zu verwirklichen und unserer Sehnsucht nach einem Leben, das uns wirklich erfüllt, zu folgen.

Und wir sind heute mehr denn je gefordert, diese Möglichkeiten zu nutzen und die volle Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen.

Wenn du nun sagst: Naja, ich würde ja viel lieber ganz alleine in Timbuktu in einem Kloster leben, aber ich habe Mann und Kinder und deswegen geht das nicht, dann sage ich dir: Falsch! Du kannst schon morgen alleine und ohne deine Familie nach Timbuktu gehen. Du bist frei. Wenn du es nicht tust, dann weil DU entscheidest, es nicht zu tun. Weil dir die Liebe zu deiner Familie und dein Verantwortungsgefühl wichtiger sind, als der Umzug nach Timbuktu. DU entscheidest das. Niemand sonst. Es ist wichtig, sich die Macht der eigenen Entscheidung immer wieder ganz bewusst zu machen. Es ist meiner Meinung nach der einzige Weg, sich für immer aus der Opferhaltung zu verabschieden. Dieser Schritt, diese klare Entscheidung, nicht mehr Opfer, sondern aktiver Gestalter deiner Welt zu sein, ist dein Ticket nach Hause!

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Deine Wohnumgebung

Lebst du an dem Ort, an dem du leben willst? Ist deine Wohnumgebung so, wie du sie dir wünschst? Man muss ja nicht immer gleich auf einen anderen Kontinent ziehen, um seine Wohnumgebung so zu gestalten, wie sie einem gut tut. Oft sind es Kleinigkeiten, die man verändern muss, um sich wirklich wohl zu fühlen. Manchmal muss man nur ein bisschen ausmisten, Platz schaffen, für Ordnung sorgen, andere Farben wählen, die Möbel umstellen, eine Kleinigkeit dazu kaufen, Bilder austauschen.

Zu Hause ist, wo du dich wohl fühlst, wo du du dich voll und ganz fallen lassen kannst.

Und manchmal – ja- manchmal muss man dafür auch umziehen.

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Deine Mitmenschen

Mit wem willst du sein? Sind die Menschen in deinem Umfeld so, dass ihre Präsenz dich nährt? Oder fühlt es sich eher so an, als würden sie dir Energie entziehen?

Zu Hause ist, wenn du mit Menschen zusammen bist, denen du von Herz zu Herz begegnen kannst. Menschen, mit denen du dich bis ans Ende deiner Tage über das, was dich wirklich bewegt, unterhalten kannst und mit denen du gleichzeitig bis ans Ende deiner Tage schweigend könntest, weil eure Herzen so tief miteinander verbunden sind, dass sie ohnehin ständig miteinander kommunizieren.

Schau, welche Beziehungen dir gut tun und schau, welche dir nicht (mehr) gut tun. Wenn man sich auf dem Weg der Selbst-Verwirklichung befindet, dann kann es vorkommen, dass manche Menschen sich von einem entfernen. Dass sie einen immer weniger verstehen. Dass diese anderen Menschen einen nicht begleiten auf dem Weg, auf dem man geht. Entweder, weil sie nicht wollen oder auch, weil sie es einfach nicht können. Das kommt vor und ist normal. Aber auch hier sind wir wieder gefordert, uns zu fragen und zu entscheiden: Mit wem wollen wir Zeit verbringen? Und wen müssen wir vielleicht aus unserem Leben verabschieden?

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Deine Arbeit

Zu Hause ist, wenn du in deiner Arbeit aufgehst und alles um dich herum vergisst.

Überlege mal, welche von den Arbeiten, die du in deinem Leben schon gemacht hast, so waren, dass du vollkommen darin aufgegangen bist, du vollkommen im Flow warst.  Was kannst du richtig gut? Was kannst du besser als die meisten anderen? Beim Gedanken an welche Tätigkeit gerät dein Herz in wallende Leidenschaft? Was hast du als Kind gerne getan? Welchen Berufswunsch hattest du, als du klein warst? All dies sind Hinweise deiner Sehnsucht nach einer erfüllten Arbeit, die du dann als solche nicht mehr empfindest.

Und auch hier spielt die Macht der Entscheidung wieder eine wichtige Rolle! Klar kannst du sagen: Naja, ich arbeite als Buchhalterin, dabei würde ich eigentlich viel lieber als XY arbeiten, aber jetzt habe ich nun mal diesen sicheren Job und es ist eh zu spät. Da sage ich wieder: Falsch! Wenn es dir wirklich wichtig ist, dann wirst du es schaffen! Und wenn du entscheidest, doch Buchhalterin zu bleiben, dann nur, weil du es so entscheidest. Das ist vollkommen ok. Solange du dir nur immer bewusst machst, dass es einzig und allein DEINE Entscheidung ist und du niemanden sonst dafür verantwortlich machen kannst.

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Deine Freizeit

Zu Hause bist du, wenn du deine Freizeit mit Dingen ausfüllst, die dir Spaß machen und die deine Seele nähren. Ich weiß aus eigener Erfahrung: In Zeiten des Internet ist es nicht immer so easy, sich nicht in unnützer Informationsflut zu verlieren und sich daran zu erinnern, was einem wirklich gut tut. Neulich dachte ich darüber nach, wie es wohl wäre, wenn wir plötzlich für längere Zeit keinen Strom mehr hätten. Dann hätten wir kein Internet, keinen Computer, kein TV, kein Telefon. Dann müssten wir – also meine Familie und ich – abends bei Kerzenschein zusammen sitzen und uns Geschichten erzählen. Wir würden am Wochenende in den Wald gehen, die Natur genießen und Feuerholz sammeln und den Acker bewirtschaften. Wir wären noch mal sehr viel intensiver zusammen als bisher. Seitdem ich diesen Gedankengang hatte spielen wir regelmäßig „längerer Stromausfall“. Und genießen es!

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Deine Träume

Zu Hause bist du, wenn du dich deinen Träumen hingibst und dich allein das Träumen mit Glück erfüllt. Deine Träume sind quasi schon ein bisschen Gestalt gewordene Sehnsucht. Wovon träumst du? Und welches Gefühl verbirgt sich hinter der Vorstellung deiner Traumerfüllung? Dies ist ein ganz wichtiges Indiz! Manch einer träumt z.b. davon, im Lotto zu gewinnen und sich dann eine schöne Villa und ein dickes Auto zu kaufen. Und dann? Welches Gefühl erzeugt der Gedanke an die neuen Besitztümer in dir? Wie lange wird dieses Gefühl Dank dieser Besitztümer wohl anhalten? Und: ist dieses Gefühl vielleicht durch etwas ganz anderes, viel einfacheres, ebenfalls zu erlangen? Auch ohne Lottogewinn?

Du, nur du!

Zu Hause bist du dort, wo du ganz du selbst sein kannst. Mit allem, was du bist, was du weißt, was du kannst und was du willst. Wo du ganz und gar so sein kannst, wie die Schöpfung dich gedacht hat.

Ja, aber darfst du das denn?

Wer, wenn nicht du, hat die Macht, dir darauf eine Antwort zu geben?

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Der Weg nach Hause ist eine Abenteuerreise

Manchmal müssen wir viele tausend Kilometer zurück legen, um unser wahres Zuhause zu finden. Nicht nur faktisch, sondern auch sinnbildlich.

Wir müssen Erfahrungen machen, nicht nur mit dem Finger auf der Landkarte, sondern ganz real. Je mehr „Landschaften des Lebens“ wir erkundet haben, desto mehr Gewissheit erlangen wir – tief in unserem Herzen und mit allem, was wir sind – wo unser wirkliches Zuhause ist und wo nicht.

Und es lohnt sich, diesen manchmal langen und zuweilen auch holprigen Weg zu gehen. Ich glaube, dass kein Schritt auf dieser Reise umsonst ist. Das einzige, auf das es wirklich ankommt ist, dass wir uns mutig und entschlossen aufmachen zu dieser Reise.

Denn letztlich wollen wir alle genau das: Endlich nach Hause kommen.

Wo immer es auch sei.

Ich wünsche dir von Herzen eine gute Reise und dass du dem Ruf deiner Sehnsucht nach deiner wahren Heimat folgen kannst!

Mit herzlichen Grüßen

Wenn du in gerade in einer ähnlichen Situation bist, in der du dich für dein wahres “Zuhause” entscheiden willst oder musst, dann melde dich und schreibe mir an fuerdich@melanie-kaltenbach.de.

Je mehr du loslässt, desto leichter wird der Weg

Den folgenden Text veröffentlichte ich vor ein paar Tagen auf meinem privaten Facebook-Profil. Die Resonanz war überraschend groß und der Beitrag wurde viele Male geteilt. Da dieses Thema offensichtlich für einige Menschen relevant ist, habe ich beschlossen, den Text als eigenen Blogpost zu veröffentlichen und entsprechend zu ergänzen…

Wenn du auf dem Weg bist, immer mehr du selbst zu werden und immer mehr deinen eigenen inneren Raum auszufüllen, dann kann es passieren, dass dir auf diesem Weg Menschen, die dir lieb waren, abhanden kommen. Denn je mehr du dich dir selbst annäherst, je mehr du nicht nur dein Licht, sondern auch die Dunkelheit und den Schmerz in dir annimmst, desto “gefährlicher” wirst du für die, die das (noch) nicht können oder nicht wollen. Denn auf dem Weg zu dir selbst verändert sich deine Frequenz. Diese neue Frequenz erreicht und berührt die Frequenz des anderen. Und er wird einiges dafür tun, sie nicht zu fühlen und abzuwehren. Oftmals ist das deshalb der Fall, weil er Angst vor seinem eigenen Licht und seiner eigenen Dunkelheit und seinem eigenen Schmerz hat. Es ist deine Entscheidung, ob du stehen bleibst und deinen Weg nicht weiter fortsetzt, um diesen Menschen nicht zu verlieren. Es ist deine Entscheidung, ob du weiter gehst. Ob du den Mut hast, alleine weiter zu gehen. Wann immer du die Entscheidung fällst, weiter zu gehen, sei gewiss: Es werden dir neue, andere Menschen begegnen. Menschen, die deiner Ur-Frequenz so viel ähnlicher sind, als die der anderen Menschen, die zu verlieren du fürchtest. Die Entscheidung, deinen Weg zu gehen, ist immer auch eine Entscheidung für die Liebe. Die Liebe für dich. Und aus dieser Liebe heraus können Wunder geschehen und werden dir Menschen wie Wunder begegnen. Ich habe es selbst schon oft so erlebt und erlebe es immer wieder. Vertrau’ dir! 

Dies ist die eine Seite der Geschichte. Aber sie hat auch noch eine andere Seite…

Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, dann ist es gar nicht so, dass du plötzlich ein neuer Mensch geworden bist. Der Grund, warum dir auf dem Weg zu dir Menschen abhanden kommen –  weil sie dein neues Sein nicht mehr nachvollziehen oder nicht gutheißen können und deshalb mit Gegen- und Abwehr reagieren – ist, dass du dich bisher noch nicht in aller Gänze gezeigt hast.
Weil sie dich so nicht kennen. Woher auch? Du hast diese Anteile ja bislang erfolgreich verheimlicht. Um nicht anzuecken, um Konfrontationen aus dem Weg zu gehen, um lieb gehabt zu werden. Der Gründe gibt es viele.

Verzeihst du dir?


Die Frage ist: Kannst du dir das verzeihen? Hast du Verständnis für dich? Hast du Geduld mit dir? Vertraust du dir und dem Leben? Kannst du auch den Menschen verzeihen und verstehen, dass sie mit dir und deiner neuen Gänze vielleicht überfordert sind? Dass sich der eine vielleicht noch an dich als Ganzes gewöhnt, ein anderer aber vielleicht nicht und deshalb – im wahrsten Sinne des Wortes  – “auf der Strecke bleiben” wird? Wirst du trotzdem weiter gehen auf dem Weg zu dir selbst? Und dich immer mehr so zeigen, wie du bist? Glaubst du, dass du der Welt damit letztlich sehr viel mehr dienen kannst, als wenn du dich weiter versteckst?

Ich selbst habe im Laufe meines Lebens und insbesondere im letzten Jahr große Schritte bezüglich meiner eigenen Selbstverwirklichung vollzogen. Für mich hieß das im letzten Jahr vor allem, mich immer mehr auch öffentlich zu meiner Spiritualität zu bekennen, die in meinem Leben seit jeher eine bedeutende Rolle spielt. Ich war und bin von der Existenz einer liebenden Schöpferkraft zutiefst überzeugt und ich habe im Laufe meines Lebens einige sehr spezielle Erfahrungen gemacht, inklusive einer Nahtoderfahrung.

Irgendwann war mir klar, dass Spiritualität etwas ist, dass mich zu einem großen Anteil ausmacht und dass ich eben diesen Anteil nicht länger verstecken werde. Und auch nicht darf. Vor allem in meiner Arbeit nicht. Seit ich das für mich vollumfänglich geklärt habe, hat sich meine Arbeit fundamental zum Positiven verändert. Weil ich endlich nichts mehr von all den Gaben und Fähigkeiten, über die ich verfüge, zurück halte. Das gibt nicht nur mir einen nie gekannten inneren Frieden, sondern führt auch bei den Menschen, die meine Unterstützung in Anspruch nehmen, zu überwältigenden Ergebnissen.

Keine Energieverschwendung mehr!

Auch, weil ich keine Energie mehr darauf verschwende, irgendetwas rechtfertigen zu müssen oder groß und breit erklären zu wollen. Die, denen ich mich und mein Sein vor nicht allzu langer Zeit noch hätte erklären müssen, sind auf meinem Weg außer Sichtweite geraten. Dafür sind neue Menschen auf diesem Weg aufgetaucht und es werden immer mehr. Und meine Energie ist gebündelter und damit krafvoller denn je.

Ich will dich von ganzem Herzen ermutigen: Erlaube dich dir selbst! Zeige dich so, wie du wirklich bist! Stehe zu dir, zu deinen Gaben, zu deinen Fähigkeiten. Höre auf das, was deine Seele dir zuruft und was gehört und verwirklicht werden will! Vertraue dir und vertraue dem Leben!

Das ist alles, was es braucht! Es ist alles schon da.

Alles, alles Liebe für dich und eine gute Reise!

 

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Shakespeare & ich. Oder: Die Frage nach dem Warum des Seins

Mal ganz ehrlich: Bei einer solchen Überschrift hat man eigentlich gar keine Lust, weiter zu lesen, oder? Klingt viel zu sehr nach jener gequirlten Pseudo-Erleuchtungskacke, wie sie irgendwelche lustigen, weiß gekleideten nordeuropäischen Gurus gerne stundenlang und andächtig ihren Jüngern verzapfen. Ich persönlich habe es ja nicht so damit. Wenn ich nicht wüsste, was ich geschrieben habe und nicht der Ansicht wäre, dass es durchaus lesenswert ist, würde ich sagen: Du, such’ dir lieber was Interessantes zum Lesen! Es ist dein Leben und deine Zeit. Du hast die Wahl. Bleiben oder gehen. Sein oder nicht sein. Letztlich ist es sowieso egal und warum das so ist, beschreibe ich im Folgenden. Sag’ also nachher nicht, ich hätte dich nicht gewarnt…. Also, auf geht’s: In das Abenteuer der Gleichgültigkeit!

Heute morgen wurde ich um vier Uhr dreißig von alleine wach. Nicht, weil mich irgendwelche höheren Mächte oder meine Kinder (was irgendwie dasselbe ist) aus dem Schlaf gerissen hätten, sondern sehr wahrscheinlich deshalb, weil ich gestern Abend schon um 21.00 Uhr eingeschlafen bin. Manchmal ist es so einfach zu erklären.

In letzter Zeit passiert es mir oft, dass ich mit sehr interessanten Affirmationen wach werde. Quasi in der Endphase des Wachwerdens, noch bevor ich wirklich im Tagesbewusstsein bin, erscheinen diese Affirmationen. Manchmal als Wort oder kurzer Satz, manchmal höre ich sie auch.
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich sehr dankbar bin, in eine Zeit wie diese hineingeboren worden zu sein, in der man solche Geisteszustände ganz offen aussprechen darf, ohne befürchten zu müssen, in die Klapsmühle gesteckt zu werden. Vor nicht allzu langer Zeit war das noch anders…

SEIN – Ausrufezeichen – Fragezeichen.

Nun gut. Heute morgen um 04.30 Uhr wurde ich also wach und vor meinem geistigen Auge erschien in großen Leuchtbuchstaben das Wort “SEIN”.

Ich gebe zu, dass mich dieses Wort schon seit Tagen und Wochen, naja, eigentlich schon seit Jahren immer wieder beschäftigt. Ich frage mich: Was heißt das eigentlich: “Sein”!? Die altbekannte Frage nach dem “Wer bin ich und warum?” scheint nach wie vor nicht beantwortet zu sein. Weder für mich noch für sonst wen. Was vielleicht auch daran liegt, dass wir uns – im besten Falle – ständig weiter entwickeln.

Mit diesem großen, leuchtenden SEIN vor meinem geistigen Auge ging ich sofort zu meinem Schreibtisch und schrieb in mein Tagebuch u.a. dies:

(…) bin ich vielleicht bloß meinetwegen hier? Um Erderfahrungen zu machen? Nur um meinetwillen? Weil ich so gerne fühlen wollte? Häh!? Stell’ dir das mal vor: Es hat keinen übergeordneten Grund, dass du hier bist. Es gibt dieses “Warum” gar nicht, von dem immer behauptet wird, du müsstest es finden und kennen. 
Stell’ dir vor, es wäre weder für dich noch für diese Welt wichtig, dass du in irgendeiner Form “dienst”. 
Ok, du hast schon vielen Menschen geholfen und viele Menschen berührt, aber wenn es dich nicht gäbe, dann hätten sie vielleicht jemand anderen gefunden.  Du bist nichtmal hier, um Gottes Licht auf die Erde zu bringen. Wenn du das machen möchtest, dann mache es. Wenn du es nicht tust, dann lasse es. Es ist egal. Stell’ dir das mal vor… Es ist egal. Was tust du mit diesem Leben, wenn es keinen übergeordneten Grund gibt, außer dem, dass du gerade hier bist?”

Zunächst war ich erschrocken ob dieser vermeintlichen Sinnlosigkeit meines Daseins. Da habe ich mich all die Jahre so wacker gehalten und war so fleißig, immer mehr ich selbst zu werden. Und letztlich sollte das alles egal sein? Was für eine bodenlose Unverschämtheit! Von wem auch immer. Apropos bodenlos…

Eine bodenlose Unverschämtheit: Einfach in der Milchstraße baden.

Dann dachte ich weiter. Wenn es also tatsächlich keinen übergeordneten Grund geben sollte, weswegen ich als ICH hier bin, und ich wirklich nur meinetwegen hier bin, was fange ich nun damit an?

Auf einmal fiel mir eine Situation ein, in der ich vor vielen Jahren bei einem meiner Urlaube auf La Gomera mein geliebtes Himmelsspiel spielte. Ich legte mich zu diesem Zweck abends auf die Dachterrasse und machte mir meinen Körper auf der Erde und die Tatsache bewusst, dass mein Körper nur wegen der Erdanziehungskraft auf der Erde liegt und ich das fühlen kann. Ich machte mir voll und ganz bewusst, dass es kein “Oben” und kein “Unten” gibt, kein “Rechts” und kein “Links” und dass wir auf einem winzigen, wunderschönen, perfekten Ball in dieser nicht zu erfassenden Unendlichkeit um unseren Fixstern schweben. Ich machte mir die Geschwindigkeit der Erdrotation bewusst, die wir nicht bemerken. Ich machte mir bewusst, dass ich dort – in diesem winzigen Ausschnitt der Milchstraße – das Licht von Sternen sehe, die es vielleicht schon seit tausenden von Jahren nicht mehr gibt. Dann streckte ich meinen Arm aus und fühlte mich in genau diesem Moment voll und ganz eins mit dem weiten, unendlichen Raum. Und kam mir so winzig und unbedeutend vor und gleichzeitig so unendlich groß. Meistens musste ich dann lachen vor lauter Glück über dieses große Wunder LEBEN. Ich liebte dieses Himmelsspiel!
Und wer jetzt denkt: “Klar. Gomera. Da hat die liebe Melli sich vorher bestimmt ein dickes Tütchen mit richtig gutem Zeug gegönnt!” dem sei gesagt: Um Gottes Willen! Ich bin von Natur aus so und komme von ganz alleine auf solche Ideen! Nicht auszudenken, was geschehen würde, wenn ich auch noch Drogen nähme! Nix da!

Einmal wagte ich im Zuge eines solchen Sternenbades leise zu fragen: “Was ist der Sinn des Universums?” Ich bekam prompt Antwort, von wo auch immer:

“Das Universum hat keinen Sinn. Es ist einfach.
Sein ohne Sinn ist der Sinn des Seins.”

Wie bitte? Sein ohne Sinn ist der Sinn des Seins? Obwohl mein kleines Gehirn nichts verstand, fühlte ich doch tief in meinem Herzen die in dieser Aussage vorhandene Wahrheit. Aber ich war noch lange nicht so weit, das annehmen zu können oder zu wollen. Den Dingen und sich selbst einen Sinn zu geben ist schließlich etwas, das durchaus sinnvoll zu sein scheint, weil es vermeintlich Halt gibt. Die Erde und all unsere Planeten und Galaxien werden schließlich auch von irgendetwas gehalten, wenngleich niemand wirklich weiß, von was. Von dem Zusammenspiel der Kräfte, möglicherweise. Vielleicht. Kann sein. Muss nicht. 

Alles ist gleichgültig, weil alles egal ist!?

Vor ein paar Monaten saß ich am Meer, an meiner Lieblingsstelle, die ich “meine Kirche” nenne und an die ich so oft wie möglich morgens gehe, um zu kontemplieren und mich mit dem Meer und mit Gott zu unterhalten.

Ich fragte, ob denn das, was ich gerade so mache – also mein Schreiben und all die Unterfangen, die ich unternehme, um Menschen, denen es hilft oder Freude macht, zu erreichen – also ob denn all das so richtig sei, wie es gerade ist.

Auch hier erfolgte die Antwort sofort:

“Wenn es dir Freude macht!?”

Ich sagte: Ja, meistens schon.

Es: “Dann ist ja gut”.

Und dann sprach “es” weiter:

“Im Grunde genommen ist es sowieso egal. Egal im Sinne von “gleich”. Französisch: Égalité. Es ist alles gleich. Alles ist von derselben Essenz, von derselben Quelle. Atömchen, Quanten. Du verstehst? Ihr unterscheidet und polarisiert ohne Unterlass. Zwischen Leben und Tod. Zwischen Gut und Böse. Und letztlich ist alles egal. Alles ist gleich. Mach’, was du willst, Melanie.” 

In diesem Moment verstand ich diese Aussage der Gleichheit, der Égalité, der Gleichgültigkeit von allem, was ist, so zutiefst, mit all meinem Sein und voll und ganz. Danach folgte der bislang größte und längste Lachanfall meines Lebens. Jeder, der schon einmal erlebt hat, wie es ist, wenn ich aus tiefstem Herzen lache und nicht mehr aufhören kann, weiß, was DAS bedeutet….;-) 

Die große Frage nach dem Sein und dem Sinn des Seins. Wie viele Menschen umtreibt diese Frage seit wie vielen Jahren? Wer kennt ihn nicht, diesen einen Satz aus Shakespeare’s Hamlet: “Sein oder nicht sein. Das ist hier die Frage.”?

Mach’ doch einfach, was du willst.

Was, wenn der einzige Grund für unser Dasein der ist, dieses Sein – jetzt und hier – einfach nur zu genießen? Dieses kurze Leben zu feiern. Denn es ist wirklich kurz, verdammt kurz! Und die vielen Möglichkeiten, die sich zum Feiern dieses Lebens bieten, zu nutzen und voll auszuschöpfen? Oder auch nicht? Weil es egal ist. Und wir in dieser großen “Gleich-Gültigkeit” – in ihrem reinsten Sinne – wählen können?

Keinen Grund, kein übergeordnetes “Warum”, keinen höheren Zweck mehr zu suchen, niemandem mehr irgendwie “helfen” oder “dienen” wollen oder müssen, um dem eigenen Dasein eine Berechtigung zu geben, sondern wenn, dann aus dem vollen Herzen heraus einfach DA SEIN…. Was wäre, wenn? Wenn es wirklich so einfach wäre, und doch gleichsam so komplex wie der Sinn des Universums:

“Sein ohne Sinn ist der Sinn des Seins”.

Es gibt Tage, da wünschte ich, ich würde mich für Kreuzworträtsel, Computerspiele oder Modelleisenbahnen interessieren. Es hat nicht sollen sein. In einem nächsten Leben. Vielleicht…. 

Es ist jetzt 12 Uhr, die Sonne ist schon lange aufgegangen, der Himmel ist wolkenfrei und es verspricht, ein schöner Tag zu werden. Wenn die Sonne gerade aufgegangen ist, dann kann man am westlichen Horizont den Erdschatten sehen. Manchmal tauchen hinter diesem Erdschatten die Reflexionen der Sonnenstrahlen auf.  Das ist so faszinierend, wenn du morgens nach Westen schaust und dort, hinter dem Schatten des kleinen, perfekten Balls, auf dem wir durch die Unendlichkeit schweben, die Reflexionen der Sonnenstrahlen aus dem Osten siehst. Oder ein Regenbogen. Gibt es etwas Sinnloseres als einen Regenbogen? Ein Regenbogen ist zu nichts nütze. Und doch erfüllt er die Herzen aller Menschen dieser Welt – egal wie alt – für den kurzen Moment seines Erscheinens mit Freude. Schon immer. Und immer wieder. Gott, du alter Halunke! Sein ohne Sinn… dass ich nicht lache! 😉

Das Leben ist ein Wunder! Und es ist wundervoll, hier zu SEIN!

Alles Liebe für dich und mich und uns!

 

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PS: Wenn du denkst: “Oh, jetzt ist sie offenbar vollkommen verrückt geworden! Und es scheint ein ziemlich geiler Zustand zu sein! Hey, das will ich auch!” – dann melde ich dich gerne bei mir. Ich bin einige Umwege gegangen und kenne ein paar wirklich verrückte und verrückende Abkürzungen… 😉

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Essenziell: Quantensprung der Seele

Ich weiß nicht, wie es dir gerade geht, aber für mich waren die letzten Wochen und insbesondere die letzten Tage sehr, sehr seltsam….

Dabei kann ich gar nicht mehr sagen, wann genau es angefangen hat. Ich erinnere mich an einen Freitag Nachmittag vor einigen Wochen, als ich von jetzt auf gleich eine plötzliche Traurigkeit bemerkte, die interessanter Weise auch mit dem Gefühl von Wut und Aggression einher ging. Ich bin in der glücklichen Lage, um ein paar wenige, sehr nahe Lieblingsmenschen in meinem Leben zu wissen, mit denen ich solche tief gehenden Zustände offen ansprechen kann, was ich in diesem Fall auch tat. Und siehe da: Meinen nahen Lieblingsmenschen erging es genauso. Auf der einen Seite eine plötzliche, faktisch nicht zu erklärende tiefe Traurigkeit und auf der anderen Seite Wut. Wut vor allem in Bezug auf alles, von was wir uns in unserem bisherigen Leben haben manipulieren und in unserer Lebenskraft haben einschränken und unterdrücken lassen. Autoritäten, Konzepte, Systeme, Meinungen, Regeln und Normen.

Obwohl ich seit über zwanzig Jahren bewusst und intensiv an meiner Selbstentwicklung arbeite, war mir nie zuvor derart deutlich, wie sehr ich mich tatsächlich immer noch habe manipulieren lassen. Vor allem von Menschen, die ich als kompetenter und fähiger als mich selbst beurteilt habe. Dies war nur möglich, weil ich mir meines eigenen Selbstwertes noch nicht voll und ganz bewusst war. Und genau diese Erkenntnis hat mich zutiefst geschmerzt und gleichzeitig wütend gemacht.

Das ist gut! Sehr gut sogar! Denn aus diesem Schmerz und dieser Wut heraus, die nichts anderes als gebundene Energie ist, darf und wird nun etwas Neues entstehen.

 

Presswehen

Es ist wie bei der Geburt eines Kindes: Die gebärende Mutter wird in immer stärkeren und immer schmerzhafter werdenden Wehenschüben auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet. Es gibt keine Geburt ohne Schmerz und ohne die vielleicht radikalste Form von Loslassen. Geburt und Tod sind so nah beieinander wie Tag und Nacht. Im Übergang.

Und genauso fühlte es sich in den letzten Wochen und Tagen für mich an: Wie ein Übergang, wie ein Sterben und wie eine Neugeburt.

Etwas Altes ist in mir gestorben und eine neue Feinstofflichkeit ist geboren worden. Ich war schon immer extrem empfindlich in Bezug auf Sinneswahrnehmungen. Wenn ich früher im Bus in der ersten Reihe direkt hinter dem Fahrer saß und in der letzten Reihe jemand mit einem Bonbonpapier raschelte, hat mich das körperlich geschmerzt. Ich war nicht imstande, mich gegen Geräusche abzugrenzen. Mit Gerüchen und mit der Energie von Menschen war es genauso, weswegen ich sehr viel Zeit nur mit mir alleine verbringen musste und auch verbrachte.  Für Menschen wie mich gibt es mittlerweile eine Beschreibung: High Sensitive Person. Ich lehne eine solche Klassifizierung bewusst ab, denn Beschreibungen sind nichts anderes als Schubladen, die uns in unserer Gänze nur wieder neu etikettieren und einschränken. Ich bin Melanie, griechisch: Die Dunkle. Das reicht.

Alles ist Energie, alles ist Frequenz

Die neue Feinstofflichkeit, die ich seit ein paar Tagen wahrnehme, bezieht sich vor allem auf Worte, Sprache im Allgemeinen, Nachrichten und persönliche Meinungen, die gerne und oft als absolute und unumstößliche Wahrheiten deklariert werden. Nicht nur politisch, das kennt man ja. Sondern zunehmend auch ganz persönlich. 

Ich bemerke, wie sehr diese “Fremdenergien” mich nach wie vor beeinflussen, in mich einströmen und meinen eigenen, reinen Fluss durchmischen und je nachdem auch eintrüben. Das war sicherlich schon immer so. Nur: ich habe das noch nie so deutlich wahrgenommen wie in den letzten Wochen und Tagen!

Wenn ich einen Menschen wahrnehme, dann nehme ich sehr viel mehr wahr, als andere. Ich sehe oft sein gesamtes Wesen, ich sehe seinen Seelenschmerz und die Umstände, die diesen Schmerz verursacht haben. Manchmal kann ich auch seinen körperlichen Schmerz wahrnehmen. Aber ich sehe ihn auch so, wie er wirklich ist, in seiner Gänze und Schönheit, ohne das, was ihn daran hindert, ganz und gar er selbst zu sein. Ich sehe den göttlichen Funken in ihm. Das ist eine Gabe, mit der ich auf diese Welt gekommen bin. Ich habe das nicht von irgendwem gelernt, weil ich es lernen wollte. Ich wage zu bezweifeln, dass man so etwas überhaupt lernen kann.

In den letzten Wochen und Tagen wird mir zunehmend bewusst, von welche Energien und von welchen Menschen ich mein “Feld” nicht mehr beeinflussen  lassen will. “Alles ist eins” und “alles ist miteinander verbunden” hin oder her. Meine zukünftige Konzentration wird dahin gehen, mich vor einer bestimmten Qualität von Energie zu schützen, um meinen eigenen inneren Fluss nicht weiter “beeinflussen” und eintrüben zu lassen.  Und mich gleichzeitig meinem eigenen inneren Fluss verstärkt zu widmen. Beides geht miteinander einher.

 

Wie im Innen, so im Außen. 

Es geht mir nicht um Egoismus. Im Gegenteil! Wenn diese Welt wieder zu jenem paradiesischen Ort werden soll, den Gott einst für uns geschaffen hat, dann müssen auch wir wieder – jeder Einzelne von uns – zu unserem eigenen kleinen Paradies werden. Das hat vor allem mit Selbstwertschätzung und Selbstfürsorge zu tun! Beides wird niemand für uns übernehmen, dafür sind wir ganz allein verantwortlich und ich spüre, dass wir alle gefordert sind, uns jetzt vornehmlich dieser Selbstwertschätzung und Selbstfürsorge maximal zu widmen.

Wie geht das? Selbstfürsorge und Selbstwertschätzung?

Ein paar kleine Hinweise habe ich schon für dich. Probiere gerne das ein oder andere aus, sei aber – ganz im Sinne der Selbstfürsorge – liebevoll mit dir und überfordere dich nicht erneut, ja?

  • Sei grundsätzlich achtsam mit dem, was von außen in dich einfließt
  • Achte auf deinen Social-Media-Konsum. Wie viel konsumierst du? Von welcher Qualität ist das, was du konsumierst?
  • Achte auf deine emotionalen Reaktionen, die von bestimmten “Nachrichten” oder “Meinungen”, die du konsumierst, erzeugt werden
  • Achte auf deine wirklichen Bedürfnisse: Ruhe, Nahrung, Menschen, Natur – was willst und brauchst du gerade wirklich?
  • Mit wem willst du sein? Wer tut dir gut? Wer tut dir nicht gut? Wer beeinflusst dich in welcher Art und Weise? Wie fühlst du dich nach bestimmten Begegnungen?
  • Achte auf deinen Konsum: Was brauchst du wirklich? Was hat dich in welcher Weise “beeinflusst”, dass du meinst, dies und jenes zu brauchen, um dich besser, glücklicher, erfüllter zu fühlen? Das bezieht sich nicht nur auf materielle Güter, sondern auch um das Übermaß an Selbstoptimierungsangeboten!

Ich möchte dich warnen: Sobald du beginnst, dir die obigen Fragen intensiv und kontinuierlich zu stellen, wirst du feinstofflicher werden und vielleicht den starken Wunsch nach Rückzug verspüren. Du wirst mehr in Kontakt mit dir selbst sein wollen und auch kommen, und damit auch mit Gefühlen, die du vielleicht erst mal als unangenehm empfindest.

Was tun, wenn sich alle Konzepte auflösen?

Es ist auch möglich, dass viele deiner bisherigen Konzepte wie Kartenhäuser ineinander fallen und du dich ohne die bisherigen Konzepte davon, wie du und die Welt zu sein hat, erst einmal desorientiert fühlst.

Das gehört dazu. Das ist das, was ich meinte, als ich weiter oben schrieb, dass das Alte stirbt, weil etwas Neues geboren wird.

Aber: Wenn du bis hierhin gelesen hast, dann deswegen, weil du mit meiner Frequenz, aus der heraus ich diesen Beitrag schreibe, in irgendeiner Form in Resonanz gehst. In diesem Fall gehe ich davon aus, dass auch du dich seit vielen Jahren auf genau diese Zeitqualität, in der wir uns gerade befinden, vorbereitet hast.

Ja, es fühlt sich neu und im Ansatz befremdlich an. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass genau diese neue Konzeptlosigkeit die Grundlage dafür ist, in unsere wahre Essenz zu kommen. In die Essenz dessen, was wir wirklich sind. 

Dies ist der Quantensprung der Seele. Einer meiner selbst kreierten Lieblingssprüche lautet:

“Gott liebt dich so, wie er dich gedacht hat.”

Vielleicht erleben wir genau deshalb gerade diese Neugeburt. Damit wir endlich so werden und sind, wie Gott uns gedacht hat. Ganz und gar. 

Wenn du mit meinen Zeilen und mit mir in Resonanz gehst und dir Unterstützung und Begleitung auf deinem Weg in deine Essenz wünschst, dann melde ich gerne bei mir! 

Alles, alles Liebe für dich in diesen besonderen und so wertvollen Zeiten!

 

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Macht!? Nichts! Oder: Was die Wahlen in Amerika mit dir und mir zu tun haben

Heute wird in Amerika gewählt. Schon lange umtreibt mich die Frage: Was haben diese Wahlen mit uns – mit dir und mir – zu tun? Eines der Prinzipien aus dem Kyablion nach Hermes Trismegistos lautet “Wie oben, so unten”. Wo ist zu dem, was “da oben” in Amerika, der Weltmacht, geschieht, die Analogie zu meinem kleinen Leben und zu deinem kleinen Leben? Ganz einfach: Es geht um Macht!

Seit dem Ausscheiden Bernie Sanders kann ich diese Wahlen nicht mehr ernst nehmen. Der Dirty Dancing Auftritt, den sich Clinton und Trump neulich lieferten, war an Häme und Respektlosigkeit gegenüber allen Menschen auf diesem Planeten, die unverschuldet im Krieg sind oder deren Kinder an Hunger sterben oder die in grenzenloser Armut leben, nicht zu überbieten! Spätestens jetzt hätte jeder wissen können, worum es in Amerika wirklich geht: Entertainment! Wobei ich zugebe, dass ich Politik beziehungsweise das, was in den Medien darüber berichtet wird, schon lange nicht mehr ernst nehmen kann. Ich habe unter anderem Politische Wissenschaften an der RWTH Aachen studiert und muss sagen: Je älter ich werde, desto mehr weiß ich das, was unsere Dozenten uns seinerzeit gelehrt haben, zu schätzen! Denn sie haben uns vor allem dies gelehrt: Maximal kritisch zu sein, eine Meinung zu haben und Stellung zu beziehen.

Zurück zur Weltmacht, zurück zu dir und mir: Worum geht’s?

Die Welt hält den Atem an, weil sie befürchtet, Trump könne die Wahlen gewinnen und die ganze Welt ins Unglück stürzen. 
Dabei war Clinton nie eine Alternative, sie war höchstenfalls das als geringer eingeschätzte Übel.

Mit Verlaub: Und in solche Hände sind wir bereit, uns, unser Schicksal und das unserer Kinder und die Zukunft dieses Planeten hineinzugeben? Einfach so? Ungefragt? Weil es halt so ist?  Was will man schon groß machen? Muss man so hinnehmen.

Muss man? Echt?

Ich möchte keinesfalls zu Anarchie aufrufen. Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn sich ihre Mitglieder an die entsprechenden Normen und Regeln halten. Die Frage ist nur: Von welcher Qualität sind diese Normen und Regeln und wer schreibt sie tatsächlich vor? Wo sind sie infrage zu stellen? Wo dringend zu modifizieren?

Um bei “Wie oben, so unten” zu bleiben:

Wo und wem unterwirfst du dich noch, weil du meinst, es gäbe keine Alternative?
Wo nimmt du einfach Gegebenheiten hin, obwohl dir viel mehr danach ist, nicht mehr hinzunehmen?
Unter welche Autoritäten stellst du dich? Du als erwachsener, mündiger Mensch?
An wen gibst du deine eigene Macht ab?
Hast du dich schon selbstermächtigt?
Und die volle Verantwortung für dein Leben übernommen?
Hast du dein Zepter in der Hand?
Nein? Warum nicht!?

Weltmacht? 

Ich will hier keinen Diskurs zum Thema “Haben wir überhaupt einen freien Willen, ja oder nein!?” führen. Eine zu intensive psychologisch-philosophische Auseinandersetzung damit lenkt nur ab von der Tatsache, dass wir – jeder einzelne von uns – sehr wohl einen sehr großen Einfluss auf die vielen kleinen Stellschrauben haben, die die Richtung unseres Lebens beeinflussen.

Manchmal denke ich, vielleicht wäre es sogar gut, Trump würde diese Wahl gewinnen. Vielleicht würde die Welt dann aufwachen, vielleicht würde sie ihr bisheriges Hinnehmen und Hingeben infrage stellen, vielleicht würde sie sich vielmehr bewusst, worum es wirklich geht, in diesem kurzen Leben, das wir für eine winzig kleine Zeitspanne hier gemeinsam verbringen: Dass wir diesen Planeten ehren und alles, was in unserer Macht steht, dafür tun, dass er erhalten bleibt! Und dass wir diese Tatsache, dass wir gerade zufällig alle gemeinsam hier sind, feiern und als großartige Gelegenheit und Chance betrachten! Dass wir dafür Sorge tragen, dass es allen, die gerade auch hier sind, gut geht. Dass wir – anstatt Unsummen in die Simulation des Urknalls zu investieren, alles dafür tun, dass kein Kind auf dieser Welt in den Armen seiner Mutter den Hungertod sterben muss!
Dass wir uns selbst als Gestalter unserer Welt so wichtig nehmen, wie wir tatsächlich sind und unser Ego nicht mehr mit Pseudomacht füllen müssen und damit unsere Macht in den Dienst des Gemeinwohls stellen!

Das ist eine Welt, wie ich sie mir wünsche. Und ich tue jeden Tag etwas dafür, dass sich dieser Wunsch realisiert. Kleinigkeiten sind es. Aber ich mache sie. Weil ich mir die Macht dazu erteilt habe!

Uns allen einen wachen und selbstmächtigen Tag!

Alles Liebe! 

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Als ich eine Burka trug: Oder: Im Schutze der Identitätslosigkeit

In meiner Freizeit mache ich mit ein paar Freunden Kleinkunst. Wir nennen uns “Inselpoeten” und treten in der Hochsaison ein Mal im Monat auf. Mein Part ist eigentlich StandUp-Comedy. Doch neulich schlüpfte ich in eine ganz andere Rolle, die mich zutiefst und nachhaltig beeindruckt hat….

Bei unserem letzten Auftritt standen wir bei einem Musikstück ausnahmsweise alle gemeinsam auf der Bühne. Es geht in diesem Lied mit dem Titel “Eins sein” um die verschiedenen Weltreligionen und überhaupt um Vielfalt und darum, dass wir im Grunde genommen alle eins sind. Unsere Künstler-Truppe besteht aus ingesamt sechs Personen und da Adi der Musiker in unserer Runde ist, durften wir restlichen fünf uns überlegen, wer welche Weltreligion repräsentiert. Mir war das relativ egal. Am Ende repräsentierte ich den Islam und trug zu diesem Zweck eine Burka. Ich hätte nicht gedacht, was diese Rolle mit mir machen würde…

Ich überlegte, wie ich mir ohne großen Aufwand eine Burka basteln könnte. Schnell fiel mir die Lösung ein: Ein schwarzes Halstuch, um das Gesicht zu bedecken und ein schwarzes großes Wollcape als Kopfbedeckung. Ich holte beides aus dem Schrank und begann, mich zu verkleiden. Dann nahm ich einen Handspiegel und betrachtete mich darin.

Was dann mit mir geschah, war so groß und so bedeutsam, dass es mich geradezu erschüttert hat!

Mir war, als hätte ich von einem Moment auf den anderen meine komplette Identität verloren. Da war kein “ich” mehr. Nur der schwarze Schleier und meine Augen. Sonst nichts. Melanie war verschwunden. Irgendwo, im Schutze dieses schwarzen Schleiers, hatte sie sich aufgelöst. Das war auf unangenehme Weise überwältigend. Auf der anderen Seite stellte ich parallel zu diesem Identitätsverlust fest, wie sehr ich mich auch beschützt fühlte. Diese totale Verschleierung gab mir Schutz, ich war nicht mehr angreifbar.

Ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion zu den verschiedenen Religionen und über den Sinn und Zweck von Burkas führen. Es geht mir um etwas anderes. Denn:

In diesem Moment wurde mir so klar wie nie zuvor, was es heißt, eine Identität zu haben und sie zu zeigen!

Sich zu zeigen heißt, angreifbar zu sein. 
Je weniger sichtbar wir sind, desto unangreifbarer fühlen wir uns.
Denn da ist ja nichts, was angreifbar wäre.
Je mehr wir uns zeigen, desto mehr Menschen wird es geben, denen nicht gefällt, was sie sehen.
Je mehr wir unsere eigene Identität offenlegen, desto mehr Angriffsfläche bieten wir.
Genau das ist der Grund, warum so viele von uns Angst haben, sich so zu zeigen, wie sie sind!

Die Frage ist: Wie stark bist du, ist deine Identität, damit du potenzielle Angriffe in Form von Kritik aushalten kannst?

Dies ist für mich DIE Zentralfrage in Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung.
Wo bist du tatsächlich (noch) angreifbar?
Ist das wirklich (noch) relevant?
Wem räumst du das Recht ein, dich zu kritisieren und in dem, was du bist – in deiner Identität – anzugreifen?
Lies diesen Satz bitte noch einmal: Wem räumst DU das Recht ein?

Wir sind es, die den anderen das Recht einräumen, über uns zu urteilen. Niemand sonst.
Je mehr wir uns selbst das Recht einräumen, so zu sein, wie wir sind, desto weniger wird es uns tangieren, dass anderen vielleicht nicht gefällt, was sie sehen. Desto weniger sind wir angreifbar. Dann sind wir frei!

Ich selbst bin in den letzten 20 Jahren durch einen intensiven Selbstwerdungsprozess gegangen. Und gehe immer noch und halte es für sehr wahrscheinlich, dass ich bis zum Ende meiner Tage nicht aufhören werde, zu werden. Ich weiß, mit wie vielen Ängsten dieser Weg teilweise gepflastert ist und ich weiß auch, dass man diesen Weg nicht “mal eben so” geht.

Aber jeder Schritt bringt dich ein Stück weiter und ist es wert, gegangen zu werden.

Irgendwann wirst du feststellen, dass du immer mehr “Du selbst” geworden bist, dass du dich immer sicherer in dir selbst fühlst und damit auch immer mehr inneren Frieden spürst. Du wirst dir – vielleicht ganz plötzlich – deiner wahren Identität bewusst. Und spätestens dann brauchst du weder Schleier noch Masken.

Dann bist du frei.

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg zu dir mutig gehst und werden kannst, wer du bist!
Wenn du jemanden brauchst, der dich ein Stück auf diesem Weg begleitet: Hier bin ich!

Alles Liebe für dich!

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We are family. Oder: Herr Schmitz und die bucklige Verwandtschaft

In meinem Blogpost “Ja, aber. Oder: Wenn Herr Schmitz einfach keinen Bock hat” plädiere ich für einen freundschaftlichen oder zumindest kollegialen Umgang mit unserem inneren Boykotteur. 

Was ich in diesem Blogpost nicht erwähnt habe ist, dass Herr Schmitz nicht unbedingt alleine ist, sondern den ein oder anderen Familienangehörigen um sich schart. Die Zensoren!

Denn es ist nicht immer nur Herr Schmitz, der sich meldet, wenn wir etwas Neues planen, was unseren bisherigen Gewohn- und Sicherheiten nicht entspricht. Es sind auch durchaus andere Stimmen, die sich melden und es ist knifflig, die eine Stimme von den anderen zu unterscheiden.

Ich habe irgendwann mal etwas genauer hingehört, wenn Sätze à la

– Aber was sollen denn die Leute denken!?
– Gott, wie peinlich!
– Das kannst du doch nicht machen?
– Sowas macht “man” nicht!
– Was bildest du dir eigentlich ein?
– Was denkst du denn, wer du bist!?
– Wenn du DAS tust, will XY nichts mehr von dir wissen
– Wenn du DAS tust, werden sich XY das Maul zerreißen

– etc

in mir zu hören waren.

Und ich habe eine faszinierende Entdeckung gemacht!

Die ein oder andere innere Stimme hörte sich nämlich genauso an, wie die von real existierenden Personen. Sowohl von noch lebenden Personen als auch von bereits verstorbenen Personen. Allen gemein war, dass sie eine gewisse “Autoritätsfunktion” inne hatten. Sei es damals, zu Kinderzeiten, oder durchaus auch später, im Freundes- oder Kollegenkreis. Spätere Autoritätsfunktionen vergibt man übrigens oftmals analog zu frühen Autoritätsfunktionen in der Kindheit. Das sind dann so genannte “Repräsentanten”, an denen wir lernen dürfen. Was, erfährst du im Folgenden.

Wenn du diese “Stimmen” der Zensoren hörst – eigentlich sind es ja nur Gedanken – dann hat das mit Paranoia oder Schizophrenie nichts zu tun, was du sehr schnell bestätigen wirst, wenn du diesen inneren Zensoren – und genau das ist der Unterschied zum durchaus wichtigen Herrn Schmitz, der auch konstruktive Anregungen gibt! – genauer zuhörst.

Intonation, Vokabular, ganz bestimmte Schlagwörter – wenn du dich traust, wirklich genau hinzuhören, wirst du ganz schnell die ein oder andere “Autoritätsperson” aus deinen frühen oder auch späteren Jahren identifizieren können.

– Deine Eltern
– Deine Großeltern

– Tanten, Onkels
– Nachbarn

– Ältere Geschwister
– Ältere oder als wichtiger als man selbst angesehene Spielkameraden
– Lehrer
– Erzieher

Glaubenssätze!? Wer’s glaubt, wird selig. 

Es ist oft die Rede von den überholten Glaubenssätzen, die uns daran hindern, wirklich in unsere Kraft zu kommen und unser volles Potenzial zu leben. Und einfach WIR zu sein, mit allem, was da ist und allem, was uns auszeichnet!

Ich glaube, dass sich hinter vielen dieser vermeintlichen Glaubenssätze eben jene Autoritätsinstanzen der Vergangenheit oder Gegenwart verbergen. Sie sind es, die uns ständig reinquatschen und uns mit ihren permanenten Bewertungen ausbremsen und klein halten.

Wann immer du deine inneren Zensoren als eine solche ehemalige oder aktuelle Autoritätsinstanz klar identifiziert hast, stelle dir folgende Fragen:

– Ist dieser Hinweis/Ratschlag/Drohung heute noch von Bedeutung für mich?
– Oder kann ich diese Autorität endlich aus meinem Leben und meinem Bewertungssystem entlassen und MEIN Ding machen und MEINEN Weg gehen?

Für mich persönlich war es äußerst erhellend, manchmal auch erschreckend, als ich die ein oder andere Stimme eindeutig zugeordnet hatte.

Und: Es war unglaublich befreiend!

Je mehr dieser inneren Autoritätsinstanzen du aus deinem Leben, deinem Denken und Fühlen entlassen kannst, desto mehr wirst du DU SELBST werden, desto freier wirst du, desto mehr Möglichkeiten werden sich dir offenbaren, dein Leben nach DEINEN Wünschen und Möglichkeiten zu gestalten.

Ich wünsche dir ganz viel Freude und Erfolg dabei!

Und lasse mich gerne wissen, wie es dir damit geht und schreibe mir eine Email.

Alles Liebe für dich!

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Ja, aber. Oder: Wenn Herr Schmitz einfach keinen Bock hat.

Kennst du das? Du wagst einen leisen Gedanken, in deinem Leben etwas zu verändern. Nein, ich meine nicht, dass du vielleicht die Möbel umstellst oder dir ein neues Handy oder ein neues Auto zulegst. Ich meine etwas grundlegend anderes. Einen Jobwechsel. Ein spätes Studium. Eine ganz bestimmte Fortbildung, die mit deiner aktuellen Jobsituation so gar nichts zu tun hat. Einen Umzug. Ein neues, ungewöhnliches Hobby. Eine Trennung. 

Also irgendetwas, das mehr oder minder einschneidende Konsequenzen für dich, dein Umfeld und dein Leben haben wird. Konsequenzen, deren Umfang du in der aktuellen Situation nicht in aller Gänze überblicken kannst (wobei man das ohnehin nie kann).

Du denkst also vage über diese Veränderung nach. Und schon taucht sie auf, diese innere Stimme:
Ja, aber! Das kannst du doch nicht machen!?
Ja, aber! Was sollen denn die Leute denken?
Ja, aber! Was soll das denn überhaupt alles?
Ja, aber! Das Problem ist.

Kennst du, oder!? Die Stimme deines inneren Boykotteurs, der dir immer dann rein quatscht, wenn etwas Anderes, etwas Neues in deiner Lebensplanung auftaucht. Lass’ uns dieser inneren Stimme einen Namen geben: Herr Schmitz.

Weil Dinge, die einen selbst betreffen, manchmal zu nah sind, um sie in aller Gänze sehen zu können, machen wir nun einen kleinen Ausflug in eine vermeintlich andere Welt. Weit weg von uns selbst….

 

Herr Schmitz goes große weite Welt

In Deutschland habe ich Unternehmen beraten, die sich in tiefgreifenden Veränderungsprozessen befanden. Nein, das ist jetzt kein neuer Beitrag, lies’ nur weiter, Herr Schmitz kommt gleich ins Spiel! Im Zuge dieser Veränderungen mussten Hierarchiestufen abgeflacht, bisherige Zuständigkeiten neu zugeordnet werden und die Mitarbeiter sich entsprechend neu orientieren, was für die wenigsten ein leichtes Unterfangen ist. Der Mensch liebt Stabilität und scheut Veränderung.

Hilfestellung für diese Herausforderung bekamen die Mitarbeiter unter anderen in Form von Teambuilding-Workshops, die ich leitete. In diesen Workshops sollten die Mitarbeiter einander besser kennen lernen um zukünftig so transparent und effektiv wie möglich miteinander kommunizieren zu können.

Fast immer hörte ich in den Vorgesprächen zu diesen Teambuilding-Workshops von den Vorgesetzten folgenden Satz: „Uh, Frau Kaltenbach! Das wird heikel! Da haben sie den Herrn Schmitz (!) dabei, das ist der totale Querulant! Der geht überhaupt nicht mit und bockt nur rum und hat immer was zu motzen! Die totale Change-Bremse!“.


Lupe statt rosaroter Brille

Anfangs machten mir solche Ankündigungen von bockigen Workshopteilnehmern durchaus Sorge. Doch ich fand sehr schnell heraus, wie wertvoll diese „Querulanten“ waren.

Die Sache ist die: Um tiefgreifende Veränderungsprozesse in Gang zu bringen – sei es privat oder in einem Unternehmen –  muss eine starke Mobilisierungsenergie erzeugt werden, damit der Prozess von allen Beteiligten mitgetragen wird. 

Diese Anfangsenergie  führt oft zu einer Art Gewinnerstimmung, einer Euphorie, die zwar super für die  Schubkraft ist, die der Beginn von Veränderung braucht, die aber auch – und das wird so gut wie nie erwähnt – eine gewisse Gefahr birgt.
Nämlich die für blinden Aktionismus. 

Genau deswegen ist der Herr Schmitz, von dem eigentlich jedes Team mindestens einen hat, unglaublich wichtig! Weil er diejenige ist, der den realistischsten Blick von allen auf den tatsächlichen Status Quo des Veränderungsprozesses hat und er zudem derjenige ist, der alle Schwachstellen kennt. Denn auf diese verwendet er ein Höchstmaß seiner Aufmerksamkeit.


Herr Schmitz denkt in Lösungen

Doch das ist nicht alles. Ich habe auch festgestellt, dass nicht ein einziger der vielen Herr Schmitzes, die ich meinen Workshops hatte, ausschließlich ein Motzbrocken war. Im Gegenteil! Alle Herren Schmitzes waren äußerst lösungsorientiert und haben sich heimlich umfassend Gedanken über mögliche Lösungswege gemacht, die zwar etwas mehr Zeit in Anspruch nahmen, als es der euphorischen Change-Mannschaft lieb gewesen wäre, die aber deshalb umso nachhaltiger wirkten, weil sie eben auch die vorhandenen Schwachstellen entsprechend beachteten.

Die Herren Schmitzes waren zudem immer meine tatkräftigsten Unterstützer in den Workshops. Sobald sie nämlich merkten, dass sie von mir ernst genommen wurden und dass ihre Meinung und Einschätzung für das Team und das Unternehmen von höchster Wichtigkeit waren, hatte ich sie als Co an meiner Seite und haben sie äußerst konstruktiv den gesamten Workshop und den weiteren Change-Prozess aktiv mit voran gebracht.

Insofern war ich immer regelrecht dankbar, wenn ich bereits im Vorfeld darüber informiert war, dass ich einen Herrn Schmitz (oder mehrere, maximal waren es drei bei 25 Teilnehmern) im Workshop haben würde. 


In jedem von uns steckt ein Herr Schmitz

Und genauso ist das auch mit unserem inneren Saboteur oder Boykotteur, der uns gerne reinredet, sobald wir etwas verändern sollen. Es wird oft geraten, wir sollten ihm einfach ein „Halt’s Maul und lass’ mich gefälligst machen!“ an den Kopf werfen.

Ich halte das für äußerst unfair und unklug. Ich empfehle dir statt dessen, dieser Stimme aufmerksam zu lauschen. In fast allen Fällen möchte sie dich nämlich beschützen und vor Unheil bewahren. Sobald du mit dieser Stimme in einen inneren Dialog gehst, sie ernst nimmst und ihr zuhörst, wirst du einen Kommunikationsweg freilegen, der nicht nur dich mit wichtigen Informationen versorgt, sondern der auch dazu dienen wird, dass du dieser inneren Instanz  die für sie notwendigen Informationen geben kannst, damit sie dir und deinem neuen Vorhaben vertrauen kann.

Geh’ in den Dialog mit deinem ganz persönlichen Herrn Schmitz!

Hör’ ihm zu. Er ist eine der wichtigsten Instanzen für die Weichenstellung deines Veränderungsvorhabens.

Vertrau’ mir, wenn ich dir sage: Vertrau’ deinem Herrn Schmitz. Dann wird er auch dir bald vertrauen.
Und nur g
emeinsam werdet ihr Großartiges schaffen!

Alles Liebe! Und schöne Grüße 😉

 

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Der Elefant ist zu Hause. Oder: Warum du aufhören kannst, im Außen zu suchen!

Vor ein paar Jahren habe ich mich eine Zeit lang intensiv mit dem tibetischen Buddhismus beschäftigt und besuchte ein paar Vorträge von Sogyal Rinpoche, dem Autor von „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“.
Immer wieder zitierte er einen seiner Lehrer:

„Der Elefant ist zu Hause. Warum suchst du die Spuren im Wald?“.

Dieser Satz hat sich tief in mir eingeprägt. Er besagt, dass alles, wonach wir suchen, bereits in uns vorhanden und dass jegliche Suche im Außen vergeblich ist. Denn der Elefant ist zu Hause.

Ich beobachte insbesondere in der letzten Zeit, wie sehr die Menschen auf der Suche zu sein scheinen. Auf der Suche nach Sinn, nach etwas, das ihnen das Gefühl von Einheit und Gleichklang gibt. Etwas, das ihrem Leben eine Berechtigung gibt. Auf der Suche nach sich selbst und dem, was sie eigentlich ausmacht und was sie sind.

Warum auch immer die Menschen derzeit so irritiert zu sein scheinen, Fakt ist, dass wir nirgendwo im Außen etwas finden, was wir in uns selbst nicht gefunden haben.

Insofern beginnt jede Suche zunächst in uns selbst. Und das zu recht!

In meiner Arbeit bin ich immer wieder auf’s Neue unendlich fasziniert, wie viel Potenzial sich in einem Menschen verbirgt, wenn die Zeit reif ist, das Potenzial im wahrsten Sinne des Wortes zu ent-decken!

Es ist, als würde man eine riesengroße Schatzkiste öffnen, in welcher sich ein funkelndes Meer an Fähigkeiten, Talenten, Kraft und Möglichkeiten befindet. Und wie sich durch diese Ent-Deckung das Tor zur persönlichen Freiheit öffnet.

Viele unserer besonderen Talente und Fähigkeiten empfinden wir gar nicht als solche. Weil sie für uns selbstverständlich sind.

Dann wieder gibt es Talente und Fähigkeiten, die wir vor anderen und oftmals auch vor uns selbst verborgen halten, weil wir meinen, dass sie unerwünscht sind. Das ist oftmals dann der Fall, wenn wir uns als Kind mit unserem Potenzial nicht gesehen gefühlt haben. 

Ein weiterer Aspekt, warum viele von uns sich von ihrem wahren Kern – der inneren Schatztruhe – entfernen, ist die zunehmende Komplexität der Welt. So viele Reize und Angebote und Vergleichszwänge strömen täglich auf uns ein, verwirren, beeinflussen und färben uns. Da kann es leicht geschehen, dass wir unseren eigenen Weg aus den Augen verlieren.

Dabei war und ist der Elefant zu Hause! Und nirgends sonst.

Wenn du meinst, die Zeit sei jetzt reif, dass auch du deine innere Schatzkiste öffnest, dann melde dich bei mir. Ich stelle dir die richtigen Fragen, die der Schlüssel sind zu all den Antworten, die sich schon jetzt in dir verbergen. 

Mit diesen Antworten wirst du jene Klarheit finden, die du für den Weg nach Hause brauchst. Dem Zuhause in dir!

Alles Liebe für dich

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Leading by Happiness. Oder: Warum das Trivago-Prinzip zukunftsweisend und nichts für Sesselpupser ist!

Da sitzt er, vorne auf dem Podium. Rolf Schrömgens, einer der Gründer von Trivago und hat Tränen in den Augen. Gerührt erzählt er von einer Mitarbeiterin, die eine Aufgabe mit breitem Verantwortungsspektrum zugunsten einer anderen, vermeintlich unbedeutenderen Tätigkeit abgelehnt hat. Weil sie der Meinung war, dass sie dem Unternehmen in der anderen Funktion mehr Wert bringen könne. Einfach deshalb, weil ihr die andere Aufgabe mehr Freude macht und ihr besser liegt.

 

Sie hat’s gut, diese Mitarbeiterin. Sie darf das. Und zwar ohne irgendwelche Sanktionen oder den Spott von Kollegen und Chefs befürchten zu müssen. Denn sie arbeitet bei Trivago. Da ist sowas nicht nur möglich, sondern gewollt.

„Da habe ich die Tränen in den Augen“, sagt Schrömgens, und erklärt weiter „Eine Organisation, in der das möglich ist, weil eben Status nicht zählt und wo einer sagen kann: Ok, ich geh zurück von einer höheren verantwortungsvolleren Position, ich mache jetzt etwas anderes, weil ich da mehr Wert für das Unternehmen schaffen kann, das sind die Momente, wo ich Stolz empfinde. Bei Umsatzzahlen bin ich nicht so emotional. Da hab ich keine Tränen in den Augen.“

Klingt ungewöhnlich, nicht wahr!? Ist es auch. Leider!

Denn Trivago als Unternehmen ist zukunftsweisend! Jedes Unternehmen, gleich welcher Größe, sollte sich unbedingt ein paar Dinge aus der Trivago-Unternehmenskultur abgucken, um in Zukunft überlebensfähig zu sein!
Um die beliebtesten und sehr kostspieligen Dauerbrenner-Themen wie “Change”, “Lean Management”, “Digital Leadership” und “Employer Branding” brauchte man sich dann überhaupt nicht mehr zu kümmern. Und könnte seine wertvollen Kapazitäten maximal für das weitere Wachstum verwenden.

 

Hier ein paar der spannendsten Punkte:

  1. Feste Arbeitszeiten und tariflich vereinbarte Urlaubstage
    Gibt’s nicht. „Für Knowledge-Worker darf Zeit kein Indikator für Leistung sein“, argumentiert Schrömgens. Zeit als Indikator für Leistung stamme aus der Zeit der Industrialisierung und mache in reinen Produktions- und Dienstleistungsbereichen durchaus Sinn.
    In Bereichen hingegen, wo Menschen für die Gernerierung und Entwicklung von Ideen bezahlt würden, sei Zeit als Indikator für Produktivität und Leistung vollkommen obsolet.
    Bei Trivago heißt das, dass die Mitarbeiter über ihre Arbeits- und Urlaubszeit frei entscheiden können. Solange das Ergebnis stimmt. Damit das funktioniert, braucht es eine hohe Identifizierung mit der eigenen Aufgabe UND dem Unternehmen als Ganzes und verlangt ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Schrömgens ist überzeugt, dass diese freie Regelung in Bezug auf die Arbeits- und Urlaubszeit von den Mitarbeitern nicht ausgenutzt wird. Sieht man die nächsten Punkte, erscheint das durchaus logisch.
  2. Manager-Sicherheit
    Gibt’s nicht. „In dem Moment, wo man Arbeitszeit als Indikator für Leistung nimmt, gibt man Managern die Sicherheit, dass sie eine gute Leistung bringen, wenn ihr Leute lange arbeiten. Ich glaube, dass das keine gute Grundlage ist. Man sollte Managern diese Sicherheit wegnehmen.“ Sagt Schrömgens. Und liegt damit richtig.
    Die Zeiten, in denen sinnentleerte Überstunden “en vogue” waren, sollten lange vorbei sein. Sind sie nicht, weiß ich. Noch nicht. Denn der Erfolg von Trivago kommt ja nicht von ungefähr.
    Aus Erfahrung weiß ich außerdem, dass viele Mitarbeiter frustriert sind, weil die Zeit, die sie an ihrem Arbeitsplatz verbringen, nach außen mehr wiegt, als die Ergebnisse, die sie tatsächlich erzielen. Hier ist dringend ein Umdenken gefordert und müssen wir – insbesondere in Zeiten von “Digital Leadership” in Bezug auf Feedback maximal analog bleiben. Von Angesicht zu Angesicht, von Mensch zu Mensch. Immer noch und mehr denn je. “Das haben sie gut gemacht, Herr Schröder!” ist genauso wichtig wie “Da haben sie Mist gebaut, Herr Schröder!”. Ergebnisorientierung verlangt ein klares und kontinuierliches Feedback seitens des Vorgesetzten.
  3. Hierarchien und Titel
    Gibt’s nicht. Bei Trivago gibt es weder Hierarchien noch Titel im klassischen Sinne. Stattdessen gibt es Funktionen, und zwar „Developer“, „Executer“ und „Supporter“. Nur drei unterschiedliche Funktionen!? Man schaue sich nur mal die Organigramme klassischer Aufbauorganisationen an und überlege dann, wie man das in eine trifunktinale Matrixorganisation übersetzt. Natürlich ohne, dass den Hierarchie-Königen ein Zacken aus ihren Kronen bricht.
    Ach ja: Chefs im klassischen Sinne gibt es bei Trivago aber auch nicht, stattdessen gibt es “Mentoren” und als zusätzliche Orientierungshilfe für jeden Mitarbeiter ein 360-Degree-Feedback, und zwar alle sechs Monate. Gleiches Recht für alle, großartige Chance für das Unternehmen!
  4. Der EINE Unternehmer
    Gibt’s nicht. Bei Trivago wird jedem Mitarbeiter die Möglichkeit gegeben, irgendwann selbst Anteile am Unternehmen zu bekommen, was dazu führt, dass jeder Mitarbeiter per se wie ein Unternehmer denkt und sich auch so verhält.
    Auch dies ist ein Punkt, der oft unterschätzt wird. Mitarbeiter WOLLEN partizipieren, und zwar vor allem an Informationen. Je mehr die Mitarbeiter transparent informiert werden, desto besser können sie aus ihrer Perspektive bestimmte Entwicklungen entsprechend erkennen und Rückmeldungen geben und sich damit erst wie Unternehmer verhalten.
  5. Ego
    Gibt’s nicht. „Die Abscence-of-Ego ist unser größter Produktivittätsschub“, sagt Schrömgens.
    Autsch! Nicht wahr!? Wohl wahr!
    Gerade weil Trivago ein Unternehmen sei, das hauptsächlich mit Informationen arbeite, sei Ego sehr schädlich. Auch da hat er wieder recht. Transparente Kommunikation ist somit auch hier wieder DAS Schlüsselwort für eine erfolgreiche Unternehmenskultur der Zukunft. Nichts mit “Ich weiß was, was du nicht weißt”.

Letztlich sind all diese Punkte auch noch interdisziplinär zu betrachten. Wo keine Hierarchie, da keine Ego-Befriedigung, wo 360-Degree-Feedback, da maximale Transparenz, wo keine Zeit als Indikator, da maximale Ergebnisorientierung. Und so weiter.

Statt Arbeitszeit und Urlaub, Manager-Sicherheit, Hierarchien und Titel, dem EINEN Unternehmer und Ego gibt’s bei Trivago etwas anderes:

Einen Leader, der mit seiner Menschlichkeit, seiner Liebe zu seinem Unternehmen UND zu den Menschen, die das Unternehmen bilden und nicht zuletzt mit seiner gelebten Vision von „Leading by Happiness“ zutiefst beeindruckt.

Für eine menschliche Gesellschaft und Wirtschaft wäre es mehr als wünschenswert und sinnvoll, wenn er nicht einer der ganz wenigen bliebe, die so weise und liebevoll führen. Dass eine solche Führungskultur nicht nur mit Idealismus und Romantik zu tun hat, sondern einen außerordentlichen wirtschaftlichen Erfolg ermöglicht, zeigen die Zahlen:
Trivago wurde 2005 gegründet, hat seit 2012 ein Wachstum von 222% (i.W. zweihundertzweiundzwanzig Prozent) zu verzeichnen, ca. 1.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von 176 Mio.$  (+48%) im ersten Quartal 2016 gemacht.

Noch Fragen!? Hoffentlich nicht!

Danke, Rolf Schrömgens! Du hast mich zutiefst beeindruckt und mir Hoffnung gegeben, dass meine Arbeit einen Sinn macht.

 

unterschrift-melanie_thin_small

 

 

 

 

 

PS: Das ganze Interview mit Rolf Schrömgens kannst du hier sehen.

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Anne. Oder: Wie ein seltsames Buch mein Leben für immer veränderte

In den letzten Tagen werde ich oft gefragt, wie ich das damals gemacht habe, als ich nach La Gomera gegangen bin. Ganz ehrlich? Letztlich war es nur ein Umzug. Von Deutschland nach La Gomera. Mehr nicht. 
Aber fangen wir von vorne an, denn die Vorgeschichte, die ist durchaus spannend….

September 2007:

Geschafft! Mein spätes Studium  – ich habe erst im Alter von 30 Jahren begonnen, zu studieren – neigt sich dem Ende zu. Alle Scheine sind gemacht, die Prüfungen sind erfolgreich abgelegt, es fehlt nur noch die Magisterarbeit.

Seit zwei Jahren bin ich zudem erfolgreich als freiberuflicher Trainer, Coach und Consultant für Changemanagement in internationalen Konzernen tätig. Mit diesen Tätigkeiten haben sich für mich Träume erfüllt, die ich zu Beginn meines Studiums nicht zu träumen gewagt hätte. Ganz zu schweigen von meinen Honoraren!
Meine Arbeit genießt einen außerordentlich guten Ruf, meine Expertise ist gefragt, mir werden Angebote für Festanstellungen unterbreitet, die ich aber ablehne. Ich möchte meine Freiheit als Freelancer weiter genießen.


Ähm… Freiheit? 

Welche Freiheit? Meine Woche hat siebzig Stunden. Mindestens. Am Wochenende bin ich zu sowas wie einem Sozialleben nur in absoluten Ausnahmefällen mit absoluten Ausnahmefreunden fähig, und zwar mit solchen, mit denen ich maximal schweigen kann.

Außerdem ist mir der Samstag Abend heilig! Da pflege ich mein Ritual. Ich lasse mir ein heißes Bad ein, stelle Kerzen auf den Badewannenrand, genieße einen edlen Rotwein und höre dazu die Gitarrenklänge von den Dos Guitarras. Und träume mich fast viertausend Kilometer weit weg. Nach La Gomera…..


In meiner kleinen Lieblingsbuchhandlung, an einem Tag mitten in der Woche: 

Alle Welt redet von Hape Kerkelings neuem Buch „Ich bin dann mal weg“. Da hinten in der Ecke steht es. Ich nehme es zur Hand und lese quer. Ich mag Hape, aber dieser Stil gefällt mir überhaupt nicht. Ich stelle das Buch wieder zurück und während ich dies tue, springt ein dahinter stehendes Buch hoch und auf mich zu. Zumindest habe ich es so in Erinnerung. Dass es hoch und auf mich zusprang. „Wer wandert, braucht nur, was er tragen kann“ von Anne Donath. Ich lese quer. Ein seltsames Buch, wirklich sehr, sehr seltsam. Ich kaufe es und gehe nach Hause. Und beginne zu lesen….

Über wichtige Menschen, die den ganzen Tag in Besprechungsräumen sitzen und Autos, teure Kleidung und anderen Luxus anhäufen und die sich das ganze Jahr über auf ihre siebenundzwanzig Tage Jahresurlaub freuen, um dann dort erst mal richtig krank zu werden von all dem Stress, den sie hatten. Ich lese von Anne, wie sie auf ihrer Wiese liegt und den Wolken beim Wandern zuschaut und das Leben genießt.


Me, myself and I?

In der Beschreibung über die wichtigen Leute mit ihrem teuren Material erkenne ich mich selbst wieder. Mir wird bewusst, wie wenig Seele in meinem Leben ist, obwohl ich meine Arbeit wirklich liebe. Aber es ist einfach quantitativ viel zu viel und so derart arbeits- und energieraubend, dass ich mich vollkommen darin verloren habe.
Wo ist sie geblieben, die reine Freude am Leben? Wenn der einzige Lichtblick der Woche darin besteht, samstags abends in der Badewanne zu liegen und von La Gomera zu träumen?

In diesem Moment springt in meinem Kopf ein Schalter um und ich weiß, mit ganzem Herzen, mit all meinem Sein und in all meinen Zellen:


Eines Tages, Baby!

Nein! Ich will nicht eines Tages sterben und mir die Frage stellen müssen: Melanie, warum hast du es nicht wenigstens versucht!? Versucht, auf La Gomera – der Insel deines Herzens, die du so sehr liebst – zu leben? Wenigstens versuchen hättest du es können! Dann hättest du gewusst, ob dort zu leben wirklich so schön ist, wie du es dir in deinen Träumen immer vorstellst.“

Dreizehn Jahre ist es zu diesem Zeitpunkt her, dass ich mich in diesen kleinen Flecken Erde verliebt habe. Damals konnte ich weder die Sprache, noch kannte ich Land und Leute. Und doch fühlte ich mich mit meinen damals 24 Jahren zum ersten Mal in meinem Leben nicht wie ein Außerirdischer auf dem falschen Planeten. Wie oft hatte ich als Kind abends draußen gesessen und mit dem Fernglas in die Sterne geschaut und gedacht „Irgendwo da oben muss doch mein Zuhause sein!? Hier unten bin ich falsch gelandet! Ganz sicher!“ Und dann lande ich durch eine Aneinanderreihung seltsamer Zufälle (das ist noch mal eine Geschichte für sich!) auf dieser winzigen Insel am Ende der Welt und fühle mich zum ersten Mal in meinem Leben zu Hause!?

Schon damals überlegte ich, einfach zu bleiben und nicht wieder nach Deutschland zurück zu fliegen. Doch die Angst war zu groß. Und außerdem hatte ich ja mein Leben in Deutschland fest eingerichtet und auch familiäre und dienstliche Verpflichtungen… Es ist klar, wo ich fortan 99 % meiner Urlaube verbracht habe. Und mit jedem Urlaub wurde der Wunsch, für immer hier zu leben, größer und tiefer.

Nein, ich wollte nicht sterben, ohne es nicht wenigstens versucht zu haben!
Am nächsten Tag rief ich meine Schwester an, um ihr meine Entscheidung mitzuteilen. „Endlich!“, sagte meine Schwester. „Damit haben wir schon lange gerechnet“. Ach, echt!? Interessant.


“Komm her, mein Mädchen…”

So war das mit meiner Entscheidung, nach La Gomera zu gehen. Sie ist lange gereift, und als sie reif genug war, ist sie – einem Apfel gleich – beinahe wie von selbst vom Baume gefallen. In genau diesem Moment habe ich den Apfel gepflückt und alles für meinen Umzug in die Wege geleitet. Natürlich hatte ich vom Zeitpunkt meiner Entscheidung bis zu meinem tatsächlichen Umzug unzählige Momente des Zweifels und viele, tiefgreifende Ängste. Und auch die ein oder andere harte Prüfung des Schicksals. Doch wann immer ich die Frage stellte: „War meine Entscheidung wirklich richtig?“ erklang aus meinem Herzen ein großes, deutliches JA!

Einmal, als der Zweifel ganz besonders groß war, saß ich an meinem schönen antiken Wohnzimmertisch und versuchte, mich in Gedanken und mit dem Herzen mit La Gomera zu verbinden. Ich fragte sie: „Soll ich wirklich für immer zu dir kommen?“. Und ich hörte sie antworten: „Komm her, mein Mädchen, ich habe noch etwas sehr, sehr Schönes für dich!“ Ich sagte: „Aber was willst du denn noch Schönes für mich haben!? Du hast ich schon so oft so glücklich gemacht mit all deiner Schönheit und all deinem Frieden! Mehr geht nicht!“ – „Komm her, mein Mädchen, ich habe noch etwas sehr, sehr Schönes für dich….!“

Während ich diese Geschichte in Ruhe aufschreibe, ist das Schöne, das Gomera noch für mich bereit hielt, nicht bei mir. Aber gleich, so in einer Stunde, da kommen mein Mann und meine beiden Töchter vom Strand nach Hause….

Möge dich diese Geschichte inspirieren, der Stimme deines Herzens zu lauschen und ihr zu vertrauen.
Möge sie dich ermutigen, nach deiner Lebensvision Ausschau zu halten.
Möge sie dir die Geduld geben, auf die notwendige Reife einer vielleicht anstehenden Entscheidung zu warten.
Möge sie dir die Sicherheit geben, dass die Liebe immer einen Weg findet.

Wenn du selbst gerade an einem Punkt in deinem Leben stehst, wo es um tiefgreifende Veränderungen geht und du Unterstützung brauchst, dann melde dich gerne bei mir!

Wenn dir meine Geschichte gefallen hat, dann freue mich mich sehr über ein Feedback oder wenn du sie mit jemandem teilst, für den sie von Bedeutung sein könnte. Es sind gerade so viele Menschen dabei, aufzubrechen. Im doppelten Wortsinn.

 

Alles Liebe!

unterschrift-melanie_thin_small

 

 

 

 

 

PS: Der rechte der beiden Dos Guitarras, Ulysses, war letztes Jahr einer der beiden Gitarristen, die auf unserer Hochzeit auf der Tina, einem Ausflugsboot, gespielt haben. Rosamunde Pilcher würde vor Neid erblassen. Zu recht, wie ich finde!  😉