Ach du heiliger Bimbam. Oder: Ich, der Guru

Da war es wieder. Das Thema „Sekte“. Da fragte doch tatsächlich jemand, ob ich eine Sekte unterhalte!?
Zuerst musste ich lachen. Ausgerechnet ich, die ich schon immer und für immer ein absolutes Kind der Freiheit bin, soll eine Sekte unterhalten? Wie absurd.

Seit ich denken kann, habe ich eine Aversion gegenüber allem, was manipuliert und bindet und bin extrem feinfühlig in Bezug auf Menschen, die „so“ vorgehen.

Früher habe ich mich immer köstlich über Uriella amüsiert, bei der so herrlich offensichtlich war, dass sie nicht alle Schüsseln im Regal hatte. Heute ist das mit den Sektenführern bzw. den selbst ernannten Gurus anders. Sie sind viel besser getarnt. Manche kommen als Hipster daher, andere im schicken rosa Hemd und könnten, wenn sie denn nicht Guru wären, glatt als sympathischer Abteilungsleiter der örtlichen Kreissparkasse durchgehen. Gefährlich! Allen gemein ist, dass sie meinen, der Weisheit letzten Schluss für sich gepachtet zu haben. Nee, stimmt nicht. Pächter sind sie nicht, sie sind die Großgrundbesitzer der absoluten Wahrheit und wenn du brav bist und regelmäßig einzahlst, darfst du hier und da mal an der ein oder anderen Möhre der Erkenntnis schnuppern. Am besten dauerhaft, damit des Gurus Kasse ordentlich klingelt, bzw. raschelt (wegen der vielen Scheine, man kennt das ja).

Die gestrige Vermutung, ich könne eine Sekte unterhalten, hat mich nachdenklich gemacht. Denn es hat mir wieder einmal mehr gezeigt, wie viel die neo-spirituelle Szene das, worum es eigentlich geht, vergiftet hat. Was übrigens ein Grund dafür ist, dass ich mit dem Thema „Spiritualität“ in Bezug auf meine eigene Arbeit lange hinter dem Berg gehalten habe. Einfach deshalb, weil ich auf gar keinen Fall in einen Topf geworfen werden wollte mit den ganzen blasphemischen Scharlatanen, die angeblich im Namen Gottes den bedürftigen Menschen gnadenlos das Geld aus der Tasche ziehen.

Das gestrige Ereignis zeigt mir aber auch, dass es mehr denn je zu tun gibt, was die Entgiftung dieses Themas angeht.

Dass die, denen es wie mir um die absolute Freiheit des einzelnen geht, sich noch deutlicher positionieren und auf vorhandene Abhängigkeiten hinweisen und dabei unterstützen müssen, diese Abhängigkeiten aufzulösen. Und jeden Menschen wissen zu lassen, dass niemand außer ihm selbst seine Wahrheit kennt. Dass niemand die Verantwortung für ihn übernimmt! Es ist wirklich an der Zeit, den kindlichen Abhängigkeiten endlich zu entwachsen! 

Schau in den Spiegel und tief in dich hinein. Und wisse, dass du bereits allwissend bist.
Falls du das vergessen hast, diene ich lediglich als Erinnerungshilfe für dich. Nicht mehr und nicht weniger.

Amen und alles Liebe!

 

Melanie

 

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